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Sie klagten über Magenkrämpfe Bleiche in Milchshakes: Drei New Yorker Polizisten im Krankenhaus – Gewerkschaft vermutet Racheakt

Polizeiwagen blockieren eine Straße in New York.
Polizeiwagen blockieren eine Straße in New York. Dort wurden jetzt drei Polizisten in einem Krankenhaus behandelt, nachdem sie kontaminierte Milchshakes getrunken hatten.
© Spencer Platt / Getty Images
Drei Beamte der New Yorker Polizei mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem sie Milchshakes aus einem Restaurant getrunken hatten. Berichten zufolge waren die Shakes mit Bleichmittel versetzt. Die Polizeigewerkschaft vermutet einen Racheakt nach dem Tod an George Floyd. 

In New York mussten drei Polizeibeamte in einem Krankenhaus behandelt werden, nachdem sie jeweils einen Milchshake aus einem Restaurant getrunken hatten. Wie mehrere US-Medien berichteten, klagten die Beamten anschließend über Übelkeit und Magenkrämpfe.

Die Männer hatten die Getränke am Montagabend gegen 20.30 Uhr aus der Restaurantkette in Lower Manhattan namens Shake Shack geholt. Kurz nach dem Verzehr hätten sie laut "USA Today" gesagt, dass sie sich nicht wohl fühlten. Nach einem Bericht von "CBS News" vermutete die New Yorker Polizei (NYPD), dass ein Mitarbeiter die Shakes mit Bleichmittel kontaminiert hat. Die NYPD untersuchte daraufhin den Fall. 

Polizei in New York untersuchte den Fall

Die New Yorker Polizeigewerkschaft, die mehr als 50.000 aktive und pensionierte Polizeibeamte vertritt, vermutete einen Anschlag auf die drei Beamten, die zuvor in der Gegend bei Anti-Rassismus-Protesten im Einsatz waren.

Per Twitter warnte sie ihre Mitglieder, alle Lebensmittel, die sie während ihres Dienstes kauften, sorgfältig auf eine mögliche Kontamination zu untersuchen. Zudem sollten die Mahlzeiten mindestens zu zweit oder in einer Gruppe eingenommen werden und die Beamten dabei besonders wachsam sein.

"Wenn Polizeibeamte der Stadt New York nicht einmal eine Mahlzeit zu sich nehmen können, ohne angegriffen zu werden, ist es klar, dass sich das Umfeld, in dem wir arbeiten, auf ein kritisches Niveau verschlechtert hat", hieß es weiter. "Wir können es uns nicht leisten, unsere Wachsamkeit auch nur für einen Moment zu vernachlässigen."

Restaurant unterstützte die Ermittler

Auch das Restaurant zeigte sich entsetzt über den Vorfall. "Unser Team arbeitet hart daran, ein vollständiges Bild zu erhalten. In der Zwischenzeit sind wir erleichtert zu hören, dass die Polizisten alle wohlauf sind", teilte es via Twitter mit.

Nachdem die Untersuchungen abgeschlossen waren, twitterte der Chefermittler der New Yorker Polizei, Rodney Harrison: "Nach einer gründlichen Untersuchung durch die NYPD-Ermittlerwurde festgestellt, dass es keine Kriminalität durch Mitarbeiter von Shake Shack gab."

Immer wieder gab es in den vergangenen Wochen in den USA landesweite Demonstrationen gegen Rassismus, die durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz im Bundesstaat Minnesota ausgelöst worden waren. Angeheizt wurden die Proteste durch einen erneuten tödlichen Einsatz von zwei weißen Polizisten gegen einen Schwarzen in Atlanta (Georgia) am Freitagabend.

Beim Tod von Rayshard Brooks bei einer Polizeikontrolle gab es erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Gewalt. Die New Yorker Polizei löste inzwischen eine Einheit zur Verbrechensbekämpfung mit 600 Zivilpolizisten auf, denen besonders oft Gewalt im Einsatz nachgesagt wurde. 

Quellen:"USA Today",  "CNN", "CBS News", Twitter

jek

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