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Eurovision Song Contest 2014: Daniel Küblböck will für Deutschland singen

Der ehemalige DSDS-Star Daniel Küblböck will für Deutschland am ESC 2014 in Kopenhagen teilnehmen. Da er vom NDR abgelehnt wurde, versucht er es nun unter neuem Namen.

Von Christoph Fröhlich

Er war der Farbklecks der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS): Daniel Küblböck, einer der wohl buntesten Vögel unter den Castingsternchen, erfreute sich 2003 bei den RTL-Zuschauern großer Beliebtheit. Zwar rettete er sich eher mit seinem Unterhaltungsfaktor als mit seinem Stimmtalent durch die Show - legendär ist Dieter Bohlens Ausspruch "Deine Stimme klingt wie Kermit" -, dem Erfolg hat es aber nicht geschadet: Für seine erste Platte bekam er Medienberichten zufolge eine Million Euro. 2004 trat er erneut ins Rampenlicht: Er nahm an der ersten Staffel des Dschungelcamps teil und belegte den dritten Platz nach Costa Cordalis und Lisa Fitz. Statt das verdiente Geld wie viele andere One-Hit-Wonder für Autos und Partys zu verprassen, investierte er es in ein riesiges Solarfeld bei Passau, erklärte er in diversen Interviews - und wurde laut eigener Aussage zum Millionär. "Es gibt in Deutschland viele Haushalte die Küblböck-Ökostrom beziehen", sagte Küblböck im Jahr 2011 der "Berliner Zeitung".

Eigentlich könnte sich der 28-jährige Küblböck zurücklehnen. Doch der Sänger hat noch große Pläne: Er will Deutschland beim Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen vertreten. Um beim Vorentscheid teilnehmen zu können, hat sich der Casting-Star bereits im Oktober mit einem Song namens "Be a Man" beim NDR beworben.

Doch das lief nicht ganz wie erhofft: "Erst wurde mir abgesagt, da angeblich alle Plätze schon vergeben seien. Dann sollte ich meinen Song doch schicken, damit er intensiv geprüft werden könne", sagte Küblböck der "Bild"-Zeitung. Dann herrschte wochenlang Funkstille. Mitte Dezember hakte der Sänger nach - und kassierte eine Absage. Der Song "Be a Man" eigne sich nicht für den internationalen Wettbewerb, heißt es in einer Stellungnahme des Senders gegenüber "Bild".

Aus Küblböck wird Kaiser

Das will der 28-Jährige nicht auf sich sitzen lassen: Prompt hat er den Song unter neuem Namen auf Youtube veröffentlicht, aus Küblböck wurde Kaiser. Auf seinem Facebook-Profil schreibt er: "Ich heiße ja Daniel Kaiser-Küblböck. Wenn sie Küblböck nicht wollen, schwingt sich eben der Kaiser aufs Pferd." Küblböck wurde 2011 von der 70-jährigen Immobilien-Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser adoptiert, im Juni 2012 nannte er sich um in Daniel Kaiser-Küblböck.

In dem Song "Be a Man" geht es um einen schüchternen Mann, der keine Frau findet. Im Musikvideo überrascht Küblböck mit neuem Look: Statt langer Haare und bunter Kleidung trägt er nun Basecap, Goldkettchen und Tunnel-Ohrringe und erinnert damit an Teenie-Schwarm Justin Bieber. "Ich habe den Song selbst geschrieben und zusammen mit meinem Pianisten Thomas Gwosdz in Bergisch-Gladbach produziert", schreibt Küblböck, der sich nun Kaiser nennt, unter seinem Video. "Meine Tänzer und Ich haben zu dem Song eine einzigartige Performance einstudiert. Moderner Zeitgeist, der das Publikum zum kochen bringen soll." Knapp 120.000 Mal wurde das Video bereits angeklickt.

Mit dem Youtube-Clip will sich der Sänger für eine sogenannte Newcomer-Wildcard qualifizieren, mit der er über Umwege doch noch einen Startplatz beim Vorentscheid ergattern könnte. Auf Facebook gibt er sich zuversichtlich: "Ich glaube, kein Feuer kann so heiß brennen, wie ich im Moment brenne."