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Royaler Rückzug Harry und Meghan könnten nun alle Privilegien gestrichen werden – und das hätten sie verdient

Der britische Prinz Harry und Herzogin Meghan ziehen sich aus ihren royalen Verpflichtungen zurück. Die überraschende Verkündung schockiert das Königshaus und auch die Twitter-Gemeinde. Der Hashtag "#Megxit" wird kurzerhand ins Leben gerufen. Viele Nutzer können sich lustige Scherze über den Brexit nicht verkneifen. Und was kommt als nächstes für Harry und Meghan? Da haben die User einige Ideen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zukunft der britischen Royals gestalten wird.
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Herzogin Meghan und Prinz Harry wollen sich von allen offiziellen königlichen Pflichten zurückziehen. Die Familie war angeblich nicht im Bilde – ein illoyaler Schritt mit Folgen, meint Adelsexpertin Catrin Bartenbach.

"Was Meghan will, bekommt sie auch!" Diese Ankündigung von Prinz Harry, die er erstmals 2018 gegenüber Palastmitarbeitern aber auch seiner Familie gegenüber geäußert haben soll, hat er am Mittwochabend ein weiteres Mal in die Tat umgesetzt.

Gegen 19.30 Uhr deutscher Zeit erschien parallel auf der Website und dem Instagram Account des Herzogspaares von Sussex die Ankündigung, dass sie sich, kaum aus ihrer sechswöchigen Auszeit über die Feiertage in Kanada zurückgekehrt, nunmehr von allen offiziellen königlichen Pflichten zurückziehen würden. In Zukunft planten sie, teils in Nordamerika und teils in Großbritannien zu leben und zu arbeiten, sich aber hauptsächlich ihren eigenen Projekten zu widmen und finanzielle Unabhängigkeit anzustreben. Mit der Königin, dem Prinzen von Wales und dem Herzog von Cambridge wolle man aber weiter zusammenarbeiten, so heißt es in dem Statement.

Harry und Meghan ziehen sich zurück

Wie es aussieht, hatten Harry und Meghan weder die Königin, noch Prinz Charles oder William und Kate in ihre Überlegungen zu ihrem neuen Lebensentwurf mit einbezogen. Wie das neue Arrangement im Detail aussehen soll, ist offenbar auch noch ungewiss, sonst hätte sich die Pressestelle des Buckingham Palastes nicht die Blöße gegeben, als kurzfristige Reaktion auf diese ebenso merkwürdige wie überraschende Unabhängigkeitserklärung in einer knappen Pressemitteilung zu verkünden, die Verhandlungslage mit den beiden sei derzeit "kompliziert" und man befinde sich noch in Verhandlungen über Detailfragen.

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry nach ihrer sechswöchigen Pause
© Picture Alliance

Aus Palastkreisen war noch am Mittwochabend zu hören, die königliche Familie sei "tief enttäuscht", nicht rechtzeitig in die Entscheidungsfindung mit einbezogen worden zu sein. Die Presse und Öffentlichkeit reagierten mit Bestürzung und Unverständnis auf die Entscheidung.

Insbesondere stellt sich die Frage, wovon das Paar künftig leben will, vor allem, da beide in den letzten Monaten immer wieder wegen ihres luxuriösen Lebenswandels in der Kritik gestanden hatten.

Kommerzielle Nutzung ihrer Marke

Möglicherweise plant das Paar, sich künftig über eine kommerzielle Nutzung der erst kürzlich für sie eingetragenen Marke "Sussex Royal" zu finanzieren. Im Sommer 2019 hatten Harry und Meghan sich aus der ursprünglich mit Bruder William und Schwägerin Kate gemeinsam geführten Stiftung zurückgezogen, sich dann im Dezember das Warenzeichen in Verbindung mit ihrem Herzogstitel gesichert.

Damals hatte es noch geheißen, das geschehe, um andere Parteien davon abzuhalten, mit dem königlichen Titel Geld zu verdienen, eine reine Schutzmaßname also. Im Nachhinein betrachtet könnte eine langfristige Strategie dahinter gesteckt haben, auch wenn die Veröffentlichung der offiziellen Mitteilung der beiden am Mittwochabend etwas überstürzt erschien. Offenbar drohte eine britische Boulervardzeitung, die herzoglichen Pläne zu veröffentlichen.

Wie reagiert die Queen?

Spannend bleibt, wie die Queen auf diesen "Mexit" reagieren wird, der ja ausgerechnet jetzt, im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit dem Brexit umso mehr zur Unzeit kommt: Sollte die Monarchin sich entscheiden, ihrem Enkel und seiner Frau den Herzogstitel Sussex, den sie ihnen erst im Mai 2018 zu deren Hochzeit verliehen hatte, wieder zu entziehen, funktioniert deren angestrebtes Geschäftsmodell nicht mehr.

Verdient hätten Harry und seine Frau es – wer die Firma Windsor auf derart illoyale Weise verlässt, darf sich nicht wundern, wenn sein Posten mit allen Privilegien gestrichen wird.

Quellen: Website "sussexroyal" / Statement Buckingham Palast / "The Telegraph"

 

In einer Sonderfolge des Podcasts "RTL Royal" diskutieren Promi-Expertin Constanze Rick und RTL-Adelsexperte Michael Begasse den Rückzug von Harry und Meghan.


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