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Vergewaltigungsvorwürfe Bill Cosby reicht Gegenklage ein

Lange hat sich Bill Cosby nicht zu den Vorwürfen, mehrere Frauen vergewaltigt zu haben, geäußert. Jetzt wehrt sich der US-Komiker mit einer Gegenklage wegen Erpressung.

Der des sexuellen Missbrauchs bezichtigte US-Komiker Bill Cosby geht Medienberichten zufolge in die Offensive. Der 77-Jährige legte gegen die von einer 55-jährigen Kalifornierin eingereichte Klage nun Gegenklage ein, wie der Sender ABC News und das Online-Portal "TMZ.com" übereinstimmend am Donnerstagabend (Ortszeit) berichteten. Die Frau behauptet, erst vor drei Jahren erkannt zu haben, wie sehr sie das 40 Jahre zurückliegende Erlebnis traumatisiert habe. Sie wirft Cosby vor, sie damals nach einem Alkohol-Trinkspiel in Los Angeles missbraucht zu haben.

Cosbys Anwalt Marty Singer wies die Anschuldigungen mit dem Hinweis zurück, der Komiker sei bekanntermaßen seit Jahrzehnten Abstinenzler. In der Gegenklage wird der Frau vorgeworfen, den Komiker erpressen zu wollen.

20 Frauen beschuldigen Bill Cosby

Inzwischen machen etwa 20 Frauen Cosby öffentlich schwere Vorwürfe. Mehrere schilderten in Interviews, der Schauspieler habe sie willenlos gemacht. Anschließend sei es zu sexuellen Übergriffen gekommen. Zum Teil sollen sich die Vorfälle vor Jahrzehnten ereignet haben.

Öffentlich äußerte sich Cosby bisher nicht zu den Vorwürfen. Auf Twitter hatte er am Mittwoch der Sängerin Jill Scott und der Schauspielerin Whoopi Goldberg gedankt, die vor einer Vorverurteilung des Komikers warnten.

kup/DPA DPA

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