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"Ping An" in China geboren Geklonte Katze in China soll bei Krankheiten helfen

Geklonte Katze in China soll bei Krankheiten helfen
Ein weiß-graues Kätzchen soll während der weltweiten Pandemie Glück und Wohlbefinden bringen (Symbolbild)
© OKSANA SHUFRYCH / Picture Alliance
"Ping An" ist eine geklonte Katze. Und zwar bereits die Zweite in China. Sie soll nun bei Krankheiten von Katzen helfen. Außerdem soll sie den Menschen während der Pandemie Glück bringen.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de 

Sie sieht wie eine ganz gewöhnliche Babykatze aus. Dabei ist dieses süße Tier aus dem Reagenzglas. Denn "Ping An" – übersetzt Sicherheit – ist eine geklonte Katze. Und zwar bereits die Zweite in China. Sie kam im Dezember auf die Welt und soll nun bei Krankheiten von Katzen helfen. 

Gerade mal 74 Gramm wiegt die kleine Miezekatze. Sie ist an Heiligabend an der Qingdao Agricultural Universität in der chinesischen Provinz Shandong zur Welt gekommen. Die Forscher hoffen, dass Ping An gesund bleibt und möglicherweise auch das Verständnis des Menschen für Katzenkrankheiten und ihre Heilmittel fördert. Außerdem soll das weiß-graue Kätzchen während der weltweiten Pandemie Glück und Wohlbefinden bringen.

Zhao Minghui leitet die Forschung über die geklonte Katze und erzählt, er sei während des Studiums auf diese Idee gekommen. Wenn Menschen in seiner Umgebung geliebte Haustiere verloren haben, machte es den Professor nachdenklich und er wollte eine Lösung für solche Ereignisse. "Damals dachte ich, wenn ich die Klontechnologie nutzen könnte, um ihre Hunde wieder zum Leben zu erwecken, wäre das eine sinnvolle Aufgabe", erzählt Minghui. 2016 habe er zum ersten Mal erfolgreich ein Tier geklont – einen Polizeihund.

89 befruchtete Embryonen in Leihmütter gesetzt

Mit dem Projekt, auch Katzen zu klonen, begann der 35-Jährige im Juni 2020. Dafür suchte er sich mit seinem Team eine Hauskatze aus, die zur Sterilisation ins Krankenhaus kam. Von genau diesem Tier nahmen die Forscher ein Stück Haut von der Größe eines Fingernagels, um damit an dem Klon arbeiten zu können. Die Zellen wurden aus der Haut entnommen und im Labor befruchtet. Ein weiterer Spender gab die genetischen Zellen dazu. Ein verarbeiteter Embryo wurde dann in den Körper einer weiblichen Katze gesetzt, die als Ersatzmutter diente. Insgesamt "produzierte" das Team 89 Embryonen und drei von sieben Leihmüttern wurden dadurch schwanger. "Der Klon und der Spender teilen dieselbe Genetik und sehen identisch aus", sagt Zhao Minghui. Ihre Charaktere können sich aber voneinander unterscheiden.

"Ping An" in China geboren: Geklonte Katze in China soll bei Krankheiten helfen

Durch seine Forschung möchte Minghui nun Studien über Katzenkrankheiten und den Schutz gefährdeter Arten bei Katzen durchführen, damit bessere Heilmittel erforscht und produziert werden können und die Tiere dadurch länger leben. "Katzen sind wichtige Haustiere. Und es gibt viele Erbkrankheiten und Infektionskrankheiten bei Katzen. Die Einrichtung des Systems mit Katzenklonen wird für uns ein wichtiges Instrument zur Entwicklung der Medizin sein", erklärt er. So könnten laut Minghui genetisch gezüchtete Katzen auf die Welt kommen, die keine spezifischen Krankheiten haben.

RTL.de

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