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Auftritt an einer Schule : Weltfrauentag: Wie Meghan ihre letzten Tage als Royal für die gute Sache nutzt

Herzogin Meghan hat sich schon für Gleichberechtigung eingesetzt, als sie weder eine Plattform hatte, noch mit einem Royal verheiratet war. Auch ihre letzten Tage als Royal nutzt die Amerikanerin dafür.

Herzogin Meghan Internationaler Weltfrauentag

Herzogin Meghan bei ihrer Rede an der Robert Clack Upper School in Dagenham, London

Picture Alliance

Herzogin Meghan und Prinz Harry befinden sich derzeit auf großer Abschiedstour durch Großbritannien. Für einen Termin ließ Meghan ihren Ehemann allerdings zu Hause. Ohne Prinz Harry besuchte die 38-Jährige die Robert Clack Upper School in Dagenham, London und sprach mit den Schülern und Schülerinnen auch über Gleichberechtigung.

Herzogin Meghan: Starke Rede zum Weltfrauentag

Vor 700 jungen Menschen fand sie passende Worte mit einer starken Botschaft: "Wie klein ihr euch auch fühlen mögt (...), welche Hautfarbe ihr auch habt, welches Geschlecht – ihr habt eine Stimme und ihr habt das Recht, diese zu erheben", sagte die Herzogin. Ihr sei es "unglaublich wichtig" gewesen, vor dem Weltfrauentag Zeit mit "den Frauen der Zukunft" zu verbringen.

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50 years ago, women in Britain won the right to equal pay. That monumental moment began with one courageous and inspiring group of women in a factory in Dagenham, England. In 1968, facing a pay settlement that declared them less skilled than men, the sewing machinists of the Ford Motor Company walked out on strike. In the face of great pressure, they stood firm, and two years later the UK Parliament was forced to pass the Equal Pay Act, protecting and supporting working women ever since. To mark International Women’s Day, The Duchess of Sussex visited Dagenham to meet with Geraldine Dear, one of the strikers, and spend time with students at the Robert Clack Upper School to meet the town’s next generation of female role models, and talk to young women and men about the women who inspire them. • “Being in Dagenham is incredibly profound. Because as you can see with Geraldine and the other women who had the strength to really stand up for something that they knew needed to be done. This is the best example of no matter how small you might feel, how low you may feel on the ladder or the totem pole, no matter what colour you are, no matter what gender you are, you have a voice, and you certainly have the right to speak up for what is right.” - The Duchess of Sussex A lifetime advocate and campaigner for gender equity, The Duchess joined a special assembly to celebrate this remarkable local story, as well as recognise the social, economic, cultural and political achievements of all women around the world. #InternationalWomensDay #IWD2020 #EachForEqual Photo © The Duke and Duchess of Sussex / Chris Allerton

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Der Weltfrauentag sei aber nicht nur für Frauen da, betonte sie. "Es geht um uns alle." Dann wand sich die US-Amerikanerin an die jungen Männer im Saal. Sie sollten ihre weiblichen Mitmenschen "weiterhin schätzen und schätzen lernen und ein Beispiel sein für einige Männer, die das nicht so sehen", so die Herzogin. "Sorgt dafür, dass sie sich (...) sicher fühlen", sagte Meghan. 

Mit elf Jahren schon feministisch engagiert

Meghan Markle setzt sich nicht erst seit ihrer Beziehung mit einem Royal für Gleichberechtigung ein. Im Gegenteil: In der Vergangenheit ignorierte sie sogar das royale Protokoll, das besagt, man dürfe sich nicht politisch positionieren. Ihre politischen Ambitionen begannen früh.

Als sie mit elf Jahren eine Werbung für ein Spülmittel sah, fiel der damaligen Schülerin sofort der sexistische Ton der Reklame auf. "Frauen überall in Amerika kämpfen gegen fettige Pfannen und Töpfe", hieß es in dem Werbespot. Nachdem sie den Clip im Fernsehen gesehen hatte, schrieb der spätere "Suits"-Star einen Brief an das Unternehmen hinter dem Waschmittel, Procter and Gamble, sowie an die damalige First Lady, Hillary Clinton. "Ich glaube nicht, dass es richtig ist, wenn Kinder aufwachsen und denken, nur die Mütter wären für alles verantwortlich", ließ sie verlautbaren.

"Deshalb habe ich mich gefragt, ob es möglich wäre, die Werbung wie folgt zu ändern: 'Menschen überall in Amerika kämpfen gegen dreckige Töpfe und Pfannen.'" Tatsächlich änderte das Unternehmen den Slogan und Markle wurde in eine Talkshow eingeladen, nachdem sie die Moderatorin der Sendung ebenfalls auf den Werbespruch aufmerksam gemacht hatte. Ein Video ihres Auftrittes ist noch heute im Netz zu finden.

ls