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Umstrittene Studententaufe Junger Mann stirbt bei Aufnahmefeier für Erstsemester in Belgien

Gedinne
Ortseingang des belgischen Gedinne
© Jean-Luc Flemal / Picture Alliance
300 Neuankömmlinge haben im belgischen Gedinne ihren Beginn des Studentenlebens gefeiert. Einer von ihnen überlebte den Abend nicht. Möglicherweise ist er an einem der ohnehin umstrittenden Aufnahmerituale gestorben.

Bei einer Aufnahmefeier für neue Studierende ist in Belgien ein junger Mann ums Leben kommen. Der 2002 geborene Mann sei in der Nacht zum Sonntag im südbelgischen Gedinne gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den örtlichen Staatsanwalt Vincent Macq. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Die Ermittlungen zu einer möglichen strafrechtlichen Verantwortung liefen, sagte Macq. Am Dienstag soll eine Autopsie durchgeführt werden.

Bei der sogenannten Studententaufe von Samstag auf Sonntag waren fast 300 junge Menschen, die dort schliefen. Die Feier wurde von mehreren Hochschulen der Provinz Namur veranstaltet. Derlei Aufnahmerituale stehen in Belgien teils stark in der Kritik, unter anderem weil die Neuankömmlinge dort zum Teil gedemütigt werden.

Grausame Tortur in Belgien

Der aktuelle Fall weckt in Belgien Erinnerungen an den Fall eines 20-Jährigen, der im Dezember 2018 bei einem Aufnahmeritual einer flämischen Studentenverbindung eine grausame Tortur über sich ergehen lassen musste und in der Folge starb. Gegen 18 Angeklagte läuft derzeit ein Gerichtsverfahren.

nik DPA

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