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TV: 2004 ist das Jahr der Fernseh-Flops

Anke Engelke landete mit ihrer "Late Night"-Show nur den spektakulärsten Flop des vergangenen Jahres: Selten sind so viele neue Formate gescheitert wie 2004.

Auffallend viele neue Sendungen mussten mangels genügender Einschaltquote rasch wieder vom Bildschirm verschwinden - wie "Hire or Fire" mit John de Mol bei ProSieben, "Für dich tu ich alles" mit ARD-Hoffnung Sebastian Deyle oder der spektakulärste Flop "Anke Late Night" mit Anke Engelke bei Sat1. Die Gründe sieht der Medienwissenschaftler Jo Groebel in der Tendenz, dass die Sender Erfolgreiches wie die Quizshows kopieren und dass bei den Zuschauern "so etwas wie eine Erregungssättigung" eingetreten sei.

Der Direktor des Europäischen Medieninstituts sagte, im Wettbewerb der Sender nehme die Risikobereitschaft ab. Die Programmangebote würden einander immer stärker angeglichen - "bis zum Formatklau". So habe es zum Beispiel allein fünf bis sieben verschiedene Sendungen über "Schönheits-Casting" gegeben. "Das Besondere geht flöten", meinte Groebel.

Keine Stammkundschaft mehr

Die Zuschauer seien immer weniger einem Lieblingssender treu, sondern würden das jeweils interessanteste Sendeformat wie Schönheitsoperationen auf jedem Kanal ansehen, der das Angebot im Programm habe. Zum Beispiel habe die zweite Staffel der RTL-Dschungelshow ihren Erfolg gar nicht mehr dem Skandal der ersten Staffel zu verdanken.

Ein Dauerbrenner entsteht nach seiner Einschätzung höchstens ein Mal im Jahr. Der letzte sei Günther Jauchs Quizshow "Wer wird Millionär?". Die erfolgreichsten Shows des Jahres seien fast ausnahmslos die lange etablierten Formate, allen voran "Wetten, dass...?" Groebel sagte: "Das Vertraute, Familiäre bietet letztlich größeren Erfolg als das Neue."

Die Programmmacher seien gezwungen, Neues nach "Schrotflinten-Taktik" mit viel Geldaufwand auf den Markt zu bringen, um vielleicht zufällig einen Erfolg zu landen. In diesem Jahr jedoch schienen viele neue Formate "fast todsicher zu sein", sagte Groebel. Er nannte "Hire or Fire" und das Sat1-Männercamp "Kämpf um deine Frau". Dagegen sei der Misserfolg von Anke Engelke absehbar gewesen.

ARD und ZDF in der "Generationenkrise"

Erstaunlicherweise würden in Deutschland aber auch erfolgreiche Sendungen "gekillt", monierte der Professor. Er verwies auf die ARD-Serie "Berlin, Berlin", die vor kurzem mit dem amerikanischen Fernsehpreis Emmy ausgezeichnet wurde. Der Ausstieg von Schauspielern sei kein Grund, eine Erfolgsserie einzustellen, das zeige die ARD-Serie "Verbotene Liebe".

Groebel wandte sich dagegen, gleich neue Trends auszurufen, sobald ein neues Programmformat Erfolg hat. "Eine wirkliche Trendwende hat stattgefunden mit dem Stilprinzip der Vermischung von Dokumentation, Information und Fiktion", sagte er. Diese Vermischung habe nämlich auch in Dokumentationen etwa von ZDF-Historiker Guido Knopp Einzug gefunden.

Schlechtes Benehmen als Programm

Als großen Trend könne man auch das "Gesindel-TV" bezeichnen. Der Medienwissenschaftler bezeichnete damit eine Bevölkerungsgruppe, die bis Anfang der 90er Jahre nicht im Fernsehen vorgekommen sei, weil sie zu ordinär und zu primitiv sei und schlechte Ausdrücke und schlechtes Sozialverhalten habe.

Groebel bescheinigte ARD und ZDF eine vielfältige Qualität. Die Aussage, das deutsche Fernsehen sei auf den Hund gekommen, sei "großer Quatsch". Es gehöre im Gegenteil "mit zu dem besten Fernsehen, das es weltweit gibt". Das liege zum Teil allein an der Quantität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Dieses müsse sich allerdings einer "Generationenkrise" stellen.

Die Quoten von ARD und ZDF bei den jüngeren Zuschauern seien verheerend: "Die Jungen gucken situativ 'Was ist für uns interessant?'", erklärte Groebel, und sie blieben auch dabei, wenn sie älter seien. Hinzu komme, dass sie nicht mehr Fernsehen und Presse, sondern das Internet als glaubwürdigstes Medium ansähen, wie eine Umfrage des Europäischen Medieninstituts ergeben habe. Groebel riet den öffentlich-rechtlichen Sendern, ihre Online-Angebote "nicht primär" auf die Konkurrenz mit den Privatsendern abzustellen.

Inge Treichel/AP / AP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(