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KLIMAGIPFEL: Treibhaus Erde

Das Weltklima erwärmt sich nach jüngsten UN-Daten bis zum Ende des Jahrhunderts um 1,4 bis 5,8 Grad im Vergleich zu 1990. Klingt wenig, hat aber verheerende Folgen für die Menschheit. In Europa etwa könnte die Hälfte der Gletscher schmelzen.

Die Klimaerwärmung hat nach Einschätzung weltweit führender Wissenschaftler verheerende Folgen für die Menschheit. Das Weltklima erwärmt sich nach jüngsten UN-Daten bis Ende des Jahrhunderts um 1,4 bis 5,8 Grad im Vergleich zu 1990. Die Welt müsse sich auf einen höheren Meeresspiegel einstellen, der bis 2100 schätzungsweise um neun bis 88 Zentimeter steigen werde, heißt es im ersten Teil des UN-Klima-Berichts, der im Januar veröffentlicht wurde. 123 Forscher hatten für das zwischenstaatliche Gremium für Klimaveränderungen (IPCC) Daten zum Klimawandel zusammengestellt.

»Es gibt neue und bessere Beweise, dass der größte Teil der Erwärmung, die in den vergangenen 50 Jahren beobachtet wurde, menschlichen Aktivitäten zuzuschreiben ist«, stellt der Bericht weiter fest. Die 90er Jahre seien sehr wahrscheinlich das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Aufzeichnungen 1861 gewesen. Neue Analysen hätten gezeigt, dass auch die Erwärmung im gerade zu Ende gegangenen Jahrhundert wahrscheinlich die höchste in den vergangenen 1 000 Jahren gewesen sei.

Seit 1750 habe die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre um 31 Prozent auf ein Niveau zugenommen, das es in 420 000 Jahren und möglicherweise sogar in 20 Millionen Jahren nicht gegeben habe.

Verheerende Folgen für Mensch und Natur

Wenn der Meeresspiegel in den nächsten 80 Jahren um 40 Zentimeter steigt, würden bis zu 200 Millionen mehr Menschen als heute von verheerenden Küstenstürmen bedroht, heißt es im zweiten Teil des IPCC-Berichtes. 900 Forscher hatten sich mit den Folgen der Erwärmung beschäftigt. In trockenen Gebieten könne es zu starkem Wassermangel kommen. 1,7 Milliarden Menschen leben bereits in Regionen, in denen Trinkwasser knapp ist.

Vor allem in Asien seien Ernten bedroht. In Europa könne die Hälfte der Gletscher schmelzen, mit bis zu 95-prozentiger Sicherheit träten mehr Flüsse öfter über die Ufer, in Südeuropa gebe es mehr Dürren und der Verlust von Feuchtgebieten bedrohe Tier- und Pflanzenarten.

Viele der Veränderungen seien bereits sichtbar. Das arktische Eis sei bereits um 10 bis 15 Prozent zurück gegangen, die Eisdecke auf Flüssen und Seen schmelze zwei Wochen früher als vor 150 Jahren. In Europa blühten Gartenpflanzen 1993 im Schnitt 10,8 Tage länger als 35 Jahre zuvor. Zugvögel ziehen später im Jahr in wärmere Gefilde und kommen früher zurück. Schmetterlinge, Käfer und Libellen finden sich in immer nördlicheren Regionen.

Dabei könnten die Treibhausgase mit den bereits vorhandenen Technologien in den kommenden 20 Jahren erheblich reduziert werden. Das berechneten die Forscher für den dritten im März veröffentlichten Teil des UN-Berichtes. Allein die Hälfte der Verringerung sei mit Mitteln zu schaffen, bei denen die daraus resultierenden Energieeinsparungen größer sind als die Kosten.

Die Wissenschaftler nennen unter anderem die Entwicklung der Brennstoffzelle, Hybridmotoren bei Autos, Windturbinen und die Nutzung von Biogas. Die Kosten für die Änderungen sind nach Einschätzung der Forscher relativ gering. Fehlender politischer Wille und mangelnde Anreize für den Umstieg auf umweltfreundliche Energiequellen machte die Umsetzung aber äußerst schwierig.

Deutschland:Beim Klimaschutz hapert's noch

Die Bundesbürger trennen vorbildlich ihren Müll und sparen Wasser - doch beim Klimaschutz zeigen die meisten bislang kaum Engagement. So sind seit der Öffnung des Strommarktes gerade einmal 50 000 Haushalte zu Anbietern von Strom aus umweltfreundlichen aber vergleichsweise teuren Quellen wie Wasser, Sonne und Wind gewechselt. Das schätzt Gero Lücking vom Hamburger Ökostrom-Anbieter Lichtblick. Der Anteil am deutschen Stromverbrauch, der direkt von reinen Ökostrom-Anbietern bezogen wird, liege derzeit bei 0,1 Prozent, sagt Professor Uwe Leprich vom Institut für ZukunftsEnergieSysteme in Saarbrücken.

Keine Trendwende gibt es auch im Straßenverkehr, der ein Großteil des »Klimakillers« Kohlendioxid (CO2) ausstößt. Die Zahl der Personenkilometer im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sei 1999 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,2 Prozent auf 89 Milliarden Kilometer gestiegen, berichtet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Köln. Der Bahn-Fernverkehr nahm laut Deutscher Bahn um ein Prozent auf 34,9 Milliarden Personenkilometer zu. Zugleich allerdings wuchs auch die Zahl der PKW-Strecken - und zwar um 0,6 Prozent auf insgesamt 536 Milliarden Kilometer.

»Klimawandel und Klimakatastrophen scheinen für die meisten Bundesbürger immer noch weit weg zu passieren«, sagt der Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Berlin, Rüdiger Rosenthal. Zwar sei vielen Menschen bewusst, dass der Klimawandel ein großes Problem werden könne. »Beim Ändern des Verhaltens hapert es aber noch.«

Die Fahrgastzahlen im ÖPNV stiegen 1999 nur um ein Prozent - für das Jahr 2000 erwartet der VDV eine ähnliche Zuwachsrate. Zugleich wuchs die Autoflotte in Deutschland zum 1. Januar 2000 um 1,7 Prozent oder 700 000 Autos auf einen Fahrzeugbestand von 42,4 Millionen Personenkraftwagen. Bis September 2000 wurden zudem 2,6 Millionen Wagen neu zugelassen.

Die PKW-Fahrer in Deutschland jagten 1999 nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) in Berlin rund 112 Millionen Tonnen des »Klimakillers« CO2 in die Luft - das waren mehr als zehn Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes in Deutschland. Tendenz weiter steigend. »Das Umweltbewusstsein der Bevölkerung ist eher zurückgegangen«, meint VDV-Sprecher Stephan Anemüller.

Fraglich erscheint zudem, ob diejenigen, die auf Bus und Bahn umsteigen, dies aus ökologischer Motivation heraus tun. Entscheidend sei wohl eher das »bessere Angebot des ÖPNV«, sagt Anemüller. Auch der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn in München, Holger Jansen, sieht eher Preisvorteile als Ursache.

Barriere durch hohe Preise

Höhere Preise dürften der Grund dafür sein, dass bislang so wenig Menschen auf umweltfreundliche Energien umgestiegen sind. Daran kann auch das von der Bundesregierung Anfang 1999 gestartete 100-000- Dächer-Solarstromprogramm bislang nichts ändern. Es gewährt kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch privaten Verbrauchern zinsverbilligte Darlehen zur Einrichtung von Photovoltaikanlagen. Bis Ende September 2000 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau den Bau von rund 9 500 dieser Anlagen gefördert.

Insgesamt liegt der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung nach Darstellung Leprichs derzeit bei rund sechs Prozent. Strom aus erneuerbaren Energien werde von den großen Stromversorgern ohne besonderen Hinweis direkt eingespeist, so dass der Kunde keine bewusste Entscheidung für Öko-Strom treffe, sagt Leprich. Anders sei dies bei »grünem Strom« - die Kunden beziehen ihren Strom von reinen Ökostrom-Anbietern und treffen eine »bewusste Entscheidung«.

INTERVIEW: Deutschland wird Klimaziel verfehlen

Deutschland wird sein selbst gestecktes Klimaschutzziel für 2005 nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin verfehlen. »Die Klimaschutzbemühungen der Bundesregierung zielen in die richtige Richtung, es mangelt ihnen jedoch an Intensität«, sagte DIW-Energie-Experte Hans-Joachim Ziesing der Nachrichtenagentur Reuters wenige Tage vor Beginn der Bonner Weltklimakonferenz. Mit etwas intensiveren Anstrengungen in der Umwelt- und Energiepolitik werde es der Bundesregierung voraussichtlich jedoch gelingen, die für 2008 bis 2012 gestellten Anforderungen des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung aller sechs Treibhausgase um 21 Prozent zu erfüllen.

Bislang seien die Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland lediglich um etwa 15,5 Prozent gesenkt worden, sagte Ziesing. Er gehe daher nicht davon aus, dass die angepeilte Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 25 Prozent gerechnet von 1990 bis 2005 noch machbar sei. Die Vorgängerregierung von Union und FDP habe sich möglicherweise blenden lassen durch den »DDR-Effekt«, als sie das Klimaziel 1995 festgelegt habe, sagte Ziesing, der beim DIW in Berlin die Abteilung Energie,

Verkehr und Umwelt leitet. Anfang der 90er Jahre waren mit dem Zusammenbruch der Wirtschaft im Osten auch die Kohlendioxidemissionen in Deutschland stark zurückgegangen. Seither habe man sich dann schlicht zuviel Zeit gelassen, das hoch gesteckte Ziel wahr zu machen, kritisierte Ziesing. »Vielleicht war es ein Fehler der rot-grünen Bundesregierung, die 25 Prozent der Regierung Kohl einfach zu bekräftigen.«

Zugleich würdigte der Experte, dass die neue Regierung viele Schritte in die richtige Richtung getan habe. »Die Regierung kann das auch nicht ganz allein machen, und in der Politik dauert alles schrecklich lang.« Den geplanten Atomausstieg wertete Ziesing nicht als großes Hindernis für das Klimaziel der Bundesregierung. »Das ist machbar. Aber man muss sich anstrengen und die erneuerbaren Energien sowie Möglichkeiten zur Energieeinsparung stärker voranbringen. Das ist der gesellschaftliche Preis für den Ausstieg, und den kann man auch zahlen.« Wegen des langfristig angelegten Ausstieges werde es nicht zu einem Rückfall in eine verstärkte Nutzung fossiler Brennstoffe kommen müssen.

Am Montag beginnt in Bonn die Weltklimakonferenz, bei der über die Umsetzung des Kyoto-Protokolls beraten werden soll. An die Politiker appellierte Ziesing, alles zu tun, um Japan oder die USA doch noch zu einer Zustimmung zum Klimaprotokoll von Kyoto zu bewegen. Mittlerweile sei schließlich erwiesen, dass es eine Klimaveränderung gebe, die wesentlich durch die Menschen verursacht werde: »Es wäre aberwitzig, wenn noch nicht einmal diese bescheidene Verabredung erfüllt würde.«

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(