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Mit Gonzalo wird's ungemütlich: Niedersachsen warnt vor Sturmflut an der Nordseeküste

Der goldene Oktober ist endgültig vorbei. Im Westen Deutschlands sorgt Ex-Hurrikan Gonzalo für Sturm. Im Süden wird es sogar Orkanböen geben - sowie den ersten Schnee der Saison.

Starke Winde, viel Niederschlag und ein spürbarer Temperatursturz: Ex-Hurrikan Gonzalo beendet das schöne Herbstwetter abrupt

Starke Winde, viel Niederschlag und ein spürbarer Temperatursturz: Ex-Hurrikan Gonzalo beendet das schöne Herbstwetter abrupt

Vor wenigen Tagen sorgte Hurrikan Gonzalo für Unwetterwarnungen in der Karibik. Entwurzelte Bäume und Stromausfälle wurden aus Bermuda gemeldet, in Sint Maarten starb ein Mensch. Deutlich abgeschwächt trifft der Ex-Hurrikan jetzt auf Europa. Starke Winde und der erste Schneefall der Saison sind die Folge, meldet der Deutsche Wetterdienst. Der niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz warnt zudem vor einer Sturmflut an der Nordseeküste. Schon in der Nacht könnte das Tidehochwasser in Emden, Cuxhaven und Bremerhaven mehr als anderhalt Meter über dem Normalwert liegen. Bei der Flut am Mittwoch werden in Emden sogar zwei Meter mehr erwartet.

Ab Mittag erreicht eine Kaltfront den Nordwesten und Westen Deutschlands. Starke Abkühlungen und Sturmböen oder gar schwere Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern sind die Folge. Zudem werden starke Regenfälle in den westlichen und nördlicher gelegenen Mittelgebirgen erwartet. "Wetter.net" sagt für den frühen Mittwochmorgen Temperaturen zwischen zwei bis sieben Grad vorraus. Durch den starken Wind, könnten diese Werte sich jedoch etwa zehn Grad kälter anfühlen.

Im Schwarzwald und in den Alpen erwartet der Deutsche Wetterdienst Orkanböen von bis zu 130 Stundenkilometern. Mittwochmorgen sinkt die Schneefallgrenze auf 1000 bis 600 Meter. In Süddeutschland sollen bis mindestens Donnerstagnacht unwetterartige Niederschläge anhalten, bei denen innerhalb von 48 Stunden bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen können. Oberhalb von 1200 Metern soll fast durchweg Schnee fallen. Glimpflich wird der Nordosten davonkommen. Mecklenburg-Vorpommern und das nördliche Brandenburg werden kaum betroffen sein.

ono