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EU wird mit Friedensnobelpreis ausgezeichnet


Die Europäische Union wird heute in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die Europäische Union wird heute in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz werden den Preis, mit dem das Nobelpreiskomitee den Staatenbund für seinen Beitrag für ein friedliches und stabiles Europa ehrt, entgegennehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der französische Staatschef François Hollande und auch die meisten anderen der 27 Staats- und Regierungschefs kommen ebenfalls zu der Zeremonie.

Vor der Verleihung des Friedensnobelpreises zeigte sich Van Rompuy überzeugt, dass die Union gestärkt aus der aktuellen Krise hervorgehen werde. "Die EU geht durch eine schwierige Phase", sagte Van Rompuy in Oslo. "Ich bin sicher, wir werden Erfolg haben. Wir werden aus der Unsicherheit und der Rezession stärker als zuvor hervorgehen." Europa müsse wieder "ein Symbol der Hoffnung" werden, forderte er.

Der Vorsitzende des Nobel-Komitees, Thorbjörn Jagland, betonte die positive Rolle des Staatenbunds bei der Wahrung von Frieden während der mehr als 60 Jahre seines Bestehens. Es habe eine Menge "Streit und Dramen" in diesen Jahren gegeben, sagte Jagland. Doch sie hätten niemals zum Krieg geführt, sondern vielmehr zu Kompromissen.

Die Europäische Union ist durch die inzwischen seit drei Jahren andauernde Wirtschafts- und Schuldenkrise geschwächt. Trotz großer Anstrengungen ist bisher keine dauerhafte Stabilisierung von Krisenstaaten wie Griechenland gelungen. In einigen Mitgliedstaaten wächst die Skepsis und die Ablehnung gegen den Staatenbund. Die Verleihung des Friedensnobelpreises stieß bei früheren Preisträgern und Menschenrechtsaktivisten auf Kritik. Sie warfen Brüssel vor, in ihrer Politik oft hinter den eigenen Prinzipien zurückzubleiben.

AFP AFP

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