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Homophobie: Andreas Gabalier wird mit Vorwürfen eines homosexuellen Paares konfrontiert - und wehrt sich

Seit Jahren schon sorgt Andreas Gabalier mit grenzwertigen Aussagen für Diskussionen. Immer wieder wird dem Österreicher Homophobie vorgeworfen – jetzt verteidigt er sich. 

Andreas Gabalier

Andreas Gabalier will Stellung beziehen

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Die Vorwürfe gegen Andreas Gabalier, er sei homophob, kommen nicht von ungefähr. "Man hat's nicht leicht auf dera Welt, wenn man als Manderl noch auf a Weiberl steht" ("Man hat es auf dieser Welt nicht leicht, wenn man noch ein Mann ist, der auf Frauen steht"), beklagte er sich beim Amadeus Award 2015. Schwulenfeindlich sei er allerdings nicht, betonte er im Interview mit der Münchner Zeitung "Merkur". Er fände nur, "dass man diese Sexualität nicht ganz so breit in der Öffentlichkeit austreten muss. Aus Respekt unseren kleinen Kindern gegenüber. Die sollten sich doch ihr eigenes Bild von Sexualität machen, wenn sie alt genug sind".

Andreas Gabalier wird von homosexuellen Paar konfrontiert

Die heutige Zeit nannte er außerdem "genderverseucht". Ziemliche eindeutige Thesen von einem, der sich immer wieder selbst genau dafür feiert: seine Meinung zu sagen, auch wenn er damit anecken sollte. Dass er mit seinen umstrittenen Äußerungen homosexuelle Menschen gegen sich aufbringt, damit wurde Gabalier jetzt erneut konfrontiert.

Auf seinem Facebook-Profil hat der Österreicher ein Video veröffentlicht, in dem er Stellung bezieht. Er habe nach einem Auftritt an der Hotelbar ein "äußerst liebenswertes" schwules Paar getroffen und sei mit den zwei Fans ins Gespräch gekommen. Die Männer hätten ihm erzählt, in ihrem Freundeskreis herrsche großer Unmut. Viele würden sagen, "dass der böse, böse Andreas doch keine Schwulen möchte", erzählt Gabalier. 

Darf es 2019 nicht geben

Anschließend erzählt er, seine Interviews würden aus dem Zusammenhang gerissen werden. "Man macht auch selbst oft Fehler und hätte vielleicht die ein oder andere Wortwahl ein bisschen besser überdenken können", gibt er zu. "Es war mir ein Anliegen, das ein für alle mal, mit einem Video aus der Welt zu schaffen, weil es für diese Vorwürfe bitte überhaupt keinen Hintergrund gibt und auch nicht geben darf im Jahr 2019, von niemandem", sagt er. Generell habe er gar kein Problem mit jeglichen Randgruppierungen, stellt er klar. 

In den Kommentaren unter dem Video-Beitrag wird Gabalier für seine Richtigstellung gelobt. 

Quelle: Facebook Andreas Gabalier / "Merkur"

ls
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