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Video Europäischer Rat zur Migration: Litauen schlägt Grenzzaun vor

Fortsetzung des Europäischen Rates in Brüssel. Am zweiten Tag der Beratungen wollten sich die Staats- und Regierungschefs der EU mit Fragen der Migration befassen. Litauens Präsident Gitanas Nauseda sagte am Freitag, die Europäische Union solle sich mit einem Grenzzaun vor einer Einschleusung von Flüchtlingen durch Belarus schützen. Ein solcher Zaun sei als kurzfristige Maßnahme dringend nötig. Denn Belarus dränge die Migranten in die EU. Womöglich würden sich bald drei-, vier- oder fünftausend Migranten an der Grenze aufhalten und versuchen, in die Staatengemeinschaft zu gelangen. Die EU wirft dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vor, als Reaktion auf Sanktionen Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern wie der Türkei einzufliegen, damit sie von Belarus aus den Weg in die EU antreten, um dort die Lage zu destabilisieren. Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel forderte, beim Umgang mit den Migranten die Grundrechte einzuhalten. Der belgische Regierungschef Alexander de Croo forderte in der Flüchtlingspolitik die Solidarität aller EU-Länder ein. Es dürfe nicht sein, das nur einige wenige Länder alle Anstrengungen unternehmen, um diese Menschen aufzunehmen. Weil viele der Migranten von Belarus aus auch über Polen zuletzt verstärkt nach Deutschland weiterzogen, kündigte Bundesinnenminister Horst Seehofer kürzlich an, die Zusammenarbeit zur Grenzsicherung mit dem Nachbarland stärken.
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Die EU wirft dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vor, als Reaktion auf Sanktionen Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern wie der Türkei einzufliegen, damit sie von Belarus aus den Weg in die EU antreten, um dort die Lage zu destabilisieren.

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