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Tragödie in Polen: Feuer in "Escape Room": Die fünf Mädchen starben, weil die Türklinke abmontiert war

Die Todesopfer der Brandkatastrophe in einem "Escape-Room" in Polen hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Chance, den Flammen zu entkommen.

In dem "Escape Room" in der nordpolnischen Hafenstadt Koszalin starben fünf Teenager bei einem Brand

Der Ort der Tragödie am vergangenen Freitag: In dem "Escape Room" in der nordpolnischen Hafenstadt Koszalin starben fünf Teenager bei einem Brand

DPA

Nach der Brandkatastrophe in einem "Escape-Room" in Polen mit fünf Toten hat die Staatsanwaltschaft neue Ermittlungsergebnisse veröffentlicht. Demnach war es den Opfern unmöglich, den Flammen zu entkommen, als am vergangenen Freitag ein Feuer in dem Raum ausbrach, weil die Klinke an der einzigen Tür des Zimmers fehlte.

Die Türklinke an der Innenseite des "Escape-Rooms" sei abmontiert und versteckt worden, sagte der Sprecher der Behörde im nordpolnischen Koszalin, Ryszard Gasiorowski, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Sie zu finden, sei Teil des "Escape-Spiels" gewesen, bei dem Teilnehmer unter Zeitdruck Aufgaben lösen müssen, um sich aus einem geschlossenen Raum zu befreien.

"Escape-Room" wird zur tödlichen Falle

"Einen anderen Fluchtweg als die Tür gab es nicht", erklärte Gasiorowski weiter. Die Fenster seien mit Rigips versperrt gewesen. Die fünf 15 Jahre alten Mädchen, die einen Geburtstag feierten, hätten daher keine Chance gehabt, sich aus dem geschlossenen Raum selbst zu befreien.

Auch von außen verhinderten die Flammen die Rettung der Teenager. Der Brand schnitt einem Mitarbeiter des "Escape-Rooms" den Weg zu den Eingeschlossenen ab. Der 25-jährige Pole, der selbst Verbrennungen erlitt, rannte auf die Straße, um Hilfe zu holen. Für die Mädchen, die nach vorläufigen Erkenntnissen an einer Rauchgasvergiftung starben, kam sie aber zu spät. Sie werden am Donnerstag beerdigt.

Der 28-jährige Besitzer des "Escape-Rooms" ist in U-Haft, ihm drohen wegen Sicherheitsverstößen und fahrlässiger Tötung bis zu acht Jahre Haft.

mad / DPA