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Dschungelcamp 2014: Larissa, der Schrecken Österreichs

Schädigt Larissa den Ruf Österreichs? In einem offenen Brief verteidigt Heinz Anton Marolt seine Tochter gegen entsprechende Vorwürfe. Ihr "Talent" locke Millionen vor den Fernseher.

Die "Kronen"-Zeitung nennt sie die "Camp-Nervensäge": Österreich streitet um Larissa Marolt. Die 21-jährige Kärntnerin erhitzt nicht nur die Gemüter deutscher Fernsehzuschauer. Auch bei unseren Nachbarn ist die Teilnehmerin der RTL-Show "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" umstritten. An ihrer Herkunft entzündet sich nun sogar ein bizarrer Streit zwischen einem Politiker und Larissas Vater.

Stefan Petzner von der Partei "Bündnis Zukunft Österreich" fürchtet um den Ruf der Stadt Klagenfurt. Der ehemalige Abgeordnete im Nationalrat beschwerte sich via Twitter, dass Larissa Marolt von den Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich fortwährend als Klagenfurterin bezeichnet wird, obwohl sie in Wahrheit aus St. Kanzian am Klopeiner See stamme. "Als Bürger von Klagenfurt lege ich Wert auf die Feststellung, dass Larissa NICHT aus unserer Stadt ist", twitterte Petzner.

Bürgermeister und Vater Marolt reagieren

Nun könnte man meinen, ein Politiker, der sich in sozialen Netzwerken zum Dschungelcamp auslässt, hat vermutlich selbst genug Probleme, als dass man ihm Beachtung schenken müsste. Nicht so im beschaulichen Kärnten. Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider reagierte prompt und lud Zietlow und Hartwich ein, die "Vorzüge" seiner Stadt kennenzulernen. Und auch Larissas Vater sah sich offenbar genötigt, zu reagieren.

In einem offenen Brief verteidigt Heinz Anton Marolt seine Tochter. "Sie brauchen sich für meine Tochter nicht 'fremdschämen'", schreibt der Hotelier. Nur aufgrund ihres "schauspielerischen Talents" und ihrer "Cleverness" würden täglich mehr als neun Millionen Menschen die TV-Show sehen. Larissa gelinge es, "Medien zu begeistern, Titelseiten im gesamten deutschsprachigen Raum zu füllen, für Rekordquoten zu sorgen", glaubt Marolt.

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Lust auf Urlaub in Larissas Heimat?

Mit seiner Analyse, dass die hohen Einschaltquoten größtenteils Larissa zu verdanken sind, mag Marolt durchaus Recht haben. Ob dies aber tatsächlich daran liegt, dass die TV-Zuschauer in Deutschland und Österreich sie für "clever" und "talentiert" halten, wird sich vermutlich erst daran zeigen, ob Larissa noch genauso viele Anrufe bekommt wenn es darum geht, die Dschungelkönigin zu wählen.

Larissa stellt kein "touristisches Problem für Kärnten oder Österreich dar", konstatiert Marolt. Die Zeitschrift "Bunte" sieht das offenbar genau so. In einem Artikel wird Kärnten sogar mit dem Model vorgestellt: "Urlaub in Kärnten, der Heimat von Larissa Marolt."

mai