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Mysteriöser Vermisstenfall: Mann gibt sich als vermisster Timmothy aus - DNA-Test entlarvt ihn als Betrüger

Kurze Zeit gab es Hoffnung, das Verschwinden von Timmothy Pitzen aufzuklären. Der damals sechs Jahre alte Junge wird seit 2011 vermisst. Doch die neue Spur hat nur einen Betrüger entlarvt.

Timmothy Pitzen

Timmothy Pitzen verschwand im Jahr 2011 im Alter von sechs Jahren. Auf der rechten Seite des Fotos sieht man, wie der Junge heute aussehen könnte

AFP

Timmothy Pitzen wurde das letzte Mal am 12. Mai 2011 in einem Erlebnispark gesehen. Acht Jahre später hat sich ein vermeintlich 14-Jähriger bei der Polizei gemeldet und mehreren US-Medien zufolge angegeben, der vermisste Junge zu sein. Mittels DNA-Test haben US-Ermittler aber nun einen Hochstapler entlarvt, der falsche Hoffnungen auf das Auftauchen des Vermissten genährt hatte.

Die Bundespolizeibehörde FBI in Louisville im US-Staat Kentucky teilte mit, der junge Mann habe sich fälschlicherweise als Timmothy Pitzen ausgegeben, der im Alter von sechs Jahren verschwunden war. Das sei das eindeutige Ergebnis eines nun vorgenommenen DNA-Vergleichs. Bei dem Betrüger soll es sich um einen vorbestraften 23-Jährigen aus dem US-Staat Ohio handeln, wie die Zeitung "Cincinnati Enquirer" unter Berufung auf die örtliche Polizei berichtete.

Hochstapler hat sich als Timmothy Pitzen ausgegeben

Der Hochstapler war am Mittwoch in Kentucky aufgetaucht, hatte sich als Timmothy Pitzen ausgegeben und behauptet, nach jahrelanger Entführung seinen Peinigern entkommen zu sein. Der kleine Junge aus Aurora in Illinois war im Mai 2011 verschwunden. Medien zufolge hatte ihn seine Mutter damals auf einen mehrtägigen Ausflug mitgenommen - doch zwei Tage, nachdem die beiden ihr Zuhause und den Vater verlassen hatten, wurde die Mutter tot in einem Hotel gefunden. Sie soll Suizid begangen und eine Notiz hinterlassen haben. Darin habe es geheißen, Timmothy sei sicher bei Menschen untergebracht, die sich um ihn kümmerten, man werde ihn jedoch nie finden, berichtete der Sender CNN. Timmothys Familie hörte nie auf, nach dem Jungen zu suchen.

Einwohner waren am Mittwoch in Newport (Kentucky) auf den Mann aufmerksam geworden. Der Polizei erzählte er, seinen zwei langjährigen Entführern entkommen zu sein, indem er aus dem Zimmer einer Motel-Kette flüchtete.

Sie haben Suizidgedanken? Betroffene, auch ihre Angehörigen, bekommen unter anderem Hilfe bei der Telefonseelsorge unter den Rufnummern 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222. Die professionellen Berater sind rund um die Uhr erreichbar und beraten anonym und kostenlos.

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vit / DPA