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Kenia schließt Grenzen für Reisende aus Ebola-Gebieten

Ab Mittwoch will Kenia keine Menschen aus Sierra Leone, Liberia oder Guinea einreisen lassen. Die Regierung hat Angst vor einem Ausbruch des tödlichen Ebola-Virus.

Aus Ländern, in denen das Ebola-Virus tobt, soll es ab Mittwoch keine Flüge mehr nach Kenia geben

Aus Ländern, in denen das Ebola-Virus tobt, soll es ab Mittwoch keine Flüge mehr nach Kenia geben

Wegen der Ebola-Epidemie schließt Kenia ab Mittwoch seine Grenzen für Reisende aus den am schlimmsten betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea. Das teilte die kenianische Regierung am Samstag mit. Ebenfalls ab Mittwoch wird es keine Flüge von Kenya Airways in die Hauptstädte Liberias und Sierra Leones, Monrovia und Freetown geben. Zu Guineas Hauptstadt Conakry unterhält Kenias nationale Fluggesellschaft keine Verbindung.

Der kenianische Gesundheitsminister James Macharia begründete die Maßnahmen, die ab Dienstag um Mitternacht in Kraft treten, mit der "Sorge um die Volksgesundheit". Unterdessen bestätigte der staatliche Gesundheitsdienst, dass in Kenia noch kein Ebolafall aufgetreten sei. Vier Verdachtsfälle seien alle negativ getestet worden.

Das Ebola-Virus tauchte zunächst zu Jahresbeginn in Guinea, im Grenzgebiet zwischen Sierra Leone und Liberia, auf. Es verbreitete sich rasch in beiden Staaten und erreichte schließlich Nigeria. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die Seuche vor einer Woche zum internationalen Gesundheitsnotfall und stimmte dem Einsatz bislang unerprobter Medikamente in den am schlimmsten betroffenen Staaten zu. Am 13. August meldete die WHO, dass bislang mehr als 1100 Menschen an dem Virus gestorben sind. 380 Tote gab es demnach in Guinea, 413 in Liberia, 348 in Sierra Leone und vier in Nigeria.

ono/AFP/AFP

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