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Ausbreitung der Schweinegrippe: EU erwartet Todesopfer in Europa

Die WHO hat ihre Pandemie-Warnung erneut hochgestuft und die EU befürchtet schwerwiegende Folgen der Schweinegrippe auch in Europa: "Es ist nicht die Frage, ob Menschen sterben werden, sondern wie viele", warnt der Generaldirektor für Gesundheit, Robert Madelin.

Die EU-Kommission rechnet mit Todesopfern durch die Schweinegrippe auch in Europa. "Menschen werden dadurch sterben, es ist nicht die Frage, ob Menschen sterben werden, sondern wie viele", sagte der EU-Generaldirektor für Gesundheit, Robert Madelin, der Nachrichtenagentur Reuters in Brüssel. "Werden es Hunderte, Tausende oder Zehntausende sein." Zugleich bemühte sich Madelin um Beruhigung: "Wir kennen nicht das Ausmaß der Pandemie. Aber Europa ist besser vorbereitet als jemals zuvor", versicherte er. Ein Impfstoff könne innerhalb von 100 Tagen in Europa zur Verfügung stehen.

Ungeachtet der Ausweitung der Schweinegrippe wird die Europäische Union Madelin zufolge keine Aussetzung des Flugverkehrs zwischen Europa und den USA und Mexiko vorschlagen. Stattdessen sollten Reisende zu Vorsicht aufgerufen werden. Wegen der rasanten Ausbreitung der Schweinegrippe kommen die EU-Gesundheitsminister heute zu einem Sondertreffen in Luxemburg zusammen. Die Minister der 27 EU-Mitgliedstaaten wollen ein gemeinsames Vorgehen bei der Bekämpfung der Krankheit und mögliche Reisewarnungen beraten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Mittwochabend ihre Pandemie-Warnung um einen Rang auf die zweithöchste Stufe fünf angehoben. Es war bereits die zweite Verschärfung seit Anfang der Woche. Die Ausrufung der Phase 5 sei ein starkes Signal, dass eine Pandemie bevorstehe und die Zeit für einen Abschluss der Organisation und Umsetzung der geplanten Schutzmaßnahmen kurz sei, heißt es in den Erläuterungen der UN-Organisation. Das Europäische Seuchenkontrollzentrum (ECDC) in Stockholm nannte die Erhöhung der Alarmstufe eine angemessene Antwort auf die Entwicklung der Lage. Grund seien die anhaltenden Übertragungen des Erregers von Mensch zu Mensch in Mexiko und den USA.

Unterdessen erhöhte sich in Mexiko die Zahl der Schweinegrippe-Todesopfer auf acht. Auch die Zahl der mit dem mutierten H1N1-Virus Infizierten habe sich von bisher 49 auf 91 erhöht, teilte Gesundheitsminister José Ángel Córdova am Mittwochabend mit. 84 Verdachtsfälle würden derzeit noch untersucht. Die mexikanische Regierung ordnete eine mehrtägige Schließung aller Unternehmen an, deren Waren oder Dienstleistungen für die Versorgung der Allgemeinheit nicht unbedingt nötig sind. Die auf fünf Tage angesetzte Maßnahme solle dazu dienen, Menschenansammlungen zu vermeiden, bei denen der Schweinegrippe-Erreger sich weiter ausbreiten könnte. Ausgenommen seien Lebensmittel- und Verkehrsbetriebe sowie die öffentliche Gesundheitsversorgung und der Finanzsektor.

Nach Angaben des Nationalen Epidemiologischen Zentrums ist es inzwischen gelungen, den Ursprung der Infektionskette in Mexiko ausfindig zu machen. Der erste Fall sei Anfang April in der Ortschaft Perote im Staat Veracruz aufgetreten. Medienberichten zufolge handelte es sich um einen fünf Jahre alten Jungen, der sich ohne ärztliche Behandlung wieder vollständig erholt habe.

US-Präsident Barack Obama sprach sich am Mittwochabend gegen eine Schließung der Grenze zu Mexiko wegen der Schweinegrippe aus. "Das wäre, als schließt man das Scheunentor, nachdem die Pferde ausgerissen sind", sagte er. Das Virus sei bereits in den USA. Deshalb mache eine Schließung der Grenzen keinen Sinn.

Auch in Peru und in der Schweiz wurde mittlerweile je ein Fall von Schweinegrippe gemeldet In der Schweiz handelt es sich um einen jungen Mann, der am Montag wegen Verdachts auf eine Erkrankung im Kantonsspital Baden auf eine Isolierstation gebracht worden war, wie die Klinik am Donnerstag mitteilte. Die Gesundheitsbehörden hatten am Mittwochnachmittag zunächst Entwarnung gegeben und den Mann nach Hause entlassen. Später bestätigte sich jedoch die Infektion mit der Schweinegrippe. Unmittelbar nach Eintreffen eines zweiten, positiven Laborergebnisses sei der Patient erneut in die Klinik eingewiesen worden.

In Spanien wurde das Virus erstmals in Europa auch bei einem Patienten nachgewiesen, der nicht in Mexiko gewesen war. Er habe sich vermutlich bei seiner ebenfalls erkrankten Lebensgefährtin angesteckt, die das Virus aus Mexiko eingeschleppt habe, teilten die Behörden mit. Spanien hat derzeit 10 Schweinegrippefälle nachgewiesen. Großbritannien hat fünf Fälle gemeldet, Deutschland drei und Österreich einen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bestätigte in der ARD neue Verdachtsfälle in Deutschland. "Wir haben drei neue Verdachtsfälle, so dass insgesamt im Moment zehn Verdachtsfälle überprüft werden", so die Ministerin.

Reuters/DPA/AP / AP / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.