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News des Tages: Vier Tote in Jena gefunden – darunter ein vier Wochen altes Baby

Linke fordert zehn Milliarden Euro für Wohnungsbau +++ Gabriel begrüßt Stopp von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien +++ Wirtschaftsflügel unterstützt Merz bei Kandidatur für CDU-Vorsitz +++ Die News des Tages im Ticker.

Auf dem Dach eines Polizeiautos blinkt ein Blaulicht, im Hintergrund steht "Polizei" auf einem anderen Auto

Polizeieinsatz

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:  

  • Vier Tote in Jena gefunden – darunter ein vier Wochen altes Baby (20.40 Uhr)
  • Linke will zehn Milliarden Euro pro Jahr in Wohnungsbau investieren (18.29 Uhr)
  • Gabriel begrüßt Stopp von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien (17.22 Uhr)
  • Wirtschaftsflügel unterstützt Merz bei Kandidatur für CDU-Vorsitz (16.41)
  • Sicherungsverwahrung und lange Haft für Schwimmlehrer (16.28 Uhr)
  • Studie: Digitalstress schwächt die Arbeitskraft (16.11 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:   

+++ 20.40 Uhr: Eifersuchtsdrama in Jena? Vier Tote gefunden – darunter ein 4 Wochen altes Baby +++

In Jena-Winzerla sind in einem Haus vier Tote gefunden worden: ein 38-Jähriger, seine 25-jährige Ex-Freundin, deren neuer Freund sowie ihr gerade einmal vier Wochen altes Kind – das berichtet die "Bild"Zeitung. Ein Polizeisprecher wollte die Angaben zunächst nicht bestätigen. Möglicherweise handelt es sich dabei um ein Eifersuchtsdrama. Die Polizei habe die Wohnung am frühen Nachmittag geöffnet, nachdem die Personen als vermisst gemeldet worden seien. Die Staatsanwaltschaft will am Dienstag Details bekanntgeben.

 

Video: Diskussion um UN-Migrationspakt

+++ 19.22 Uhr: FDP-Chef Lindner kritisiert Habeck-Vorschläge zu Sozialleistungen +++

FDP-Partei- und -Fraktionschef Christian Lindner hat den Vorschlag von Grünen-Chef Robert Habeck für eine neue "Garantiesicherung" ohne Zwang zu Arbeitssuche und Weiterbildung scharf kritisiert. Habeck wolle 30 Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen, "um es denjenigen zu geben, die nicht arbeiten wollen", sagte Lindner in Berlin. Mit dem Geld werde finanziert, "dass vielleicht ein junger Mann ohne Schulausbildung sagt, ich hab einfach keine Lust zu arbeiten. Ich bleibe zu Hause." Das Geld werde aber Familienbetrieben, Facharbeitern, Technikern oder öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehstationen weggenommen.

+++ 18.29 Uhr: Linke will zehn Milliarden Euro im Jahr für öffentlichen Wohnungsbau +++

Die Linksfraktion im Bundestag hat ein Konzept vorgelegt, mit dem in vier Jahren rund 1,5 Millionen Neubauwohnungen mit günstigen Mieten entstehen sollen. Jedes Jahr sollten zehn Milliarden Euro Bundesgeld investiert werden, erklärte die Fraktion. "Die Baupolitik der Bundesregierung versagt", kritisierte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Caren Lay. Durch Baukindergeld und Sonderabschreibungen werde Förderpolitik mit der Gießkanne betrieben.

Die Linke will vor allem den gemeinnützigen, kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsbau stärken. Die Hälfte des Geldes soll dem Konzept zufolge in den sozialen Wohnungsbau fließen, so dass - mitfinanziert durch die Länder - jährlich 250.000 Sozialwohnungen mit dauerhafter Mietpreis- und Belegungsbindung gebaut werden. Mit weiteren vier Milliarden will die Linke kommunale Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und gemeinwohlorientierte Träger beim Bau von jährlich etwa 130.000 Wohnungen mit günstigen Mieten unterstützen. Eine Milliarde soll in einen Fonds fließen, der Kommunen den Ankauf von Grundstücken und Wohnungen ermöglicht.

+++ 17.22 Uhr: Gabriel begrüßt Stopp von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien +++

Der frühere Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den kompletten Stopp der Rüstungsexporte an Saudi-Arabien nach der Tötung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi begrüßt. "Das finde ich richtig", sagte der frühere SPD-Chef der dpa am Rande einer Buchvorstellung in Stuttgart. "Es braucht jetzt klare Zeichen. Offenbar ist die Kritik an der Außenpolitik des Landes vorher nicht ernst genommen worden."

Er habe selbst in seiner Zeit als Außenminister eine Reihe von Auseinandersetzungen mit Saudi-Arabien geführt - unter anderem habe er eine Waffenlieferung von 250.000 deutschen Sturmgewehren gestoppt die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe genehmigen wollen.

Video: Kronprinz verspricht Bestrafung der Täter im Fall Khashoggi

+++ 16.56 Uhr: Schwimmlehrer muss für zwölf Jahre in Haft +++

Wegen teils schweren sexuellen Missbrauchs kleiner Mädchen während seiner Schwimmkurse muss ein 34 Jahre alter Schwimmlehrer zwölf Jahre in Haft. Das Landgericht Baden-Baden verhängte gegen den Deutschen zudem die Sicherungsverwahrung. Damit kann der Mann auch nach Verbüßung seiner Haftstrafe erstmal nicht freikommen. (Az.: 3 KLs 203 Js 12275/17).

Der 34-Jährige hat sich nach Überzeugung des Gerichts während von ihm geleiteten Schwimmkursen an seinen Opfern vergangen. Die Taten geschahen demnach im Schwimmbecken oder auch in der Umkleide von Schwimmbädern im Kreis Rastatt, Ortenaukreis, Kreis Calw sowie in Lörrach und Baden-Baden. Die schweren Übergriffe hatte der Mann zum Teil mit einer Unterwasserkamera gefilmt. Entsprechende Aufnahmen waren bei Durchsuchungen seiner Wohnung sichergestellt worden.

Der Angeklagte hatte die Taten am zweiten Prozesstag in einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung zum Teil eingeräumt, aber seinen ehemaligen Chef beschuldigt, ihn erpresst und zu einem Teil der Straftaten gezwungen zu haben. Die Vorwürfe erwiesen sich rasch als haltlos. Die Ermittlungen dazu wurden eingestellt.

+++ 16.41 Uhr: Wirtschaftsflügel unterstützt Merz bei Kandidatur für CDU-Vorsitz +++

Der Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union unterstützt mit großer Mehrheit Friedrich Merz bei dessen Kandidatur für den CDU-Vorsitz. Das ergab eine offene Abstimmung, wie die Deutsche Presse-Agentur von Sitzungsteilnehmern erfuhr. Merz war neben den beiden anderen maßgeblichen Kandidaten für den Parteivorsitz, Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn, zu Gast beim MIT-Bundesvorstand.

Auf dem CDU-Parteitag im Dezember geht es um die Nachfolge der langjährigen CDU-Vorsitzenden Angela Merkel. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU und CSU hat nach eigenen Angaben rund 25.000 Mitglieder.

+++ 16.28 Uhr: Sicherungsverwahrung und lange Haft für Schwimmlehrer +++

Wegen teils schweren sexuellen Missbrauchs kleiner Mädchen während seiner Schwimmkurse muss ein 34 Jahre alter Schwimmlehrer zwölf Jahre in Haft. Das Landgericht Baden-Baden verhängte gegen den Deutschen zudem die Sicherungsverwahrung.

+++ 16.23 Uhr: Macron hält trotz Protesten an Steuererhöhung für Benzin fest +++

Proteste und Straßenblockaden gegen steigende Spritpreise sind am Montag in Frankreich in eine neue Runde gegangen. Im ganzen Land habe es rund 350 Aktionen gegeben, unter anderem wurden Erdöldepots blockiert, wie der Nachrichtensender BFMTV berichtete. Es waren aber deutlich weniger Demonstranten der "Gilets jaunes" ("gelbe Westen") auf den Straßen als noch am Wochenende. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete von rund 13.000 Teilnehmern.

Staatschef Emmanuel Macron weigerte sich bei einer Pressekonferenz anlässlich seines Staatsbesuches in Belgien, den Massenprotest vom vergangenen Wochenende zu kommentieren. Macron verwies auf die Äußerungen von Premierminister Édouard Philippe. Der Regierungschef hatte am Sonntagabend gesagt, er habe die Nachricht der Demonstranten vernommen. Die Regierung werde aber an den umstrittenen Steuererhöhungen für Benzin und Diesel festhalten.

+++ 16.11 Uhr: Studie: Digitalstress schwächt die Arbeitskraft +++

Stress mit der Digitalisierung am Arbeitsplatz schwächt die Arbeitskraft. Das legt eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universität Augsburg nahe, die insgesamt 2640 Arbeitnehmer befragten. Demnach leidet mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer, die sich hohem digitalen Stress ausgesetzt sehen, unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeiner Müdigkeit. "Nachweislich verringert übermäßiger digitaler Stress die berufliche Leistung, um zugleich mit einem starken Work-Life-Konflikt einherzugehen", heißt es in der am Montag veröffentlichten Mitteilung der Uni.

+++ 15.53 Uhr: Verlage reichen 359 Titel für Preis der Leipziger Buchmesse ein +++

Für den Preis der Leipziger Buchmesse 2019 haben die Verlage 359 Werke eingereicht. Eine Jury unter Vorsitz von Autor Jens Bisky wird die Titel in den nächsten Wochen und Monaten sichten. Am 14. Februar wird sie die fünf Nominierten in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung bekanntgeben, wie die Buchmesse am Montag in Leipzig mitteilte. Die Preisträger werden am 21. März auf der Buchmesse geehrt. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 60.000 Euro nominiert. Die Sieger erhalten je 15.000 Euro, dazu kommen jeweils 1000 Euro für die Nominierten.

+++ 15.34 Uhr: Jemens Regierung sagt Teilnahme an Friedensgesprächen zu +++

Neue Hoffnung für den Jemen: Die jemenitische Regierung hat am Montag ihre Teilnahme an Friedensgesprächen mit den Huthi-Rebellen zugesagt. Es werde eine Delegation zu den Gesprächen nach Stockholm entsandt, teilte das Außenministerium mit. Dort soll eine politische Lösung für ein Ende des blutigen Konflikts gefunden werden. Zuvor hatte ein Rebellenchef der Huthis angeboten, die Kämpfe auszusetzen. Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, vermittelt zwischen den Parteien.

In der Mitteilung betont das Außenministerium, die Vereinten Nationen (UN) müssten Druck auf die Rebellen ausüben, damit sich diese "ohne Bedingungen" an den Verhandlungen in Schweden beteiligten. Auch Saudi-Arabien, das die jemenitische Regierung in ihrem Kampf gegen die Rebellen militärisch unterstützt, ist für die neuen Friedensgespräche. Einen Termin dafür gibt es aber noch nicht.

+++ 15.10 Uhr: Katholische Kirche in Spanien gibt sexuellen Missbrauch öffentlich zu +++

Die katholische Kirche in Spanien hat am Montag den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Priester und andere Geistliche öffentlich zugegeben. "Die Kirche erkennt Missbräuche verschiedener Art offen an und ist fest entschlossen, diese auszurotten", sagte der Präsident der spanischen Bischofskonferenz (CEE), Ricardo Blázquez, bei der Eröffnung der 112. Vollversammlung der Bischöfe in Madrid.

"Die verschiedenen Arten des Missbrauchs durch einige Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien lösen bei den Opfern, darunter viele junge Menschen, Leiden aus, die ein Leben lang anhalten können und die keine Reue lindern kann", betonte Blázquez, der auch Erzbischof von Valladolid ist, und zitierte dabei aus einem bereits im Oktober entstandenen Abschlussdokument der Bischofssynode. Er dankte zugleich den Missbrauchsopfern für ihren "Mut, diesen (Missbrauch) anzuzeigen".

+++ 14.58 Uhr: Schlafmohnernte in Afghanistan geht um 29 Prozent zurück +++

Afghanistan verzeichnet in diesem Jahr vor allem aufgrund der Dürre im Land einen Rückgang seiner Schlafmohnernte um fast ein Drittel. Aus dem Ertrag könnten geschätzt 6400 Tonnen Opium hergestellt werden - was einen Rückgang von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausmachen würde, wie es im am Montag veröffentlichten Bericht des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hieß. Nichtsdestotrotz ist die Ernte in diesem Jahr die zweithöchste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1994. Gelder aus dem Drogenanbau und Drogenhandel finanzieren unter anderem den bewaffneten Aufstand im Land.

+++ 14.44 Uhr: Feuervulkan in Guatemala spuckt Lava und Asche +++

Der Volcán de Fuego (Feuervulkan) in Guatemala ist erneut ausgebrochen und hat viele Menschen in die Flucht getrieben. Eine Aschewolke stieg rund 1500 Meter in die Höhe und ein Lavastrom lief durch eine Schlucht etwa 2,5 Kilometer den Berghang hinab, wie der Katastrophenschutz des mittelamerikanischen Landes mitteilte. Mehrere Dörfer in der Nähe des Vulkans seien evakuiert worden und fast 3000 Menschen hätten sich in Sicherheit gebracht, berichtete die Zeitung "Prensa Libre". 

+++ 14.40 Uhr: Vater von Rennfahrerin Flörsch: Operation positiv verlaufen +++

Die Operation von Nachwuchs-Rennfahrerin Sophia Flörsch ist positiv verlaufen. Dies teilte ihr Vater Alexander Flörsch der Deutschen Presse-Agentur nach Rücksprache mit dem Chefarzt des Krankenhauses Conde S. Januário Hospital in Macao mit. Die 17 Jahre alte Münchnerin war zuvor rund elf Stunden operiert worden. Flörsch hatte sich bei ihrem Horror-Unfall beim Weltfinale der Formel 3 am Sonntag den siebten Halswirbel gebrochen. Seine Tochter werde nun auf der Intensivstation überwacht und solle dort auch über Nacht bleiben, sagte ihr Vater weiter.

+++ 14.15 Uhr: Junger Drogenschmuggler "belegt" Hamburger mit Marihuana +++

Auf der Suche nach einem möglichst originellen Versteck hat ein junger Drogenschmuggler drei Hamburger mit Marihuanatüten "belegt". Bundespolizisten entdeckten das Rauschgift bei einer Kontrolle im Bahnhof von Bad Bentheim in Niedersachsen trotzdem, wie diese mitteilte. Der junge Mann war zuvor mit einem Zug aus den Niederlanden eingereist und in einen Schwerpunkteinsatz geraten.

+++ 14.07 Uhr: Umfrage: Jeder Zweite hält Tattoos für gesundheitlich unbedenklich +++

Ungeachtet der Risiken hält die Hälfte der Deutschen Tattoos für gesundheitlich unbedenklich. Unter den bereits Tätowierten meinen dies sogar 87 Prozent, wie eine in Berlin veröffentlichte Umfrage des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zeigt. Etwa ein Drittel der Befragten glaubt, dass die Inhaltsstoffe der Farben komplett an der tätowierten Stelle bleiben.

+++ 13.35 Uhr: Bundesregierung stoppt alle Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien +++

Als Konsequenz aus der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat die Bundesregierung die Rüstungslieferungen an Saudi-Arabien komplett gestoppt. Das Wirtschaftsministerium gab am Montag bekannt, dass auch keine Waffen oder andere Rüstungsgüter mehr nach Saudi-Arabien ausgeliefert würden, deren Export bereits genehmigt wurde. Bisher hatte die Bundesregierung lediglich von neuen Exportgenehmigungen abgesehen und angekündigt, den Umgang mit bereits erteilten Genehmigungen zu prüfen. Diese Prüfung ist nun offensichtlich weitgehend abgeschlossen. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte am Montag in der Regierungspressekonferenz, dass die Bundesregierung "auf die Inhaber von gültigen Einzelgenehmigungen hinwirkt mit dem Ergebnis, dass es derzeit keine Ausfuhren von Deutschland nach Saudi-Arabien gibt". Die Ausfuhren würden mit "unterschiedlichen Instrumenten" unterbunden, zu denen er aus verfassungsrechtlichen Gründen aber nichts sagen könne, ergänzte der Sprecher auf Nachfrage. 

+++ 12.45 Uhr: Malta: Mögliche Auftraggeber des Mords an Bloggerin identifiziert +++

Maltesische Ermittler haben einem Bericht zufolge die möglichen Hintermänner des Mordanschlags auf die Journalistin Daphne Caruana Galizia identifiziert. Dabei handele es sich um eine Gruppe von "mehr als zwei" Verdächtigen maltesischer Nationalität, berichtete die Sonntagsausgabe der "Times of Malta" unter Berufung auf die Ermittler. Die Ermittlungen seien in einem "sehr fortgeschrittenen Stadium". Beim Innenministerium war auf Anfrage dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die umstrittene Bloggerin war am 16. Oktober 2017 unweit ihres Hauses in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Drei Männer müssen sich wegen der Ausführung des Attentats vor Gericht verantworten. Bislang war stets unklar, wer die Journalistin wirklich zum Schweigen bringen wollte.

+++ 12.25 Uhr: Pfarrer verspielte die 120.000 Euro aus Gemeindekasse +++

Ein katholischer Pfarrer aus dem Harz, der widerrechtlich rund 120.000 Euro aus der Gemeindekasse genommen hat, hat das Geld für illegales Glücksspiel im Internet verwendet. Das teilte eine Sprecherin des Bistums Magdeburg am Montag mit. Mehrere Medien hatten zuvor über die Verwendung des Geldes berichtet. Der 64-Jährige hatte sich laut Bistum beim Landeskriminalamt selbst wegen Betruges angezeigt und gegenüber Bischof Gerhard Feige erklärt. Er sei auf Internet-Betrüger hereingefallen und habe die Summe der Gemeindegelder veruntreut, gab der Pfarrer zu.

+++ 12 Uhr: Verfahren gegen 52 Terrorkämpfer beim Generalbundesanwalt +++

Der Generalbundesanwalt hat bisher gegen 52 Islamisten aus Deutschland Verfahren geführt, die sich Terrorgruppen in Syrien oder im Irak angeschlossen hatten. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervorgeht, halten sich 28 dieser Islamisten aktuell in Deutschland auf. Die meisten von ihnen wurden zu mehrjährigen Hafttstrafen verurteilt. 

+++ 11.52 Uhr: Polizei nimmt Bewaffneten an Bochumer Tankstelle fest +++

Die Polizei hat den Bewaffneten in Bochum, der seit dem Morgen eine Tankstellenmitarbeiterin in seiner Gewalt hielt, festgenommen. Die Angestellte sei unverletzt und in Sicherheit, teilte die Polizei auf Twitter mit. Sie sei selbstständig aus der Tankstelle herausgekommen, sagte ein Sprecher. Auch der Festgenommene sei unverletzt. Die polizeilichen Maßnahmen dauerten an.

+++ 11.31: Fall Khashoggi: Deutschland verhängt 18 Einreisesperren +++

Deutschland belegt wegen der Tötung des saudi-arabischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi 18 saudische Staatsangehörige mit Einreisesperren. Die Betroffenen stünden mutmaßlich in Verbindung zu der Tat, sagte Außenminister Heiko Maas am Rande eines EU-Treffens in Brüssel.

+++ 11.28 Uhr: Nissan bestätigt Steuerhinterziehungsvorwürfe gegen Konzernchef Ghosn +++

Der japanische Automobilkonzern Nissan hat Steuerhinterziehungsvorwürfe gegen Unternehmenschef Carlos Ghosn bestätigt. Ghosn habe "mehrere Jahre lang zu niedrige Einkünfte angegeben", teilte Nissan mit; zudem soll er Firmengelder privat verwendet haben. Der Verwaltungsrat solle nun so schnell wie möglich über seine Entlassung entscheiden. 

+++ 11.13 Uhr: Lebenslange Haft im Prozess um Mord an achtjähriger Johanna +++

Im Prozess um den Mord an der achtjährigen Johanna aus Hessen ist der Angeklagte Rick J. zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Gießen stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine mögliche vorzeitige Entlassung verhindert. J. wurde für schuldig befunden, das Mädchen im September 1999 missbraucht und getötet zu haben. Gefasst wurde er erst im vergangenen Jahr.

+++ 10.50 Uhr: Bewaffneter hält Angestellte in Bochumer Tankstelle fest +++

Zu dem Großeinsatz der Polizei in Bochum sind Informationen über den Hintergrund bekannt geworden: Ein bewaffneter Mann bedrohe in einer Tankstelle im Stadtteil Langendreer seit dem Morgen eine Angestellte, teilte die Polizei mit. Man sei mit "starken Kräften" vor Ort, darunter auch Spezialeinsatzkräfte.

"Wir sind mit dem Mann in Kontakt", sagte ein Polizeisprecher. Die Lage sei stabil. Die Hintergründe der Tat seien im privaten Bereich des Mannes zu suchen. Die Tankstellenmitarbeiterin sei als unbeteiligte Dritte in die Situation geraten und werde nun festgehalten. Einen terroristischen Hintergrund schließt die Polizei aus. Straßen in einem Umkreis von mehreren Hundert Metern um die Tankstelle im Ortskern von Langendreer wurden gesperrt.

+++ 10.06 Uhr: Wellen reißen Balkone mit - Schwere Unwetter auf Teneriffa +++

Schwere Unwetter mit Riesenwellen von bis zu sechs Metern Höhe haben am Wochenende auf den Kanarischen Inseln zu Verwüstungen geführt. Besonders schlimm betroffen war der Nordwesten von Teneriffa. In der Gegend von Garachico seien 65 Wohnungen vorsorglich evakuiert worden, berichtete die spanische Zeitung "El Confidencial". Auf im Internet verbreiteten Videos ist zu sehen, wie riesige Atlantikwellen Balkone in einem mehrstöckigen Wohnhaus mitreißen.

Auch über Katalonien gingen heftige Regenfälle nieder. In Navata in der Provinz Girona seien 170 Liter pro Quadratmeter gemessen worden, hieß es. Über Verletzte oder Tote wurde zunächst nichts bekannt.

+++ 9.33 Uhr: Größerer Polizeieinsatz in Bochum - mehrere Straßen gesperrt +++

In Bochum läuft seit dem Morgen ein größerer Polizeieinsatz im Bereich einer Tankstelle im Stadtteil Langendreer. Die Polizei sei mit "starken Kräften" vor Ort, hieß es. Es gebe eine Bedrohungslage, sagte ein Sprecher. Straßen in einem Umkreis von mehreren Hundert Metern um die Tankstelle wurden gesperrt. Nähere Details gibt es bislang nicht.

+++ 9.27 Uhr: Vier Tote bei Angriff auf Rotes Kreuz und Polizei in Mexiko +++

Bewaffnete haben im Süden Mexikos aus bisher unbekannten Gründen auf zwei Krankenwagen des Roten Kreuzes und zwei Polizeiwagen geschossen. Drei Polizisten und ein Sanitäter seien bei dem Zwischenfall auf einem Sportplatz des Ortes San Juan Tenería im Bundesstaat Guerrero getötet worden, teilte ein Sprecher der dortigen Regierung mit. Weitere sechs Menschen wurden demnach verletzt, darunter vier Mitarbeiter des Roten Kreuzes und zwei Zivilisten. Auf dem Sportplatz fand den Angaben zufolge gerade eine Preisverleihung statt, als etwa 20 Bewaffnete in fünf Kleintransportern vorfuhren und das Feuer eröffneten.

Guerrero ist eine der gefährlichsten Regionen Mexikos. Verschiedene Verbrechersyndikate kämpfen um die Kontrolle über den Anbau und den Verkauf von Drogen. San Juan Tenería liegt etwa 35 Kilometer von der bei Touristen beliebten Stadt Taxco entfernt.

+++ 8.46 Uhr: Polizisten "retten" nagelneues Gebiss von Seniorin +++

Polizisten haben in Kiel das nagelneue Gebiss einer Seniorin "gerettet". Die erst einen Tag alte Zahnprothese war aus einem Fenster im fünften Stock einer Seniorenwohnanlage auf ein Vordach gefallen und somit unerreichbar für die betagte Dame, wie die Polizei mitteilte. Die Polizisten konnten die unbeschädigten Zähne im Wert von immerhin 1500 Euro bergen und übergaben sie der glücklichen 84-jährigen Besitzerin. "Einem ausgedehnten Frühstück stand nun nichts mehr im Wege", schrieb die Polizeidienststelle unter der Überschrift "Freund, Helfer, Zahnfee".

+++ 8.01 Uhr: Steinmeier beginnt Besuch Südafrikas +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Südafrika eingetroffen. Erste Station der Reise ist Johannesburg; noch am Abend fliegt er nach Kapstadt weiter. Ziel der Gespräche des Bundespräsidenten ist eine engere Zusammenarbeit mit dem wichtigen afrikanischen Partner. Südafrika gehört als einziges Land des Kontinents zur G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer. 

Begleitet wird Steinmeier von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation. Für Deutschland ist Südafrika der wichtigste bilaterale Handelspartner in Afrika. Morgen trifft der Bundespräsident in Kapstadt mit Präsident Cyril Ramaphosa zusammen, der im Februar 2018 als Nachfolger Jacob Zumas zum Präsidenten gewählt worden war. Die Bekämpfung von Korruption und Arbeitslosigkeit gelten als seine wichtigsten Aufgaben.

+++ 7.38 Uhr: Rebellen im Jemen erklären sich zu Waffenruhe bereit +++

Ein hochrangiger Vertreter der jemenitischen Huthi-Rebellen hat die Bereitschaft für einen Waffenstillstand in dem Bürgerkriegsland signalisiert. Er rufe alle Seiten dazu auf, "den Abschuss von Raketen und Drohnen einzustellen", schrieb Mohammed Ali al-Huthi, Anführer des Höheren Revolutionskomitees, auf Twitter. Damit solle der Stopp "aller militärischer Aktionen an allen Fronten" vorbereitet werden, "um Frieden zu erreichen". Am Freitag hatte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, einen Besuch der von den Huthi-Rebellen kontrollierten Stadt Sanaa angekündigt, um Friedensgespräche zu vereinbaren.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen und den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Nach UN-Angaben wurden bereits rund 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. Als Folge des Konflikts leiden Millionen Einwohner unter Hunger.

+++ 7.04 Uhr: Mittlerweile 77 Tote bei Brandkatastrophe in Kalifornien +++

Der verheerende Waldbrand im Norden Kaliforniens hat bisher 77 Menschen das Leben gekostet. Das teilte die Feuerschutzbehörde des US-Staates, Calfire, mit. Das sogenannte "Camp Fire" um den besonders stark betroffenen Ort Paradise nördlich von Sacramento sei mittlerweile zu 65 Prozent unter Kontrolle, so die Behörde weiter. Die Zahl der Vermissten sank von mehr als 1200 Menschen auf 993, wie die Zeitung "San Francisco Chronicle" berichtete. Der Sheriff des betroffenen Bezirks Butte County, Kory Honea, hatte am Wochenende die Menschen aufgerufen, sich zu melden, wenn sie in Sicherheit sind. Viele Menschen waren den Behörden zufolge wegen ausgefallener Mobilfunknetze nicht zu erreichen.

Donald Trump in Paradise

Das Feuer gilt jetzt schon als das tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des Westküstenstaates. Bisher breitete es sich Calfire zufolge auf 607 Quadratkilometern Fläche aus, das entspricht rund zwei Dritteln der Fläche Berlins. Mehr als 10.000 Häuser wurden laut Medienberichten zerstört. Im "Woolsey"-Feuer im Süden Kaliforniens nahe Los Angeles kamen Calfire zufolge drei Menschen ums Leben.

+++ 5.53 Uhr: Kartoffelpreise steigen um mehr als die Hälfte - Knollen mit Makeln +++

Nach massiven Ernteeinbußen wegen der Dürre sind die Kartoffelpreise für Verbraucher um mehr als die Hälfte gestiegen. Derzeit müsse der Kunde im Supermarkt für Kartoffeln in Kleinverpackungen rund 84 Cent pro Kilogramm zahlen, während der Kilo-Preis vor einem Jahr bei 55 Cent gelegen habe. Dies berichtete Christoph Hambloch, Analyst des Agrarmarkt-Informationsdienstes (AMI) in Bonn. Zu weiteren Preissteigerungen könne es im Frühjahr kommen.

Verbraucher müssten sich auch auf ein verstärktes Angebot von optisch nicht ganz einwandfreien Kartoffeln einstellen, die in Jahren mit einer besseren Ernte von den Betrieben aussortiert worden wären. Angesichts der aktuellen Knappheit fänden sich derzeit mehr Knollen mit dunklen Flecken oder Schorfpusteln in den Supermarktregalen.

+++ 5.31 Uhr: Japan plant neue Nobelkarosse für Kaiser-Parade +++

Japan will für eine Parade anlässlich der Inthronisation des künftigen Kaisers Naruhito (58) nächstes Jahr eine neue Nobelkarosse anschaffen. Das meldeten japanische Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Naruhitos Vater, Kaiser Akihito (84), wird am 30. April 2019 abdanken und damit als erster Monarch seit 200 Jahren noch zu Lebzeiten seinem Nachfolger weichen. Am Tag darauf wird sein ältester Sohn den Chrysanthementhron besteigen und so eine neue Ära einläuten. Am 22. Oktober 2019 ist dann eine Parade für den neuen Kaiser in einem offenen Wagen geplant.

Naruhitos Vater hatte sich seinem Volk 1990 bei seiner eigenen Parade noch in einem Rolls-Royce-Cabrio gezeigt. Doch die britische Karosse sei inzwischen veraltet, nötige Ersatzteile würden gar nicht mehr hergestellt, hieß es. Auch aus Kostengründen solle es diesmal ein Wagen aus heimischer Fertigung werden. Im Gespräch sei ein Auto des Branchenprimus Toyota. Eine Pferdekutsche sei indes zu "gefährlich".

+++ 4.18 Uhr: Umweltamt warnt: Elektroschrott wird oft falsch entsorgt +++

Alte Elektrogeräte werden oft falsch oder sogar illegal entsorgt. Besonders schlecht sieht es nach Angaben des Umweltbundesamts bei großen Haushaltsgeräten aus. "Knapp 465.000 Tonnen Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler verschwinden in den Untiefen illegaler Sammlung oder in nicht zertifizierten Behandlungsanlagen", sagte die Chefin des Umweltbundesamts (UBA), Maria Krautzberger. Das sei Ressourcenverschwendung und schade massiv der Umwelt. Das UBA schlägt vor, die Rückgabe beim Händler und beim Wertstoffhof zu erleichtern, und Verbraucher künftig besser und mehrsprachig über ihre Möglichkeiten zu informieren.

+++ 3.46 Uhr: Prozess gegen Anführer der Demokratiebewegung in Hongkong beginnt +++

Vier Jahre nach dem Ende der "Regenschirm"-Bewegung in Hongkong hat ein Prozess gegen neun führende Mitglieder der prodemokratischen Demonstrationen begonnen. Unter ihnen sind der Juradozent Benny Tai, der Sozialwissenschaftler Chan Kin-Man und Pastor Chu Yiu-Ming, die damals die Bewegung "Occupy Central" gegründet und die Besetzung des Geschäftsdistrikts der Millionenmetropole geplant hatten. Vor Beginn des Prozesses riefen die drei Angeklagten mit Hunderten Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude Sprechchöre wie "Wir wollen wahre Demokratie". Dem Trio drohen wegen Anstiftung und Verschwörung zur Störung der öffentlichen Ordnung bis zu sieben Jahre Haft. Neben ihnen stehen sechs andere Aktivisten vor Gericht.

Der Prozess stößt auf scharfe Kritik von Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International, die vor "einschüchternden Auswirkungen" auf die freiheitliche Gesellschaft der früheren britischen Kronkolonie warnen. Seit der Rückgabe an China 1997 wird Hongkong als chinesische Sonderverwaltungsregion in ihrem eigenen Territorium autonom regiert, doch hat Peking den Griff verstärkt.

+++ 3.43 Uhr: Feierfreudige 82-Jährige hält Polizei auf Trab +++

Eine feierfreudige 82-Jährige hat die Polizei im rheinland-pfälzischen Germersheim stundenlang auf Trab gehalten. Die Seniorin wurde am Samstag in ihrem Altenzentrum vermisst, wie die Polizeidirektion Landau in der Nacht mitteilte. Es wurde befürchtet, dass die Frau, die jeden Tag spazieren geht, den Weg nicht mehr zurückfindet. Die Polizei suchte stundenlang vergeblich nach der Vermissten - bis diese am Samstagabend gegen 20.30 Uhr wieder im Altenheim auftauchte.

Die 82-Jährige hatte sich demnach unter eine Hochzeitsgesellschaft in der Nähe des Altenzentrums gemischt. "Anscheinend wollte sie lieber feiern gehen, statt zu Bett", schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung.

+++ 2.33 Uhr: Polizeigewerkschaft kritisiert Pläne für schnellere Abschiebungen +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Pläne des Bundesinnenministeriums für schnellere Abschiebungen als unzureichend kritisiert. "Ohne eine Verbesserung der personellen Situation der Polizei sind die vorgeschlagenen Maßnahmen kaum umsetzbar", sagte GdP-Vize-Chef Jörg Radek der Zeitung "Die Welt".  Als Beispiel nannte Radek die vom Innenministerium vorgeschlagenen sogenannten No-name-Buchungen. Bei diesen buchen die Behörden Sitzplätze in Fliegern, ohne konkrete Namen der Abzuschiebenden anzugeben. Sollte die Abschiebung in einem Fall nicht zustande kommen, könnte damit ein anderer Abzuschiebender auf den Flug gesetzt werden. "Wir haben schlicht nicht das Personal, um Ersatzkandidaten für Abschiebeflüge aufzusuchen, wenn einer spontan untertaucht", sagte Radek dazu.

Das Bundesinnenministerium hatte gestern bestätigt, mit einer Reihe von Maßnahmen Abschiebungen erleichtern und beschleunigen zu wollen. Bei den Plänen geht es unter anderem um eine größere Auslastung bei Abschiebeflügen und um ein Chipsystem zur Kontrolle von Asylbewerbern.

+++ 2.32 Uhr: Mexikanischer Kartellboss an Herzinfarkt gestorben +++

Der ehemalige mexikanische Drogenboss Héctor Beltrán Leyva ist tot. Er sei gestern in einem Krankenhaus in Toluca einem Herzinfarkt erlegen, teilte das Innenministerium mit. Der einstige Chef des Beltrán-Leyva-Kartells war 2014 gefasst worden und saß seitdem im Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano ein. Der 56-Jährige habe über starke Schmerzen in der Brust geklagt und sei daraufhin in die Klinik gebracht worden, hieß es in der Mitteilung. Dort sei sein Tod festgestellt worden.

Héctor Beltrán Leyva führte mit seinen Brüdern Alfredo, Arturo, Mario und Carlos das Beltrán-Leyva-Kartell. Die Gruppe gehörte einst zum Sinaloa-Kartell von Joaquín "El Chapo" Guzmán, dem mittlerweile in den USA der Prozess gemacht wird. Später kam es zum Bruch - und das Verbrechersyndikat erklärte dem Sinaloa-Kartell den Krieg.

New York: "El Chapo": Prozessauftakt gegen berüchtigten Drogenboss

+++ 1.07 Uhr: Angeblicher Fund von gestohlenem Picasso-Gemälde entpuppt sich als Scherz +++

Der angebliche Fund eines vor sechs Jahren gestohlenen Picasso-Gemäldes hat sich als Scherz entpuppt. Die Schriftstellerin Mira Feticu räumte gestern Abend im niederländischen Sender NOS ein, auf einen "Werbegag" hereingefallen zu sein. Demnach wurde sie Opfer eines Kunstprojekts von zwei belgischen Regisseuren über den niederländischen Meisterfälscher Geert Jan Jansen. Der angebliche Fund des Picasso-Werkes "Tête d'Arlequin" (Harlekin-Kopf) in Rumänien hatte zuvor für Schlagzeilen gesorgt. Das Gemälde war 2012 bei einem spektakulären Einbruch aus der Kunsthalle Rotterdam gestohlen worden. Bei dem nur drei Minuten dauernden "Jahrhundertraub" entwendete eine rumänische Bande insgesamt sieben Kunstwerke im Wert von 18 Millionen Euro. Die Täter wurden später gefasst und zu Haftstrafen verurteilt. Die Werke aber blieben verschollen. Sie wurden möglicherweise zerstört, nachdem kein Käufer gefunden wurde.

Vor einigen Tagen erhielt Feticu, die ein Buch über den Kunstraub geschrieben hat, dann eine anonyme Botschaft. Demnach lag das Picasso-Werk begraben in einem Wald im Osten Rumäniens wo es am Samstagabend gefunden wurde. Der Kunstexperte Peter van Beveren äußerte allerdings sehr schnell Zweifel an der Authentizität des Gemäldes. Die rumänisch-stämmige Schriftstellerin Feticu sagte schließlich NOS, sie habe eine E-Mail von den belgischen Regisseuren Yves Degryse und Bart Baele erhalten, in der sie über den Scherz aufgeklärt wird.

mad/fin / DPA / AFP