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Nachrichten aus Deutschland Zwei Schwimmer kurz vor Kraftwerk aus Main gerettet

Würzburg Alte Mainbrücke
In Würzburg, nahe der Alten Mainbrücke, ist es beinahe zu einem folgenschweren Unfall mit zwei Schwimmern gekommen
© DPA
Würzburg: Schwimmer kurz vor Kraftwerk aus Main gerettet +++ Hagen: 24-Jähriger will in Bäckerei keine Maske tragen und randaliert +++ Merseburg: Schwarzfahrer verschluckt Ticket und randaliert +++ Essen: "Kleine Detektive" verfolgen Räuber und alarmieren Polizei +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Würzburg: Zwei Schwimmer kurz vor Kraftwerk aus Main gerettet

In letzter Sekunde sind zwei Männer kurz vor dem Wassereinlass eines Kraftwerkes in Würzburg aus dem Main gerettet worden. Wie die Integrierte Leitstelle mitteilte, waren ein 28-Jähriger und ein 24-Jähriger in der Nähe der Alten Mainbrücke geschwommen.

Kurz bevor sie durch die Strömung des Wasserkraftwerks angesogen werden konnten, seien sie von Mitarbeitern einer angrenzenden Gaststätte mit einer Stange aus dem Wasser gezogen worden. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Personen sich nur noch mit Mühe am Mühlrad festhalten können, um nicht in den Sog zu gelangen. Als die Rettungskräfte anrückten, waren die Schwimmer bereits in Sicherheit. Da das Baden im Bereich von Brücken, Wehr-, Schleusen- und Kraftwerksanlagen verboten ist, erwartet sie nun eine Anzeige.

Quelle: DPA

 


Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 22. August

Hagen: Mann will in Bäckerei keine Maske tragen und spuckt auf Verkäuferin

Ein 24-Jähriger hat eine Bäckereiverkäuferin im nordrhein-westfälischen Hagen massiv beleidigt und bespuckt, weil er ohne Mund-Nasen-Schutz in dem Geschäft keine Brötchen kaufen durfte. Wie die Polizei mitteilte, betrat der Mann die Bäckereifiliale ohne eine wegen der Corona-Pandemie vorgeschriebene Maske. Die 30-jährige Verkäuferin forderte ihn daraufhin auf, entweder eine Schutzmaske aufzusetzen oder das Geschäft zu verlassen. Daraufhin eskalierte die Situation.

Der 24-Jährige habe sich so heftig über die Aufforderung der Verkäuferin aufgeregt, dass er diese laut Polizei "mit zahlreichen, nicht druckfähigen Beleidigungen überzog". Zudem spuckte der Mann demnach über den Tresen in Richtung der Angestellten. Er verließ das Geschäft laut Polizei schließlich mit zwei erhobenen Mittelfingern.

Der Mann wurde von der Polizei in der Nähe der Bäckerei gestellt. Er habe nicht verstanden, warum er in dem Laden nichts kaufen konnte, und sich weiter über die Angestellte aufgeregt, erklärte die Polizei. Die Beamten kündigten eine Strafanzeige gegen den 24-Jährigen an.

Quelle: DPA

 


Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 21. August

Aalen: Lehrer soll Schülerinnen missbraucht haben

Auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg ist ein Lehrer unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft genommen worden. Der 62-Jährige soll sich an zwei Schülerinnen vergangen haben, wie die Polizei Aalen und die Staatsanwaltschaft Schwäbisch Hall am Freitag mitteilten. Eine 14-jährige Schülerin hatte sich demnach vor den Sommerferien an ihren Schulsozialarbeiter gewandt und angegeben, von ihrem Klassenlehrer sexuell missbraucht worden zu sein. Die Tat soll sich bereits vor mehreren Jahren ereignet haben. Im Verlauf der Ermittlungen habe sich eine weitere minderjährige Schülerin gemeldet, an der sich der Lehrer nach deren Angaben ebenfalls vergangen haben soll. Bei einer Hausdurchsuchung wurde der Tatverdächtige festgenommen. Ein Haftrichter erließ anschließend Haftbefehl. Die Ermittlungen dauerten an.

Quelle: DPA

Merseburg: Schwarzfahrer verschluckt Ticket und randaliert

Ein beim Schwarzfahren erwischter 25-Jähriger hat auf einer Bahnfahrt bei Merseburg in Sachsen-Anhalt seinen Fahrschein verschluckt und eine Zugtür zerschlagen. Eine Zugbegleiterin habe in einem Regionalzug am Donnerstag festgestellt, dass das Ticket des Mannes doppelt entwertet wurde und dadurch ungültig war, teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Die Frau verständigte deswegen die Ermittler. Der Mann verschluckte daraufhin den Angaben zufolge den Fahrschein und zerschlug eine verglaste Zugtür. Zudem setzte er sich gegen die Bundespolizisten zur Wehr. Gegen ihn wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Nötigung, Sachbeschädigung und Betrugs ermittelt.

Quelle: DPA

Essen: Jugendliche verfolgen Räuber und informieren die Polizei

Zwei Jugendliche verfolgten gestern Abend in Essen zwei Personen, die zuvor einen 13-Jährigen beraubt hatten. Die Räuber entwendeten dem Jungen an einem S-Bahnhof unter Gewaltandrohungen ein Smartphone und flüchteten in einen Bus. Unbemerkt wurden sie von zwei Zeugen im jugendlichen Alter verfolgt. Die zwei "Detektive" riefen die Polizei und beschrieben die Täter. Mithilfe der Angaben der Jugendlichen und Videoaufzeichnungen aus den öffentlichen Verkehrsmitteln konnte die Polizei Täterprofile erstellen. Zeugen werden aufgerufen, sich beim Ermittler des Raubkommissariats im Fachbereich Kinder- und Jugendkriminalität zu melden. Sie werden wie folgt beschrieben: Zwischen 16 und 17 Jahre alt, südländisches Erscheinungsbild. Ein Räuber war bekleidet mit einem weißen T-Shirt und einer Bauchtasche der Marke "Armani". Sein Komplize trug eine Jeans, schwarze Schuhe und ebenfalls eine Bauchtasche, hier der Marke "Eastpak".

Quelle: "Polizei Essen/Mühlheim an der Ruhe"

Lemgo: Ehepaar randaliert im Jugendamt

In einem Jugendamt im Lemgo haben gestern zwei Eltern die Fassung verloren. Das Ehepaar, eine 31-jährige Frau und ihr 35-jähriger Mann, griffen eine Mitarbeiterin an und verletzten sie. Anschließend verwüsteten sie ihr Büro und zogen in einen benachbarten Raum weiter, um auch dort zu randalieren. Schließlich im Flur angekommen, lieferten die beiden sich ein Gerangel mit weiteren Mitarbeitern des Amtes, bei dem zwei von ihnen leicht verletzt wurden. Wie die Polizei berichtet, verschütteten die Unruhestifter dabei eine Flüssigkeit absichtlich auf die Böden, bei der es sich nach ersten Erkenntnissen um Benzin handelte. Die 31-Jährige zerstörte auch eine Glasflasche, die mutmaßlich ebenfalls mit Benzin gefüllt war. Anschließend drohte das Paar damit, das Gebäude anzuzünden. Ein tatkräftiger Zeuge sowie die eintreffenden Polizisten konnten dies jedoch verhindern, die Eheleute wurden auf dem Lemgoer Marktplatz vor dem Jugendamt festgenommen.

Warum das Ehepaar derart ausrastete, wurde nicht bekannt. 

QuellePolizei Lippe

Osnabrück: Zöllner beschlagnahmen Kokain im Wert von 139.000 Euro

Bei einer Fahrzeugkontrolle in Osnabrück beschlagnahmten Zollbeamte Kokain im Wert von rund 139.000 Euro. Der Fahrer war auf der Rückreise aus den Niederlanden und gab an, beruflich dort gewesen zu sein. Die Fragen der Beamten nach mitgeführten Waffen, Drogen oder Bargeld verneinte er – anscheinend unglaubwürdig. Die Zöllner durchsuchten seinen Wagen und fanden auf dem Beifahrersitz zwei buchgroße, in Kunststoff verschweißte Päckchen, auf denen das Batman-Logo abgebildet war. Darin fanden sie mehr als 2000 Gramm Kokain. Die Drogen wurden beschlagnahmt, der 51-jährige Fahrer vorläufig festgenommen. Er wird nun dem Haftrichter vorgeführt. 

Nachrichten aus Deutschland – Osnabrück
Drogenfund in Osnabrück
© Hauptzollamt Osnabrück

QuelleHauptzollamt Osnabrück

Lüneburg: Puppe am Funkturm löst Feuerwehreinsatz aus

In Lüneburg hat eine am Funkturm hängende Puppe einen Rettungseinsatz ausgelöst. Wie der "Norddeutsche Rundfunk" (NDR) unter Berufung auf eine Polizeisprecherin berichtet, hatte ein Zeuge am Donnerstag die Polizei gerufen, weil er einen Menschen hängend am Funkturm vermutete. Auch ein Höhenrettungsteam aus Hamburg sei angefordert worden. Der vermeintliche Mensch allerdings, stellte sich bald Puppe heraus. Die Telekom hatte den Dummy für eine Übung am Funkturm angebracht und versäumt, diese vorher anzumelden.

Quelle: NDR

Dortmund: Wildschweine auf A1 unterwegs - mehrere Tiere verendet 

Mehrere Wildschweine sind in der Nacht zum Freitag auf der Autobahn 1 bei Zusammenstößen mit einem Lastwagen und einem Auto verendet. Einige Tiere aus der Rotte hätten überlebt und seien geflüchtet, sagte ein Polizeisprecher. Die A 1 zwischen Schwerte und Kreuz Dortmund/Unna war in Fahrtrichtung Bremen kurzzeitig voll gesperrt. Auch am frühen Morgen sei wegen weiterer Aufräumarbeiten zunächst lediglich der rechte Fahrstreifen befahrbar. Zunächst hatte das WDR-Verkehrsstudio über den Vorfall berichtet.

Quelle: DPA

Köln: Hundertfacher Schwindel mit Überstunden bei Stadt? Behörden prüfen 

Möglicherweise hundertfach zu Unrecht abgerechnete Überstunden bei der Stadt Köln haben die Behörden auf den Plan gerufen. Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" (Donnerstag) hat das Rechnungsprüfungsamt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die den Anfangsverdacht einer Straftat prüfe.

"Im Rahmen einer Untersuchung des städtischen Rechnungsprüfungsamtes sind zwei Fälle mit einer pauschalen Auszahlung von Stunden festgestellt worden, bei denen derzeit in Rede steht, dass die Arbeit nicht geleistet wurde", erklärte die Stadt am Donnerstagabend auf dpa-Anfrage. Bei einer Person seien 125 Überstunden über einen Zeitraum von 5 Monaten, bei einer weiteren 540 Überstunden in einem Zeitraum von 2 Jahren und 3 Monaten ausgezahlt worden, hieß es. Weitere Details zu den Fällen nannte die Stadt nicht.

Die Antikorruptionsbeauftragte der Stadt habe Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Mittwoch informiert. Die Stadt habe Disziplinarverfahren eingeleitet, die Auszahlung weiterer Stunden sei gestoppt worden.

Quelle: DPA

 


Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 20. August

Elsdorf: 22-Jähriger versprüht Reizgas in Tankstelle

Ein 22 Jahre alter Mann versprühte in einer Tankstelle im nordrhein-westfälischen Elsdorf Reizgas, nachdem er zunächst des Ladens verwiesen wurde. Der Mann betrat das Geschäft am Mittwochabend trotz der Corona-Auflagen ohne Mund-Nasen-Schutz, weshalb eine Angestellte ihn hinausschickte. Daraufhin wurde der 22-Jährige ausfällig, beleidigte die Angestellte und andere Kunden und ging. Laut Polizeibericht kehrte er dann nochmals zurück, dieses Mal mit Maske und kaufte Zigaretten. Kurz danach verspürten die anderen Anwesenden im Laden ein Kratzen im Hals und brennende Augen, bis hin zu Atemnot und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Wie eine Überprüfung der Überwachungsaufnahmen bestätigte, versprühte der 22-jährige Mann bei seinem zweiten Ladenbesuch heimlich Reizgas. Drei Personen wurden dadurch leicht verletzt. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen zusammen mit seinem Vater noch in Tatortnähe stellen. Offenbar waren beide Männer stark alkoholisiert. Auf den jungen Mann kommt ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung zu.

Quelle: Polizei Rhein-Erft-Kreis

Neuss: Frau nach Drogenfahrt ohne Führerschein unterwegs

Ein Polizist aus dem Rhein-Kreis-Neuss hat eine Frau auf frischer Tat ertappt – zum zweiten Mal. Die Frau wurde bereits vor einem Jahr auffällig, nachdem sie alkoholisiert und unter Drogeneinfluss Auto gefahren war. Die Fahrerlaubnis wurde ihr daraufhin von dem Beamten entzogen – was sie offenbar aber nicht aufhielt, sich trotzdem wieder hinter das Steuer zu setzen. Als der Polizist sie nun erneut beim Fahren eines PKW anhielt, gab sie unvermittelt zu, dass sie jetzt ohne Führerschein fuhr: Sie hätte bisher keine Zeit gehabt, sich um einen neuen Führerschein zu kümmern. Der Frau wurde die Weiterfahrt untersagt, ihr droht ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

Bühl: Schlafwandler läuft nackt durch die Stadt

Im baden-württembergischen Bühl im Kreis Rastatt traf eine Polizeistreife nachts um kurz nach 3 Uhr auf einen nackten Mann, der in einem Wohngebiet umherlief. Wie die Polizei berichtete, ging der 57-Jährige allerdings nicht im Adamskostüm spazieren, sondern schlafwandelte. Er war zu Gast in einem Hotel und konnte sich nicht daran erinnern, wie er an die Stelle gelangt war, wo er auf die Beamten traf. "Während des kurzen Obdach in den Diensträumen der Beamten, erinnerte er sich jedoch an seine örtliche Herberge", heißt es. Da der Schlafwandler nackt wie er war auch keinen Schlüssel dabei hatte, kontaktierten die Polizisten den Hotelier, der den Ausflügler wieder in sein Zimmer einließ. 

Quelle: Polizei Offenburg

Oldenburg: Nach Schütteltod eines Babys steht 33-Jähriger vor Gericht

Er soll sein Baby so heftig geschüttelt haben, dass der Säugling starb. Seit diesem Donnerstag muss sich ein 33 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Oldenburg wegen Totschlags verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen vor, seinen etwa zweieinhalb Monate alten Sohn an einem Morgen Anfang März 2018 in Wilhelmshaven tödlich verletzt zu haben. Wie die Mutter des Kindes am ersten Verhandlungstag vor Gericht schilderte, war ihr damaliger Verlobter zur mutmaßlichen Tatzeit für die Betreuung des Babys zuständig, da sie ihrer Ausbildung als Mechatronikerin nachging. Der Angeklagte war demnach nicht der leibliche Vater des Babys, hatte die Vaterschaft aber anerkannt. (Az.: 5 Ks 21/19)

Quelle: DPA

Berlin: Mann fährt illegal hinten auf Fernbus mit

In Berlin hat die Polizei am Mittwoch einen Mann buchstäblich aus dem Verkehr gezogen, der zuvor illegal auf der A100 auf dem Fahrradanhänger eines Busses in Richtung Hamburg mitgefahren war. Auf Twitter posteten die Beamten ein Foto der lebensgefährlichen Aktion mit dem Zusatz: "#Trittbrettfahrer ohne Fahrschein gestern auf der #A100". Wer das Foto gemacht hat, blieb unklar.

Die "B.Z." berichtete unter Bezug auf die Polizei, der halbnackte Mann sei zunächst von Mitarbeitern eines Abschleppdienstes bemerkt worden, die den Busfahrer zum Anhalten brachten. Bei der Überprüfung hätten die Beamten festgestellt, dass der Mann stark angetrunken war. Er war demnach nicht mehr in der Lage, den Atemalkoholtest durchzuführen. Zur Überprüfung der Identität und einer Blutabnahme wäre der Mann vorübergehend festgenommen worden. Es wird vermutet, dass er eine rote Ampel zum Aufsteigen nutzte. Der Mann wird sich mit Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Erschleichen von Leistungen auseinandersetzen müssen. 

Quellen: Polizei Berlin (Twitter), "B.Z."

Urbar: Verunglückter Heißluftballon mit 100-Meter-Kran geborgen

Nach dem tödlichen Absturz eines Heißluftballons gegenüber dem Loreley-Felsen am Rhein haben Höhenretter mit einem riesigen Kran das Fluggerät aus einem Steilhang geborgen. Der laut Polizei mehr als 100 Meter hohe Kran stand am Donnerstag auf einem Campingplatz am Rhein. Sein Ausleger ragte über die Bundesstraße 9 und die viel befahrene Bahnstrecke Mainz-Koblenz. Beide Verkehrswege wurden mehrere Stunden gesperrt. Der Spezialkran beförderte in einer roten Gondel Höhenretter sowie eine Expertin der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zum Absturzort unterhalb des Höhendorfs Urbar im Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die Höhenretter schnitten der Polizei zufolge mit Motorsägen die dunkelblaue Ballonhülle und deren Korb frei. Beides wurde nacheinander von dem Kran zu Boden befördert. 

Bei dem Absturz am Sonntag waren der Pilot getötet und die sechs Passagiere verletzt worden – zwei von ihnen schwer. Eine Windböe hatten den Ballon nach bisherigen Erkenntnissen bei der Landung erfasst. Der Korb schlug daraufhin mehrfach auf einem Acker auf. Der Heißluftballon wurde über einen Abhang geweht und verfing sich an dem Steilhang direkt über einem historischen Bahntunnelportal in den Bäumen. Die Ermittlungen von Polizei und BFU dauern an.

Quelle: DPA

Trier: Nachbar mit Messer angegriffen

In Trier wurde am Dienstagabend ein Mann mit einem Messer angegriffen, der seinen Nachbarn um Ruhe bitten wollte. Nach Angaben der Polizei hielt sich der 64-Jährige im gemeinsamen Hausflur auf, als er seinen Nachbarn wegen der Lärmbelästigung ansprach. Dieser bewaffnete sich unmittelbar mit einem größeren Brotmesser und stach mehrfach auf sein Gegenüber ein. Der Mann floh mit schwersten Schnittverletzungen im Gesicht in seine Wohnung, doch der 31-Jährige verfolgte ihn und versuchte sich Zugang zu verschaffen. Als die Polizei kurz darauf eintraf, ließ er sich zunächst widerstandslos festnehmen, wehrte sich dann jedoch entschieden. Er spuckte auf die Beamten und trat einem von ihnen gegen den Kopf. Dieser erlitt eine Gehirnerschütterung und musste für dienstunfähig erklärt werden. Wie die Polizei berichtet, führten bisherige Ermittlungen zu der Annahme, dass der 31-Jährige aufgrund einer psychischen Störung im Zustand verminderter Schuldfähigkeit handelte. Er wurde auf Antrag der Trierer Staatsanwaltschaft in ein geschlossenes psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

Quelle: Polizeidirektion Trier

Mettmann: Mann bricht in Wohnwagen ein – und geht auf Toilette

Von einem kuriosen Einbruchsdiebstahl berichtet die Polizei im nordrhein-westfälischen Mettmann. Zwischen Sonntag- und Montagmittag brach ein Unbekannter eine Scheibe eines Wohnwagens ein und stieg durch das Fenster ins Innere. Zwar durchsuchte er Schränke und Schubladen des Wagens nach Wertgegenständen, die Polizei vermutet aber einen anderen Grund hinter dem unerlaubten Besuch: Der Einbrecher musste auf Toilette. Nachdem er sein "Geschäft" erledigt hatte, nahm er sämtliche Küchenutensilien aus dem Wohnwagen mit und flüchtete. Dabei ließ er seine Geldbörse zurück, die allerdings keine Personalien enthielt. Die Polizei sucht nun nach Hinweisen. Zeugen werden gebeten, sich per Telefon an die Wache Erkrath unter der Rufnummer 02104 9480-6450 zu wenden.

QuelleKreispolizeibehörde Mettmann

Gera: Vergewaltigungs-Prozess gegen Hauptfeldwebel beginnt

In Gera muss sich an diesem Donnerstag ein Hauptfeldwebel wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe auf zwei Soldatinnen vor Gericht verantworten. Dem 45-Jährigen werden nach Auskunft des Amtsgerichts unter anderem sexuelle Nötigung und Vergewaltigung vorgeworfen. So soll er einer Soldatin mit der Veröffentlichung von Nacktbildern gedroht und sie so zu Sex gezwungen haben. Für den Prozess sind bislang drei weitere Verhandlungstermine bis Mitte September geplant.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Mittwoch, den 19. August


Dortmund: Zwei Fliegerbomben gefunden

Wie die Stadt Dortmund berichtet, wurden am Mittwochnachmittag im Rahmen von geplanten Baumaßnahmen zwei Weltkriegsbomben im Stadtgebiet am Rande des Westfalenparks entdeckt. Aus Sicherheitsgründen wurden rund 100 Anwohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Die B1 wurde in beide Richtungen gesperrt. Eine Entschärfung der Bomben wurde eingeleitet und soll noch heute abgeschlossen werden. Anschließend dürften auch zwei Stadtbahn-Linien wieder den Betrieb aufnehmen, die seit dem Nachmittag stillgelegt wurden.

Quelle: Website der Stadt Dortmund

Stendal: ICE-Lokführer lässt Mann auf freier Strecke zusteigen

Der Lokführer eines ICE hat auf der Strecke Berlin-Wolfsburg angehalten und einen offensichtlich hilflosen 27-jährigen Mann einsteigen lassen. Der Mann war am Dienstag auf freier Strecke bei Rathenow in Brandenburg direkt neben den Gleisen unterwegs, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Nachdem der Lokführer den Mann eingesammelt hatte, legte er einen außerplanmäßigen Halt in Stendal (Sachsen-Anhalt) ein. Dort übergab er den hilflosen 27-Jährigen der Bundespolizei. Durch den unplanmäßigen Stopp des ICE hatten weitere acht Züge Verspätungen.

Quelle: DPA

Hagen: Steuerbetrug in Millionenhöhe mit Softgetränken – drei Festnahmen

Wegen großangelegten Steuerbetrugs haben Ermittler am Mittwoch 50 Wohnungen und Geschäftsräume in NRW und weiteren Bundesländern durchsucht und drei Beschuldigte in Haft genommen. Der Hauptverdächtige soll über Jahre hinweg mit einem nicht angemeldeten Getränkegroßhandel und einem von ihm beherrschten Firmengeflecht mit Unternehmen in Deutschland und den Benelux-Staaten einen Steuerschaden von mehreren Millionen Euro verursacht haben, teilten die Staatsanwaltschaft Bochum und die Polizei Hagen mit. 

So soll er die Getränke zum Schein über seine Firmen ins Ausland vertrieben haben. Tatsächlich seien die Getränke aber im Inland geblieben und den Kunden ohne Rechnung verkauft worden, die sie dann schwarz weitervertreiben konnten. Insgesamt gehörten zu der Bande laut den Ermittlern mehr als 20 Beschuldigte. 

An den Durchsuchungen seien mehr als 150 Polizisten und 170 Bedienstete der Steuerfahndung beteiligt gewesen. Federführend bei den Ermittlungen ist die Abteilung zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Korruption bei der Staatsanwaltschaft Bochum. Auch die Abteilung gegen organisierte Kriminalität der Polizei Hagen beteiligt sich an dem Verfahren, ebenso wie Steuerfahnder aus Bochum und Hagen.

Quelle: DPA

Berlin: Zoo erwartet Gorilla-Nachwuchs im Herbst 

Der Berliner Zoo ist beim Erhaltungszuchtprogramm seiner Gorillas optimistisch: Gorilla-Weibchen Bibi erwarte Nachwuchs, teilte der Zoo nach einem Test am Mittwoch mit. Voraussichtlich im Herbst werde das Menschaffen-Baby geboren. Schon jetzt sei ein kleiner Kugelbauch zu sehen. Gorillas sind bis zu neun Monate lang trächtig. Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) war Gorilla-Männchen Sango im Februar 2019 aus Belgien in den Zoo Berlin gezogen. Der stattliche 16-jährige Silberrücken hatte sofort das Interesse von Bibi geweckt. Sie wich ihm nicht mehr von der Seite. Für das 23-jährige Weibchen wird es die erste Geburt. "Bibi hat einen ausgeglichenen und sehr fürsorglichen Charakter und wird sicherlich eine ganz fantastische Gorilla-Mama", sagte Revierleiter Christian Aust. Durch die Zerstörung des Lebensraumes und die illegale Jagd sind Westliche Flachlandgorillas vom Aussterben bedroht. Im Zoo Berlin leben insgesamt fünf dieser Tiere. Seniorin Fatou (63) gilt dabei nach Angaben des Zoos als ältester Gorilla der Welt.

Quelle: DPA

Reil: Hauswand droht auf Straße zu stürzen

Im rheinland-pfälzischen Reil hat sich die Außenwand eines Wohnhauses gelöst und droht auf die Straße zu stürzen. Wie die Polizei berichtet, hat die Straßenmeisterei eine großräumige Umleitung eingerichtet. Die Straße ist zurzeit für den Verkehr komplett gesperrt. Behördenvertreter haben in Absprache mit dem Hauseigentümer entschieden, dass Gebäude sofort abzureißen. Warum sich die Hauswand löste, ist bislang noch unklar. 

Nachrichten Deutschland Reil
Die kaputte Hauswand in der Gemeinde Reil
© Polizei Zell

Quelle: Polizei Zell

Tauberbischofsheim: Spaziergängerin von zwei Männern vergewaltigt – Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht nach der Vergewaltigung einer Frau nach den Tätern. Wie die Beamten berichteten, war die 36-Jährige am 23. April dieses Jahres zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr im Naturschutzgebiet Brachenleite unterwegs, als die beiden Männer die Spaziergängerin ansprachen. Sie hatten offensichtlich neben ihrem Auto auf Sie gewartet. Die beiden überwältigten die Frau und vergingen sich an ihr. Als ein Auto in der Nähe vorbeifuhr, ließen sie von der Frau ab und flüchteten. Die Täter können wie folgt beschrieben werden: 

  • zwischen 30 und 40 Jahre alt
  • südländisches Aussehen 
  • zwischen 1,60 Meter und 1,70 Meter groß 
  • beide sprachen gebrochenes Deutsch

Zeugen beobachteten zwei männliche Personen im Zeitraum zwischen 18 Uhr und 19 Uhr bei Grünsfeld auf dem halben Weg in Richtung Autobahnrasthof Ob der Tauber Ost. Von einer der beiden konnte ein Phantombild gefertigt werden. Es kann auf der Fahndungsseite der Polizei Baden-Württemberg angesehen werden. Ob die Person als Tatverdächtiger oder als Zeuge in Betracht kommt, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest. 

Quelle:Polizeipräsidium Heilbronn

Flensburg: Junge Frauen aus vorbeifahrendem Auto mit rohen Eiern beworfen

In Flensburg haben Unbekannte aus einem fahrenden Auto heraus vier junge Frauen mit rohen Eiern beworfen. Laut Polizei geschah der Vorfall am Samstagabend gegen 23 Uhr am Burgplatz. Eine der jungen Frauen wurde von einem Ei am Knie getroffen und zog sich dadurch einen Bluterguss zu. Jetzt ermittelt die Polizei. 

Eine junge Frau zeigt ihren Bluterguss
Die junge Frau erlitt durch den Eierwurf einen Bluterguss auf dem Oberschenkel
© Polizei

Quelle:Polizeidirektion Flensburg

Büren: Sprengsatz gefunden, Schulen evakuiert

In Büren im Kreis Paderborn in NRW hat die Polizei am Mittwoch eine Gesamtschule sowie eine angrenzende Grundschule evakuiert. Wie die Beamten auf Twitter mitteilten, wurde an der Gesamtschule eine "unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung" gefunden. Es bestehe allerdings keine Gefahr für Lehrer und Schüler. Die Hintergründe werden demnach zur Stunde geklärt. Wie die "Neue Westfälische" berichtete, soll der gefundene Gegenstand wie eine Handgranate aussehen. Sie befand sich demnach bei der Evakuierung noch in einem Klassenraum. Ein Elfjähriger hatte angegeben sie "gefunden" und einem Mitschüler gezeigt zu haben. Dies sah eine Lehrkraft und löste umgehend Feueralarm für die gesamte Schule aus. Schüler und Lehrer hätten daraufhin ruhig und geschlossen das Gebäude verlassen. Auch die benachbarte Josefs-Grundschule wurde geräumt. Auf der Internetseite der Gesamtschule werden Eltern gebeten, nicht zur Schule zu kommen. Alle Schüler seien in Sicherheit und würden von den Lehrkräften betreut und versorgt. 

Update 13.30 Uhr: Inzwischen bestätigte die Polizei via Twitter, dass es sich bei dem Sprengsatz um eine Handgranate handelte. Eine Gefahr bestehe jedoch nicht.

Update 13.38 Uhr: Offenbar handelte es sich bei dem Gegenstand doch nicht wie zuerst berichtet um eine echte Handgranate, sondern nur um eine "sehr gut gemachte Attrappe", wie die Polizei via Twitter mitteilte. 

Quelle: Polizei Paderborn (Twitter), "Neue Westfälische", Webseite der Schule

Stralsund: Verletzter Seeadler bleibt nach Kollision mit Regionalzug an Lok hängen

Ein Seeadler ist in Mecklenburg-Vorpommern gegen einen Regionalzug geprallt und verletzt im Frontbereich der Lok hängengeblieben. Der Lokführer habe den Vogel am Mittwoch bei einem Kontrollgang im Bahnhof von Neubrandenburg entdeckt, teilte die Bundespolizei in Stralsund mit. Zufällig anwesende Bundespolizisten hätten ihm geholfen und einen Experten eines Tierschutzvereins alarmiert. Der Greifvogelfachmann befreite den etwa fünf- bis sechsjährigen Seeadler, der sich im Bereich der Lokpuffer verfangen hatte. Das Tier hatte demnach einen gebrochenen Flügel und wurde zu einem Tierarzt gebracht. Im Bahnverkehr kam es zu einer Verspätung.

Quelle: AFP

Althegnenberg: Verdächtiger sitzt nach Messerangriff in ICE in U-Haft

Der Mann, der in einem ICE mit einem Messer auf einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn eingestochen haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. "Er wurde am Dienstag in eine Justizvollzugsanstalt überstellt", sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Der 25-Jährige steht im Verdacht, den Fahrkartenkontrolleur am Sonntagnachmittag in einem ICE auf der Strecke zwischen München und Augsburg nahe Althegnenberg (Landkreis Fürstenfeldbruck) unvermittelt ins Gesicht geschlagen zu haben. Anschließend soll er mehrfach mit einem Messer zugestochen haben. Nach Angaben der Polizei wurde der 60-Jährige dabei schwer am Hals verletzt. Nachdem der verletzte Kontrolleur den Zug durch eine Notbremsung zum Stehen gebracht hatte, zerschlug der Angreifer ein Fenster und flüchtete. Der Verdächtige konnte am Montag während einer Fahrt in einem anderen ICE bei Erfurt festgenommen werden, nachdem ihn ein Zugbegleiter aufgrund einer von der Polizei veröffentlichten Täterbeschreibung erkannte. 

Quelle: DPA

Borken: Hund findet Brötchen mit Klingen darin

Am Montag hat ein Hund im westfälischen Borken in einem städtischen Beet einen gefährlichen Fund gemacht: Wie die Polizei berichtet, apportierte er ein Brötchen. Der Inhalt: Ketchup und drei scharfe Klingen, vermutlich aus einem Schaber. "Die Klingen waren geeignet, Verletzungen bei Mensch oder Tier hervorzurufen", heißt es in der Pressemitteilung. Der Vierbeiner blieb unverletzt. Die Herkunft des gefährlichen Snacks ist unklar,  die Polizei ermittelt nun wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. 

Brötchen Klingen
Dieses Brötchen mit gefährlichem Inhalt brachte der Hund seinem Besitzer
© Polizei

Quelle:Polizei Borken

Berlin: Polizei untersucht Munitionskiste auf Stadtautobahn

Nach mehreren Unfällen haben Kriminaltechniker am Dienstagabend auf der Berliner Stadtautobahn eine dort abgestellte Munitionskiste untersucht. Ein Autofahrer habe zuvor ersten Erkenntnissen zufolge mehrere Unfälle verursacht und dann angekündigt, in der Kiste befinde sich ein "gefährlicher Gegenstand", sagte eine Polizeisprecherin in der Nacht. Kriminaltechniker entdeckten darin ihren Angaben zufolge aber nichts Verdächtiges, sondern nur Werkzeug. Nun ermittle der polizeiliche Staatsschutz gegen den 30-Jährigen – eine politische oder religiöse Tatmotivation könne nicht ausgeschlossen werden. Ob der Mann die Unfälle absichtlich herbeigeführt habe oder nicht, sei noch unklar. 

Kriminaltechniker untersuchen auf der Berliner Stadtautobahn A100 auf der Höhe der Ausfahrt Alboinstraße einen Pkw
Kriminaltechniker untersuchen auf der Berliner Stadtautobahn A100 auf der Höhe der Ausfahrt Alboinstraße einen Pkw 
© Paul Zinken / DPA

Bei drei aufeinander folgenden Unfällen seien sechs Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Als der Wagen des 30-Jährigen stand, sei er ausgestiegen und habe behauptet, in einer Munitionskiste, die er auf die Straße stellte, befinde sich ein gefährlicher Gegenstand. Sprengstoffspuren seien im Auto nicht gefunden worden, sagte die Sprecherin auf Anfrage. Der Fahrer sei festgenommen worden. Sicherheitshalber sei die Stadtautobahn weiträumig über Stunden gesperrt worden.

Update 9.35 Uhr: Die Unfälle sind wahrscheinlich islamistisch motiviert gewesen. Die Äußerungen des Fahrers legten eine religiös motivierte Tat nahe, sagte der Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. 

Quelle: DPA, AFP

Paderborn: Disziplinarverfahren gegen Polizisten wegen Rassismus 

Wegen nach Polizeiangaben rassistischer Äußerungen ist gegen einen Polizisten in Paderborn ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft Paderborn untersuche außerdem, ob die Aussagen strafbar seien, teilte die Kreispolizeibehörde Paderborn am Dienstag mit. Anfang August hatten Kolleginnen und Kollegen des Beamten demnach ihren Vorgesetzten über dessen auffällige Äußerungen mit rassistischem Inhalt informiert. Der 45-Jährige sei im Streifendienst tätig gewesen und werde nun in eine andere Dienststelle im Innendienst versetzt.

Quelle: DPA

NRW: Geldautomaten-Gangster erbeuteten mehr als 30 Millionen Euro

Gangster, die in Nordrhein-Westfalen reihenweise Geldautomaten in die Luft jagen, haben in fünf Jahren schon mehr als 30 Millionen Euro erbeutet. Das hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) auf Anfrage der SPD-Fraktion mitgeteilt. Seit 2015 hätten die Täter bei Hunderten Coups insgesamt 30,6 Millionen Euro gestohlen. Die Betreiber der Geldautomaten müssten die Polizei stärker unterstützen. Er werde im kommenden Monat die Repräsentanten der Banken zu einem Fachgespräch einladen, kündigte der Innenminister an. Ein wirksamerer Schutz der Geldautomaten gegen Angriffe sei möglich und solle auch angestrebt werden.

Quelle: DPA

Walluf: Zwei Schiffe stoßen auf Rhein zusammen – Defekt vermutet

Zum Glück lief keine Ladung aus: Auf dem Rhein sind am Dienstagnachmittag ein Tankschiff und ein Güterschiff zusammengestoßen. Menschen seien nicht verletzt worden, teilte die hessische Polizei am Abend mit. Ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Wiesbaden deuteten demnach auf einen technischen Defekt als Ursache für den Unfall bei Walluf in der Nähe von Mainz und Wiesbaden hin. Bei einem mit gut 1.300 Tonnen Naptha (Rohbenzin) beladenen Tankschiff sei die Ruderanlage ausgefallen, schrieb die Polizei. Daraufhin sei es abgetrieben und mit einem entgegenkommenden Güterschiff zusammengestoßen. Dieses habe 1.200 Tonnen Saatgut geladen. Beide Schiffe seien beschädigt worden, es sei aber keine Ladung ins Wasser gelangt. Behörden untersagten dem Tankschiff vorerst die Weiterfahrt, bis die Ursache geklärt sei und ein Sachverständiger bestätige, dass es fehlerfrei funktioniere, hieß es.

Quelle: DPA

Oschersleben: Starker Regen spült Straße aus – Fahrzeug beschädigt

Starker Regen hat am Dienstagabend in Oschersleben-Beckendorf (Landkreis Börde) nach Angaben der Feuerwehr Pflastersteine aus einer Straße gespült. Ein Auto wurde beschädigt, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle der Feuerwehr des Landeskreises Börde am Dienstagabend. Nach ersten Erkenntnissen sind mehrere Straßen überflutet. Die Ortschaft sei vorerst für den Autoverkehr gesperrt worden. Die Feuerwehr sei mit sieben Fahrzeugen vor Ort. Mindestens ein Keller sei außerdem mit Wasser vollgelaufen. Laut dem Sprecher ist eine Unwetterfront durch den Ortsteil gezogen.

Ein Auto, das von den Wassermassen mitgerissen wurde, hängt in einem Bachbett.
Ein Auto, das von den Wassermassen mitgerissen wurde, hängt in einem Bachbett nach einem heftigen Unwetter mit Starkregen und Hagel
© Florian Voigt / DPA

Quelle: DPA

 


Nachrichten von Dienstag, den 18. August

Hamburg: Hundehaufen überführt Einbrecher

Erst hatten sie kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Weil ein Einbrecher in der Nähe des Zielobjekts unfreiwillig seinen Fußabdruck hinterließ, hatte die Polizei in Hamburg leichtes Spiel. Wie die Beamten am Dienstag berichteten, wollte der 27-Jährige am Freitagabend mit einem Komplizen in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses einsteigen. Dabei lösten die beiden offenbar die Alarmanlage aus und schreckten so die 41-jährige Mieterin auf. Die übersichtliche Beute des Duos: Eine Handvoll Kleidung und einige Handtücher, die sie vor der Flucht vom Wäscheständer rissen. Als die Polizei am Tatort eintraf, fanden Ermittler ein mit Hundekot beschmiertes Handtuch. Den Fußabdruck des 27-Jährigen entdeckten sie nicht weit entfernt im dazu gehörigen Haufen. Der Mann hatte offenbar noch versucht, Spuren an seiner Schuhsohle zu verwischen. Anhand des Schuhprofils habe man den mutmaßlichen Täter noch am Abend identifiziert und mit seinem 19-jährigen Komplizen festgenommen, so die Polizei. Zuerst hatte das "Hamburger Abendblatt" über den Fall berichtet.

Quelle: DPA

Berlin: Unbekannter schubst Frau auf S-Bahngleis

Eine Frau ist in Berlin-Friedenau auf die Gleise der S-Bahn gestoßen worden, konnte aber von Helfern rechtzeitig gerettet werden. Der Fahrer einer herannahenden S-Bahn erkannte laut einer Mitteilung der Polizei die Situation rechtzeitig und brachte seinen Zug vor der Einfahrt in den Bahnhof zum Stehen. Die 54-Jährige stand am Montagabend auf dem S-Bahnhof Innsbrucker Platz, als sich ein Mann näherte und sie plötzlich ins Gleisbett schubste. Der Mann flüchtete. Zeugen halfen der Frau zurück auf den Bahnsteig. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen und kam in ein Krankenhaus. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Quelle: DPA

Osnabrück: Elfjähriger flüchtet mit Kleinbus vor der Polizei 

In einem Kleinbus und mit teils zu hohem Tempo ist ein Elfjähriger in der Nacht zum Dienstag vor der Polizei in Osnabrück geflüchtet und hat dabei mehrere Autos beschädigt. Die Beamten wollten den in Schlangenlinien und ohne Licht fahrenden neunsitzigen Bus kontrollieren. Dessen Fahrer habe aber nicht auf die Anhaltesignale reagiert, sondern Gas gegeben, teilte die Polizei mit. Das Kind missachtete demnach auf der Flucht rote Ampeln, beschädigte mehrere geparkte Autos, prallte gegen ein entgegenkommendes Auto und umfuhr eine Straßensperre der Polizei. Die Fahrt endete schließlich an einer zweiten Straßensperre. Der deutlich älter aussehende, in einer Wohngruppe im Kreis Osnabrück lebende Junge erklärte, er habe sich den Schlüssel für den Bus unbemerkt genommen, um jemanden in Osnabrück zu besuchen. Verletzt wurde niemand.

Quelle: DPA

Celle: Frau lässt mit 102 Jahren einen Trickbetrüger abblitzen

Geistesgegenwärtig hat eine 102 Jahre alte Frau in Celle einen Betrüger abblitzen lassen, der sich fälschlich als Polizist ausgegeben hat. Nach Polizeiangaben vom Dienstag hatte der Trickbetrüger tags zuvor die Frau angerufen und ihr eine Lüge aufgetischt: Ihre Tochter habe einen tödlichen Unfall verursacht, sitze im Gefängnis und könne nur gegen Kaution freigelassen werden. Nötig seien mehrere Zehntausend Euro. Doch die 102-Jährige durchschaute den Trick und sagte dem Anrufer, dass sie nicht so viel Geld habe. Daraufhin legte der Betrüger auf.

Auch in Neubrandenburg entging eine Seniorin der selben Masche - wenn auch nur durch Zufall. Eine falsche Schwiegertochter hatte die 81-Jährige am Montag angerufen und ihr vorgegaukelt, der Sohn der Rentnerin habe einen tödlichen Unfall verursacht und sitze deshalb in Polizeigewahrsam. Er könne aber gegen Zahlung von 18 000 Euro wieder freikommen, sofern die Frau niemandem davon erzähle. Sie fuhr per Taxi in die Innenstadt, hob 16 000 Euro vom Ersparten ab und ging bei der Polizei vorbei. In der Zwischenzeit hätten die Betrüger 16 mal versucht, die Neubrandenburgerin auf dem Handy anzurufen, was diese wohl überhört hatte. Die Polizei verständigte dann den echten Sohn.

Quelle: DPA

Urbar: Bergung von Heißluftballon nach Absturz frühestens Donnerstag

Nach dem Absturz eines Heißluftballons gegenüber dem bekannten Loreley-Felsen in Rheinland-Pfalz wird dieser frühestens am Donnerstag geborgen. Es müsse Spezialgerät angefordert werden, teilte das Polizeipräsidium in Koblenz am Dienstag mit. Zudem müssten noch Absprachen getroffen werden, da während der Bergung eine Bundesstraße und die linksrheinische Bahnlinie vermutlich mehrere Stunden lang gesperrt werden müssten. Bei dem von einer Windböe ausgelösten Absturz am Sonntagabend nahe Urbar waren der Pilot getötet und alle sechs Passagiere verletzt worden - zwei von ihnen schwer.  

Die blaue Hülle eines Heißluftballons hängt nach einem Unfall am Sonntagabend im Hang
Die blaue Hülle eines Heißluftballons hängt nach einem Unfall am Sonntagabend im Hang, verfangen in Bäumen, oberhalb des Rheintals bei St. Goar
© Thomas Frey / DPA

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Hamburg: Orang-Utan-Baby im Tierpark Hagenbeck heißt Batu

Das im Mai geborene Orang-Utan-Baby im Hamburger Tierpark Hagenbeck hört künftig auf den Namen Batu. Wie der Tierpark am Dienstag mitteilte, ist das das Ergebnis einer Umfrage in den Social-Media-Kanälen des Zoos. Batu ist eine Zusammensetzung aus den Namen Batak und Tuan, die ebenfalls zu der Menschenaffengruppe gehören. Tuan ist zudem der Vater des Babys. Zufrieden mit dem Namen ist auch Tjark Rüther-Sebbel: "Dass die Wahl auf Batu gefallen ist, finde ich gut, da der Name auch mein Favorit war", sagte der Tierpfleger im Orang-Utan-Haus. Batu war am 24. Mai geboren worden und entwickelt sich nach Informationen des Tierparks sehr gut. "Er interessiert sich immer mehr für die anderen Familienmitglieder und ist wacher und aufmerksamer. Inzwischen kann sich Batu sogar selbstständig bei Mama Toba festhalten", hieß es in der Mitteilung. Im Hamburger Tierpark leben insgesamt neun Sumatra-Orang-Utans.

Quelle: DPA

Althegnenberg/Erfurt: Tatverdächtiger nach Messerangriff in ICE festgenommen

Nach einem Messerangriff auf einen Fahrkartenkontrolleur in einem ICE ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Einem Zugbegleiter sei am Montag während einer Fahrt nahe Erfurt ein Mann aufgefallen, der auf die von der Polizei veröffentlichte Täterbeschreibung passte, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Gemeinsam mit einem Polizisten, der zu der Zeit ebenfalls im ICE saß, habe er den 25-Jährigen angesprochen. 

Der Polizist habe den Mann schließlich festgenommen und in Erfurt an die Bundespolizei übergeben. Er soll im Laufe des Dienstags einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Mann steht im Verdacht, einen 60 Jahre alten Kontrolleur am Sonntagnachmittag in einem ICE auf der Strecke zwischen München und Augsburg nahe Althegnenberg (Landkreis Fürstenfeldbruck) unvermittelt ins Gesicht geschlagen zu haben. Anschließend soll er mehrfach mit einem Messer zugestochen haben. Nach Angaben der Polizei ist der 60-Jährige dabei schwer am Hals verletzt worden.

Trotz seiner Verletzungen konnte er noch eine Notbremsung einleiten. Nachdem der Zug stand, zerschlug der Täter eine Außenscheibe und flüchtete. Zu den genauen Hintergründen der Tat konnte der Polizeisprecher zunächst keine Angaben machen. 

Quelle: DPA

Rügen: Urlauber von Steilküste gerettet

Zwei Rügen-Urlauber sind beim Abstieg der Steilküste rund zwei Kilometer nördlich vom Königstuhl in eine Notlage geraten. Die beiden 18 und 19 Jahre alten Männer waren etwa auf 60 Meter Höhe, als der 19-Jährige nicht weiterkam und sich an einen Ast klammerte. Sein Freund konnte ihm nicht helfen. Ein Urlauber aus Österreich hörte die Hilferufe der beiden und alarmierte die Polizei. Wie die Beamten am Dienstagmorgen berichteten, kamen anschließend die Höhenrettung der Freiwilligen Feuerwehr aus Sassnitz, Polizeibeamte der Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz, ein Rettungshubschrauber und ein Notarzt zum Einsatz. Letzterer stellte bei dem 18-Jährigen zwei kleine Schürfwunden fest. Die Polizei weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass nur die freigegebenen Abstiege zu nutzen sind.

Quelle: Polizei Neubrandenburg

Trier: Dunkelhäutige Fußballspieler rassistisch angegriffen

In Trier sind mehrere Fußballspieler aus offenbar rassistischen Motiven angegriffen worden. Die 16-köpfige Gruppe dunkelhäutiger Menschen sei rassistisch beleidigt und mit Steinen und Tischbeinen attackiert worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Opfer hätten versucht, sich zu verteidigen und bis zum Eintreffen der Polizei von den Tätern Abstand zu halten. Gegen zwei Männer und eine Frau zwischen 29 bis 51 Jahren wird demnach wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung ermittelt. Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagabend.

Quelle: AFP

Frankfurt: Brutaler Polizeieinsatz sorgt für Kritik

Nach einem Polizeieinsatz im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen sind dienstrechtliche Maßnahmen gegen einen Polizisten eingeleitet worden. Dabei geht es um den Vorwurf von Polizeibrutalität bei einer Festnahme. Nach Angaben der Polizei hatten die Beamten einer alkoholisierten Gruppe einen Platzverweis erteilt. Dabei sei ein 29 Jahre alter Mann "zu Boden gebracht" und sein Widerstand gebrochen worden, so die Polizei. 

Ein in sozialen Netzwerken kursierendes Handy-Video zeigt Tritte und Schläge. Es soll "zu unzulässiger Gewaltanwendung seitens der Polizeibeamten gegen den am Boden liegenden Tatverdächtigen gekommen sein", hieß es in der Polizeimitteilung dazu. In dieser Phase habe sich der Einsatzleiter eingeschaltet, einen Polizeibeamten zur Seite genommen und den Vorfall später intern gemeldet. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft habe Kenntnis von dem Vorfall, hieß es. "Eine am Boden liegende und fixierte Person zu treten, ist durch nichts zu rechtfertigen", sagte Hermann Schaus, der innenpolitische Sprecher der Linken im hessischen Landtag. "Dass bei der Szene nur zwei von etwa 20 der anwesenden Polizeibeamtinnen und - beamten dagegen einschreiten, oder kritisierende Beobachter der Szene angreifen und durch den Einsatz von Pfefferspray zu vertreiben versuchen, macht mich fassungslos."

Quelle: DPA

Berlin: Fünf Polizeibeamte bei Einsatz verletzt

In Berlin sind fünf Polizeikräfte bei einem Einsatz verletzt worden. Die Beamten wurden gegen kurz vor 14 Uhr nach Neukölln gerufen, weil zwei Frauen in Streit geraten waren. Im Verlauf mischten sich weitere Personen ein und schlugen auf den Freund der 26-Jährigen ein. Die Polizisten brachten die zwei Tatverdächtigen zu Boden, woraufhin sich fünf Personen im Alter zwischen 15 sowie 60 Jahren einmischten und die Einsatzkräfte attackierten. Mit Hilfe von Reizgas und weiterer Einsatzkräfte hielten die Beamten die Angreifer auf Distanz. Neben der 31-jährigen Frau, die bei dem Streit mit ihrer Freundin eine blutende Kopfverletzung erlitten hatte, wurden zwei Polizistinnen und drei Polizisten bei den Übergriffen verletzt. Ein Beamter erlitt einen zweifachen Bruch des Daumens und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Quelle:Polizei Berlin

Rendsburg: Mann tot aus Obereiderhafen geborgen

Im Rendsburger Obereiderhafen ist am Montagabend ein Mann ertrunken. Laut Nachrichtensender N-TV, war der 39-Jährige betrunken ins Wasser gestürzt. Eine Reanimation war demnach vergebens. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Quelle: NTV

Wilnsdorf: Schulbus fährt gegen Baum – 14 Verletzte

Bei einem Schulbus-Unfall im Siegerland (Nordrhein-Wesfalen) sind am Montagmorgen 13 Kinder und die Fahrerin verletzt worden. Die 41-jährige sowie drei Kinder wurden in Krankenhäusern versorgt. Es bestehe aber in keinem der Fälle Lebensgefahr, erklärte ein Kreissprecher. Nach Polizeiangaben geriet der mit 28 Schulkindern besetzte Bus am frühen Morgen hinter einer Kurve in Wilnsdorf aus zunächst ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und prallte dann frontal gegen einen Baum. Die Feuerwehr war den Angaben zufolge mit 50 Kräften vor Ort, auch Notfallseelsorger und der Opferschutz der Polizei kümmerten sich um die Betroffenen. Die Unfallstelle blieb für mehrere Stunden gesperrt.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Montag, den 17. August


Bergisch Gladbach: Polizei nimmt Erpresser eines Kölner Unternehmers bei Geldübergabe fest 

Bei der Geldübergabe in der Wahner Heide bei Köln hat die Polizei den Erpresser eines Kölner Unternehmers festgenommen. Der Täter hatte von dem 51-jährigen Inhaber einer mittelständischen Firma am vergangenen Dienstag per SMS einen höheren Geldbetrag gefordert, wie die Polizei am Montag in Bergisch Gladbach mitteilte. Anderenfalls drohte der Erpresser demnach damit, den beiden Töchtern des Firmeninhabers Gewalt anzutun.    

Nach umfangreiche Ermittlungen gelang der Polizei am Freitag bei der Geldübergabe in dem Heidegebiet im Rheinisch-Bergischen Kreis die Festnahme eines Tatverdächtigen. "Der Festgenommene entpuppte sich als aktueller Firmenmitarbeiter in Geldnöten", hieß es im Polizeibericht. Der geständige Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

Quelle: DPA

Leipzig: Pkw verfolgt Moped und bringt Fahrer zu Fall 

Bei einer Verfolgungsjagd in der Leipziger Innenstadt ist am Samstag ein Rollerfahrer schwer verletzt worden. Auslöser war offenbar ein Blitzer. Wie die "Leipziger Volkszeitung" am Sonntag berichtete, hatte zunächst ein Autofahrer wegen einer Radarfalle abrupt gebremst. Der Rollerfahrer hinter ihm konnte demnach nur mit Mühe ausweichen, touchierte den Außenspiegel des Pkw und fuhr weiter. Unter ständigem Hupen soll der 58-jährige Fahrer des Autos das Moped danach verfolgt haben. Laut Polizei überholte er den Roller wenige hundert Meter später rechts auf dem Radweg und drängte den Fahrer nach links ab. Dabei stürzte der 59-Jährige und verletzte sich so schwer, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Polizei ermittelt nun gegen den aggressiven Autofahrer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und fahrlässiger Körperverletzung. 

Quelle: "Leipziger Volkszeitung"

Brakel: Angler schießt mit Schreckschusswaffe auf Jugendliche 

Am Sonntag eskalierte ein Streit zwischen einem 57-jährigen Angler und mehreren Jugendlichen in Brakel im Kreis Höxter im Osten von Nordrhein-Westfalen. Die Jugendlichen hatten Silvester-Böller im Bereich einer Minigolf-Anlage gezündet – sehr zum Ärgernis von Anglern, die sich in der Nähe befanden. Als der 57-Jährige die Jugendlichen darauf ansprach, entwickelte die Situation sich zu einer verbalen Auseinandersetzung. Der Angler griff schließlich zu seiner Schreckschusswaffe und feuerte zweimal auf die Jugendlichen. Die Polizei konnte die Situation beruhigen und die Pistole sicherstellen. Da der Angler offenbar unter dem Einfluss alkoholischer Getränke stand, wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, alle Beteiligten blieben unverletzt.

Quelle: Polizei Höxter

Grimma: Zwölfjähriger in Gartenteich ertrunken

Beim Baden im Gartenteich ist am Freitag im sächsischen Grimma ein Junge ertrunken. Wie die "Leipziger Volkszeitung" unter Berufung auf die Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst am Samstag berichtete, soll der Zwölfjährige auf dem Grundstück seiner Eltern verunglückt sein. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde der Leichnam am Freitagabend geborgen. Die Behörden leiteten ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren ein. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ordnete eine Obduktion zur Klärung der Todesursache an. Die Ermittlungen dauerten an. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

Quelle: AFP

Herbertingen: Elf Verletzte bei Zusammenstoß von Lkw mit Zug

Beim Zusammenstoß eines Zugs mit einem Lastwagen an einem Bahnübergang im baden-württembergischen Herbertingen (Kreis Sigmaringen) sind elf Menschen leicht verletzt worden. Ein Regionalexpress aus Richtung Ulm sei am Montagmorgen mit einem Lastwagen kollidiert, der auf den Gleisen stand, teilte die Bundespolizei mit. Der Zug war kurz vor dem Aufprall mit etwa 80 Stundenkilometern unterwegs gewesen. Unter den Verletzten waren auch der Lastwagenfahrer und der Lokführer. Nach der Kollision war unter anderem ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Die Bahnschranken waren den Angaben nach zum Zeitpunkt des Unfalls geöffnet. An dem Übergang befinde sich derzeit eine Baustelle. Die Schranken müssen laut einer Sprecherin manuell geschlossen werden. Warum sie geöffnet waren, werde nun ermittelt. Die Strecke blieb bis auf weiteres gesperrt, ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Quelle: DPA

Schwerin: Angetrunkener Raser zweimal zu schnell mit 350-PS-Jacht ertappt

Einen Bootsraser hat die Wasserschutzpolizei auf dem Schweriner See ertappt. Wie ein Sprecher der Polizei am Montag sagte, war der 49-jährige Mann am Sonntagabend zum ersten Mal aufgefallen, als er mit Gästen an Bord und 53 statt erlaubter 25 Stundenkilometern über den Innenteil des Schweriner Sees "düste". Beamte hatten das 350-PS-Boot mittels Videotechnik überprüft. An Bord befanden sich auch Kinder. 

Der Ertappte habe sich einsichtig gegeben. Doch eine halbe Stunde später habe er erneut zu viel Gas gegeben. Auf dem nördlichen Außenteil des Schweriner Sees sei er mit 70 Stundenkilometern, also fast dreimal so schnell wie erlaubt, "geblitzt" worden. 

Bei der Überprüfung seiner Papiere habe sich herausgestellt, dass der Mann Alkohol getrunken hatte – 1,2 Promille Atemalkohol wurden gemessen. Die Motorjacht mussten andere Passagiere zurücksteuern. Die Behörden prüfen nun, ob dem Mann aus Nordwestmecklenburg der Bootsführerschein entzogen werden muss.

Quelle: DPA

Kahl: Mittelmeer und Autobahnen: Katze geht auf weite Reise

Eine Katze aus Tunesien ist an Bord eines verplombten Lkw-Anhängers nach Kahl am Main (Landkreis Aschaffenburg) gereist. "Die wird in Tunesien in den Hänger gehüpft sein", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken am Montag in Würzburg. Der kleine "blinde Passagier" hat eine weite Reise hinter sich - sogar übers Mittelmeer. Die Fahrt endete bei einer Firma in Unterfranken. Mitarbeiter des Unternehmens hörten Geräusche aus dem Laster und riefen die Polizei. Im Inneren des Anhängers entdeckten die Beamten dann die Katze und lockten sie in eine Transportbox. Sie war nach Polizeiangaben durstig und hungrig, hatte die unfreiwillige Reise sonst aber gut überstanden. Eine Tierärztin nahm die Katze, die bereits am Dienstag entdeckt worden war, vorerst bei sich auf.

Quelle: DPA

Urbar: Heißluftballon mit sieben Menschen abgestürzt - ein Toter 

Beim Absturz eines Heißluftballons in Rheinland-Pfalz ist der Ballonführer ums Leben gekommen, mindestens zwei weitere Menschen sind schwer verletzt worden. Der Ballon wurde am Sonntagabend bei Urbar, einer Gemeinde rund 45 Kilometer südlich von Koblenz, beim Landeanflug von einem Windstoß erfasst, wie die Polizei mitteilte. Der Korb mit sieben Insassen schlug dann mehrfach auf einem Acker auf. Dadurch wurden vier von ihnen aus dem Korb geschleudert.

Der Ballon wurde den Berg hinab in Richtung Rhein geschleift und verfing sich dann in Bäumen. Dort wurden die restlichen drei Insassen gefunden. Der Ballonführer wurde durch den Unfall getötet. Zwei Schwerverletzte seien inzwischen außer Lebensgefahr, hieß es. 

Während der Rettungsaktion, an der über 100 Helfer beteiligt waren, waren die B9 und die Bahnstrecke zwischen St. Goar und Oberwesel gesperrt. Der Ballon könne erst in den nächsten Tagen geborgen werden, hieß es.

Quelle: DPA

Althegnenberg/Augsburg: Kontrolleur in ICE zwischen München und Augsburg mit Messer verletzt - Täter auf der Flucht

Der Mann, der einen Fahrkartenkontrolleur der Deutschen Bahn bei einem Messerangriff schwer verletzt hat, ist weiterhin auf der Flucht. Er war auch am frühen Morgen nicht gefasst, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Die Tat ereignete sich laut Polizei am Sonntagnachmittag in einem ICE zwischen München und Augsburg nahe Althegnenberg im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. Der Kontrolleur konnte trotz der Verletzung durch das Messer aber noch eine Notbremsung einleiten, wie die Polizei mitteilte. Nach Stillstand des Zuges zerschlug der Täter demnach eine Außenscheibe und flüchtete. Die Fahndung nach dem Messerstecher wurde unterstützt durch die Bundespolizei, das Polizeipräsidium Schwaben Nord und einen Polizeihubschrauber. Einem Polizeisprecher zufolge kam der verletzte Kontrolleur in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat liefen.

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 10. bis 16. August 2020 lesen Sie hier.

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