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Tragödie in Polen Fünf Mädchen sterben bei Feuer in Escape Room

In Polen kam es zu einem Unglück bei einem Escape-Room-Spiel, bei dem fünf Personen starben.
In Polen kam es zu einem Unglück bei einem Escape-Room-Spiel, bei dem fünf Personen starben.
© Marcin Bielecki/PAP/DPA
Fünf Mädchen feiern einen Geburtstag in einem Escape-Room. Dann bricht ein Feuer aus. Der Raum wird zur tödlichen Falle. Wie konnte es zu der Tragödie kommen?

Bei einem Brand in einem Escape Room in Polen sind fünf Teenager ums Leben gekommen. Die 15-jährigen Mädchen hätten am Freitag in der Freizeiteinrichtung im nordpolnischen Koszalin Geburtstag gefeiert, sagte Innenminister Joachim Brudzinski dem Privatfernsehsender TVN24. Ein 26-jähriger Mann sei mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden, wie Feuerwehr-Sprecher Tomasz Kubiak der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Bei dem Verletzten handele es sich um einen etwa 25-Jährigen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ursache für den Brand war zunächst unbekannt. Brudzinski ordnete eine Überprüfung der Einhaltung der Brandschutzbestimmungen in allen der mehr als tausend Escape Rooms in Polen an. Nun steht die Ermittlung der Ursache im Fokus. Darüber hinaus sollen bereits am Samstag die Brandschutzmaßnahmen in allen Escape-Räumen in Polen überprüft werden, wie Brudzinski ankündigte.

Escape Rooms brauchten bislang keine Genehmigungen

In einem "Escape-Room" muss eine Gruppe unter Zeitdruck bestimmte Rätsel und Aufgaben lösen, um aus dem Raum "entkommen" zu können. Das Spiel erfreut sich in den letzten Jahren in vielen Ländern immer größerer Beliebtheit. Die Betreiber von "Escape-Rooms" müssen in Polen bislang keine besonderen Genehmigungen der Feuerwehr einholen. 

Die Behörden wollten am Freitag noch keine näheren Angaben zu dem Vorfall machen. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr brach der Brand in einem Nebenraum aus. Einer der Feuerwehrmänner vor Ort sagte der Zeitung "Gazeta Wyborcza", dass das Feuer schon in allen Räumen des Erdgeschosses gewütet habe, als die Feuerwehr angekommen sei. Das Feuer habe also allem Anschein nach den Opfern den Fluchtweg abgeschnitten. Ausgelöst wurde das Feuer nach Angaben der Zeitung wahrscheinlich durch die Explosion einer Gasflasche. Die Pressesprecherin der Koszaliner Polizei betonte jedoch, dass man noch nichts zu den Ursachen des Brandes sagen könne. 

Polens Präsident Andrzej Duda drückte auf Twitter den Familien der Opfer sein Beileid aus: "Eine verheerende Tragödie in Koszalin. Fünf fröhliche Mädchen wurden aus dem Leben gerissen", schrieb er. Den Familien der Opfer sagte Innenminister Brudzinski von der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) unbürokratische Hilfe zu.

Koszalin liegt rund 160 Kilometer westlich von Danzig (Gdansk) in der Woiwodschaft Westpommern. Der Bürgermeister der Stadt, Piotr Jedlinski, erklärte den Sonntag zu einem Trauertag


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