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Barack Obama besucht New Orleans: Hoffnung machen nach "Katrina" und der Ölpest

Zwei Krisen beschäftigen US-Präsident Barack Obama bei seinem Besuch in New Orleans: Katrina und die Ölpest im Golf von Mexiko. Beide Ereignisse werden die Stadt am Mississippi-Delta noch auf Jahre zeichnen.

Fünf Jahre nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" wird US-Präsident Barack Obama an diesem Sonntag in New Orleans erwartet. Obama will sich über den Wiederaufbau der Touristenmetropole am Golf von Mexiko informieren. Außerdem wird er in einer Rede der Opfer gedenken.

Mehr als 1800 Menschen starben bei dem Sturm - fast die Hälfte von ihnen lebte im Stadtviertel Lower Ninth, dessen Bewohner überwiegend arm und schwarz sind. Zeitweise standen damals 80 Prozent der sonst lebensfrohen Jazzmetropole unter Wasser, über 130 000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Der Wirbelsturm raste mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Stundenkilometer über die Stadt.

Kritiker monieren, New Orleans darauf schlecht vorbereitet war. Die Hilfen seien viel zu spät gekommen. So seien Evakuierungen nur zögerlich angelaufen, die Behörden seien wie gelähmt gewesen und hätten planlos bis chaotisch gehandelt. Dem damaligen Präsidenten George W. Bush wurde immer wieder vorgehalten, er habe sich zunächst gar nicht wirklich um die Katastrophe gekümmert.

Auch Hollywoodstars reisen wie Obama zum fünften Jahrestag der Katastrophe nach New Orleans. Der Schauspieler Brad Pitt (46) schaute sich Öko-Häuser an, deren Bau er mit seiner "Make it right"-Stiftung finanziert hatte. Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock (46) wurde am Sonntag in New Orleans zur Eröffnung eines neuen Krankenhauses erwartet, das sie mit Spenden unterstützt hatte.

DPA / DPA