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"Klimacamp": Vattenfall und die Revolution in Moorburg

Eigentlich hatten die Teilnehmer des ersten bundesweiten "Klimacamps" in Hamburg die Umwelt retten und Vattenfall enteignen wollen. Doch die Besetzung der Kraftwerksbaustelle Moorburg musste am Samstag schon nach zwei Stunden aufgegeben werden.

Von Manuela Pfohl

Rot geklinkerte Häuser, Sonnenblumen und Stockrosen vor den Fenstern. Dazwischen die schmale Dorfstraße. Tempo 30 fordert ein Schild und warnt vor spielenden Kindern. Doch die Schaukeln in den Gärten sind leer. Es regnet seit Stunden. Rechts geht es zur Kirche, links zu "Rolis Laden" und geradeaus zur großen Baustelle, auf der Vattenfall für rund zwei Milliarden Euro ein Steinkohlekraftwerk bauen möchte. Hier wollen sie hin, die Umweltaktivisten, für die Mareike und Katrin unter einem kleinen Zeltdach an der Straße Waffeln backen. Eine Großfamilie mit Trompeten und Gitarre, Oma, Opa und einer Handvoll Kinder zieht musizierend an den Waffelbäckerinnen vorbei. Und an zwei Dixi-Klos, auf denen steht: Pinkeln für Polizisten verboten. Die Musikanten sind die Vorhut der Revolution. Moorburg am 23. August. Der Tag, an dem Vattenfall enteignet werden soll.

Ultimatum bis 23. August 2008

Schon vor zwei Wochen hatte die Aktion "Gegenstrom 08" das Ganze angekündigt. "Vattenfall hat noch zwölf Tage, um die Bauarbeiten einzustellen - sonst werden tausende Menschen die Baustelle besetzen", drohte "Gegenstrom"-Sprecher Felix Pithan damals. Als die Kirchturmuhr 13.45 Uhr zeigt, ist klar, dass es nicht ganz so viele Demonstranten geben wird. Nur rund 700 Menschen haben sich in Hamburg-Lurup auf den Weg gemacht, um die Kraftwerksbaustelle im Süden der Stadt zu besetzen. Wendlandprofis, Antifas, radikalökologische Fundamentalisten, Alt-68er und jede Menge Spontan-Aktivisten mit Kind und Kegel marschieren nach Moorburg.

"Wir sind entschlossen, den Bauplatz zu erreichen. Wir werden zeigen, dass der Protest nicht am Bauzaun endet", verspricht Aktivist Christoph Kleine wenig später aus einem Lautsprecherwagen, der die Umweltschützer durchs Dorf führt. Ein paar Einwohner, die sich mit den Revolutionären verbündet haben, klatschen Beifall, und Katrin Garbers, die in Moorburg zu Hause ist, weiß auch, warum. "Elektrosmog und Feinstaub. Das will hier keiner." Wenn da noch ein Kraftwerk dazukomme, wer wisse da schon, wie groß die Umweltbelastung in der Region dann würde.

Ziviler Ungehorsam gegen 1000 Polizisten

Gegenstrom hat es ausgerechnet: "Wenn das Kraftwerk Moorburg in Betrieb geht, steigt der CO2-Ausstoß Hamburgs um 40 Prozent." Und überhaupt: "Wer jetzt neue Kohlekraftwerke baut, legt sich für Jahrzehnte auf eine fossile Stromversorgung aus ineffizienten Großkraftwerken fest", meint Felix Pithan. Obwohl die große Mehrheit der Hamburger gegen das Kraftwerk sei, versuche Vattenfall, den Bau um jeden Preis durchzusetzen. Pithan: "Dagegen üben wir heute zivilen Ungehorsam."

Etwa 1000 Beamte aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind vor Ort, um das zu verhindern. Rund um das Baugelände haben sie eine Absperrung gezogen, eine Polizeikette gebildet und Wasserwerfer in Stellung gebracht. Am vergangenen Mittwoch war es einem Dutzend Gegenstromern gelungen, auf das umstrittene Gelände zu gelangen. Fünf hatten sich mit einem Transparent auf einem Baukran festgesetzt und medienwirksam gegen Vattenfall protestiert. Noch einmal soll das nicht passieren.

Tabea und Susi haben es geahnt

Vor mehr als einer Woche baute "Gegenstrom" mit mehreren hundert Antirassismus- und Klimaaktivisten in einem Camp auf der grünen Wiese in Hamburg-Lurup seine Zelte auf und sorgte seitdem mit einem Dutzend Aktionen in der Hansestadt für Aufregung. Nach Kranbesetzung, Supermarktblockade und Flughafenprotest warfen die Hamburger SPD und der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) schließlich vor, nicht konsequent genug gegen "Straftaten aus dem linken Protestlager" vorzugehen. Ahlhaus seinerseits versicherte in einer eiligst einberufenen Sondersitzung des Innenausschusses der Bürgerschaft, dass es keine Toleranz gegen "Gewalttäter" geben werde. Vor dem Bauzaun in Moorburg soll der Beweis dafür erbracht werden.

Tabea und Susi haben es geahnt, sich große Müllsäcke über die Jacken gezogen und Strohsäcke mitgebracht. Als Schutz gegen die Wasserwerfer und einen kalten Hintern bei der Sitzblockade. Das haben sie im Camp bei den Vorbereitungstrainings für den Widerstand gelernt. Es sei ihr erster "Aktiv-Urlaub", sagen die beiden Studentinnen. Dass sie es dabei gleich schaffen, einen Energiekonzern zu enteignen und den "Einstieg in eine demokratisch kontrollierte ökologische und soziale Energieversorgung" zu organisieren, halten sie zwar für "nicht sehr realistisch". Aber irgendwann müsse man ja anfangen, etwas gegen die zu unternehmen, die "unsere Natur und unsere Zukunft ruinieren".

Etliche vorzeitige Abreisen

Wer genau das ist, war im Camp allerdings eine heiß debattierte Frage, die dazu führte, dass es im Plenum und den Workshops neben einigem Zoff, verschiedene Grundsatzerklärungen und etliche vorzeitige Abreisen gab. Als kleinster gemeinsamer Nenner bei den Durchhaltern ist der Frust auf die Hamburger Grünen und ihren Koalitionspartner CDU geblieben.

Tadzio Müller vom "Anti-Kohle-Team" sagt: "Für den neuen CDU-Öko Ole von Beust ist Klimaschutz nicht mehr als Imagepolitik. Vor ungefähr einem Jahr hatte Beust den Film 'Eine unbequeme Wahrheit' von Al Gore zum Pflichtfach für Hamburger Schulen erhoben. In dem Film ruft der Träger des Friedens-Nobelpreises unverblümt zur Blockade von Kohlekraftwerksbaustellen auf." Für die pädagogische Erbauung sei Klimaschutz anscheinend nützlich, sobald es jedoch gegen ökonomische Interessen ginge, seien der Klimawandel und die daraus resultierenden sozialen Katastrophen schnell vergessen, wettert Müller.

Der Aufstand ist beendet

Auch Gegenstromer Pithan ist sauer: "Die Grünen geben sich als Klimapartei und tragen hier Knüppeleinsätze zur Durchsetzung eines Kohlekraftwerks mit."

Tatsächlich dauert der Aufstand zur Rettung der Umwelt nur knapp zwei Stunden. Dann erklärt die Polizei die Demo vor dem Kraftwerksgelände für beendet. Kurz nachdem die Turmuhr 16 Uhr geschlagen hat, fordert sie die Demonstranten, die sich auf der Kreuzung vorm Kraftwerksgelände niedergelassen haben, auf, den Platz zu räumen. Schuld an der "Maßnahme" seien rund 400 Aktivisten, die versucht hätten, den Bauzaun zu überwinden und dabei mit Steinen und Flaschen auf Beamte losgegangen seien. Was die Polizei sonst noch sagt, geht im Pfeifen der Kraftwerksgegner und dem Trommelwirbel der Demomusiker unter. Eine halbe Stunde später haben Wasserwerfer die letzten Widerständler von der Kreuzung gefegt. Am Ende gibt es 21 Ingewahrsamnahmen und zwei Festnahmen wegen Landfriedensbruchs. Auch die Demoleitung kündigt "gerichtliche Schritte" an. Die Polizei habe das Versammlungsrecht missachtet. Tabea und Susi sind klatschnass und wütend. "So eine Scheiße", schimpfen sie und treten zusammen mit den anderen Klimaschützern den Rückzug an.

Die Enteignung von Vattenfall ist vorerst verschoben

Geschlagen geben sich die Gegenstromer aber noch nicht. "Die heutige Aktion ist erst der Auftakt einer neuen Klimabewegung. Schon jetzt hat sich gezeigt, dass Kohlekraftwerke in Deutschland nur noch unter dem Schutz von Einsatzhundertschaften gebaut werden können. Wir werden in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass der Bau der 25 geplanten neuen Kraftwerke weder politisch noch polizeilich durchzusetzen sein wird", gibt sich Felix Pithan selbstewusst und kämpferisch.

Irgendwann verschwindet der bunte Trupp hinter der großen Kurve des Hauptdeichs. Nur die Musik aus dem Demowagen ist noch eine Zeit lang zu hören. Dann ist es wieder still in Moorburg. Mareike und Katrin packen ihr Waffeleisen ein. Auf der Kreuzung liegen leere Bierflaschen, ein paar Bananenschalen und nasse Strohsäcke. Ein Flugblatt flattert von der Straße auf die Wiese. "Tschüss Vattenfall" steht drauf.

Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg