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Wegen der Hitze: Weltkriegsgranaten vom Flohmarkt explodieren in Sammler-Garage

Im nordrhein-westfälischen Hennef an der Sieg explodierte eine Kiste mit Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Sammler hatte die Munition auf dem Flohmarkt gekauft.

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Eine zerstörte Kiste mit Granatresten liegt in der Garage eines Munitionssammlers in Hennef

Gefährliche Sammelleidenschaft: Ein Mann in Hennef an der Sieg in NRW hat aus seiner Garage ein regelrechtes Munitionsdepot gemacht. Er lagerte dort jahrzehntealte Granaten. Vermutlich wegen der großen Hitze flogen diese am Montag in die Luft, von der Garage blieben nur Trümmer zurück.

Die Explosion löste einen Brand aus und führte zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, wie die Polizei in der Nacht zu Dienstag mitteilte. Weil die Einsatzkräfte weitere Detonationen befürchteten, räumten sie mehrere Häuser. Sie fanden weitere Munition, die Sprengstoffexperten von Bundespolizei und Landeskriminalamt schließlich kontrolliert auf einem Feld sprengten.

Granaten auf dem Flohmarkt gekauft

Die Einsatzkräfte waren am Nachmittag wegen eines Explosionsgeräuschs zu einem Haus gerufen worden. Als sie dort ankamen, gab es weitere Detonationen. Eine Garage geriet in Brand. Die Gefahrenzone wurde auf 100 Meter ausgeweitet. Eine Bahnstrecke und die angrenzende Autobahn 560 wurden gesperrt. Zudem wurde der Strom in dem betroffenen Viertel abgeschaltet. Es stellte sich heraus, dass in einer großen Kiste Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert worden waren, die vermutlich durch die starke Hitze explodierten, so die Polizei.

Der 51-jährige Hausbewohner sagte, er habe die Munition auf einem Trödelmarkt erworben. Er wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird jetzt wegen möglicher Verstöße gegen das Spreng- und das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Erst am späten Montagabend konnten die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Brandexperten der Polizei ermitteln weiter die genauen Umstände.

dpa