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Nach Anschlag in Tunesien: Tui holt erste Touristen zurück

Krisenmanagement bei Tui: In der Nacht zum Samstag hat der Reiseveranstalter die ersten 80 Urlauber ausgeflogen. Im Laufe des Wochenendes sollen weitere folgen. Wer bereits eine Reise gebucht hat, kann sie kostenlos stornieren.

Am menschenleeren Strand stehen Sonnenschirme am Meer

Leere Strände in Sousse: Der Anschlag hat aus dem Urlaubsparadies einen Tatort gemacht

Nach dem Terroranschlag im tunesischen Badeort Sousse mit mindestens 39 Toten hat der Reisekonzern Tui begonnen, die ersten Urlauber aus der Region zurückzuholen. In der Nacht zum Samstag seien 80 Gäste ausgeflogen worden, sagte ein Tui-Sprecher.

Weitere 120 sollten am Wochenende folgen - darunter auch einige Urlauber, deren Rückreise ohnehin planmäßig anstand. Insgesamt zählt Tui am Ort des Anschlags rund 120 Kilometer von der Hauptstadt Tunis entfernt nach eigenen Angaben 260 Gäste in vier Hotels. In ganz Tunesien machen derzeit etwa 3800 Menschen Urlaub mit der Tui.

Reisen können kostenlos storniert werden

Der Reisekonzern schickte ein Krisenteam aus 19 speziell geschulten Experten nach Sousse, darunter Psychologen. Zur Zahl der deutschen Opfer unter den Getöteten konnte der Sprecher am Samstag noch nichts sagen.

 Tui-Urlauber, die Tunesien gebucht haben, können ihre Reise umbuchen oder stornieren. Nach Angaben des Sprechers hatten von diesem Angebot jedoch bis Samstagvormittag erst etwa 300 Gäste Gebrauch gemacht. "Der Großteil hält, zumindest nach jetzigem Stand, an seinen Reiseplänen fest. 

"Der Angriff auf das Riu-Hotel "Imperial Marhaba" in Sousse geht nach bisherigen Erkenntnissen auf das Konto eines tunesischen Studenten. Er wurde von Sicherheitskräften getötet. Nach Angaben von Augenzeugen begann der Überfall am Strand. Die Kette Riu Hotel & Resorts wird von der Tui und einer spanischen Familie betrieben.

DPA
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