„Team Malizia“ vom deutschen Segler Boris Herrmann trauert „gemeinsam mit der Familie“ um ein Crewmitglied der „Malizia Explorer“, einem segelnden Forschungsschiff. Das Schiff ankerte laut einer Mitteilung am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Fernando de Noronha, einer Inselgruppe vor der Küste Brasiliens. Kurz nach der Ankunft in der Bucht Praia do Porto seien mehrere Teammitglieder – darunter der 32-jährige Deutsche Lukas W. – schwimmen gegangen. Laut einer Erklärung der Gesundheitsbehörde der Insel erlitt er plötzlich „eine Ohnmacht unter Wasser“, heißt es in der Mitteilung. Andere Crewmitglieder hätten umgehend reagiert, einen Notruf abgesetzt und Erste Hilfe geleistet.
Ein Rettungsteam sei schnell vor Ort gewesen, habe die Wiederbelebungsmaßnahmen fortgesetzt und W. ins Krankenhaus gebracht. „Trotz aller Bemühungen verstarb er“, schreibt „Team Malizia“. Die genauen Umstände, die zu seinem Tod geführt haben, seien noch unklar.
Lukas W. seit Dezember im „Team Malizia“
Laut der Mitteilung war W. mehrere Monate als Backpacker unterwegs gewesen, als er im Dezember 2025 in Ushuaia, Argentinien, die Crew der „Malizia Explorer“ getroffen habe. „Mit seiner Begeisterung, seiner Freundlichkeit und seiner tiefen Leidenschaft für das Segeln und das Meer freute sich die Crew darauf, ihn einige Monate später, im März 2026, für die Atlantiküberquerung an Bord zu haben“, schreibt „Team Mailizia“.
Das Team um Boris Herrmann stehe in engem Kontakt mit W.s Familie und biete ihr „in dieser unglaublich schweren Zeit“ seine volle Unterstützung an. „Team Malizia“ arbeite auch mit den lokalen und deutschen Behörden zusammen. Die Crewmitglieder, die das Unglück miterleben mussten, bekämen ebenfalls Unterstützung.
Boris Herrmann aktuell in Frankreich
Herrmann war bei dem tödlichen Unfall demnach nicht an Bord. Er bereitet gerade in Lorient, Frankreich, seine neue Rennyacht auf das „Ocean Race Atlantic“ vor, das am 1. September in New York startet.