Mit der Vergabe der Goldenen Ehrenpalme für den "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson (64) sind die Filmfestspiele in Cannes eröffnet worden. Er sei eigentlich kein Typ für eine Goldene Palme, die Auszeichnung sei eine Überraschung für ihn, sagte Jackson, als er den Preis von US-Schauspieler Elijah Wood auf der Bühne überreicht bekam.
Wood spielte in der Mittelerde-Saga den Hobbit Frodo Beutlin. Als er damals die Zusage für die Rolle in der Fantasy-Reihe bekam, habe er begriffen, dass sein Leben in ein Vorher und Nachher geteilt worden sei, sagte er. "Und ich weiß, dass ich bei weitem nicht der Einzige bin, dessen Leben durch Peter Jackson verändert wurde".
Großer Erfolg mit der "Herr der Ringe"-Saga
Der neuseeländische Hollywood-Regisseur schuf mit der "Der Herr der Ringe"-Trilogie einen Kinoblockbuster. 2001 zeigte er rund 20 Minuten Filmmaterial aus "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" an der Croisette, rund sieben Monate vor dem weltweiten Kinostart. In seiner Dankesrede erinnerte er sich, wie das Screening auf dem Filmfestival geholfen habe, Vorbehalte gegen den ersten Teil der Verfilmung aufzulösen. "Als der Film dann herauskam, gab es eine Vorfreude, die es ohne Cannes nicht gegeben hätte", sagte er.
Die Fantasy-Saga "Herr der Ringe" des britischen Schriftstellers J.R.R. Tolkien war die Vorlage für Jacksons dreiteilige Verfilmung: "Die Gefährten" (2001), "Die zwei Türme" (2002) und "Die Rückkehr des Königs" (2003). Die Filme räumten viele Oscars ab, allein elf Auszeichnungen gingen an "Die Rückkehr des Königs". Jackson inszenierte auch drei "Hobbit"-Filme, die zwischen 2012 und 2014 ins Kino kamen.
Das Filmfest in Cannes endet am 23. Mai und gilt als eines der renommiertesten Filmfestivals der Welt. Zur Eröffnung wurde der Liebesfilm "The Electric Kiss" des Franzosen Pierre Salvadori gezeigt.
Festival de Cannes