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Hells Angels und Bandidos: Frieden als "reines Medienspektakel"

Die Innenminister von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, Uwe Schünemann (CDU) und Karl Peter Bruch (SPD), befürworten trotz des Friedenschlusses von Hells Angels und Bandidos weiter ein Verbot der Rockergruppen.

Die Innenminister von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, Uwe Schünemann (CDU) und Karl Peter Bruch (SPD), befürworten trotz des Friedenschlusses von Hells Angels und Bandidos weiter ein Verbot der Rockergruppen. Der Friedensschluss der beiden Vereinigungen sei ein reines Medienspektakel und beeindrucke weder Innenministerkonferenz noch Polizei, sagte Schünemann am Mittwoch in Hannover der Nachrichtenagentur DAPD.

Zu ein Verbot der beiden Gruppen erklärte der CDU-Politiker: "Wenn entsprechende Fakten vorliegen, wird man auf jeden Fall verbieten." Öffentliche Diskussionen vor einem Verbot seien aber nicht hilfreich. Man dürfe nichts medienwirksam ankündigen, was man später nicht halten könne.

Die Polizei werde beide Gruppen unvermindert beobachten. "Mich interessieren keine Unterschriften, sondern nur Fakten", betonte Schünemann. Es gehe nicht nur um den Zwist zwischen den beiden Rockergruppen. "Das ganze hat mit organisierter Kriminalität zu tun." Beide Banden hätten bereits vor zwei Jahren einen Frieden geschlossen, der aber nur wenige Wochen gehalten habe.

Auch der rheinland-pfälzische Innenminister Bruch sprach sich für ein Verbot aus, das bundesweit umgesetzt werden müsse. Dann würden die Strukturen der straff organisierten Rockergruppen zerschlagen, sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Der angekündigte Frieden der Rockerclubs sei keine beruhigende Botschaft, "vielleicht sogar das Gegenteil", betonte Bruch. Polizei und Staatsanwaltschaft müssten den Fahndungsdruck im Rotlichtmilieu, beim Menschen- und Drogenhandel weiter erhöhen. Das vereinsrechtliche Verbot sei lediglich eine zusätzliche Überlegung zu den polizeilichen Mitteln.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnete den Friedensvertrag der Rocker als "Blendwerk, mit dem sie ihre Gewalttätigkeiten und kriminellen Machenschaften tarnen wollen". Der GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg betonte, auch für beide Rockergruppen dürfe nur der Gesellschaftsvertrag gelten, nachdem das Gewaltmonopol bei Staat und Polizei liege und Straftaten unnachgiebig verfolgt und geahndet würden.

Die Banden hätten begriffen, dass zu viele negative Schlagzeilen über Konkurrenzkämpfe ihren illegalen Geschäften schadeten. "Der sogenannte Friedensvertrag soll nur die Öffentlichkeit beruhigen und den Fahndungsdruck verringern", sagte Freiberg. Er bedeute nicht, dass die Banden nun gesetzestreu würden.

Die verfeindeten Rockerbanden hatten an Pfingsten nach jahrelangem blutigen Streit "einen Weg zu einer künftigen Koexistenz" gefunden, wie die Bandidos auf ihrer Webseite mitteilten. Für den (heutigen) Mittwochnachmittag haben die beiden Gruppen eine gemeinsame Pressekonferenz zur ihrem Friedensschluss angekündigt.

APN / APN
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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