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Lemgo Kita-Kind stirbt beim Spielen mit Anhänger: Staatsanwalt ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

In Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) ist ein Kleinkind nach einem Fenstersturz ins Krankenhaus gebracht worden (Symbolbild)
Für das in Lemgo in einer Kita verunglückte Kind kam jede Rettung zu spät (Symbolbild)
© Nicolas Armer / DPA
Ein Fünfjähriger wurde in seiner Kita in einem Anhänger mit kippbarer Ladefläche eingeklemmt und ist gestorben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt.

Nach dem tödlichen Unfall eines Fünfjährigen beim Spielen an einem Anhänger an einer Kita in Lemgo in Nordrhein-Westfalen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt. "Vieles ist noch völlig unklar", sagte der Sprecher der Detmolder Staatsanwaltschaft Ralf Vetter am Mittwoch. So müsse neben dem genauen Hergang des Geschehens ermittelt werden, warum der Anhänger dort abgestellt war. Offenbar gebe es keine erwachsenen Augenzeugen, sagte der Oberstaatsanwalt.

Kind in Kippvorrichtung eingeklemmt

Der Junge hatte bisherigen Erkenntnissen der Polizei zufolge am Dienstagmittag an einem auf dem Gelände der Kita im Ortsteil Lieme abgestellten Fahrzeug-Anhänger mit kippbarer Ladefläche gespielt. Er war dann zwischen der Kippvorrichtung und dem Fahrgestell des etwa zwei mal drei Meter großen Anhängers eingeklemmt worden. Er war noch von Rettungskräften befreit worden, erlag aber vor Ort seinen Verletzungen. Die Leiche des Jungen soll obduziert werden, um genaueres zur Todesursache feststellen zu können. Auch der Anhänger wurde sichergestellt und soll von einem Sachverständigen untersucht werden.

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Nach Angaben eines Polizeisprechers waren die Beamten am Mittwoch abermals am Unfallort, um sich ein Bild zu machen. Wann Befragungen von möglichen Zeugen und Mitarbeitern der Kita erfolgen können war unklar. "Mögliche Zeugen sind Kinder oder Mitarbeiter. Alle sind wahnsinnig geschockt. Da können Befragungen nur sehr behutsam erfolgen", sagte der Polizeisprecher.

Kind in anderer Kita erstickt

Erst am Montag hatte es in einer Kinderbetreuungseinrichtung in Gelsenkirchen ebenfalls einen tödlichen Unfall gegeben. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte sich dort ein Zweijähriger in der Mittagsschlafzeit in einem Etagenbett den Kopf eingeklemmt und war erstickt.

DPA

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