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+++ Der Tag im Ticker +++: Geiselnehmer tötet französischen Polizisten und wird erschossen

Kleinflugzeug landet auf Autobahn A2 +++ Vater des Orlando-Attentäters äußert sich schwulenfeindlich +++ Ein Ex-Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

Polizei vor dem Haus des getöteten, französischen Polizisten in Magnanville

Ein Polizist und seine Freundin starben, das dreijährige Kind überlebte

+++ 0.17 Uhr: Geiselnehmer tötet französischen Polizisten und wird erschossen +++

Nach der Tötung eines französischen Polizisten und seiner Lebensgefährtin ist ein bewaffneter Mann nahe Paris von Spezialeinheiten erschossen worden. Der Täter hatte sich in der Wohnung des Paares in der Ortschaft Magnanville verschanzt, wie das Innenministerium in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Medienberichten zufolge stieß die Polizei erst in der Wohnung auf die Leiche der weiblichen Geisel und einen dreijährigen Jungen, der unverletzt blieb. Der Polizist war schon zuvor getötet worden. Innenminister Bernard Cazeneuve äußerte in einer Stellungnahme "unendliches Bedauern" und sprach den Angehörigen des Paares sein Beileid aus.

Da die Verhandlungen mit dem Geiselnehmer erfolglos geblieben seien, habe man sich schließlich zur Stürmung des Hauses entschlossen, sagte Innenministeriums-Sprecher Pierre-Henry Brandet laut der Nachrichtenagentur AFP. Das Motiv des Täters war zunächst unklar. 

+++ 20.05 Uhr : Kleinflugzeug landet auf Autobahn +++ 

Auf einer Autobahn in Ostwestfalen hat ein Pilot am Montag sein Kleinflugzeug notgelandet. Die einmotorige Propellermaschine setzte auf der A2 bei Herzebrock-Clarholz auf dem rechten Fahrstreifen und dem Seitenstreifen auf, wie eine Sprecherin der Bezirksregierung Münster mitteilte.
Bei der Landung berührte das Flugzeug einen Sattelzug und drehte sich. Die Tragflächen und der Lastwagen wurden leicht beschädigt. Der 66-Jahre alte Pilot, der allein in der Maschine saß, blieb ebenso wieder Lasterfahrer unverletzt. Der Pilot aus Basel war nach neuen Angaben der Polizei in Colmar gestartet und wollte ins niedersächsische Nordhorn-Lingen. Der Pilot habe Probleme mit dem Motor gemeldet, sagte die Sprecherin.
Die Flugsicherung wollte ihn deshalb zu einem kleinen Flugplatz in Oelde leiten. Bis dorthin schaffte es die Maschine aber nicht mehr.

+++ 18.42 Uhr: Vater des Orlando-Attentäters verstört mit homophoben Äußerungen +++

Der Vater des Attentäters von Orlando hat mit homosexuellen-feindlichen Äußerungen Zweifel an seiner zuvor geäußerten Bestürzung über die Bluttat seines Sohnes aufkommen lassen. In einem am Montag ins Online-Netzwerk Facebook gestellten Video sagt Seddique Mateen in der Sprache Dari: "Es ist Sache Gottes, Homosexuelle zu bestrafen. Nicht die seiner Diener." Die Äußerungen lassen seine gleichzeitigen Beteuerungen, er sei "tief traurig" über die Tat seines Sohnes, der "gut und gebildet" sei, in einem anderen Licht erscheinen. Er könne nicht glauben, dass der 29-Jährige das Massaker während des muslimischen Fastenmonats Ramadan begangen habe, heißt es in dem Video weiter. Omar Mateen hatte in der Nacht zum Sonntag 49 Menschen in einem Schwulenclub ermordet.

Mateens Vater ist eine schillernde Figur in der politischen Gemeinschaft der afghanischen Minderheit in den USA. Er hat eine unregelmäßige Sendung auf Youtube, in der er ultrakonservative Ansichten vertritt. In der "Durand Jirga Show" bringt sich Mateen unter anderem als Kandidat für die afghanische Präsidentschaft ins Gespräch. Mal gibt er sich präsidial vor afghanischer Flagge, mal ist er in Militärkleidung zu sehen.


+++ 18.24 Uhr: Fünf Jahre Praktikum: Arbeitgeberin muss nachzahlen +++

Schuften für einen Hungerlohn: Mehr als fünf Jahre lang und 43 Stunden pro Woche hat eine ursprünglich als Praktikantin angestellte Arbeitnehmerin für ein Monatsgehalt von nur 300 Euro gearbeitet. Nun muss ihre frühere Arbeitgeberin knapp 50.000 Euro an Vergütung, Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachzahlen, wie das Landesarbeitsgericht München am Montag entschied. Damit bestätigte das Gericht die erstinstanzliche Entscheidung.

Die Klägerin arbeitete zu den in einem Praktikumsvertrag ausgehandelten Konditionen zur Ausbildung zur Finanzfachwirtin von September 2009 bis März 2015. Nachträglich forderte sie dann von der Arbeitgeberin eine Vergütung von 8,50 Euro pro Stunde. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. 

+++ 18.11 Uhr: Ex-Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen Steuerhinterziehung verurteilt +++

Wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe hat das Landgericht Frankfurt am Main sechs frühere Mitarbeiter der Deutschen Bank zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt. Ein früherer Abteilungsleiter der Bank bekam drei Jahre Haft; fünf weitere Mitarbeiter erhielten Bewährungsstrafen zwischen einem und zwei Jahren, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Die sechs Verurteilten verursachten laut Wirtschaftsstrafkammer bei Scheingeschäften mit CO2-Verschmutzungsrechten einen Schaden von mindestens 145 Millionen Euro.

Bis auf den ehemaligen Abteilungsleiter seien alle Angeklagten geständig gewesen, sagte der Gerichtssprecher. Ihre Bewährungsauflagen sehen demnach vor, dass sie je nach Vermögensverhältnissen zwischen 10.000 und 200.000 Euro zahlen müssen.

+++ 17.42 Uhr: Hillary Clinton fordert Verbot von Sturmgewehren +++

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat sich nach dem Massaker mit 50 Toten in Orlando erneut für ein strengeres Waffengesetz in den USA ausgesprochen. Sie sei zwar der Meinung, dass gesetzestreue Bürger ein Recht hätten, eine Waffe zu tragen, sagte Clinton am Montag in einem Telefoninterview dem Sender CNN. "Aber wir können Maßnahmen ergreifen, damit Waffen nicht in die Hände von Kriminellen und Terroristen fallen."

Ein Bewaffneter hatte in der Nacht zum Sonntag einen Nachtclub in der Stadt in Florida gestürmt. 49 Menschen starben. Die Polizei erschoss den Täter. Es war der schlimmste Angriff eines Einzeltäters in der US-Geschichte.


+++ 17.40 Uhr: Waggon mit Granaten löst Großeinsatz und Chemiealarm aus +++

Giftige Kampfstoffe aus dem Ersten Weltkrieg dürften die Ursache eines Großeinsatzes von Polizei und Rettungskräften in Luxemburg sein. Drei Arbeiter und zwei Polizisten hätten am Montag über Kopf- und Augenschmerzen geklagt, teilte ein Behördensprecher mit. Man gehe davon aus, dass eine bislang unbekannte Substanz aus Granaten in einem Güterwaggon ausgetreten sein. "Insgesamt 46 Personen wurden vorsorglich dekontaminiert.

Zum Glück hat es aber keine ernsthaft Verletzten gegeben." Der Zwischenfall ereignete sich auf dem Gelände des Stahlherstellers ArcelorMittal in Differdingen im Süden des Großherzogtums. Die Anwohner wurden aufgerufen, vorübergehend ihre Fenster geschlossen zu halten. Schüler mussten in ihren Schulen bleiben. Ein Krisenstab wurde eingerichtet. Der Eisenbahnwagen mit den Granaten soll von einer deutschen Recyclingfirma gekommen sein. Näheres blieb zunächst unklar. Die Ermittlungen dauerten an.

+++ 16.45 Uhr: Berlusconi bedankt sich für Genesungswünsche +++

Einen Tag vor seiner Herzoperation hat sich Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi für die Genesungswünsche bedankt. "Natürlich bin ich besorgt", hieß es am Montag auf der Facebook-Seite des 79-Jährigen. Aber der große Zuspruch und die Unterstützung von allen Seiten, auch von seinen politischen Gegnern, hätten ihn sehr ermutigt. "Wie schön ein Italien ist, in dem sich alle lieb haben", hieß es vom Chef der konservativen Partei Forza Italia weiter. Berlusconi, drei Mal italienischer Regierungschef, liegt seit vergangener Woche in der Mailänder San-Raffaele-Klinik und braucht nach Angaben seines Arztes dringend eine neue Herzklappe.


Auch am Montag bekam er Besuch von seinen Kindern, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Eingriff soll an diesem Dienstag erfolgen.

+++ 15.41 Uhr: Grüne distanzieren sich im Fahnen-Streit vom Jugendverband +++

Nach der umstrittenen Forderung der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz, bei der Fußball-EM auf Fahnen zu verzichten, geht der Grünen-Landesverband vorsichtig auf Distanz. "Wenn Fans die Nationalmannschaft unterstützen und dies mit Fahnen zum Ausdruck bringen, ist dies Ausdruck von Fankultur", teilte Grünen-Landeschefin Katharina Binz am Montag auf Anfrage in Mainz mit. "Wenn Menschen die Mannschaft unterstützen und sich z.B. Fahnen auf die Wangen malen, ist das kein nationalistisches Verhalten." Es sei allerdings richtig zu benennen, wenn es nationalistische Tendenzen in der Gesellschaft - auch im Fußball - gebe. Man könne die Forderung der Grünen Jugend kritisieren, aber Hasskommentare überschritten die Grenzen.

+++ 15.12 Uhr: Nach Schädeltrauma: Aus für Niederländer Gesink bei Tour de Suisse +++

Für Radprofi Robert Gesink ist die Tour de Suisse bereits beendet. Wie sein Team LottoNL-Jumbo am Montag mitteilte, zog sich der Niederländer bei einem Sturz auf der 2. Etappe am Sonntag ein Schädeltrauma zu und musste zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Es gebe aber keine Komplikationen, hieß es.
Festgestellt wurden aber mehrere Hautabschürfungen. Gesink sei in ein Schlagloch gerast. Er könne sich nicht an seinen unglücklichen Sturz erinnern. Ein Helm habe den Schlag auf den Kopf gedämpft.

+++ 15.11 Uhr: Ermittlungen gegen Gysi eingestellt +++

Nach über dreijährigen Ermittlungen hat die Hamburger Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Gregor Gysi wegen Verdachts der falschen eidesstattlichen Versicherung mangels Beweisen eingestellt. Das teilte die Ermittlungsbehörde am Montag mit. Dem Bundestagsabgeordneten der Linken war vorgeworfen worden, 2011 vor einer Zivilkammer des Landgerichts Hamburg wahrheitswidrig versichert zu haben, dass er als Anwalt in der DDR niemals wissentlich und willentlich der Stasi über Mandanten oder Dritte berichtet habe. "Seine eidesstattliche Erklärung war nicht zu widerlegen", hieß es nun. Anzeigen der früheren DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld und eines pensionierten Richters hatten die Ermittlungen ausgelöst.

+++ 15.07 Uhr: Erneut Autobomben-Anschlag in der Türkei +++

Bei einem erneuten Autobombenanschlag in der Türkei sind in der mehrheitlich kurdischen Provinz Tunceli mindestens neun Menschen verletzt worden. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK habe den Anschlag am Montag vor einer Unterkunft für Justizmitarbeiter und deren Familien im Bezirk Ovacik verübt, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Die Verletzten seien sieben Zivilisten und zwei Polizisten. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, drei der Opfer seien schwer verletzt worden. Es ist der dritte Autobombenanschlag in der Türkei innerhalb von einer Woche.

+++ 14.47 Uhr: Ermittler sehen in Fall Höxter keinen Hinweis auf Polizistenfehler +++

Nach einer neuerlichen Vernehmung der verdächtigen Angelika W. zu früheren Kontakten mit der Polizei im Fall Höxter sehen die Ermittler weiterhin keinen Hinweis auf Versäumnisse von Beamten. W. habe ihre Aussage zum Ablauf einer der drei Situationen entscheidend geändert, bei den anderen habe sich das anwesende Opfer in keiner Weise hilfesuchend an die Polizisten gewandt, teilten Staatsanwaltschaft Paderborn und Polizei Bielefeld am Montag mit.

Demnach gab Angelika W. abweichend von ihrer ursprünglichen Schilderung an, 2012 eine Polizeiwache zwecks "Beglaubigung" eines Schriftstücks allein und nicht in Begleitung eines Opfers betreten zu haben. Bei den anderen beiden Situationen - unter anderem einem Polizeieinsatz auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarkts - habe das Opfer den Beamten keine Hinweise gegeben. Es liege daher nach derzeitigem Ermittlungsstand weiterhin kein Anfangsverdacht dafür vor, dass die Polizisten eine Straftat begangen haben könnten.

+++ 14.43 Uhr: Microsoft kauft Business-Netzwerk LinkedIn +++

Microsoft übernimmt das Karriere-Netzwerk LinkedIn. Der deutlich größere Konkurrent des deutschen Anbieters Xing werde dabei insgesamt mit 26,2 Milliarden Dollar bewertet, teilten die Unternehmen am Montag mit. Microsoft bietet 196 Dollar pro Aktie. Das ist ein satter Aufpreis auf den Schlusskurs von 131,08 Dollar von Freitag. Bei LinkedIn können sich Nutzer in beruflichen Profilen vorstellen, nach neuen Jobs Ausschau halten und mit anderen Mitgliedern vernetzen kommunizieren. Unternehmen nutzen das Portal auch für die Suche nach Mitarbeitern. Im ersten Quartal 2016 kletterte die weltweite Nutzerzahl von 414 auf 433 Millionen. Im deutschsprachigen Raum überschritt LinkedIn die Marke von acht Millionen Mitgliedern.

+++ 14.07 Uhr: Staatsanwaltschaft veröffentlicht Obduktions-Ergebnis zu Lewandowski +++

Der frühere Bundesliga-Trainer Sascha Lewandowski hat offenbar Suizid begangen. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Bochums vom Montag hervor. Nach einer Obduktion teilten die Behörden mit: Es sei davon auszugehen, "dass der Tod selbst gewählt wurde." Damit werde "das Todesermittlungsverfahren eingestellt". Weitere Details zu dem Fall wurden nicht genannt.

Lewandowski war am vergangenen Mittwoch tot in seiner Wohnung in Bochum aufgefunden worden. Er hatte früher den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen trainiert. Anfang März 2016 war Lewandowski beim Zweitligisten 1. FC Union Berlin nach einem halben Jahr wegen eines Burnout-Syndroms zurückgetreten. Lewandowski wurde 44 Jahre alt.

+++ 13.49 Uhr: Fast sieben Jahre Haft wegen gesprengter Geldautomaten +++

Das Landgericht Siegen hat einen Geldautomaten-Sprenger zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Richter sprachen den geständigen 46-Jährigen am Montag des Diebstahls und des vorsätzlichen Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen in zahlreichen Fällen schuldig. Der Mann hatte rund 250.000 Euro erbeutet und einen etwa doppelt so hohen Sachschaden angerichtet. Zwischen 2007 und dem Frühjahr 2015 hatte er rund um seine Heimatstadt Siegen in Nordrhein-Westfalen, aber auch in Hessen, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Schleswig-Holstein etwa ein Dutzend Automaten beschädigt. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf sechs Jahre und acht Monate plädiert.

+++ 13.41 Uhr: Mord wegen Sex-Videos: 20 Jahre Haft für 45-Jährigen +++

Aus Wut über ein Sex-Video hat ein 45-Jähriger in Österreich seine Freundin erstochen. Wegen Mordes wurde er am Montag vom Landgericht Wien zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der Mann hat sich nach Überzeugung des Gerichts dafür gerächt, dass seine 40 Jahre alte Freundin ein Video aufgenommen hatte, das das Paar bei einer im Kulturkreis des Verurteilten verpönten Sex-Praxis zeigt. Der Film kursierte im Freundeskreis, der 45-Jährige fürchtete um seine Ehre.
Die Freundin hatte damit gedroht, das Video weiter zu verbreiten, sollte der 45-Jährige sie verlassen. Nach einem Gerangel verletzte der Mann seine Freundin mit Messerstichen am Hals so schwer, dass sie noch am Tatort verblutete.

+++ 12.30 Uhr: Dreijähriger macht Spritztour mit Opas Auto +++

Schockmoment für einen Großvater: Vor seinem Haus fährt sein Auto mit seinem dreijährigen Enkel am Steuer vorbei. Der Knirps hatte sich den Autoschlüssel gegriffen, die Zentralverriegelung betätigt und sich ans Steuer gestellt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Auto rollte auf die Hauptstraße und krachte gegen einen entgegenkommenden Wagen. Die Spritztour am Samstagnachmittag in Hambrücken in Baden-Württemberg verlief glimpflich: Verletzt wurde niemand. Das Fazit einer Polizeisprecherin in Karlsruhe: "Wenn der Kleine alles andere auch so schnell erlernt, dann hat er eine gute Zukunft vor sich".

+++ 12.08 Uhr: 21-Jähriger schießt mit Luftgewehr auf Flüchtlingsunterkunft +++

Ein 21-Jähriger hat im niedersächsischen Lingen mit einem Luftgewehr auf eine Flüchtlingsunterkunft geschossen und zwei dort lebende Menschen verletzt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, zielte der Mann am Vortag aus seiner nahe gelegenen Wohnung im dritten Stock auf das Heim. Zwei Flüchtlinge, ein fünfjähriges Mädchen und ein 18-Jähriger, seien leicht am Bein verletzt worden.

Die beiden Flüchtlinge hielten sich den Angaben zufolge außerhalb der Unterkunft hinter dem Gebäude auf. Sie seien im Krankenhaus ambulant behandelt worden. Zunächst hatte sich demnach die Mutter des Mädchens wegen der Beinverletzung ihrer Tochter gemeldet. Die Frau sei davon ausgegangen, dass das Kind mit Steinen oder Sand beworfen worden sei.

Später habe dann ein Zeuge beobachtet, wie aus dem Fenster im dritten Stock geschossen worden sei, erklärte die Polizei. Dabei sei der 18-Jährige verletzt worden. Die Polizei durchsuchte daraufhin die Wohnung des 21-Jährigen und beschlagnahmte ein Luftgewehr samt Munition. "Da keine Haftgründe vorlagen, verblieb der Mann auf freien Fuß", erklärten die Beamten. "Ob die Tat politisch motiviert ist, steht derzeit nicht fest", erklärte die Polizei. Das Kommissariat für Staatsschutzdelikte in Lingen habe die Ermittlungen übernommen. Ermittelt werde wegen gefährlicher Körperverletzung.

+++ 10.57 Uhr: Mutmaßlicher Dschihadist schweigt vor Gericht +++

Ein 27-Jähriger, der sich wegen Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung "Deutsche Taliban Mujahideen" vor dem Berliner Kammergericht verantworten muss, will zunächst keine Aussage machen. Der Angeklagte werde sich derzeit nicht äußern, erklärten seine Anwälte am Montag zum Auftakt des Prozesses. Der Mann soll im September 2009 in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet gereist sein, um mit anderen Dschihadisten die von der Nato geführten Streitkräfte der ISAF sowie des afghanischen und pakistanischen Militärs anzugreifen. Die Anklage legt ihm zur Last, er habe sich eine Schusswaffe beschafft, sei im Umfang mit Sprengstoff ausgebildet worden und habe an einem Propagandavideo mitgewirkt. 

+++ 10.16 Uhr: Mutter soll Kinder aus Fenster geworfen haben +++

Eine Mutter soll in Krefeld ihre drei Kinder aus einem Fenster im zweiten Stock geworfen haben. Alle Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren erlitten lebensgefährliche Verletzungen, wie eine Polizeisprecherin einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte. Anschließend habe die Frau versucht, sich umzubringen.

Sie stehe unter dringendem Verdacht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Krefeld. "Wir stehen noch ganz am Anfang." Die Frau sei alleine in der Wohnung gewesen und habe sich zu den Vorwürfen bislang nicht äußern wollen. Motivlage und Auslöser der Tat seien noch völlig unklar. Ein Radfahrer hatte die schwer verletzten Kinder nach Polizeiangaben in der Nacht zum Montag auf dem Gehweg entdeckt. Sie waren am Morgen nach wie vor in Lebensgefahr.

+++ 8.30 Uhr: Selena Gomez weint um getötete US-Sängerin +++

Popstar Selena Gomez hat bei einem Konzert in Miami der getöteten US-Sängerin Christina Grimmie gedacht. "Ich verstehe wirklich nicht, wie das passieren konnte. Aber ich möchte ihr den nächsten Song widmen", sagte die 23-jährige Sängerin, wie am Sonntag (Ortszeit) auf Videos im Internet zu sehen war. Die Musikerin wischte sich Tränen aus dem Gesicht und spielte am Klavier die religiöse Ballade "Transfiguration". Den Song "Nobody" unterbrach sie kurz, weil ihr die Stimme versagte.

Der Stiefvater von Gomez war der Manager von Grimmie, die in den USA 2014 mit der Castingshow "The Voice" bekanntgeworden war. Die erst 22 Jahre alte Sängerin wurde am Freitag nach einem Konzert in Orlando von einem vermutlich geistig gestörten Fan erschossen. 

+++ 8.21 Uhr: Polizei weckt schlafenden Autodieb +++  

Polizisten haben in Sachsen-Anhalt einen Autodieb schlafend im gestohlenen Wagen entdeckt - und festgenommen. Der 26-Jährige hatte Einbruchswerkzeug bei sich, wie die Polizei mitteilte. Damit sei er am Sonntagmorgen in das Haus des Autobesitzers in Naumburg eingedrungen, um an die Autoschlüssel zu gelangen. Mit dem Wagen war er dann auf das Gelände einer Tankstelle gefahren, um ein Nickerchen zu machen. Die Polizisten weckten ihn wenige Stunden später auf. Am Montag sollte entschieden werden, ob Haftantrag gestellt wird.

jen/kis/tis / DPA / AFP