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Ehemann der Queen Ringo Starr nimmt Abschied: So war das Verhältnis von Prinz Philip zu den Beatles

Prinz Philip und die Beatles
Prinz Philip schüttelt Ringo Starr die Hand: Am 23. März 1964 traf der Ehemann von Queen Elizabeth II. mit im Empire Ballroom in London mit den Beatles zusammen.
© Anonymous/ / Picture Alliance
Dank der Beatles wurde London in den 1960er Jahren zur Welthauptstadt der Musik. Ihr Verhältnis zur Krone war nicht immer ungetrübt. Doch Prinz Philip zeigte sich schon früh mit den Pilzköpfen. Nun hat sich Ringo Starr zu Wort gemeldet.

Die Nachkriegsjahre waren für viele Briten keine einfache Zeit. Das vom Krieg gezeichnete Land kam wirtschaftlich nur langsam wieder in Schwung. Schlimmer noch: Die Bürger mussten mit ansehen, wie das Empire langsam zerbröckelte, und zahlreiche Kolonien und Einflusszonen in Asien und Afrika verloren gingen.

Auf einem anderen Gebiet erlangte das Vereinigte Königreich dagegen in den 1960er Jahren Weltgeltung: in der Popmusik. Die Beatles hatten 1963 zunächst Großbritannien und im Folgejahr Amerika und den Rest der Welt erobert. Im Kielwasser ihres Erfolges feierten zahlreiche Bands im Ausland Erfolge, darunter die Rolling Stones, The Who oder die Kinks. 

Mit ihren Touren, Plattenverkäufen, Filmen und Merchandise-Produkten trugen die Fab Four Mitte der 60er Jahre maßgeblich zum Anstieg des britischen Bruttosozialprodukts bei. Im Oktober 1965 lud die Queen die vier Musiker sogar in den Buckingham Palast ein - und verlieh ihnen den Orden "Member of the Order of the British Empire'" (MBE). 

Prinz Philip zeigt sich öffentlich mit den Beatles

Die Ehrung war nicht unumstritten: Die konservative Presse schäumte, und zahlreiche Würdenträger fühlen sich abgewertet und schicken ihre Ehrungen aus Protest zurück. Die Queen hat dagegen kein Problem mit den Pilzköpfen. Schon ein Jahr zuvor zeigten sich die Royals zusammen mit mit den vier Musikern. Prinz Philip schüttelte den Musikern in einer Audienz die Hand, Königin Elisabeth II. soll sich erkundigt haben, wie die Herren mit ihrem langen Haupthaar zurechtkämen.

Doch immer wieder erlaubten sich die Beatles auch kleine Unverschämtheiten. Am 4. November 1963 spielten sie in London in Anwesenheit der Queen, ihrer Mutter Queen Mum sowie Prinzessin Margaret. Vor dem letzten Song bat John Lennon das Publikum um Mithilfe: “Könnten die Zuschauer auf den billigen Plätzen bitte in die Hände klatschen? Und der Rest, schütteln Sie bitte ihre Juwelen." Ein Affront, den die Royals nicht übel nahmen.

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Später widmeten die Beatles der Queen auf ihrem Album "Abbey Road" ein paar Zeilen. "Her majesty's a pretty nice girl / Someday I'm going to make her mine", sang Paul McCartney. ("Ihre Majestät ist ein sehr nettes Mädchen, eines Tages mache ich sie mein").

Die Queen bekommt Post von John Lennon

John Lennon schickte seinen MBE-Orden 1970 zurück. In einem direkt an die Queen gerichteten Brief begründete er die Rückgabe unter anderem mit Großbritanniens Verstrickung in den Nigeria-Biafra-Krieg sowie mit der britischen Unterstützung Amerikas in Vietnam.

Das Verhältnis der übrigen Beatles zur Queen war besser. 1997 erhob die Queen Paul McCartney in den Ritterstand, 2018 auch Ringo Starr. Der Schlagzeuger der Beatles hat sich nun zu Wort gemeldet und des verstorbenen Herzogs von Edinburgh gedacht:

Auch Musiker der Rolling Stones trauerten auf Twitter um den Ehemann der Queen. Sowohl Mick Jagger als auch Keith Richards. Sie alle waren Teil des Swinging London - an dem auch die königliche Familie und Prinz Philip ihren Anteil hatten. 

Verwendete Quellen:Twitter, Deutschlandfunk, "Spiegel", "Rolling Stone"


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