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Erdbeben in Myanmar (ehemals Birma): Rettungsteams noch nicht in alle Gebiete vorgedrungen

Bei dem schweren Erdbeben in Myanmar in Südostasien sind mindestens 50 Menschen gestorben. Behörden und Hilfsorganisationen gehen jedoch von weiteren Opfern vor allem in ländlichen Gebieten aus. Rettungsteams versuchen weiter alle betroffenen Zonen zu erreichen.

Die Zahl der Toten könne sich noch leicht erhöhen, sagte ein Regierungssprecher in der myanmesischen Hauptstadt Rangun. Das Epizentrum des mit 6,8 gemessenen Erdstoßes am Donnerstag lag in einer wenig besiedelten Region im "Goldenen Dreieck" von Myanmar, Thailand und Laos. In Thailand kam eine Frau ums Leben.

Vor zwei Wochen hatten ein schweres Erdbeben und ein Tsunami den Nordosten Japans verwüstet. 27.400 Menschen wurden getötet oder werden noch vermisst. Nahe des Epizentrums seien mehr als 240 Gebäude zerstört worden, sagte der Behördenvertreter. Die Rettungskräfte seien in manche betroffenen Gebiete aber noch nicht vorgedrungen. In der Region verließen verängstigte Menschen ihre Häuser, Schulen und Krankenhäuser wurden evakuiert. Der Leiter der Hilfsorganisation Word Vision in der Hauptstadt Rangun, Chris Herink, sagte, insbesondere aus den ländlichen Gebieten sei noch mit mehr "traurigen Nachrichten" im Verlauf des Tages zu rechnen.

Nach Angaben der thailändischen Polizei starb bei dem Beben am Donnerstag im nordthailändischen Bezirk Mae Sai unweit der Grenze zu Myanmar eine 52-jährige Frau, als eine Mauer ihres Hauses einstürzte. Der thailändische Wetterdienst teilte mit, es seien nach dem Beben noch sechs schwere Nachbeben gemessen worden.

Das Epizentrum des Bebens lag laut der US-Erdbebenwarte (USGS) in den Bergen Myanmars unweit der Grenze zu Thailand und Laos. Das Beben war nach Behördenangaben außer im Osten Myanmars und in den angrenzenden thailändischen Gebieten auch in der 800 Kilometer vom Epizentrum entfernten thailändischen Hauptstadt Bangkok sowie in Vietnam, Laos und China zu spüren. Aus Vietnam, Laos und China wurden aber zunächst keine größeren Schäden und auch keine Verletzten gemeldet. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben.

Vor zwei Wochen hatte ein Beben der Stärke 9,0 den Nordosten Japans erschüttert und eine Tsunami-Welle ausgelöst, die ganze Städte an der Küste zerstörte. 27.000 Menschen starben oder werden vermisst.

Reuters/AFP / Reuters