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Sieg bei Australian Open Millionen auf dem Konto und einen Rapper zum Freund: So tickt Tennis-Star Naomi Osaka

Naomi Osaka
Naomi Osaka hat die Australian Open gewonnen
© Sydney Low/ / Picture Alliance
Mit dem Sieg bei den Australian Open holte sich Naomi Osaka gerade ihren vierten Grand Slam Titel. Doch die Japanerin begeistert nicht nur auf dem Tennisplatz, sie gilt als neue Sport-Ikone und pflegt ein cooles Image.

Da stand sie also zum zweiten Mal im Finale der Australian Open und durfte am Ende erneut die Trophäe in die Arme schließen: Naomi Osaka ist das Tennis-Wunderkind der Stunde. Weltweit flogen ihr am Wochenende wieder die Zuschauer-Herzen zu. Das liegt auch an ihrer lässigen Art. "Ich hab jedem, der es hören wollte, gesagt, dass du ein Problem sein wirst und ich hatte Recht", sagte sie etwa in Melbourne lachend zu ihrer Kontrahentin Jennifer Brady, die sie gerade im Finale geschlagen hatte. Die 23-Jährige hat das gewisse Etwas, den Charme, der einen Star ausmacht, egal in welcher Branche. Und sie ist gleich in vielerlei Hinsicht interessant.

Da ist zum einen ihre Herkunft: Ihre Mutter ist Japanerin, ihr Vater stammt aus Haiti. Geboren wurde sie in Japan, doch als sie drei Jahre alt war, zog die Familie in die USA. Der Großvater mütterlicherseits hatte ihre Muter verstoßen, weil sie einen schwarzen Mann heiratete. Naomi und ihre ältere Schwester Mari wuchsen also zunächst in New York, später in Florida auf. Als im vergangenen Jahr die Proteste gegen Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA laut wurden, beteiligte sich auch Osaka am Widerstand, sprach sich öffentlich gegen Rassismus aus. Bei der US Open trug sie Masken mit den Namen von Opfern von Polizeigewalt. Ihrem Marktwert tat das kein Abbruch, im Gegenteil.

Cool, cooler, Cordae und Osaka: Das Promi-Paar der Stunde

In Japan reißen sich Werbekunden um sie, vor allem, seit sie im vergangenen Jahr die US-Staatsbürgerschaft abgelegt hat und nun nur noch die japanische hat. 37 Millionen Dollar verdiente sie im vergangenen Jahr, laut "Forbes" so viel, wie noch keine andere Sportlerin zuvor. Der Sportartikelhersteller Nike hat sich gerade bis 2025 die Rechte an ihren Outfits gesichert, zahlt ihr 10 Millionen Dollar dafür, sie ist das neue Gesicht der Luxusmarke Louis Vuitton. Und auch ihr Privatleben ist kein bisschen langweilig.

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Seit zwei Jahren ist sie mit dem Grammy-nominierten Rapper Cordae liiert, die beiden zieren momentan kuschelnd das Cover der "GQ", das amerikanische Magazin nennt sie "das coolste junge Pärchen auf dem Planeten". Cordae feuert seine Freundin lautstark auf den Rängen der Tennisturniere dieser Welt an, sie verbringt manchmal zwei Wochen am Stück mit ihm im Tourbus. Die beiden sind stylisch, jung und haben eine gewisse "Mir-egal"-Attitüde: Ein Foto von Cordae, das ihn nach einem Sieg von Osaka neben ihr mit gestrecktem Mittelfinger zeigte, sorgte kurz für Empörung - und trug dann nur weiter zum coolen Image der beiden bei.

Nicht zuletzt aber liefert Osaka auch sportlich ab. Sie hat jeweils gleich beim ersten Mal im Finale vier große Titel hintereinander gewonnen, das hat zuletzt vor 30 Jahren Monica Seles geschafft. Ihr Nike-Deal beinhaltet auch eine eigene Modekollektion, die schon im Herbst in Japan erscheinen soll. Hoodies, Leggins und T-Shirts sind darunter - aber Tennis-Kleidung nicht. Naomi Osaka steht längst für viel mehr.

Quellen: New Yorker, Forbes, GQ

sst

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