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Veröffentlichung von Oben-ohne-Fotos William und Kate kündigen Strafanzeige an


Prinz William und Kate haben den Paparazzi den Kampf angesagt: Sie möchten Strafanzeige wegen der Veröffentlichung ihrer intimen Urlaubsfotos einreichen und fordern angeblich auch Schadenersatz.

Nach der Veröffentlichung von Oben-Ohne-Fotos gehen Prinz William und seine Frau Kate in die Offensive: Das Paar will wegen der heimlich geschossenen Bilder und ihrer Veröffentlichung in Frankreich Strafanzeige einreichen, wie eine Sprecherin am Sonntagabend sagte. Zuvor hatten der Sohn des britischen Thronfolgers und seine Frau eine einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung im französischen Magazin "Closer" beantragt. Während der Anhörung soll der Anwalt des britischen Thronfolgers Prinz William und seiner Frau erläutern, warum das junge Paar seine Privatsphäre verletzt sieht. Das Verfahren ist für 18.00 Uhr angesetzt.

Das Paar werde am Montag Strafanzeige bei den französischen Behörden einlegen, sagte eine Sprecherin des St. James-Palastes. Sie richte sich dagegen, dass Fotografen Bilder von dem beiden geschossen hätten, während sie privat im Urlaub waren, sowie gegen die Veröffentlichung dieser in Verletzung ihrer Privatspähre gemachten Fotos. William und Kate wollten, dass der Fotograf und das Magazin "Closer" strafrechtlich verfolgt werden.

Die mit einem Teleobjektiv gemachten Paparazzi-Fotos zeigen Kate nur mit einem Bikinihöschen bekleidet, wie sie auf der Terrasse eines Privatanwesens in der Provence unter anderem ihrem Mann den Rücken eincremt. Das wie "Closer" im Verlag Mondadori von Italiens früherem Regierungschef Silvio Berlusconi erscheinende italienische Klatschblatt "Chi" will am Montag ebenfalls mit den Oben-ohne-Fotos auf den Markt - in Sonderausgabe mit 26 allein den Bikini-Fotos gewidmeten Seiten.

Südostasien-Reise wird fortgesetzt

Bereits am Freitag hatte das Paar bei Gericht im französischen Nanterre eine einstweilige Verfügung gegen die weitere Verbreitung der Paparazzi-Fotos beantragt. Laut ihrem Büro wollen die beiden auch Schadenersatz fordern. Eine Anhörung vor einem Gericht in Nanterre bei Paris ist für Montagabend angesetzt, zuvor will noch ein italienisches Blatt die Fotos veröffentlichen.

Welche Fotos genau "Chi" veröffentlichen wollte, blieb zunächst unklar. "Closer" hat nach eigenen Angaben noch weitere "intime Fotos" des Paares in der Schublade. Chefredakteurin Laurence Pieau schloss in der britischen Boulevardzeitung "The Sun" nicht aus, dass "andere Zeitungen sich entschließen werden, diese zu veröffentlichen". Ihr Magazin wolle die anderen Fotos aber nicht veröffentlichen, versicherte Pieau.

Auch der "Irish Daily Star" hatte die Bilder am Samstag abgedruckt. "Es kann keine andere Motivation für diese Tat geben als Gier", sagte ein Sprecher des Paares. Die britischen Miteigentümer kündigten aus Protest gegen die Veröffentlichung ein sofortiges Ende des Joint Ventures mit dem "Irish Daily Star" an.

Die Veröffentlichungen wecken Erinnerungen an Williams Mutter Diana, die 1997 in Paris auf der Flucht vor Paparazzi bei einem Autounfall ums Leben kam.

William und Kate bereisen derzeit Südostasien. Am Sonntag trafen sie zu einem zweitägigen Besuch auf den Salomon-Inseln im Südpazifik ein. Die neuntägige Reise aus Anlass des diamantenen Thronjubiläums der Queen führt sie am Dienstag nach Tuvalu.

kave/DPA/AFP DPA

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