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Popdiva Whitney Houston: Trauerfeier live im Internet

Schöne Geste der Familie des verstorbenen Superstars: Millionen von Fans können das Begräbnis von Whitney Houston am Samstag live im Internet verfolgen. Die Polizei in Beverly Hills lädt derweil noch einmal die Ärzte vor, die der 48-Jährigen Medikamente verschrieben haben.

Von Frank Siering, Los Angeles

Nach der für viele Fans enttäuschenden Absage der öffentlichen Trauerfeier für Whitney Houston, folgt nun zumindest ein virtuelles Trostpflaster. Millionen Anhänger der verstorbenen Musiklegende können via Internet gemeinsam mit der Familie von Whitney Houston Abschied nehmen.

Gestern gab Houstons Sprecherin Kristen Foster bekannt, dass eine Kamera bei der Trauerzeremonie am Samstag in New Yersey zugelassen werde. Und diese Kamera werde die gesamte Veranstaltung live im Internet streamen. Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) wird über http://livestream.com/aplive aus der Kirche in Newark, in der die Trauerfeier für Houston stattfindet, berichten.

Letzte Ruhestätte: Fair View Friedhof in Westfield

Houston, sie starb am Samstag im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles, wurde vorgestern mit einem Privatjet in ihre Heimatstadt nach Newark im Bundesstaat New Jersey zurückgeflogen. Zuvor soll es einen Disput zwischen Familienangehörigen gegeben haben, ob Houston nun in Atlanta (Georgia), wo sie die meiste Zeit gelebt hat, oder in dem Ort, in dem sie ihre Jugend verbracht hat, begraben werden soll.

Die Zeremonie findet nun in der New Hope Baptist Church statt. Hier sang Houston als Kind im Kirchenchor. Nach der Trauerfeier wird sie auf dem Fair View Friedhof in Westfield beerdigt. Hier liegt auch ihr Vater John Russell Houston Jr.

Richter verschickt Vorladungen an Houstons Ärzte

In Los Angeles sorgte gestern -­ zumindest kurzfristig -­ die Nachricht für Aufregung, dass der Untersuchungsrichter gleich mehrere Ärzte vorgeladen habe, um sich die verschreibungspflichtigen Rezepte für Houston genauer anzuschauen.

Sofort vermuteten einige Medienverter hinter dieser Maßnahme eine zweite "Michael-Jackson-Untersuchung". Doch aus Polizeikreisen kam schon wenig später Entwarnung. Diese Vorladung sei reine Routine und lade auf keinen Fall zu der Vermutung ein, die Ärzte hätten illegal Medikamente verschrieben.

Vorladungen sollen an fünf oder sechs Mediziner und an diverse Apotheken rausgegangen sein. Bislang ergaben die Recherchen, dass alle Rezepte für Houston legitim waren. Alle angeschriebenen Mediziner zeigten sich äußerst kooperativ, heißt es weiter.

Bobby Brown möchte an Trauerfeier teilnehmen

Ärger gibt es somit nur noch an der Einladungsfront für die Trauerfeier. Clive Davis, der in den vergangenen 24 Stunden in die Kritik geraten war, weil er seine Pre-Grammy-Party nach dem Bekanntwerden von Houstons Tod nicht abgesagt hatte, wird wohl nach New Jersey reisen, um an der Beerdigung teilzunehmen. Und auch der Ex-Mann Houstons, Sänger Bobby Brown, plant an der Beerdigung teilzunehmen, obwohl ihn einige Familienmitglieder aufforderten, den Feierlichkeiten fernzubleiben. Brown wird von vielen Freunden der Familie für den Drogenabsturz Houstons verantwortlich gemacht. "Es gibt eine ganze Reihe von Leuten im inneren Zirkel, die Bobby gerne mal recht forsch ihre Meinung sagen würden", so ein enger Vertrauter der Familie.

Bisher ungeklärt ist der genaue Ablaufplan am Samstag in der Kirche. Es wird auch weiterhin darüber spekuliert, ob Houstons Leichnam in einem offenen Sarg aufgebahrt wird. Fest steht aber schon jetzt, dass der örtliche Kirchenchor ein Lied der Sängerin und das "Ave Maria" singen wird.