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Ghislaine Maxwell Prinz Andrew könnte ins Visier von Missbrauchsprozess geraten

Prinz Andrew, Virginia Roberts Giuffre und Ghislaine Maxwell
Prinz Andrew, Virginia Roberts Giuffre und Ghislaine Maxwell: Dieses Foto soll am Abend des 10. März 2001 geschossen worden sein. 
© Picture Alliance
Im Sommer soll der Missbrauchsprozess gegen Ghislaine Maxwell beginnen. Ihre Verteidigung hat offenbar ein pikantes Foto angefordert, auf dem Prinz Andrew zu sehen ist.

Seit vergangenem Sommer sitzt Ghislaine Maxwell in Untersuchungshaft. Der 59-Jährigen wird vorgeworfen, ihrem Ex-Partner Jeffrey Epstein beim Missbrauch Minderjähriger geholfen zu haben. Der für diesen Sommer anberaumte Prozess dürfte brisant werden - und könnte auch ein Mitglied des britischen Königshauses in den Blickpunkt rücken. 

Wie die englische Tageszeitung "The Sun" berichtet, könnte Virginia Roberts Giuffre im Prozess aussagen - jene Frau, die angeblich als Minderjährige zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden sein soll. Von dem besagten Abend am 10. März 2001 gibt es ein Foto, das den Sohn von Queen Elizabeth II. mit der damals 17-jährigen Roberts in Maxwells Wohnung in London zeigt.

Laut "Sun" sollen die Anwälte von Ghislaine Maxwell nun das besagte Foto für den Prozess angefragt haben. Sollte das Foto tatsächlich für den Prozess zugelassen werden, könnte auch Virginia Roberts Guiffre aussagen - und damit die Rolle von Prinz Andrew in Erinnerung rufen.

Prinz Andrew verschwand aus der Öffentlichkeit

Um den war es in den zurückliegenden 17 Monaten erstaunlich ruhig geworden. Seit seinem desaströsen Fernsehinterview, mit dem der Duke of York sämtliche Missbrauchsvorwürfe aus der Welt schaffen wollte und dabei kläglich gescheitert war, war Andrew aus der Öffentlichkeit weitgehend verschwunden. In der Folge trat der zweite Sohn der Queen von sämtlichen öffentlichen Ämtern zurück. Im Mai 2020 gab der Palast bekannt, dass Prinz Andrew das Königshaus dauerhaft nicht mehr vertreten werde.

Seither sah und hörte man kaum noch etwas von dem 61-Jährigen - was Königin Elisabeth II. ganz recht sein dürfte. Denn das Königshaus steht derzeit aufgrund der Schlammschlacht mit Prinz Harry und seiner Frau Meghan Markle genug in den Schlagzeilen - weitere negative Berichte, die im Zusammenhang mit dem Missbrauch Minderjähriger stehen, kann die Monarchin da nicht gebrauchen. 

Sollte die mittlerweile in Australien lebende Virginia Roberts Giuffre tatsächlich vor Gericht aussagen, dürfte das anders aussehen.

Verwendete Quelle:  "The Sun"

che

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