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Neumünster: Arbeiterwohlfahrt soll bei Ein-Euro-Jobbern abkassiert haben

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im schlewig- holsteinischen Neumünster ist im Zusammenhang mit ihren "Ein-Euro Jobbern" in Kritik geraten. Nach einem Bericht von "NDR Info" soll der gemeinnützige Verband an Hartz-IV-Empfängern verdienen, die er etwa in der Haushaltshilfe für Senioren eingesetzt.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im schlewig- holsteinischen Neumünster ist im Zusammenhang mit ihren "Ein-Euro Jobbern" in Kritik geraten. Nach einem Bericht von "NDR Info" soll der gemeinnützige Verband an Hartz-IV-Empfängern verdienen, die er etwa in der Haushaltshilfe für Senioren eingesetzt. Während diese 1,25 Euro in der Stunde bekämen, kassiere die AWO einen Stundensatz von 8 Euro von den Senioren. Zudem erhalte der Verband von der Bundesagentur für Arbeit ein monatliches "Regiegeld" von 200 Euro für den Einsatz der Hartz-VI-Empfänger.

Die AWO wies die Vorwürfe zurück. Die Vermittlung und Betreuung der Helfer sei sehr aufwendig, daher sei der Stundenlohn von 8 Euro zusätzlich zum Regiegeld angemessen und üblich.

Der Fall beschäftigt auch die Bundesregierung. "Wir prüfen den Sachverhalt", sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ob es in anderen AWO- Landesverbänden ähnliche Vorfälle gebe, sei unklar.

Die Arbeitsagentur Neumünster (ARGE) reagierte überrascht: Mit dem "Regiegeld" seien die Tätigkeiten der Ein-Euro-Jobber eigentlich abgedeckt. Dass die AWO zusätzlich Geld bekomme, sei bislang unbekannt gewesen, sagte Geschäftsführer Rolf-Dieter Brüggen dem NDR.

DPA / DPA
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