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Krebskranke BBC-Moderatorin: Rachael ist unheilbar krank - das ist ihr Abschiedsgeschenk für ihren zweijährigen Sohn

Rachael Bland wird wohl nicht mehr lange leben. Die Mutter eines Zweijährigen hat Brustkrebs im späten Stadium. In ihrem Blog beschreibt sie, was sie sich überlegt hat, damit ihr Sohn nicht ganz ohne seine Mutter aufwachsen muss.

Als der Anruf kam, saß Rachael Bland gerade draußen mit ihrem kleinen Sohn. "Es tut mir leid, es sind schlechte Neuigkeiten", sagte der Arzt. Während ihr Freddie unschuldig mit einem Reifen spielte, wie es die 40-Jährige in ihrem Blog beschreibt, erfuhr Rachael, dass der Krebs zurück ist, dass er dieses Mal Metastasen gebildet hat und dass er damit nun "unheilbar" ist. 

Gut zwei Monate ist dieser Anruf jetzt her und Rachael hat einen Entschluss gefasst. Freddie sei "nicht wirklich in einem Alter, dass er sich später an mich erinnern wird", erzählt sie der "Sunday Times". Also schreibt sie ihre Memoiren, damit sich der Erwachsene Freddie einmal selbst ein Bild davon machen kann, was für ein Mensch seine Mutter war. "For Fred" soll das Buch heißen. Die langjährige BBC-Nachrichtensprecherin sucht aktuell nach einem Verleger, "damit ich mir keine Sorgen machen muss, dass er mal keine Ausgabe zur Hand hat", wie sie sagt.

Krebsdiagnose bereits 2016

Im Jahr 2016 war bei der damals frisch gebackenen Mutter der Brustkrebs entdeckt worden. Es folgten Chemo- und Strahlentherapie, eine tumorentfernende Operation und letztlich eine Amputation der rechten Brust. Zwischenzeitlich sah es deutlich besser aus, doch in diesem Jahr kam der Krebs heftig zurück. Metastasen haben sich in der Haut festgesetzt. Ihre Leberwerte sind schlecht. Vor wenigen Tagen mussten ihr zwei Liter Flüssigkeit aus der Lunge abgepumpt werden. An vielen Tagen fällt ihr das Atmen schwer.

Ihre Hoffnung und vor allem ihre Leichtigkeit hat sie auch trotz des jüngsten Rückschlages nie verloren, wie ihre Follower auf Twitter und Instagram sowie die Leser ihres Blogs erfahren können. Ständig teilt sie dort Updates zum Verlauf ihrer Krankheit, Informationen zu ihren verschiedenen Behandlungen und unzählige Fotos von sich und ihrer kleinen Familie. "Ich habe einen Großteil von Freddies Erbe für Haare, Wimpern und Nägel ausgegeben. Von Außen käme keiner auf die Idee, ich sei todkrank. So soll es auch bleiben", schreibt sie dort etwa.

Auch ansonsten nimmt Rachael ihr schweres Los mit jeder Menge Humor. "Ich hab eine Tasche voller Medikamente, auf die jeder Dealer stolz wäre", schreibt sie etwa in ihrem Blog. Über die Nebeneffekte einiger Medikamente scherzt sie: "Ich nehme eimerweise Steroide und schlucke dabei auch meine eitlen Sorgen herunter, dass ich fett sterben könnte."

Rachael Bland will ihrem Sohn zeigen, wie sie war

In ihren Memoiren will sie ihrem Sohn genau diesen Humor näher bringen, ihm aber auch Tipps für alltägliche Situationen geben, damit er als Erwachsener "immer mal wieder" in dem Buch stöbern könne. "Lachen ist gut für die Seele", steht dort etwa. "Ich hoffe, du lachst in Zukunft so viel, wie du es jetzt gerade tust. (...) Ich liebe es, dich so glücklich zu sehen und deinen eigenen Sinn für Humor zu erkunden. Behalte dir das bei!"

Neben ihrem Blog moderiert Rachael Bland auch einen Podcast für die BBC, in dem sie mit zwei anderen Frauen über die eigenen Erfahrungen mit der Krankheit spricht. Damit würden sie versuchen, "das Gespräch über Krebs am laufen zu halten und den Menschen die Angst davor zu nehmen", sagt Rachael. "Selbst in dieser schlimmen Situation, im Angesicht einer Unheilbar-Diagnose, können noch gute Dinge daraus entstehen. Du kannst noch immer leben und dein Leben genießen."

Berührendes Fotoshooting: Vor drei Jahre kämpften diese Mädchen gegen den Krebs - so sehen sie heute aus
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?