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Vox zeigt Sondersendung: "Goodbye Deutschland": Als Costa Cordalis zu seinen griechischen Wurzeln zurückkehrte

Eine Woche nach seinem Tod hat Vox eine "Goodbye Deutschland"-Sendung mit Costa Cordalis gezeigt. 2014 begleitete ein Filmteam den "Anita"-Star nach Griechenland - und der Sänger erlebte seine Heimat in der Krise.

Ingrid Cordalis und Costa Cordalis

Ingrid Cordalis und Costa Cordalis in seiner griechischen Heimat

Mit 19 Jahren machte sich Konstantinos Cordalis auf nach Deutschland. "Ohne Mantel - und dann ging's los mit der Kälte", erinnerte sich der Sänger, der sich kurz nach seiner Auswanderung nur noch Costa Cordalis nannte, 2014 bei "Goodbye Deutschland". 

"Goodbye Deutschland"-Rückblick: Costa Cordalis fährt nach Griechenland

Am Dienstag vergangener Woche ist der "Anita"-Star mit 75 Jahren im Kreise seiner Liebsten verstorben. Um des bekannten Sängers zu gedenken, hat Vox am Montagabend noch einmal eine alte Folge "Goodbye Deutschland" mit Cordalis von 2014 gezeigt. Damals ließ sich der Grieche von einem Kamerateam auf seiner Reise in sein Heimatland begleiten. Er fand ein anderes Griechenland vor, als er es in Erinnerung hatte. Denn auch seine Verwandten waren damals von der Wirtschaftskrise gebeutelt. Ein Großteil von Cordalis' Familie lebte von dem Gehalt seiner Nichte Panagiota. "Sie ist Lehrerin am Gymnasium und hat vorher 1200 Euro gekriegt. Jetzt kriegt sie 600. So einfach ist das", erklärte der Musiker. Die Deutschen würden auf hohem Niveau jammern, urteilte der Grieche damals.

Von Livadia in der Nähe Athens reiste das Vox-Team gemeinsam mit Cordalis und dessen Ehefrau Ingrid dann in seinen Geburtsort Elateia, wo er seinen Cousin besuchte. Und auch dort kam das Gesprächsthema schnell auf die wirtschaftliche Krise des Landes. Auch während seiner Anfänge als Kneipensänger im Frankfurter Rotlichtmilieu unterstützte Cordalis seine Verwandten finanziell. "Ich habe damals zehn D-Mark bekommen und davon, was ich gesammelt habe, habe ich meinem Vater ein Motorrad und einen Kühlschrank gekauft. Den Kühlschrank haben sie immer noch. Das ist deutsche Qualität", erinnerte er sich. 

Schlimme Schlagzeilen machten ihm zu Schaffen

In einer Bar in Frankfurt wurde der junge Grieche von einem Musikproduzenten entdeckt, wenig später folgte mit "Anita" der große Durchbruch. Am Ende konnte Cordalis auf eine große Karriere zurückblicken. Über zehn Millionen verkaufte Platten, viele Chart-Hits, regelmäßige Auftritte überall im Land. Doch auch mit schlimmen Schlagzeilen hatte der Vater von drei Kindern zu kämpfen. Zum Beispiel, als sich sein Gesicht stark veränderte und in der Presse zu lesen war, er habe sich Fett aus dem Hinterteil ins Gesicht spritzen lassen. Tatsächlich, so erklärte es Cordalis 2014, waren Medikamente Schuld an der Veränderung. Wegen eines Bandscheibenvorfalls habe er Cortisonspritzen bekommen. Die negative Berichterstattung habe ihn damals sehr mitgenommen, gab er zu. 

Immer an seiner Seite war Ehefrau Ingrid, die Cordalis in Frankfurt kennen lernte. Und obwohl ihm seine Plattenfirma anfangs verbot, die Ehe öffentlich zu machen, damit er seine weiblichen Fans nicht verschreckte, hat die Beziehung gehalten. "Nach 45 Jahren ist wichtig, dass man das, was kaputt ist, noch kittet. Und nicht wie heute: Wegschmeißen und was Neues", erklärte Ingrid Cordalis das Geheimnis ihrer Ehe bei "Goodbye Deutschland". 

Costa Cordalis' Ehefrau war bis zu seinem Tod an seiner Seite. 

Quelle: "Goodbye Deutschland"

ls