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Terror-Talk bei "Günther Jauch": Wer nicht fragt, bleibt dumm

Datenspeicherung, Polizeifehler, Pegida: Es hätte viel zu besprechen gegeben in der Talkshow nach dem Terror-Schock von Paris. Doch Jauchs wichtigster Gast wollte lieber einen Abend der warmen Worte.

Das Thema der Sendung lautete: Der Terror-Schock - wie reagieren wir auf die neuen Anschläge? Doch auf diese Frage wollte Thomas de Maizière keine konkrete Antwort geben

Das Thema der Sendung lautete: Der Terror-Schock - wie reagieren wir auf die neuen Anschläge? Doch auf diese Frage wollte Thomas de Maizière keine konkrete Antwort geben

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will lieber nicht diskutieren, an diesem Abend. Der Abend nach dem großen Trauermarsch von Paris, wo sich 1,5 Millionen Menschen und Spitzenpolitiker aus aller Welt verbrüderten und der Attentate gedachten - er soll ein Abend der warmen Worte werden. Und Günther Jauch tut gerne das Seine dazu - und verzichtet auf eine allzu politische Debatte. Dabei hatte er die Frage doch selbst aufgeworfen: "Wie reagieren wir auf die neuen Anschläge?"

Ohne Frage keine Antwort

Seine Antwort hatte de Maizière schon vor der Sendung gegeben: Er sprach sich für eine Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und eine europaweite Erfassung von Fluggastdaten aus. Aus der CSU kamen dieser Tage ähnliche Töne, dazu weitergehende Vorschläge zu Grenzkontrollen oder Asylverfahren. Zwar gibt es gerade in Frankreich die Vorratsdatenspeicherung schon seit Jahren, ohne dass das im konkreten Falle geholfen hätte. Doch von all dem ist hier bei Günther Jauch gar nicht die Rede, der Herr Innenminister möchte das nicht so gerne, sagt er, und wird auch nicht weiter danach gefragt.

Springer gegen "übereilte" härtere Gesetze

Und so bleibt es ausgerechnet Mathias Döpfner, dem konservativen Vorstandsvorsitzenden des Axel Springer-Verlages vorbehalten, zumindest zu sagen, das man jetzt auf keinen Fall "übereilt" härtere Gesetze verabschieden dürfe. Nebenbei verkündet de Maizière dann noch, dass bald nicht nur die Teilnahme an einem Ausbildungscamp für Dschihadisten strafbar sein wird, sondern auch die bloße Reise dorthin. Auch dazu hat Jauch keine Fragen.

Keine Worte über Polizeiversagen

Auch einer einsetzenden Diskussion über ein mögliches Polizeiversagen erteilte der Innenminister sogleich eine Absage. Chérif Kouachi, zusammen mit seinem Bruder Saïd verantwortlich für das Massaker beim Satiremagazin "Charlie Hebdo", war 2008 wegen Terrorvorwürfen verurteilt worden, beide standen auf der US-Flugverbotsliste. Über ein Versagen der französischen Sicherheitsbehörden könne man "nur mutmaßen", sagt der frühere Tagesthemen-Moderator und Frankreich-Kenner Ulrich Wickert bei Jauch.

"Es gab Hinweise", sagt Souad Mekhennet, Investigativreporterin und Autorin des Buches "Kinder des Dschihad", wenn auch vielleicht keine ganz konkreten. Es ist "vollständig unangemessen", jetzt in Deutschland über ein mögliches Versagen französischer Sicherheitsbehörden zu diskutieren, sagt de Maizière. "Das sollten wir uns zurückhalten". Ende der Debatte.

Der "europäische 9/11"

Immerhin hält er sich dann an einer anderen Stelle zurück – als nämlich Döpfner von einem "europäischen 9/11" spricht, der in seiner Wirkung "noch gravierender" sein könnte. Da rückt de Maizière, der hier einmal mehr zur Besonnenheit aufruft, die Maßstäbe zurecht.

Was denn mit den "schrecklichen Anschlägen" im Jemen sei, in Nigeria oder in Pakistan? Sie bleiben Randnotizen, sind zu weit weg, und um die Presse geht es da auch nicht. Und auch Souad Mekhennet sagt, die Menschen im Nahen Osten würden sich - bei allem "Entsetzen" über die Attentate - fragen: "Wer interessiert sich denn für den Terrorismus im arabischen Raum?" Da bleibe der Aufschrei aus, sagt auch Döpfner hinterher. Der bleibt aber auch in seinem Haus aus.

Und was ist mit Pegida?

Am Ende ist es Ulrich Wickert, der nach einer eher wolkigen Debatte über Karikaturen und journalistische Selbstzensur nochmal klar macht, dass es bei den Anschlägen in Frankreich im Grunde ja gar nicht um den Islam geht: "Die sind nicht wegen der Religion zum Attentäter geworden", sagt Wickert - "sondern wegen ihrer sozialen Situation", weil sie ausgegrenzt waren.

Und das gelte auch für andere, die sich heute im Namen des Islam radikalisieren, sagt Mekhennet. Sie seien in Banlieues groß geworden, heißen Ahmed oder Hassan – wer wolle die hierzulande schon einstellen. Herr de Maizière teilt diese Analyse: "Das ist völlig richtig". Er sagt, bei der Integration könne man sicher noch was verbessern.

Ach ja, und über Pegida, da will er auch nicht reden. Um die Bewegung nicht noch aufzuwerten. Soviel also zur Frage, wie wir auf die Anschläge reagieren.

Jan Zier
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(