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Landtagswahl in Bayern: "Kein Bock": Ein Reporter der "heute-show" besucht Markus Söder - der reagiert bissig

Die "heute-show" hat sich die Landtagswahl in Bayern vorgeknöpft. Ein Reporter der Satiresendung besuchte Politiker der CSU, FDP und den Grünen - und erlebte einige Überraschungen.

heute-show Markus Söder

Markus Söder probierte, den Besuch von "heute-show"-Reporter Fabian Köster mit Humor zu nehmen.

Die Landtagswahl in Bayern dominiert nicht nur die Politik, sondern auch die politische Satire. Die "heute-show" hat sich im Zuge der wichtigen Wahl am morgigen Sonntag mit den Parteien befasst. Gewohnt bissig haben sich Oliver Welke und seine Kollegen in der gestrigen Sendung AfD, CSU, SPD und die Grünen vorgenommen. Der Absturz der CSU, die miese Stimmung in der SPD - alles wurde thematisiert. 

Die "heute-show" nimmt sich Landtagswahl in Bayern vor

"Über die Hälfte der Wähler ist noch unentschlossen. Das heißt, die wissen noch gar nicht, ob sie am Ende die Grünen oder die SPD wählen", scherzte Welke gleich zu Beginn der Show, nur um dann mit einem Seitenhieb gegen die Sozialdemokraten nachzulegen. "SPD, der war gut, oder?" Dann holte er gegen Markus Söder und Horst Seehofer aus, die mit einer herben Wahlschlappe rechnen dürften. "Söder und Seehofer streiten trotzdem von morgens bis abends, wer es mehr verbockt hat. Ich finde, ihr habt das zusammen geschafft", sagte er. 

Lindner und Habeck souverän

Reporter und Comedian Fabian Köster entlarvte in seinem Beitrag vor allem eines: Markus Söders fehlende Souveränität. Um sich mit Politikern von CSU, FDP und den Grünen zu treffen, reiste Köster durch Deutschland. Bei einer Wahlkampfveranstaltung der FDP traf er den Bundesvorsitzenden Christian Lindner - und der drehte den Spieß um. "Das ist ja Macht, die Sie hier ausüben, mit dem Mikrofon", sagte Lindner. "Sie entscheiden, wann Sie es mir entziehen und wann sie selber sprechen." Das ließ sich Köster nicht zweimal sagen und entzog Lindner das Mikro. Der blieb jedoch cool, fragte, warum er das Mikro nicht mal halten dürfe. "Wir können gerne die Rollen tauschen, wenn ich die Rede halten darf", erklärte Köster und fand sich wenig später tatsächlich auf der Bühne der FDP-Wahlveranstaltung wieder, wo er die Menge mit ein paar Witzen zum Lachen brachte. 

Bei den Grünen traf Köster auf einen ähnlich souveränen Robert Habeck. Auf die Frage, was der Bundesvorsitzende von der Veranstaltung erwarten würde, sagte dieser gewohnt lässig: "Guten Kaffee, nette Leute, fröhliche Atmosphäre, dass das Wetter stabil bleibt, kein Regen. Und danach noch einen Prozent mehr." "Sehr gut, Sie haben es wirklich drauf mit dem nicht inhaltlich werden", konterte Köster.

Markus Söder reagiert bissig

Anschließend überzeugte er Habeck, ihm die Handynummern von den Grünen-Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, zu geben - um den beiden eine Videobotschaft von Markus Söder schicken zu können.

Kösters Besuch bei Ministerpräsident Markus Söder lief hingegen nicht ganz so entspannt ab. Söder probierte erst, selber lustig zu sein, stichelte gegen die Politik in Berlin und gegen die Medienlandschaft in Mainz - genauer, das ZDF. "Meine Quoten sind besser als die der 'heute-show'", scherzte er. Doch als Köster ihm von seiner Idee erzählte, Habeck, Schulze und Hartmann eine Videobotschaft zu schicken und sein Handy zückte, reagierte der 51-Jährige gereizt. "Nee, keinen Bock. Ciao", sagte er entschlossen und verschwand. 

Obwohl Markus Söder noch versucht hat, seinen Auftritt in der "heute-show" mit Humor zu nehmen, zeigt seine bissige Reaktion - vor allem im Vergleich zu Lindner und Habeck - wie angespannt die Lage in Bayern vor der Wahl wirklich ist.

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ls