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Selbstmordanschlag Jemen: Mindestens 43 Menschen sterben in Sanaa

Die Krise im Jemen verschärft sich. Bei einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Sanaa kamen mindestens 43 Menschen ums Leben. Derweil kommt die Bildung einer Einheitsregierung nicht voran.

Ziel des Selbstmordattentats in Sanaa war eine Versammlung schiitischer Huthi

Ziel des Selbstmordattentats in Sanaa war eine Versammlung schiitischer Huthi

Bei einem Selbstmordanschlag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind Rettungskräften zufolge mindestens 43 Menschen getötet worden. Zudem wurden bei dem Attentat gegen schiitische Huthi-Rebellen zahlreiche Menschen verletzt, wie Behörden und Medien angaben. Im Südosten des Landes wurden bei einem weiteren Anschlag zehn Soldaten getötet.

Der Anschlag in Sanaa richtete sich gegen einen Protestzug von Unterstützern der Schiiten-Rebellion, die den Rücktritt des jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi forderten. Die Menschenmenge hatte sich zu der Demonstration auf dem zentralen Tahrir-Platz versammelt, als sich nach Angaben eines Fotografen eine heftige Explosion ereignete. Die Menschenmenge löste sich nach dem Anschlag rasch auf. Am Tatort waren die leblosen Körper von vier Kindern zu sehen.

Zehn Soldaten in Mukalle getötet

In der südöstlich gelegenen Stadt Mukalla wurden indes nach Militärangaben zehn Soldaten bei einem weiteren Selbstmordattentat getötet. Ein Attentäter der Terrororganisation al Kaida habe sich mit seinem Auto vor einer Straßensperre in Luft gejagt und dabei zwei Armeefahrzeuge zerstört, sagte ein jemenitischer Armeeangehöriger.

Noch wenige Stunden vor den beiden Anschlägen hatte der von Präsident Hadi ernannte Regierungschef Ahmed Awad bin Mubarak nach nur zwei Tagen seinen Rücktritt erklärt. Er beugte sich damit dem Druck der schiitischen Huthi-Rebellen, die vor zwei Wochen die Kontrolle in der Hauptstadt Sanaa übernommen hatten und seine Ernennung ablehnten.

Die Rebellenbewegung aus dem Norden des Landes fordert eine stärkere Beteiligung an der Macht. Einem von den Vereinten Nationen vermittelten Friedensabkommen zufolge soll eine Übergangsregierung eingesetzt werden. Bin Mubarak begründete seinen Rückzug am Donnerstag mit der Absicht, die "nationale Einheit" bewahren zu wollen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Sanaa berichtete.

AFP / AFP