HOME

Gamescom in Köln: Dieser Deutsche ist der erfolgreichste Gamer - mit Zocken verdient er 3,4 Millionen Dollar

Videospiele sind längst mehr als nur das Hobby einiger Nerds, sie sind ein wichtiges Kulturgut. Das zeigt auch die aktuelle Gamescom: Die Spielemesse bekommt hochrangigen Besuch aus der Politik, die Branche professionalisiert sich zunehmend - und einige Gamer verdienen Millionen.

Kuro Takhasomi, Spitzname "KuroKy" hat insgesamt 3,4 Millionen Dollar durch "Dota 2"-Turniere gewonnen

Kuro Takhasomi, Spitzname "KuroKy" hat insgesamt 3,4 Millionen Dollar durch "Dota 2"-Turniere gewonnen

In den abgedunkelten Messehallen dröhnen die Bässe und zucken die Lichter - aber Tausende Männer, Frauen und Kinder sehen stoisch lächelnd und gelassen in schier unendlichen Warteschlangen. Willkommen auf der Gamescom, dem weltweit größten Event für Computer- und Videospiele, das derzeit in Köln stattfindet.

Die Gamescom zieht wie vielleicht kaum ein anderer Branchentreff in Deutschland auch das Massenpublikum an. Hier informiert man sich nicht nur über die neuen Blockbuster, sondern schaut auch den Profis über die Schulter. Denn nicht nur die Umsätze der Spielefirmen wachsen rasant, gleichzeitig wird die Gaming-Szene immer professioneller. Einer Umfrage der Wirtschaftsberatung Deloitte zufolge kennt mittlerweile mehr als die Hälfte der Deutschen den Begriff "eSport". Gemeint ist damit das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- oder Videospielen. Mit der wachsenden Bedeutung werden die Rufe lauter, dass Computerspielen olympisch werden soll.          

Wie entwickelt sich der Markt?

Dem Branchenverband Game zufolge ist der Gesamtumsatz mit Videospielen im ersten Halbjahr um 17 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gewachsen - allein in Deutschland. Wirtschaftsberatungen gehen davon aus, dass auch der eSport in den nächsten Jahren zum Milliardengeschäft wird. Deloitte etwa prognostiziert, dass der Umsatz bis 2020 weltweit auf 1,3 Milliarden Euro wachsen wird. In Deutschland soll er auf 130 Millionen Euro klettern. Das Beratungsunternehmen PwC ist etwas vorsichtiger und geht für das Jahr 2022 von 1,4 Milliarden Euro weltweit und 130 Millionen Euro in Deutschland aus. Vergangenes Jahr setzten die Profi-Zocker demnach weltweit 557 Millionen Euro um, in Deutschland waren es 51 Millionen Euro.

Wer interessiert sich für Profi-Spiele?

Deloitte zufolge entwickelt sich eSport zum Massenphänomen. Der typische Fan ist jung, männlich und hat mindestens Abitur. Allerdings können zunehmend auch Senioren mit dem Begriff etwas anfangen. Frauen hingegen fühlen sich von den Spielen nach wie vor deutlich weniger angezogen als Männer. Den Analysten zufolge wird die Zahl derer, die Profi-Zockern via Internet oder in der Arena über die Schulter schauen, bis 2020 auf bis zu 600 Millionen anwachsen. Das zieht auch große Firmen als Werbepartner an. So engagieren sich mittlerweile unter anderem die Autokonzerne Mercedes-Benz und BMW als Sponsoren von einzelnen Teams und eSport-Events. Auch SAP und Vodafone sind eingestiegen.

Was sind die erfolgreichsten Spiele?

Die mit Abstand beliebteste Kategorie sind Echtzeit-Strategiespiele wie "Dota 2" oder "League of Legends". Beim größten Dota-Turnier kämpften die Profis vergangenes Jahr um Preisgelder von insgesamt 25 Millionen Dollar (22 Millionen Euro). Deutlich dahinter kommen sogenannte Shooter wie "Counter Strike". Hier hat der Titel "Fortnite" in letzter Zeit enorm an Beliebtheit gewonnen. Weltweit schauen laut Deloitte etwa 40 Millionen Menschen regelmäßig bei "Fortnite"-Partien zu. Ähnlich populär wie Shooter sind Sport-Simulationen. Zu den beliebtesten gehört das Fußball-Videospiel "Fifa", von dem es seit 1993 jährlich eine neue Version gibt.

Wer sind die erfolgreichsten Spieler?

Der gemessen am Preisgeld erfolgreichste Zocker ist ein Deutscher: Kuro Takhasomi, Spitzname "KuroKy" hat insgesamt 3,4 Millionen Dollar durch "Dota 2"-Turniere gewonnen. Dahinter folgen weitere "Dota"-Spieler mit Spitznamen wie "Miracle", "UNiVeRsE" und "MinD_ContRoL". Um neue Talente buhlen mittlerweile auch Vereine, die sonst aus der Fußball-Bundesliga bekannt sind. Dazu zählen die Vereine aus Wolfsburg, Berlin, Köln, Schalke und Hoffenheim. 

Wird eSport olympisch?

Zocker und Spieleentwickler arbeiten hartnäckig darauf hin, dass eSport als echte Sportart anerkannt wird. Sie gründen immer mehr Vereine und haben Ende 2017 mit dem "eSport-Bund Deutschland" den ersten Dachverband gegründet. Die Bundesregierung haben die Zocker auf ihrer Seite: Laut Koalitionsvertrag will sie die Sportler "bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen". Nach einem Treffen hochrangiger Funktionäre des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit eSport-Vertretern erteilte IOC-Präsident Thomas Bach diesen Ambitionen eine vorläufige Absage. Erst sein Nachfolger solle darüber entscheiden. Demnach ist wohl frühestens 2028 bei den Spielen in Los Angeles eine Aufnahme von eSport ins Programm denkbar.

Werden Computerspiele irgendwann so akzeptiert wie Fußball?

Computer- und Videospiele haben einen weiten Weg hinter sich, so viel ist klar. Was früher nur einige wenige Cracks in ihren stillen Stuben interessierte, gilt heute als - Zitat Merkel - "Kulturgut". Motto der diesjährigen Gamescom ist daher "Vielfalt gewinnt".

Aber stimmt das? Der Berliner Forscher Christoph Bareither beschäftigt sich mit Spielen und ihrer Akzeptanz in der Gesellschaft. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zieht er einen interessanten Vergleich zu einem anderen deutschen Kulturgut: Fußball.

Vor 30 Jahren waren Computer- und Videospiele ein absolutes Nischen-Phänomen. Heute haben sie einen ganz anderen Stellenwert. Wie würden Sie den Status quo beschreiben?

Computerspiele werden veralltäglicht. Das heißt, dass sie Teil von normalen, alltäglichen Routinen werden. Für Computerspieler selbst sind sie so normal wie für andere Fußballspielen. Der noch bestehende Unterschied ist: Während Fußballspielen in unserer Gesellschaft einen relativ unhinterfragten Stellenwert hat und es zum Beispiel völlig legitim ist, dass man für ein Deutschland-Spiel früher von der Arbeit nach Hause geht, ist das bei Computerspielen noch nicht so. Aber sie kommen mehr und mehr dahin und finden eine immer größere Akzeptanz.

Dennoch werden die Spiele von vielen Menschen ja auch noch ignoriert, manchmal auch belächelt oder abgelehnt. Fußball ist viel mehr Massengeschmack. Woran liegt das?

Sport hat eine lange Tradition als akzeptierter Bestandteil der Gesellschaft. Das hängt auch zusammen mit einer Vorstellung von Gesundheit. Das Sitzen am Bildschirm passt da nicht ins Bild. Der zweite Grund für die noch vorhandene Marginalisierung ist die Gewalt-Frage, die den öffentlichen Diskurs zu dem Thema lange dominiert hat. Ich will das gar nicht bewerten. Aber man kann beobachten: Dass Menschen daran Spaß haben, mit Repräsentationen physischer Gewalt zu spielen, ist für viele andere Menschen noch ein Problem. Obwohl die Übergänge natürlich fließend sind. Wieder Stichwort Fußball: Auch da wird "reingeballert" oder der "Gegner fertig gemacht". Wenn man wollte, könnte man das auch als Metapher für Gewalt lesen. Bei Computerspielen wird es eben explizit.

Blick in die Glaskugel: Wie werden wir in 15 oder 20 Jahren über Computerspiele sprechen? So wie über Kino oder Fußball?

Es ist natürlich unmöglich, in die Zukunft zu schauen. Was man aber sagen kann: Das Potenzial vom Computerspielen besteht darin, dass sie Menschen ganz intensive Emotionen erleben lassen. Wer gelernt hat, damit Spaß zu haben, erlebt sie oft wesentlich intensiver als andere Unterhaltungsformen. Computerspiele sind auch viel leichter zugänglich, als zum Beispiel Fußball. Man kann sie fast immer spielen, auch mit anderen zusammen. Und im Vergleich zu Medien wie zum Beispiel Fernsehen haben sie die Eigenschaft, dass sie die Spieler viel aktiver und dadurch auch körperlich emotionaler einbinden. Insofern sehe ich da noch eine sehr große Entwicklung vor uns.

cf / DPA / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.