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+++ Ticker +++

News des Tages: Kunden beklagen Atemprobleme: Feuerwehr räumt Einkaufszentrum

Polizei stoppt Fahrer bei Tempo 214 auf Bundesstraße  +++  Parlament von Basel ruft Klimanotstand aus +++ Medien: "Rockpalast"-Gründer Peter Rüchel ist tot +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Mehrere Feuerwehrleute stehen im Scheinwerferlicht auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrum in Unkel

Einige der 140 Feuerwehrleute im Einsatz stehen vor dem Einkaufszentrum in Unkel (Rheinland-Pfalz)

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Feuerwehr räumt Einkaufszentrum in Unkel (21.17 Uhr)
  • Berlin: Erste Haushalte in Köpenick haben wieder Strom (19.46 Uhr)
  • Polizei stoppt Fahrer bei Tempo 214 (18.34 Uhr)
  • Parlament von Basel ruft Klimanotstand aus (17.32 Uhr)
  • Polizei findet mumifizierte Leiche in Wohnung in Thüringen (16:42 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:      

+++ 22.15 Uhr: Mexiko: Indigener Umweltaktivist erschossen +++

Unbekannte haben einen Umweltaktivisten in Mexiko getötet. Auf den Anführer einer Bewegung von Indigenen, Samir Flores, sei vor seiner Haustür geschossen worden, der Mann sei anschließend im Krankenhaus gestorben, teilte der Staatssekretär des Bundesstaats Morelos südlich von Mexiko-Stadt, mit. Flores hatte sich gegen den Bau eines Dampfkraftwerks in Huexca eingesetzt. Zu dem Projekt, das Präsident Andrés Manuel López Obrador vorantreiben möchte, beginnt am kommenden Wochenende eine Volksbefragung.

Lokale Behörden schlossen einen Zusammenhang zwischen dem Angriff auf den Aktivisten und dessen Einsatz gegen das Bauprojekt aus. Die ersten Ermittlungen deuteten mehr auf einen Hintergrund der organisierten Kriminalität hin, sagte der Generalstaatsanwalt von Morelos, Uriel Carmona. Die Täter hinterließen eine Karte mit einer Nachricht bei Flores. Was auf dieser stand, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Präsident des lateinamerikanischen Landes verurteilte den Angriff auf den Aktivisten. 

+++ 22.14 Uhr: Berlin: Alle Köpenicker Haushalte haben wieder Strom +++

Nach einem mehr als 30-stündigen Stromausfall im Berliner Stadtteil Köpenick haben die mehr als 30.000 betroffenen Haushalte wieder Strom. Wie der Energieversorger Vattenfall am späten Abend mitteilte, sind alle Kunden wieder am Netz. Bauarbeiten an einer Brücke hatten am Dienstagmittag einen großflächigen Stromausfall im Berliner Südosten ausgelöst. Mehr als 31.000 Haushalte und fast 2000 Gewerbebetriebe waren betroffen.     Zunächst sollte die Störung am Mittwochnachmittag wieder behoben sein, die Reparaturarbeiten verzögerten sich aber. Erst am späten Abend war das erste von zwei durchtrennten Kabelsystemen vollständig repariert.

+++ 21.17 Uhr: Kunden klagen über Kratzen im Hals: Einkaufszentrum in Unkel geräumt +++

Nach Klagen über Atemwegsreizungen ist am Mittwochabend ein Einkaufszentrum in Unkel (Rheinland-Pfalz) geräumt worden. 55 Menschen hätten über Atembeschwerden geklagt, vier von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die anderen seien von den Rettungskräften vor Ort versorgt worden. Die Ursache war zunächst unklar.

Am Abend waren rund 140 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und Ordnungsamt im Einsatz. Es werde vermutet, dass eine Substanz ausgetreten sei, erklärte der Feuerwehrsprecher. Worum es sich dabei handele, müsse noch festgestellt werden. Dazu wurden in dem Gebäude Messungen durchgeführt. Die Polizei in Linz am Rhein sprach von einer "unklaren Lage". Hinweise über Schwerverletzte gab es zunächst nicht. Die meisten Betroffenen hätten über ein "Kratzen im Hals" geklagt, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 20.19 Uhr: Erdbeben erschreckt Bewohner an der Ägäis +++

Ein Erdbeben hat am Abend die nördliche Ägäis erschüttert und viele Menschen in Angst versetzt. Das Zentrum des Bebens lag in der Region der türkischen Ferienortschaft Ayvacik nur wenige Kilometer nordöstlich der griechischen Insel Lesbos. Vom Geodynamischen Institut in Athen wurde der Erdstoß mit 4,9 und vom Mittelmeer-Erdbebenzentrum in Straßburg mit 5,1 gemessen. Berichte über Verletzte oder schwere Schäden lagen zunächst weder auf der griechischen noch auf der türkischen Seite vor, berichteten übereinstimmend Medien der beiden Länder. 

"Das Beben hat die Menschen hier erschreckt. Wir haben es stark gespürt. Es gibt aber keine nennenswerten Schäden", berichteten Reporter aus der griechischen Insel Lesbos im griechischen Rundfunk. Zahlreiche Menschen rannten auf die Straße, wie Fernsehsender der beiden Länder zeigten.

+++ 19.46 Uhr: Berlin: Erste Haushalte haben wieder Strom +++

Nach dem mehr als 24-stündigen Blackout in Teilen von Berlin haben die ersten der mehr als 30.000 betroffenen Haushalte wieder Strom. In vielen Häusern der Altstadt von Köpenick brenne wieder Licht, sagte eine Sprecherin des Energiekonzerns Vattenfall am Mittwochabend. Es werde versucht, Straßenzug um Straßenzug wieder zu versorgen. Es sei es aber zunächst noch nicht möglich, alle Betroffenen wieder ans Netz zu bekommen. Das Ganze sei erst ein Anfang. Man hoffe, die Stromversorgung am späten Abend wieder vollständig hergestellt zu haben.

Am Dienstag war die Stromversorgung in großen Teilen des Stadtteils zusammengebrochen. Neben vielen Privathaushalten waren auch 2000 Gewerbebetriebe seitdem vom Stromnetz abgeschnitten. Viele Wohnungen blieben dunkel und kalt, das öffentliche Leben in dem betroffenen Gebiet kam größtenteils zum Erliegen. Der Bezirk Treptow-Köpenick zählt insgesamt fast 135.000 Haushalte mit rund 265.000 Bewohnern.

+++ 19.44 Uhr: Venezuela sperrt sämtliche Häfen für auslaufende Schiffe +++

Die venezolanische Regierung hat sämtliche Häfen des Landes für auslaufende Schiffe gesperrt. Bis zum 24. Februar dürften keine Schiffe mehr die Häfen verlassen, heißt es in einer Anweisung der Streitkräfte, die AFP in Caracas vorlag. Mit der Blockade will die Regierung verhindern, dass die Hilfslieferungen der USA ins Land gelangen

+++ 19.35 Uhr: Bund und Länder machen Weg für Digitalpakt frei +++

Bund und Länder haben sich auf Änderungen des Grundgesetzes verständigt und damit den Weg für den Digitalpakt Schule freigemacht. Der Vermittlungsausschuss fasste am Abend einen entsprechenden Beschluss, wie nach der Sitzung in Berlin mitgeteilt wurde. Mit dem Digitalpakt sollen die Länder vom Bund fünf Milliarden Euro für eine bessere technische Ausstattung in Schulen erhalten.

+++ 19.21 Uhr: Menschenrechtler werfen Venezuelas Regierung gezielte Tötungen vor +++

Im Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition in Venezuela haben die staatlichen Sicherheitskräfte nach Einschätzung von Menschenrechtlern gezielt Regierungsgegner getötet. Bei den Protesten gegen Präsident Nicolás Maduro Ende Januar waren binnen fünf Tagen 41 Menschen ums Leben gekommen. In mindestens sechs Fällen hätten Mitglieder einer Polizeispezialeinheit ihre Opfer regelrecht hingerichtet, berichtete Amnesty International.

Danach hätten die Beamten die Tatorte manipuliert und die Getöteten als Kriminelle dargestellt. Viele Opfer stammten aus armen Gegenden, deren Bewohner lange Zeit zu Maduro gehalten hatten, sich zuletzt aber auch zunehmend von dem umstrittenen Staatschef abwandten. "Wie wir schon viele Male in Venezuela gesehen haben, möchten die Behörden uns weismachen, dass diejenigen, die während der Proteste zu Tode gekommen sind, Kriminelle waren", sagte Amnesty-Regionaldirektorin Erika Guevara-Rosas. "Doch ihr einziges Verbrechen war, dass sie es wagten, eine Veränderung und ein Leben in Würde einzufordern."

+++ 18.50 Uhr: Belgien fordert Ende deutscher Zahlungen an frühere Nazi-Kollaborateure +++

Belgier, die im Zweiten Weltkrieg auf Seiten des Nazi-Regimes kämpften und verletzt wurden, sollen künftig keine deutsche Opferrente mehr beziehen. Das Parlament in Brüssel forderte die Bundesregierung in einer Entschließung auf, entsprechende Zahlungen einzustellen. Es sei nicht gerecht, dass NS-Opfer keine Zulagen erhielten, während belgische Kollaborateure eine steuerfreie Rente bezögen. Das Bundesarbeitsministerium in Berlin stellte klar, dass unter den verbliebenen 18 Leistungsempfängern in Belgien keine Ex-Angehörigen der Waffen-SS seien.

Weitere Angaben zu den Leistungsempfängern konnte das Bundesministerium nicht machen. Es habe keine Kenntnisse der einzelnen Fälle, erklärte eine Sprecherin. Die Berechtigten könnten sowohl belgische Staatsangehörige als auch etwa Deutsche sein, die in Belgien leben. Für die in Belgien lebenden Berechtigte laut Bundesversorgungsgesetz (BVG) sei das Land Nordrhein-Westfalen zuständig.

+++ 18.34 Uhr: Polizei stoppt Fahrer bei Tempo 214 auf Bundesstraße +++

Ein Autofahrer, der mit Tempo 214 über die B81 in Richtung Magdeburg rauschte, ist von der Polizei gestoppt worden. Beim Versuch, einen Flug noch zu erwischen, sei der 49-Jährige am Vormittag zunächst 161 km/h gefahren, obwohl nur Tempo 100 erlaubt war, teilte die Autobahnpolizei mit.

Das Ehepaar aus dem Harz wollte demnach einen gebuchten Flug in Berlin erreichen, hieß es. Der Fahrer ignorierte ein Anhaltezeichen des zivilen Streifenteams, das mit einem Videowagen unterwegs war, und versuchte zu entkommen. Laut Polizei hat der Mann eine Geldbuße von 1200 Euro, drei Monate Fahrverbot und Punkte in Flensburg zu erwarten. Offen blieb, ob das Paar rechtzeitig zum Flughafen kam.

+++ 17:32 Uhr: Parlament von Basel ruft Klimanotstand aus +++

Auf Initiative der seit Monaten für mehr Klimaschutz streikenden Schüler hat das Parlament der Grenzstadt Basel als erste Schweizer Stadt den Klimanotstand ausgerufen. Im Großen Rat stimmten am Mittwoch 71 Abgeordnete dafür, 17 dagegen, dem Thema Klimaschutz bei Entscheidungen mehr Priorität einzuräumen. Nur die rechte SVP war dagegen - mit plakativen Worthülsen könne man keine Probleme lösen, beschied sie.

Die Resolution hat keine Auswirkungen, der Begriff "Notstand" sei nicht im juristischen Sinne gemeint, betonten Politiker. Sie hat aber symbolischen Wert. Zuvor hatten Städte wie Los Angeles in den USA, Vancouver in Kanada und London ähnliche Resolutionen verabschiedet.

+++ 17.20 Uhr: Medien: "Rockpalast"-Gründer Peter Rüchel ist tot +++

Der Gründer des legendären WDR-"Rockpalasts", Peter Rüchel, ist tot. Das berichten übereinstimmend der "Focus" und der "Kölner Stadtanzeiger". Beide Medien berufen sich auf  enge Leverkusener Freunde Rüchels sowie seinen direkter Nachfolger in der "Rockpalast"-Redaktion, Peter Sommer. Der "Rockpalast"-Erfinder sei kurz vor seinem 82. Geburtstag nach langer Krankheit in einer Klinik gestorben. Peter Rüchel habe mit dem von ihm erdachten Format von Livekonzert-Übertragungen das Musikfernsehen revolutioniert, heißt es in beiden Medien.

+++ 17:01 Uhr: Handgranaten in Dresden wohl echt +++

Die bei einer Kontrolle am Dresdner Hauptbahnhof gefundenen Handgranaten sind nach Einschätzung des Landeskriminalamtes (LKA) echt. Die Untersuchung und kontrollierte Sprengung von zunächst einer der insgesamt 18 Granaten habe ergeben, dass Zünder und Splitter aus industrieller Fertigung stammten, teilte das LKA am Mittwoch mit. Bei dem Inhalt handelt es sich demnach mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen beim Militär gebräuchlichen Sprengstoff.

Die Handgranaten waren am Dienstag versteckt in einem Geländewagen am Dresdner Hauptbahnhof gefunden worden. Zwei Männer im Alter von 17 und 28 Jahren sitzen wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz in Untersuchungshaft.

+++ 16:45 Uhr: BGH stellt wichtige Weichen im Streit um zu teure Krebsmedikamente +++

Im Streit mit Kliniken um zu hohe Rechnungen für Krebspatienten können die privaten Krankenkassen grundsätzlich einen Teil des Geldes für ihre Versicherten zurückfordern. Es müssen aber bestimmte Voraussetzungen gegeben sein, wie aus einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervorgeht, das am Mittwoch in Karlsruhe verkündet wurde. Einige Fragen sind auch noch in den einzelnen Prozessen zu klären. (Az. VIII ZR 115/18 u.a.)

Betroffen sind Medikamente zur ambulanten Chemotherapie, die Krankenhaus-Apotheken individuell anmischen. Dafür wurden früher 19 Prozent Umsatzsteuer fällig - bis der Bundesfinanzhof 2014 klarstellte, dass solche Medikamente von der Steuer befreit sind. Die Versicherten haben also zu viel bezahlt, die Versicherungen zu viel erstattet. Dabei kann es im einzelnen Fall um mehrere tausend Euro gehen. Bundesweit laufen deshalb zahlreiche Prozesse. Die obersten Zivilrichter des BGH geben dafür jetzt die Linie vor.

Das Problem mit der Abrechnung betrifft auch gesetzliche Kassen. Sie streiten parallel vor den Sozialgerichten um Rückerstattung.

+++ 16:42 Uhr: Polizei findet mumifizierte Leiche in Wohnung in Thüringen +++

In einer Wohnung im thüringischen Heiligenstadt ist die Polizei auf die mumifizierte Leiche einer 64-jährigen Frau gestoßen. Die Beamten wurden nach eigenen Angaben vom Mittwoch von einer Ärztin darüber informiert, dass sie ihre Patientin schon längere Zeit nicht mehr gesehen habe. Daraufhin drang die Polizei am Dienstag in die Wohnung ein und entdeckte den Leichnam.

In der Wohnung wurde nach Polizeiangaben die 40-jährige Tochter angetroffen. Sie wurde zunächst festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Leiche ergab zunächst keine Hinweise auf Gewalteinwirkung. Weitere Untersuchungen standen aber noch aus, so dass die Todesursache noch nicht feststand.

+++ 16:40 Uhr: Luxus-Lodge im peruanischen Urwald überfallen +++

Bei einem Überfall auf eine Lodge im peruanischen Urwaldgebiet von Madre de Dios ist ein Mensch getötet worden. Rund 40 Touristen wurden am Dienstagabend (Ortszeit) vorübergehend als Geiseln genommen. Die Täter seien kolumbianische und venezolanische Kriminelle, sagte der Gouverneur von Madre de Dios, Luis Hidalgo, dem Sender Radio Nacional. Das Todesopfer sei ein lokaler Tourführer. Die Kriminellen hätten die Lodge-Kasse ausgeraubt und seien geflohen, sagte der Lodge-Verwalter José Koechlin von Stein dem Sender RPP.

+++ 16:40 Uhr: Belgien fordert Ende deutscher Zahlungen an ehemalige Nazi-Kollaborateure +++

Belgische Staatsbürger, die im Zweiten Weltkrieg auf Seiten des Nazi-Regimes kämpften und verletzt wurden, sollen künftig keine deutsche Opferrente mehr beziehen. Das Parlament in Brüssel forderte die Bundesregierung am Mittwoch in einer Entschließung auf, entsprechende Zahlungen einzustellen. Es sei nicht gerecht, dass Opfer des Nationalsozialismus keine Zulagen erhielten, während belgische Kollaborateure eine steuerfreie Rente bezögen, heißt es in dem Text.

Anspruch auf deutsche Opferrenten hätten in Belgien sowohl deutschsprachige Ostbelgier, die zwangseingezogen wurden, als auch Flamen und Wallonen, die sich den deutschen Streitkräften anschlossen, sagte Christophe Brüll, Historiker an der Universität Luxemburg. Für den Rentenbezug aus Deutschland müssten sie eine Kriegsverletzung nachweisen und dürften nicht wegen Kriegsverbrechen verurteilt worden sein.

Unklar ist, wie viele Menschen in Belgien derartige Renten beziehen oder bezogen haben und wie hoch die Zahlungen sind. Bei einer Anhörung in der belgischen Abgeordnetenkammer 2017 gab der damalige deutsche Botschafter Rüdiger Lüdeking an, dass es zu diesem Zeitpunkt 27 Empfänger deutscher Opferrenten in Belgien gab.

+++ 16:27 Uhr: New Yorker U-Bahn zieht Mann in Tunnel - tot +++

Eine abfahrende New Yorker U-Bahn hat einen Mann in den Tunnel mitgeschleift. Das Opfer kam ums Leben, wie die "New York Times" am Mittwoch berichtete. Laut Zeugen ging der 39-Jährige am Dienstagabend (Ortszeit) am Bahnsteig im berühmten Bahnhof Grand Central entlang der gelb markierten Kante, als ein Stück seiner Kleidung sich im Zug verfing. Der "New York Times" zufolge zeigten Aufnahmen von Überwachungskameras, wie er gegen eine Treppe geschleudert und in den Tunnel gezerrt wurde und dann gegen einen Stromkasten stieß. Als Helfer eintrafen, war der Mann Polizeiangaben zufolge bereits tot.

+++ 15:37 Uhr: Rockerboss Hanebuth droht in Spanien lange Haftstrafe +++

Rockerboss Frank Hanebuth droht in Spanien eine langjährige Gefängnisstrafe. Bei der Anklageerhebung gegen ihn und 45 weitere mutmaßliche Ex-Angehörige der Rockerbande "Hells Angels" vor dem Staatsgerichtshof in Madrid forderte die Staatsanwaltschaft für Hanebuth 13 Jahre Haft, wie ein Sprecher der Justiz am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Dem 54-Jährigen aus Hannover und den Mitangeklagten werden in Spanien unter anderem Drogenhandel, Zuhälterei, Gründung einer kriminellen Vereinigung, Entführung, Erpressung, Menschenhandel und Geldwäsche vorgeworfen.

+++ 15:19 Uhr: Karl Lagerfeld bekommt keine öffentliche Zeremonie +++

Für den am Dienstag gestorbenen Modeschöpfer Karl Lagerfeld soll es keine öffentliche Zeremonie oder Würdigung geben. "Wir respektieren den Wunsch von Karl Lagerfeld", sagte ein Sprecher von Lagerfelds Modehaus der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Zur Beisetzung gebe es bisher keine Entscheidungen.

Die Tageszeitung "Le Monde" berichtete, Lagerfeld habe selbst eine Einäscherung geplant. Der letzte Pariser Modezar war den Angaben zufolge am Dienstag in Neuilly bei Paris gestorben. Das Modehaus Chanel, wo Lagerfeld jahrzehntelang als Kreativdirektor wirkte, hatte sich nicht zu Einzelheiten geäußert.

Lagerfeld kam in Hamburg zur Welt - nach eigenen Angaben im September 1935, womit er 83 Jahre alt geworden wäre. Als Geburtsjahre kursieren aber auch 1933 und 1938.

+++ 14.57 Uhr: US-Militärflugzeug in Leipzig notgelandet +++

Ein Militärflugzeug der US-Armee ist am Flughafen Leipzig/Halle notgelandet. Zuvor habe es technische Probleme an dem Flugzeug gegeben, wie eine Sprecherin des Flughafens mitteilte. Die Flughafen-Feuerwehr sei ausgerückt, habe aber nicht eingreifen müssen. Ein Techniker an Bord löste des Problem nach wenigen Stunden und die Boeing 747 konnte am Nachmittag wieder starten, wie die Sprecherin sagte. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.

Ehe die Maschine landete, ließ sie Kerosin ab. Das ist nach Angaben des Flughafens ein üblicher Vorgang, weil das Flugzeug für eine Landung zu schwer gewesen wäre. Der Treibstoff werde über einem vorgeschriebenen, unbewohnten Gebiet abgelassen, betonte die Sprecherin.

+++ 14.51 Uhr: BKA beschlagnahmt 50 Millionen Euro wegen Geldwäscheverdachts +++

Das Bundeskriminalamt hat nach drei Jahren Geldwäscheermittlungen gegen drei Beschuldigte Immobilien und Konten im Wert von rund 50 Millionen Euro beschlagnahmt. Die federführende Staatsanwaltschaft München I geht davon aus, dass das Vermögen aus Geldwäscheerträgen im Zusammenhang mit dem sogenannten Russian Laundromat stammt, wie BKA und Staatsanwaltschaft mitteilten. Bereits am Montag seien vier Immobilien im Wert von rund 40 Millionen Euro in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn beschlagnahmt worden. Daneben wurde demnach ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben von rund 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, die aus dem Verkauf einer Immobilie in Chemnitz stammen sollen. Die Ermittler sicherten zudem Guthaben bei verschiedenen Banken in Deutschland in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro.

Bei der Russian Laundromat handelt es sich den Behörden zufolge um eine kriminelle Gruppierung um einen ehemaligen leitenden Angestellten der 2016 von der Bankenaufsicht in Lettland abgewickelten AS Trasta Komersbanka. Sie soll für ihre Taten tausende Briefkastengesellschaften genutzt haben. Die Gruppe erwirtschaftete den Ermittlern zufolge von 2011 bis 2014 durch Geldwäsche mehr als hundert Millionen Dollar sogenannter Schattengebühren, die meist von russischen Auftraggebern erhoben wurden. Insgesamt seien Gelder im Wert von mehr als 22 Milliarden US-Dollar von etwa 20 russischen Banken über Banken in Moldau und Lettland transferiert worden.

+++ 14.31 Uhr: 43-Jähriger zündet sich vor Krefelder Gerichtsgebäude an +++

Vor dem Krefelder Gerichtszentrum hat sich ein 43 Jahre alter Mann angezündet und lebensgefährlich verletzt. Der Mann aus Neuss in Nordrhein-Westfalen habe sich mit einer Flüssigkeit übergossen und schwere Verbrennungen erlitten, teilte die Polizei mit. Justizbeamte seien ihm auf der Straße zu Hilfe geeilt und hätten die Flammen mit Decken und Feuerlöschern ersticken können, sagte ein Gerichtssprecher. Ein Rettungshubschrauber flog den Verletzten in eine Spezialklinik. 

Bei einem Gerichtstermin am vergangenen Freitag am Landgericht habe es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes gegeben. Das Verfahren sei daraufhin ausgesetzt worden, um ihn von einem Psychiater zur Frage seiner Schuldfähigkeit begutachten zu lassen, sagte der Sprecher. Angeklagt war der 43-Jährige wegen eines Angriffs auf einen Polizisten, bei dem ein Handy zu Bruch gegangen war. Er war deswegen vom Amtsgericht zu 1550 Euro Geldstrafe verurteilt worden und in die Berufung vor das Landgericht gezogen. Heute habe der Mann keinen Termin am Gericht gehabt.

+++ 14.06 Uhr: Stromausfall in Berlin-Köpenik wohl erst am späten Abend behoben +++

Der großflächige Stromausfall im Berliner Südosten wird voraussichtlich erst am Abend vollständig behoben sein. Man gehe davon aus, dass die Vollversorgung erst um 21.30 Uhr wieder hergestellt werden könne, sagte die Sprecherin des Energieversorgers Vattenfall für das Berliner Stromnetz. Die Kabel müssten komplett erneuert werden. Ab etwa 18.30 Uhr solle es eine Teilversorgung geben, mit der rund die Hälfte der etwa 31.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe wieder versorgt werden könnten. Bei einer Bohrung an der Salvador-Allende-Brücke war am gestern Nachmittag neben dem Hauptkabel auch das Ersatzkabel beschädigt worden.

+++ 13.55 Uhr: Schweizer UBS-Bank in Paris zu Rekordbuße verurteilt +++

Wegen Geschäften mit Steuerhinterziehern muss die Schweizer Großbank UBS in Frankreich ein Strafgeld von 3,7 Milliarden Euro zahlen. Das entschied ein Pariser Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe in dieser Höhe gefordert. Die Anklage warf der UBS Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung und illegale Anwerbung von Kunden vor. Wegen der Ermittlungen hatte die französische Justiz bereits eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro gegen das Geldhaus verhängt. Vor Gericht standen auch die französische Filiale der UBS sowie sechs Verantwortliche.

Die Bank hatte vor dem Urteil mitgeteilt, die in Frankreich geforderten Beträge seien weder durch die Beweise noch das Gesetz gerechtfertigt.

+++ 13.48 Uhr: Kündigung von katholischem Chefarzt nach Wiederheirat unwirksam +++

Die Kündigung eines Chefarztes durch ein katholisches Krankenhaus wegen seiner Scheidung und Wiederheirat ist unwirksam. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschieden. Der katholische Arzt sei gegenüber seinen nicht katholischen Kollegen unzulässig benachteiligt worden. Der Arzt hatte sich 2008 scheiden lassen und danach erneut standesamtlich geheiratet. Laut Arbeitsvertrag war er verpflichtet, die Grundsätze der katholischen Glaubens- und Sittenlehre zu beachten. Die katholische Klinik sah in der Wiederheirat einen Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten.

Das BAG erklärte die Kündigung bereits 2011 für unwirksam. Unter Hinweis auf das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen hob das Bundesverfassungsgericht dieses Urteil auf. Im zweiten Durchlauf holte sich das BAG Rückendeckung beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Danach hielten die Erfurter Richter nun an ihrer ursprünglichen Entscheidung fest. Bei evangelischen oder konfessionslosen Ärzten habe die Klinik eine Wiederheirat akzeptiert.

+++ 13.33 Uhr: Neun Männer in Ägypten wegen Anschlags auf Generalstaatsanwalt gehängt +++

Wegen der Ermordung des ägyptischen Generalstaatsanwalts vor dreieinhalb Jahren sind in Ägypten neun Männer hingerichtet worden. Laut Justizangaben gehörten sie zu einer Gruppe von insgesamt 28 Verdächtigen, die 2017 wegen des Mordanschlags auf Generalstaatsanwalt Hischam Barakat zum Tode verurteilt worden waren. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte vergeblich gefordert, die Exekutionen auszusetzen. Es sei nicht gerecht, Menschen auf der Grundlage von durch Folter erzwungenen Geständnissen hinzurichten.

Amnesty zufolge waren zuvor in diesem Monat bereits sechs weitere Männer nach unfairen Prozessen exekutiert worden.     Menschenrechtsorganisationen beklagen seit Langem die staatliche Repression unter Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der mit aller Härte gegen Islamisten sowie gegen Regierungskritiker vorgeht.

+++ 13.23 Uhr: "Gorch Fock"-Sanierer Elsflether Werft will Insolvenz beantragen +++

Die mit der Sanierung des Marine-Segelschulschiffs "Gorch Fock" beauftragte Elsflether Werft AG wird an diesem Mittwoch einen Insolvenzantrag stellen. Das teilte der neue Vorstandschef Axel Birk in Elsfleth mit. Ziel sei ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

+++ 12:53 Uhr: Korruptionsermittlungen: Acht Richter in Litauen festgenommen +++

Im Zuge von Korruptionsermittlungen haben litauische Behörden 26 Personen festgenommen, darunter auch acht Richter und fünf Rechtsanwälte. Es gehe um Bestechung, unerlaubte Einflussnahme und Amtsmissbrauch, sagte Generalstaatsanwalt Evaldas Pasilis litauischen Medien zufolge auf einer Pressekonferenz in Vilnius.

Nach Untersuchungen der Anti-Korruptions-Behörde STT soll Bestechungsgeld für Entscheidungen in Verwaltungs-, Zivil- und Strafsachen in einer geschätzten Gesamthöhe von 400.000 Euro geflossen sein.

+++ 12:51 Uhr: Leiche nicht beerdigt: Afghanistan debattiert über Soldaten-Suizid +++

In der nordafghanischen Stadt Kundus hat sich ein junger Mann im Polizeihauptquartier das Leben genommen, nachdem die Behörden die Leiche seines Vaters nicht in seine Heimatprovinz transportiert hatten. Vater und Sohn seien Soldaten und zuletzt in der nördlichen Unruheprovinz Farjab stationiert gewesen, sagte die Provinzrätin Farahnas Pamiri. Dort sei der Vater vor rund zwei Wochen bei einem Taliban-Angriff getötet worden. Aus Frust darüber, tagelang keine Hilfe von den Behörden für den Transport der Leiche in das Heimatdorf bekommen zu haben, habe sich der Sohn mit der Dienstwaffe eines Polizisten in dem Hauptquartier erschossen.

Der Tod des jungen Mannes und seine Beweggründe ließen den Fall zeitweise zum meistdiskutierten Thema in den sozialen Medien Afghanistans aufsteigen. In dem Land ist es üblich, Menschen noch am selben Tag zu beerdigen. Passiert dies nicht, kann das großen Stress bei Familienmitgliedern auslösen.  

+++ 12:49 Uhr: Rodungsstopp für Hambacher Forst bis Herbst 2020 +++

Der Energiekonzern RWE hat für den Hambacher Forst unabhängig von anstehenden Gerichtsentscheidungen einen Rodungsstopp bis 2020 zugesagt. Das Unternehmen habe die Entscheidung, in der Rodungssaison bis Frühjahr 2020 nicht abzuholzen, auf Bitten der nordrhein-westfälischen Landesregierung im Sinne einer Befriedung der Konflikte getroffen, erklärte RWE. Danach dürfte erst im Herbst wieder gerodet werden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Vormittag in einer Unterrichtung der Landesregierung über die Beschlüsse der Kohlekommission zum Ausstieg aus der Braunkohle: "Ab heute gilt ein Rodungsmoratorium für den Hambacher Forst"." Laut Laschet gilt das Moratorium bis zum Herbst, also bis zur nächsten Rodungssaison.

In den Empfehlungen der Kommission war der Erhalt des seit langem umkämpften Hambacher Forstes als "wünschenswert" bezeichnet worden. Auch Laschet schloss sich diesem Appell an.

+++ 12:33 Uhr: Drei Abgeordnete verlassen britische Regierungspartei wegen Brexits +++

Im Streit um den Brexit haben drei Abgeordnete der britischen Tories die konservative Regierungspartei verlassen. Die drei Parlamentarierinnen, die sich für ein zweites Brexit-Referendum ausgesprochen hatten, verkündeten ihre Entscheidung in einem Brief an Premierministerin Theresa May. Sie wollen sich einer Gruppe abtrünniger Labour-Abgeordneter anschließen, die am Montag aus der Oppositionspartei ausgetreten waren.

+++ 12:32 Uhr: Kremlchef Putin warnt USA vor weiterer Konfrontation +++

Russlands PräsidentWladimir Putin hat die USA in seiner Rede an die Nation vor einem weiteren Konfrontationskurs gegenüber Russland und vor einem Rüstungswettlauf gewarnt. Washington solle sich gut genug die Schnelligkeit und die Reichweiten russischer Waffensysteme ansehen, ehe es über neue Rüstungsschritte entscheide, die Moskau als Bedrohung auffassen müsse. "Wir sind nicht an einer Konfrontation mit den USA interessiert", sagte der Kremlchef in Moskau vor Hunderten Politikern und Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Religion.

+++ 12:18 Uhr: Bericht: Zahl der Kirchenaustritte in Großstädten um 17 Prozent gestiegen +++

In den zehn größten Städten Deutschlands sind 2018 einem Bericht zufolge im Schnitt rund 17 Prozent mehr Menschen aus den katholischen und evangelischen Kirchen ausgetreten als 2017. An der Spitze stünden Köln und Essen mit einer Steigerung von 24 Prozent, berichtete die "Zeit"-Beilage "Christ & Welt". Es folgten auf den Plätzen Berlin, Düsseldorf, Dortmund, München, Hamburg, Leipzig und Stuttgart. Schlusslicht war demnach Frankfurt am Main mit einer Steigerung von sechs Prozent im Vergleich zu 2017. Die Zahlen stammen aus Datenbanken von Amtsgerichten und Rathäusern. Ein Kirchenaustritt muss bei einem Amt erklärt werden, nicht bei der Kirche.

"Die Erschütterung hat die Menschen aus der Mitte unserer Gemeinde erreicht", sagte Thomas Sternberg, Chef des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, "Christ & Welt". Jeder Katholik spüre das in seinem eigenen Freundeskreis. Finanzskandale und der Umgang mit Missbrauchsfällen hätten zu einem enormen Vertrauensverlust geführt. "Die Bischöfe sollten da gar nichts mehr beschönigen."

+++ 12:14 Uhr: Zehn Lastwagen mit Männern, Frauen und Kinder verlassen letzte IS-Bastion +++

Zehn Lastwagen mit einigen Dutzenden Männern, Frauen und Kindern haben die letzte Bastion der Terrorgruppe Islamischer Staat in Ostsyrien verlassen. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, waren in den Lastwagen, die das Dorf Baghus im Euphrattal verließen, vor allem Männer, aber auch verschleierte Frauen und Kinder. Die entscheidende Offensive auf Baghus hatte sich zuletzt wegen der vielen Zivilisten vor Ort verzögert.

Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die das Dorf an der irakischen Grenze seit Wochen belagern, erklärten, dass sie zunächst die Zivilisten herausholen wollten, bevor sie einen Angriff starten. Berichte über Verhandlungen mit den Terroristen über ihren Abzug in eine andere Region Syriens bestätigte das kurdisch-arabische Bündnis nicht. Den Dschihadisten bleibe nur die Kapitulation oder der Kampf bis zum Tod, sagten SDF-Sprecher.

+++ 12:16 Uhr: Technische Probleme: Southwest Airlines sagt Hunderte Flüge ab +++

Die US-Airline Southwest hat wegen technischer Probleme seit vergangener Woche Hunderte Flüge abgesagt. Allein gestern seien 186 Flüge gecancelt worden, berichtete der Sender CNN heute unter Berufung auf die Flug-Tracking-Seite FlightAware. Laut CNN hätten 40 Flugzeuge gewartet werden müssen. Das seien mehr als doppelt so viele wie an einem durchschnittlichen Tag. Die Probleme hätten USA-weit zu einem Domino-Effekt bei Flugausfällen geführt.

+++ 11:46 Uhr: Vattenfall: "Unglückliche Komponenten" bei Stromausfall +++

Die Behebung des großflächigen Stromausfalls im Berliner Ortsteil Köpenick birgt laut dem Energiekonzern Vattenfall Tücken. Es kämen mehrere "unglückliche Komponenten" zusammen, die man in dieser Form noch nicht gehabt habe, sagte eine Sprecherin für das Stromnetz Berlin. "Die bauliche Situation lässt wenig Spielräume." Den Ausfall wie angestrebt bis 15 Uhr am Nachmittag zu beheben, werde "sportlich". "Wir tun, was wir können." Man wolle sauber, sicher und sorgfältig arbeiten.

Längere und flächendeckendere Stromausfälle habe es in Berlin aber durchaus schon gegeben, so Klausch. Zu den Besonderheiten zähle aktuell, dass die Reparatur an der Salvador-Allende-Brücke unter sehr beengten Bedingungen stattfinde - Brücken bedeuteten immer einen Engpass. Die Baugrube biete nur Platz für vier bis sechs Arbeiter, hieß es. Die Kabel verliefen über die Brücke.

+++ 11.24 Uhr: Statue des berühmten "Times-Square-Kusses" mit #MeToo-Schriftzug beschmiert +++

Unbekannte haben eine Statue des berühmten "Times-Square-Kusses" mit einem #MeToo-Schriftzug beschmiert. Auf dem linken Bein der Frauenfigur prangt nun der Schriftzug #MeToo, wie die Polizei in Sarasota im US-Bundesstaat Florida mitteilte. Die Statue zeigt den Kuss zwischen einem US-Matrosen und einer Frau auf dem New Yorker Times Square während der Feiern zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Polizei geht davon aus, dass die Figur am Montag beschmiert wurde. Tags zuvor war der Matrose auf dem berühmten Foto, George Mendonsa, im Alter von 95 Jahren verstorben.

Eingefangen hatte die Szene am 14. August 1945 auf dem Times Square der Fotograf Alfred Eisenstaedt für das Magazin "Life". Die Statue war nach Florida ausgeliehen worden. Der Schaden wird auf rund tausend Dollar geschätzt. Die in den USA ausgelöste weltweite #MeToo-Bewegung richtet sich gegen sexuelle Übergriffe.

+++ 11.16 Uhr: Gericht weist AfD-Klage gegen Berliner Bürgermeister Müller zurück +++

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat eine Klage der AfD gegen den Regierenden Bürgermeister Michael Müller zurückgewiesen. Müller habe mit einem Tweet nicht gegen die Verfassung verstoßen, erklärte das oberste Gericht des Landes. In der Kurznachricht hatte Müller im Vorjahr eine gegen die AfD gerichtete Protestaktion gelobt. Die AfD hatte gegen den SPD-Politiker ein sogenanntes Organstreitverfahren angestrengt, weil sie in dem Tweet eine Verletzung ihres im Grundgesetz verankerten Rechts auf Chancengleichheit sah. Dem folgte das Gericht nicht.

Am 27. Mai 2018 hatten sich rund 5000 AfD-Anhänger in Berlin zu einer Demonstration versammelt. Unter dem Motto "AfD wegbassen" machten gleichzeitig etwa 25.000 Menschen dagegen mobil. Müller zeigte sich seinerzeit erfreut und twitterte: "Zehntausende in #Berlin heute auf der Straße, vor dem #BrandenburgerTor und auf dem Wasser. Was für ein eindrucksvolles Signal für Demokratie und #Freiheit, gegen Rassismus und menschenfeindliche Hetze."

+++ 10.56 Uhr: Weiteres Mitglied verlässt britische Labour-Partei +++

Aus Protest gegen den Parteivorsitzenden Jeremy Corbyn hat ein achtes Mitglied die britische Labour-Partei verlassen. Corbyn habe "diese Plage des Antisemitismus in unserer Partei eingeführt oder zugelassen", sagte die Unterhausabgeordnete Joan Ryan dem Rundfunksender BBC. Der Antisemitismus habe "die Partei vollständig infiziert". Zudem habe sie den Eindruck, dass Corbyn "einem harten Brexit Vorschub leistet", kritisierte Ryan.

Am Montag waren sieben Labour-Mitglieder aus der Oppositionspartei ausgetreten. Sie begründeten ihren Schritt ebenfalls mit dem Umgang Corbyns mit dem EU-Austritt und mit den Antisemitismus-Vorwürfen. Die Abgeordneten Chuka Umunna, Luciana Berger, Ann Coffey, Angela Smith, Chris Leslie, Mike Gapes und Gavin Shuker bilden im Unterhaus nun eine unabhängige Fraktion. Umunna hat angekündigt, eine neue Partei der politischen Mitte gründen zu wollen.

+++ 10.44 Uhr: Für Grönemeyer war Treffen mit Fotografen "wie Anschlag" +++

Musiker Herbert Grönemeyer hat eine Begegnung mit zwei Pressefotografen auf dem Flughafen Köln/Bonn wie einen "Anschlag" empfunden. "Ich war schwerstens geschockt, es war wie ein Anschlag", sagte der Sänger als Zeuge in einem Strafprozess vor dem Landgericht Köln. "Das hat mich bestimmt Monate begleitet." Grönemeyer bestritt, die beiden Fotografen in der anschließenden Auseinandersetzung geschlagen, gewürgt oder gar verletzt zu haben. "Ich werd' ja nicht übergriffig", sagte er. 

Die beiden Fotografen sind angeklagt, Grönemeyer falsch beschuldigt zu haben. Sie hatten ihm vorgeworfen, sie bei der Auseinandersetzung auf dem Flughafen attackiert und verletzt zu haben. Diese Vorwürfe wiederholten sie im Prozess erneut.

+++ 10.42 Uhr: Regierung will Zoll im Kampf gegen Schwarzarbeit stärken +++

Im Kampf gegen Schwarzarbeit unter anderem auf dem Bau soll der Zoll mehr Kompetenzen erhalten. Einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums beschloss das Kabinett heute in Berlin. Schon heute können die Beamten von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit kontrollieren, ob bei Dienstleistungen illegale Beschäftigung oder Schwarzarbeit im Spiel ist. Künftig sollen sie laut Finanzministerium auch Fälle prüfen können, bei denen Leistungen noch nicht erbracht, aber schon geplant worden sind. Auch bei vorgetäuschten Leistungen, mit denen etwa Sozialleistungen erschlichen werden sollen, sollen die Zollbeamten künftig eingreifen dürfen.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte vor kurzem angekündigt, der Zoll solle alle nötigen Mittel zur Bekämpfung von organisierter Kriminalität bekommen. Die Finanzkontrolle sollte nach diesen früheren Angaben von aktuell 7500 auf mehr als 10.000 Stellen aufgestockt werden.

+++ 10.25 Uhr: Bei Lawinenabgang in der Schweiz verletzter Franzose gestorben +++

Ein bei dem Lawinenabgang in der Schweiz gestern schwer verletzter Mann hat das Unglück nach Polizeiangaben nicht überlebt. Der 34 Jahre alte Franzose starb im Krankenhaus. Drei weitere Personen waren bei Crans Montana leicht verletzt aus den Schneemassen gerettet worden. Ob es sich bei diesen Opfern um Einheimische oder Touristen handelte, konnte die Polizei bislang nicht sagen. Die Lawine war auf eine befahrene Skipiste niedergegangen.

+++ 10.19 Uhr: Kabinett beschließt Pläne für weniger Lebensmittelabfälle +++

Die Bundesregierung will die Lebensmittelabfälle in Deutschland verringern und Wirtschaft und Verbraucher dafür stärker einbeziehen. Das sieht eine Strategie von Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) vor, die das Kabinett heute beschlossen hat. Vorgesehen ist unter anderem, mit Unternehmen, Verbänden, Ländern und Wissenschaft konkrete Maßnahmen auf freiwilliger Basis zu erarbeiten - zum Beispiel bei Lieferprozessen oder mit passenderen Portionsgrößen in Restaurants. Vor allem Jugendliche und junge Familien sollen mit Informationen über das Internet stärker sensibilisiert werden.

Klöckner betonte das Regierungsziel, Lebensmittelabfälle auf Ebene von Einzelhandel und Verbrauchern bis 2030 zu halbieren. Das soll auch zum Klimaschutz beitragen. Bisher werden laut Studien jährlich elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen - von Privathaushalten, in der Lebensmittelbranche, im Handel und der Gastronomie. Auf die Verbraucher entfallen demnach pro Kopf 55 Kilogramm im Jahr.

+++ 9.55 Uhr: Hunderte Schüler fliehen nach Gewalt in indonesischer Unruheprovinz Papua +++

In der indonesischen Provinz Papua sind hunderte Schüler vor anhaltenden Kämpfen geflohen. Mehr als 400 Schüler aus dem Bezirk Nduga seien in den Nachbarbezirk Jayawijaya gebracht worden, teilten die Nichtregierungsorganisation Humanitäre Helfer für Nduga und eine örtliche Bildungsbehörde mit. Einige der Schüler seien traumatisiert. Sie seien geflohen, als uniformierte Soldaten in ihre Schule gekommen seien.

Die Lage in der Unruheprovinz hat sich seit einem Massaker an 16 Bauarbeitern durch separatistische Rebellen Anfang Dezember zugespitzt. Seitdem kam es immer wieder zu Zusammenstößen. Nach unbestätigten Berichten von Bewohnern und Aktivisten sollen Soldaten Brände gelegt, Zivilisten und ihre Haustiere bedroht und getötet haben. Dutzende Bewohner sind mutmaßlich in Nachbarbezirke oder in den Dschungel geflohen. 1961 hatte Papua einseitig seine Unabhängigkeit von Indonesien erklärt. Zwei Jahre später übernahm Indonesien gewaltsam die Kontrolle über die Region und annektierte sie 1969 offiziell. 

+++ 9.44 Uhr: Väter arbeiten häufiger als Männer ohne Kinder +++

Väter im Alter zwischen 18 und 64 Jahren arbeiten häufiger als Männer ohne Kinder. 91 Prozent der Väter in dieser Altersgruppe gehen einer Erwerbstätigkeit nach, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbadenunter Bezug auf auf Ergebnisse des Mikrozensus mitteilte. Hingegen arbeiten von den Männern ohne Kinder in der gleichen Altersgruppe lediglich 77 Prozent. Die Quote der arbeitenden Frauen unterscheidet sich nicht deutlich, sobald sie Kinder haben: 71 Prozent der Mütter zwischen 18 und 64 Jahren gehen arbeiten. Frauen ohne Kinder gehen zu 74 Prozent einer Beschäftigung nach. Väter arbeiten zu 94 Prozent in Vollzeit. Bei Müttern sind es mit 34 Prozent deutlich weniger. Auch Frauen ohne Kinder arbeiten deutlich weniger in Vollzeit (67 Prozent) als Männer ohne Kinder (88 Prozent).

Das Statistische Bundesamt zählt im Mikrozensus Väter und Mütter, die mit ihren Kindern in einem Haushalt wohnen. Es wurden nur Väter berücksichtigt, die tatsächlich arbeiten, sich also nicht in Elternzeit befinden. 2017 befand sich ein halbes Prozent aller Väter zwischen 18 und 64 Jahren in Elternzeit.

+++ 9:15 Uhr: China sperrt Tibet bis April für ausländische Touristen +++

Kurz vor dem 60. Jahrestag der Flucht des Dalai Lama aus Tibet hat China ausländischen Touristen Reisen in die Region untersagt. Wie mehrere chinesische Reiseagenturen der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch bestätigten, sollen Ausländer bis zum 1. April nicht mehr einreisen dürfen. Die notwendige Genehmigung werde erst zu diesem Datum wieder erteilt.

Der Ku Klux Klan hat eine lange Historie als rassistischer und auch gewalttätiger Rechtsradikalen-Bund. Dieses Bild von 2016 zeigt einen Teilnehmer einer Neonazi-Demonstration im US-Bundesstaat Georgia.

Der Ku Klux Klan hat eine lange Historie als rassistischer und auch gewalttätiger Rechtsradikalen-Bund. Dieses Bild von 2016 zeigt einen Teilnehmer einer Neonazi-Demonstration im US-Bundesstaat Georgia.

DPA

+++ 9:11 Uhr: US-Zeitungsherausgeber ruft Ku-Klux-Klan zu Lynchmorden an "Establishment" auf +++

Der Aufruf eines Herausgebers eines Lokalblatts in Alabama zum Lynchmord an liberalen Politikern in Washington durch den Ku-Klux-Klan hat in den USA Empörung ausgelöst. Nach heftiger Kritik an seinem Leitartikel zeigte sich Goodloe Sutton wenig einsichtig. Vielmehr legte der 79-Jährige in einem Interview mit einer anderen Zeitung des US-Südstaats nochmal nach.

In seinem am 14. Februar veröffentlichten Leitartikel für die Wochenzeitung der Kleinstadt Linden, "The Democrat-Reporter", hatte Sutton geschrieben, es sei an der Zeit, dass der Ku-Klux-Klan (KKK) seine nächtlichen Aktionen wieder aufnehme. "Demokraten in der Republikanischen Partei und Demokraten" in Washington seien die "wahre herrschende Klasse", sie schmiedeten im Geheimen Pläne, die Steuer in Alabama anzuheben, schrieb er.

Sutton rief den KKK dazu auf, in die "bewachten Wohnanlagen" der US-Hauptstadt einzufallen.  

+++ 9:03 Uhr: Jugendliche aus Afghanistan als blinde Passagiere in Lkw bei Wiesbaden unterwegs +++

Auf dem Rastplatz Medenbach bei Wiesbaden sind zwei Jugendliche aufgegriffen worden, die als blinde Passagiere in einem Lkw unterwegs waren. Der Fahrer eines Sattelzugs hörte bei einem Stopp Klopfgeräusche aus dem Auflieger, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die beiden Jugendlichen hatten keine Ausweise dabei. Sie sind nach eigenen Angaben 16 Jahre alt und stammen aus Afghanistan.

+++ 8:57 Uhr: Säuglingsskelett in Blumentopf entdeckt +++

Polizisten haben in einer Rostocker Wohnung in einem Blumentopf das Skelett eines Säuglings entdeckt. Zuvor war die Mieterin der Wohnung angezeigt worden, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Die 27 Jahre alte Frau wurde von einer Verwandten verdächtigt, ihr totes Kind in der Wohnung versteckt zu haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Baby "vor geraumer Zeit" geboren. Die Todesursache sei noch nicht bekannt. Bislang haben die Ermittler keinen Anhaltspunkt, dass der Säugling vorsätzlich getötet wurde.

+++ 8:46 Uhr:  Zahl der von Sanktionen betroffenen Hartz-IV-Empfänger höher als angenommen +++

Die Zahl der von Sanktionen betroffenen Hartz-IV-Bezieher ist offenbar höher als bisher bekannt. "Die Sanktionspraxis wird noch immer kleingeredet", sagte Linken-Parteichefin Katja Kipping den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie wirft der Bundesagentur für Arbeit und der Bundesregierung vor, die Zahl der Betroffenen falsch darzustellen.

Mit ihrem Vorwurf bezieht sich Kipping auf Zahlen für das Jahr 2017, die sie bei der Bundesagentur für Arbeit erfragte. Von 5,52 Millionen Hartz-IV-Empfängern seien 457.000 mindestens einmal sanktioniert worden. Das entspricht laut Kipping einer Quote von 8,3 Prozent. Bei Empfängern unter 25 Jahren liege die Quote bei rund neun Prozent. Damit würden fast jedem Elften die Leistungen gekürzt. Die von der Bundesagentur für Arbeit ausgewiesene Quote habe hingegen bei 3,1 Prozent gelegen.

+++ 8.54 Uhr: Keine weitere Vermisstenmeldungen nach Lawinenabgang in Crans +++

Nach dem Abgang einer Lawine auf eine Skipiste in der Schweiz sind bei der Polizei bis zum Morgen keine weiteren Menschen vermisst gemeldet worden. Als Vorsichtsmaßnahme habe die Polizei über Nacht dennoch in den Schneemassen nach möglichen Opfern gesucht, sagte ein Polizeisprecher. Die Suche wurde dann eingestellt. 

Vier Menschen waren kurz nach dem Unglück oberhalb des Skiorts Crans Montana gestern Nachmittag verletzt befreit worden. Eine Person sei schwer verletzt. Ob es sich bei den Opfern um Einheimische oder Touristen handelte, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. 

+++ 8.50 Uhr: Warnstreiks an Hamburger Schulen und Hochschulen +++

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder sind heute in Hamburg Tarifbeschäftigte an Schulen und Hochschulen in den Warnstreik getreten. Mit dem ganztägigen Ausstand will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Zur Arbeitsniederlegung aufgerufen waren Verwaltungsangestellte in den Schulbüros, Schulhausmeister, Betriebsarbeiter, Reinigungskräfte, Erzieher und Sozialpädagogen sowie Mitarbeiter der Universität Hamburg und anderer Hochschulen.

Von dem Warnstreik erwartet die Schulbehörde keine größeren Auswirkungen auf den Unterricht, da 90 Prozent der Lehrer Beamte sind, die nicht streiken dürfen. Anders sieht es bei Erziehern und Sozialpädagogen aus. Die Ganztagsbetreuung der Kinder sei aber gewährleistet, sagte ein Sprecher. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt die Forderung ab, hat aber noch kein eigenes Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen gehen Ende des Monats in Potsdam in die dritte Runde.

+++ 8.27 Uhr: Stromversorgung in Berlin-Köpenick soll am Nachmittag stehen +++

Der großflächige Stromausfall im Berliner Ortsteil Köpenick soll nach Angaben des Energiekonzerns Vattenfall wie geplant am Nachmittag behoben sein. "Wir tun alles dafür, das Ziel um 15 Uhr einzuhalten", versicherte eine Sprecherin des Unternehmens. Mehrere Arbeiter seien mit der Reparatur der Stromleitungen an der Salvador-Allende-Brücke beschäftigt. Schwierig sei, dass bei einer Bohrung neben dem Hauptkabel auch das Ersatzkabel beschädigt worden sei. Beide Kabel liegen nach Angaben der Sprecherin etwa einen Meter von einander entfernt unter der Erde. Die Reparaturarbeiten würden dadurch erschwert, dass es sich um eine enge Baustelle handele. 

Bauarbeiten an der Brücke hatten gestern Mittag zu einem großflächigen Stromausfall in Berlin-Köpenick geführt. Etwa 31.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe wurden vom Stromnetz abgeschnitten.

+++ 8.16 Uhr: Großbritannien will junger IS-Anhängerin Staatsbürgerschaft entziehen +++

Die britische Regierung will einer jungen Britin, die sich dem IS in Syrien angeschlossen hatte und nun zurück nach Hause will, die Staatsbürgerschaft entziehen. Die Familie von Shamima Begum sei "sehr enttäuscht" darüber teilte ein Anwalt der Familie auf Twitter mit. Laut Medienberichten geht London davon aus, dass Begum Anspruch auf die Staatsbürgerschaft Bangladeschs hat, da ihre Familie ursprünglich von dort stammt. "Um dieses Land zu schützen", habe das Innenministerium die Befugnis, jemandem die britische Staatsbürgerschaft abzusprechen, wenn die Person nicht in die Staatenlosigkeit entlassen werde, zitierte die Nachrichtenagentur Press Association das Innenministerium. Zu Einzelfällen wolle dieses sich nicht äußern.

Um Begum gibt es in Großbritannien seit Tagen eine heftige Debatte. Sie hatte vor vier Jahren Schlagzeilen in der britischen Presse gemacht, als sie als damals 15-Jährige mit zwei Freundinnen über die Türkei nach Syrien gereist war, um sich der IS-Miliz anzuschließen. Am Wochenende brachte sie in einem kurdischen Gefangenenlager im Nordosten Syriens ein Kind zur Welt. Sie appellierte an die britischen Behörden, "Mitgefühl" zu zeigen und ihr zu erlauben, das Kind in Großbritannien aufzuziehen. Zugleich zeigte sie keinerlei Reue über ihre Entscheidung, sich dem Islamischen Staat angeschlossen zu haben.

IS-Kämpfer Martin Lemke: "Ich habe niemanden geköpft"

+++ 8.07 Uhr: Lawinenabgang von Crans - Suche nach Verschütteten ohne Erfolg +++

In der Schweiz haben Rettungskräfte auch in der Nacht nach Verschütteten einer Lawine gesucht. Weitere Opfer wurden nach Angaben der Polizei bislang nicht gefunden. Kurz nach dem Abgang der Lawine hatten Retter vier Verletzte geborgen. Eine Person war im kritischen Zustand. Wie viele Personen noch vermisst werden, teilten die Behörden nicht mit. 

Die Lawine hatte gestern Nachmittag oberhalb des Skiorts Crans Montana eine freigegebene Skipiste auf einer Länge von mehreren hundert Metern unter Schneemassen begraben. Das Wetter war bestens, der Lawinenwarndienst hatte die Gefahr eines Abgangs als gering eingeschätzt. Ermittler prüfen, ob Skifahrer abseits der Pisten die Lawine ausgelöst haben.

+++ 7.21 Uhr: Ausgestorben geglaubte Riesenschildkröte auf Galápagos entdeckt +++

Auf den Galápagos-Inseln ist ein lebendes Exemplar einer ausgestorben geglaubten Riesenschildkröte entdeckt worden. Das erwachsene Weibchen der Unterart Chelonoidis Phantasticus sei auf der Insel Fernandina beobachtet worden, teilte Umweltminister Marcelo Mata auf Twitter mit. Die Entdeckung sei während einer vom Galápagos-Nationalpark und der US-Umweltorganisation Galápagos Conservancy organisierten Expedition gemacht worden. Die Riesenschildkröte Chelonoidis Phantasticus galt seit mehr als einem Jahrhundert als ausgestorben. Sie kommt nur auf der unbewohnten Insel Fernandina vor. Als ausgestorben gelten auch die einst auf den Galápagos-Inseln heimischen Riesenschildkröten Chelonoidis spp von der Insel Santa Fé und Chelonoidis abigdoni von der Insel Pinta.

Eine Galápagos-Schildkröte der Art Chelonoidis Nigra. Ihre ausgestorben geglaubte Verwandte Phantasticus wurde jetzt entdeckt

Eine Galápagos-Riesenschildkröte der Unterart Chelonoidis Nigra. Ihre bislang ausgestorben geglaubte Verwandte Chelonoidis Phantasticus wurde nun auf der Galápagos-Insel Fernandina entdekct.

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Die Galápagos-Inseln, ein isoliert im Pazifik gelegenes Archipel, beherbergen weltweit die größte Zahl an endemischen Arten - also Arten, die nur dort vorkommen. Ein Besuch der Inseln und ihrer einzigartigen Tierwelt im Jahr 1835 inspirierte den britischen Wissenschaftler Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie. Seit 1979 gehört die Inselgruppe zum Unesco-Weltnaturerbe.

+++ 6.52 Uhr: Pink-Floyd-Sänger Waters kritisiert geplantes Benefizkonzert für Venezolaner +++

Pink-Floyd-Sänger Roger Waters hat das vom britischen Milliardär Richard Branson geplante Benefizkonzert zugunsten der venezolanischen Bevölkerung scharf kritisiert. Branson sei auf einen "Trick" der USA hereingefallen, sagte Waters in einem auf Twitter veröffentlichten Video. "Es hat nichts mit den Bedürfnissen der venezolanischen Bevölkerung zu tun, es hat nichts mit Demokratie zu tun, es hat nichts mit Freiheit zu tun, es hat nichts mit Hilfe zu tun." Branson organisiert am Freitag in der kolumbianischen Stadt Cúcuta an der Grenze zu Venezuela ein großes Konzert mit Stars wie Ex-Genesis-Frontmann Peter Gabriel und dem puerto-ricanischen Sänger Luis Fonsi ("Despacito"). Die Einnahmen sollen der notleidenden venezolanischen Bevölkerung zu Gute kommen. Auch soll Druck auf die venezolanische Führung ausgeübt werden, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. 

"Wollen wir wirklich, dass Venezuela zu einem neuen Irak, Syrien oder Libyen wird", fragte Pink-Floyd-Sänger Waters jetzt mit Blick auf andere US-Militäreinsätze. "Ich nicht, und das venezolanische Volk auch nicht." Er habe Freunde in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Anders als von den USA behauptet gebe es "keinen Bürgerkrieg, kein Chaos, keinen Mord, keine offensichtliche Diktatur, keine Masseninhaftierung der Opposition, keine Unterdrückung der Presse".

+++ 4.59 Uhr: Stromausfall in Berlin-Köpenick sorgt auch heute für Behinderungen +++

Ein großflächiger Stromausfall in Berlin-Köpenick wird auch heute für erhebliche Behinderungen sorgen. Schulen und Kitas in den betroffenen Ortsteilen werden den Tag über geschlossen bleiben, wie das Bezirksamt Treptow-Köpenick mitteilte. Die Stromversorgung dürfte erst am Nachmittag wiederhergestellt werden. Bei Bauarbeiten in Köpenick waren gestern Stromkabel beschädigt worden. Nach Angaben der Feuerwehr waren von dem Stromausfall rund 30.000 Haushalte betroffen. Weil auch das Telefonnetz betroffen sein konnte, wurden Bürger aufgerufen, sich in Notfällen direkt an die nächstgelegene Feuerwache oder Polizeidienststelle zu wenden. Die Behörden richteten zudem Anlaufstellen für Anwohner ein.

Der Stromausfall löste eine Großeinsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) aus. Aus dem Krankenhaus Köpenick wurden 23 Patienten in andere Einrichtungen notverlegt, wie die Berliner Feuerwehr am frühen Morgen via Twitter mitteilte. Die Stromversorgung im Krankenhaus konnte mit Hilfe des THW wieder hergestellt werden.

+++ 4.25 Uhr: Trump will Rosen zum neuen Vize-Justizminister küren +++

US-Präsident Donald Trump will Jeffrey Rosen zum neuen Vize-Justizminister und damit zum Nachfolger von Rod Rosenstein machen. Das kündigte das Weiße Haus an. Rosen ist derzeit stellvertretender Verkehrsminister. Rosenstein hatte die Russland-Untersuchungen vom Sonderermittler Robert Mueller beaufsichtigt. Nachdem in vergangene Woche der von Trump vorgeschlagene Jurist William Barr vom US-Senat als neuer Justizminister bestätigt worden war, war auch der Rückzug Rosensteins im März erwartet worden. 

Schon im vergangenen September hatte es Medienberichte gegeben, wonach Rosenstein 2017 - im Zuge des Rauswurfs des damaligen FBI-Direktors James Comey - vorgeschlagen haben soll, Trump heimlich abzuhören und einen Prozess zur vorzeitigen Absetzung des Präsidenten anzustoßen. Rosenstein hatte das zurückgewiesen. Das Team um Mueller geht der Frage nach, ob es bei den mutmaßlich russischen Versuchen der Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 geheime Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampflager gab. Für Trump sind die Ermittlungen höchst unangenehm. Er geißelt sie regelmäßig als "Hexenjagd".

+++ 4.04 Uhr: Bahn baut an bis zu 800 Stellen gleichzeitig +++

Bahnkunden müssen auch in diesem Jahr mit zahlreichen Baustellen im deutschen Netz rechnen. In Spitzenzeiten werde es 800 Baustellen gleichzeitig geben, kündigte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla an. Neben Instandhaltungsvorhaben würden allein rund 50 Neu- und Ausbauprojekte geplant oder umgesetzt. In das Schienennetz und die Bahnhöfe fließt die Rekordsumme von 10,7 Milliarden Euro, vergangenes Jahr waren es 9,4 Milliarden Euro gewesen. Der Anstieg geht zum Teil auch auf höhere Baupreise zurück. Den Großteil der Summe übernimmt der Bund.

Einschränkungen für die Fahrgäste sollen möglichst gering gehalten werden. "Wir bekommen das Fahren und Bauen immer besser in den Griff", sagte Pofalla. So würden mehr Bauleute eingesetzt, häufiger Hilfsbauwerke errichtet und mehr nachts gearbeitet - damit die Züge frühzeitig wieder rollen können. Ein besonderes Augenmerk liegt nach Pofallas Angaben darauf, die Flaschenhälse im Netz zu weiten - etwa durch neue Weichen und Überholgleise. Besonders voll sind die Strecken zwischen Köln und Dortmund, Fulda und Mannheim, Würzburg und Nürnberg sowie rund um Hamburg.

+++ 3.24 Uhr: Nasa bietet Wetterberichte vom Mars an +++

Wer wissen möchte, wie das Wetter auf dem Mars war, kann nun online nachschauen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa teilte mit, die Sonde "InSight" liefere täglich Wetterberichte vom roten Planeten, die auf einer Webseite der Behörde veröffentlicht würden. Die aktuellsten Daten stammen vom Sonntag: Die Höchsttemperatur lag bei knapp minus 17 Grad Celsius, die Tiefsttemperatur bei minus 95 Grad, der Wind blies mit maximal rund 62 Kilometern pro Stunde aus südwestlicher Richtung. Don Banfield von der Cornell Universität in Ithaca, der die Wissenschaftsabteilung von "InSight" leitet, sagte: "Das gibt einem das Gefühl, einen außerirdischen Ort zu besuchen. Der Mars hat bekannte atmosphärische Phänomene, die sich deutlich von denen auf der Erde unterscheiden."  

"InSight" war am 26. November auf dem Mars gelandet. Die Sonde ist ein 360 Kilogramm schwerer Roboter, der nicht rollt, sondern an einem Ort bleibt. Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure "InSight"-Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Er sollte nur 90 Tage arbeiten : 15 Jahre lieferte der kleine Roboter Bilder vom Mars – bis ein Sandsturm seine Mission beendete
Der Mars-Rover "Opportunity" greift mit seinem Gelenkarm nach einem Stein, um diesen zu untersuchen. Der Roboter lieferte 2004 die ersten Belege dafür, dass es früher Wasser auf dem Roten Planeten gegeben haben muss.

Der Mars-Rover "Opportunity" greift mit seinem Gelenkarm nach einem Stein, um diesen zu untersuchen. Der Roboter lieferte 2004 die ersten Belege dafür, dass es früher Wasser auf dem Roten Planeten gegeben haben muss.

DPA

+++ 0.39 Uhr: Trump unterzeichnet Dekret zur Gründung von Weltraumstreitkräften +++

US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Schaffung eigener Weltraumstreitkräfte -  einer sogenannten Space Force - unterzeichnet. "Wir müssen vorbereitet sein", sagte Trump im Weißen Haus. "Meine Regierung hat die Schaffung einer Space Force zu einer Frage der nationalen Sicherheit gemacht." Den Plänen zufolge sollen die Weltraumstreitkräfte künftig als eigenständiger sechster Arm des US-Militärs bestehen, neben dem Heer, der Marine, dem Marinekorps, der Luftwaffe und der Küstenwache. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums kündigte an, das Pentagon werde in den kommenden Woche einen Gesetzesvorschlag vorlegen.

Trump hatte wiederholt die Schaffung von Weltraumstreitkräften gefordert. Der US-Präsident will den Weltraum dominieren und sieht die USA dabei in Konkurrenz zu Russland und China. Tatsächlich spielt der Weltraum bei Verteidigung und moderner Kriegsführung bereits heute eine große Rolle, etwa durch satellitengestützte Technologie. Die Pläne des Präsidenten für eine eigenständige Space Force sind aber bei vielen Abgeordneten und Pentagon-Vertretern auf Skepsis gestoßen. Sie warnen vor hohen Kosten und zusätzlicher Bürokratie.

+++ 0.02 Uhr: "Gorch Fock"-Werft steht vor der Insolvenz +++

Die Elsflether Werft, in der das Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" repariert wird, steht einem Medienbericht zufolge vor der Insolvenz. Die Geschäftsführung wolle heute bei Gericht Insolvenz anmelden, berichtete das ARD-Hauptstadtstudio nach einem Termin der Geschäftsführung im Bundesverteidigungsministerium. Demnach hat die Werft Außenstände in zweistelliger Millionenhöhe. Mehrere Subunternehmer hätten seit Monaten kein Geld erhalten.

Die "Gorch Fock" liegt seit 2016 in der Elsflether Werft im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch und wird überholt. Die Kostenexplosion bei der Sanierung hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Bedrängnis gebracht. Im Dezember ordnete die Marine einen vorläufigen Zahlungsstopp an. Bis zu diesem Zeitpunkt waren dem Verteidigungsministerium zufolge 69,5 Millionen Euro in die Restaurierung des Ausbildungsschiffs geflossen.

mad / anb / DPA / AFP