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Prinzessinnen-Golf auf Ebay: Catherines VW wird versteigert

Eine Versteigerung bei Ebay weckt derzeit Erinnerungen an den Papst-Golf, der vor sechs Jahren fast 200.000 Euro eingebracht hat: Dieses Mal kommt der Volkswagen von Kate Middleton unter den Hammer. Und soll seinem Besitzer einen satten Gewinn bescheren.

Von Jens Maier

Für 188.938 Euro bekommen Autokäufer einen dicken Mercedes, einen schnellen Porsche oder einen edlen Ferrari. Oder eben einen gebrauchten VW Golf. Für diesen Preis wurde im Mai 2005 der ehemalige Volkswagen von Papst Benedikt XVI. von einem Spielcasino in Las Vegas ersteigert und lieferte den besten Beweis dafür, dass ein Gebrauchtwagen auch eine rentable Geldanlage sein kann. Es kommt eben nur darauf an, wer der Vorbesitzer war.

Auch das ehemalige Auto von Herzogin Catherine von Cambridge soll seinem jetzigen Besitzer zu bescheidenem Reichtum verhelfen. Sonny Brazil aus Südengland hat den blauen VW Golf vor zwei Jahren für 1400 Pfund (1595 Euro) von den Middletons gekauft, jetzt will er mindestens 20.000 Pfund (22.793 Euro) dafür haben - und damit mehr, als der Wagen neu gekostet hat.

100.000 Kilometer hat der Wagen bereits runter, ist mehr als zehn Jahre alt. Seine Lackierung sieht zwar noch ganz ordentlich aus, doch normalerweise würde er wohl höchstens ein paar Tausend Euro einbringen. Trotzdem schätzte ein Auktionshaus den zu erzielenden Preis auf 30.000 Pfund - nur wegen des prominenten Namens im Fahrzeugschein.

Catherine Middleton ist als Vorbesitzerin eingetragen. Die jetzige Herzogin von Cambridge hat den Wagen 2001 zum Preis von 10.818 Pfund erworben und mehrere Jahre sowie mehr als 90.000 Kilometer gefahren, ehe sie ihn 2007 ihrem Bruder James vermachte. Der wiederum verkaufte ihn 2009 an Sunny Brazils Vater, einem Autohändler aus dem südenglischen Reading.

Gebot liegt bereits bei 23.655 Pfund

Zunächst wusste Sohn Sunny nichts von der prominenten Vorbesitzerin. "Als ich den Fahrzeugschein las und darin die erste Besitzerin entdeckte, war ich sehr aufgeregt", sagte er der britischen Tageszeitung "Daily Mirror". Jetzt freut er sich auf ein rentables Geschäft: "Es ist unglaublich, aber ich habe nur 1400 Pfund bezahlt und jetzt soll der Wagen das zigfache Wert sein."

Seit dem 15. Juli läuft die Versteigerung des Prinzessinnen-Golfs bei Ebay. Zunächst nur schleppend - das Mindestgebot von 20.000 Pfund schreckte offenbar viele ab. Seit Montag gibt es aber fünf Gebote, der Preis ist auf 23.655 Pfund nach oben geschnellt. Noch bis zum 24. Juli können auch deutsche Käufer mitbieten. Der Rechtslenker dürfte für den deutschen Straßenverkehr zwar etwas unpraktisch sein, aber zum Fahren ist er wahrscheinlich sowieso viel zu schade.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.