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News des Tages: Russlands Sportler bei den Olympischen Spielen nur unter neutraler Flagge

Russlands Sportler bei den Olympischen Spielen nur unter neutraler Flagge +++ Wirbel um FDP-Jamaika-Äußerungen +++ Baby-Nashorn lin Leipzig geboren +++ Die Polizei fahndet intensiv nach DHL-Erpresser +++ Bundesweite Razzia wegen G20-Krawallen +++ Die Nachrichten des Tages.

Russlands Sportler bei den Olympischen Spielen unter neutraler Flagge

Die Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang statt.

Kurzüberblick über die Meldungen:

  • Bitcoin erreicht neues Rekordhoch (15.59 Uhr)

  • Wolfgang Kubicki würde wieder über Jamaika reden (13.31 Uhr)

  • Botschafter von Atommächten boykottieren Nobelpreis-Verleihung (15.29 Uhr)

  • Nashorn-Junges in Leipzig geboren (13.10 Uhr)

  • 53 Hinweise nach DHL-Erpressung (10.22 Uhr)

  • Bundesweite Razzia wegen G20-Krawallen (6.52 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 20.26 Uhr: Schweres Zugunglück in NRW - mindestens 50 Verletzte +++

Bei dem Zusammenprall zweier Züge in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag etwa 50 Menschen verletzt worden. Auf der Zugstrecke in Meerbusch-Osterath sei ein Personenzug auf einen Güterzug geprallt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in St. Augustin der Nachrichtenagentur AFP. Zahlreiche Einsatzkräfte seien vor Ort.

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+++ 19.41 Uhr: Russlands Sportler bei den Olympischen Spielen nur unter neutraler Flagge +++

Russlands Sportler dürfen wegen des Doping-Skandals nur unter neutraler Flagge an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang teilnehmen. Das entschied die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees auf ihrer Sitzung in Lausanne.

+++ 17.54 Uhr: Tod eines Partygasts durch K.o.-Tropfen: vier Jahre Haft +++

Im Prozess um den Tod eines Partygasts durch K.o.-Tropfen hat das Landgericht Bamberg den Angeklagten zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Richter hielten dem 26-Jährigen vorsätzliche Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge vor. Außerdem wurde ein stationärer Drogenentzug angeordnet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im Dezember 2014 flüssiges Ecstasy auf eine Party mitgebracht hatte. Zwei Gäste tranken davon - einer starb, der andere konnte gerettet werden.

+++ 16.47 Uhr: Prozesse gegen "Friedens-Akademiker" in der Türkei begonnen

Wegen der Unterzeichnung einer Petition gegen das harte Vorgehen der Regierung in den Kurdengebieten müssen sich in der Türkei zahlreiche Akademiker vor Gericht verantworten. Am Dienstag begann das erste einer ganzen Reihe von Verfahren in Istanbul gegen fast 150 Mitglieder des Netzwerks "Akademiker für den Frieden", von denen das letzte im Mai kommenden Jahres starten soll. Zum Auftakt des Prozesses wies das Gericht Forderungen der Anwälte zurück, den Vorwurf der Terrorpropaganda fallenzulassen, wie die regierungskritische Zeitung "Cumhuriyet" berichtete. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) soll in den kommenden Monaten mindestens 146 Akademikern von öffentlichen und privaten Universitäten in Istanbul der Prozess gemacht werden.

+++ 16.39 Uhr: Verkehrsministerium geht Manipulationsvorwürfen gegen BMW nach +++

Das Bundesverkehrsministerium geht den Vorwürfen der Abgasmanipulation gegen den Autobauer BMW nach. Wie das Ministerium erklärte, beauftragte die hausinterne Untersuchungskommission unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe das zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mit den Ermittlungen. Zuvor hatten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das ZDF-Magazin "Wiso" über eine mutmaßliche Abschalteinrichtung der Abgasreinigung in einem BMW-Fahrzeug berichtet. Tester der DUH maßen bei einem BMW 320 Diesel auf der Straße bis zu sieben Mal höhere Stickoxid-Emissionen als im Labor. Fuhren sie den offiziellen Testzyklus im Labor nach, so blieben die Messwerte unter den gesetzlichen Grenzwerten.

+++ 16.22 Uhr: Manchester-Terrorattacke hätte wohl verhindert werden können +++

Der Terroranschlag von Manchester hätte möglicherweise verhindert werden können. Das geht aus einem offiziellen Bericht hervor, der in London veröffentlicht wurde. Demnach war der Attentäter Salman Abedi dreimal ins Visier des Geheimdienstes geraten, einmal nur wenige Monate vor seinem Anschlag. Bei einem für Ende Mai geplanten Treffen des Inlandsgeheimdienstes sollte es darum gehen, die Gefährlichkeit des 22-Jährigen einzuschätzen. Da war es schon zu spät: Neun Tage zuvor riss der Brite libyscher Herkunft nach einem Pop-Konzert mit einer Bombe 22 Menschen mit in den Tod.

+++ 16.16 Uhr: Staatsschutz ermittelt wegen Fäkalienwürfen auf AfD-Zentrale +++

Das Haus mit der niedersächsischen AfD-Landesgeschäftsstelle in Lüneburg ist in der Nacht mit Farbe und Fäkalien beworfen worden. Bei der von Unbekannten verübten Tat seien Fassade, Dach und Fenster stark verschmutzt und beschädigt worden, teilte die Polizei mit. Es sei erheblicher Sachschaden entstanden. Auch der polizeiliche Staatsschutz ermittle deshalb. Die Geschäftsstelle befindet sich in einem Einfamilienhaus. Der niedersächsische AfD-Vorsitzende Armin-Paul Hampel erklärte, der Vorfall sei "ein weiterer Höhepunkt der Gewaltbereitschaft des politischen Mobs".  

+++ 16.07 Uhr: Mehr Spätaussiedler kommen nach Deutschland +++

Der Zuzug deutschstämmiger Aussiedler in die Bundesrepublik steigt auf niedrigem Niveau wohl weiter leicht an. Im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen würden in diesem Jahr voraussichtlich erneut mehr Menschen eintreffen als in den Vorjahren, sagte der Leiter Heinrich Hörnschemeyer. "Wir sind jetzt bei rund 6500 Personen angekommen", berichtete er. "Zum Jahresende werden es dann erstmals seit langer Zeit voraussichtlich wieder mehr als 7000 sein." Damit hätte sich die Zahl im sechsten Jahr in Folge leicht erhöht. Im Jahr 2012 hatte die Aussiedlerzahl mit rund 1800 einen Tiefpunkt erreicht. Seither ist sie kontinuierlich gestiegen. Das Lager im südniedersächsischen Friedland ist derzeit die bundesweit einzige Aufnahmeeinrichtung für Aussiedler.

+++ 16.01 Uhr: Dänischer Polizei gelingt Schlag gegen Bandenkriminalität +++

Mit einer Großrazzia ist der dänischen Polizei ein Schlag gegen kriminelle und gewalttätige Banden gelungen. 16 Verdächtige seien bei den Durchsuchungen auf Seeland und in Jütland festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Alle seien entweder Mitglieder einer Gang im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro oder hätten enge Verbindungen zu ihr. In der dänischen Hauptstadt gibt es seit dem Sommer immer wieder Bandenschießereien auf offener Straße. Bislang wurden drei Menschen getötet. Mehrfach wurden auch Unbeteiligte angeschossen und verletzt. Die Polizei kündigte weitere Aktionen gegen die Gangs an.

+++ 15.59 Uhr: Bitcoin erreicht neues Rekordhoch +++

Der Bitcoin hat seine Rekordjagd fortgesetzt. Auf der bekannten Handelsplattform Bitstamp kletterte der Wert der Digitalwährung zwischenzeitlich bis auf 11.850 US-Dollar. Am Nachmittag lag er wieder etwas unter 11.800 Dollar. Zu Jahresbeginn stand der Wert des Bitcoin noch bei 1000 Dollar. Notenbanker und Vertreter von Regulierungsbehörden warnen vor der Unberechenbarkeit der Digitalwährung. Die US-Handelsplattform CBOE will bereits Ende der Woche den ersten Bitcoin-Future in den Handel bringen. 

+++ 15.31 Uhr: Sechs Tote bei Motorradbombe in Pakistan +++

Bei der Explosion einer Motorradbombe sind in den nordwestpakistanischen Stammesgebieten sechs Menschen getötet worden. Die Bombe sei im Bezirk Nord-Waziristan an einem an der Straße geparkten Motorrad befestigt gewesen und gezündet worden, als ein Fahrzeug der Stammespolizei vorbeifuhr, sagte ein Beamter der örtlichen Polizei, Ali Akbar. An Bord seien junge Polizeikadetten gewesen. Unter den Toten seien auch drei Zivilisten. Nord-Waziristan war lang eine berüchtigte Zuflucht für Kämpfer des afghanischen Hakkani-Terrornetzwerks und von al Kaida.


++ 15.29 Uhr: Botschafter von Atommächten boykottieren Nobelpreis-Verleihung +++

Die westlichen Atommächte USA, Großbritannien und Frankreich schicken keine Botschafter zur Verleihung des Friedensnobelpreises am Sonntag in Oslo. Für die Absage der drei Staaten gebe es politische Gründe, sagte eine Sprecherin des norwegischen Nobelkomitees. Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Anti-Atomwaffen-Kampagne Ican, die maßgeblich am UN-Vertrag zum Atomwaffenverbot mitgewirkt hatte. Die Atommächte - vermutlich sind es neun - sowie fast alle Nato-Staaten - darunter Deutschland - tragen diesen Vertrag nicht mit. Zur Preisverleihung in Oslo schicken die drei Länder nun nicht ihre Botschafter, sondern weniger hochrangige Repräsentanten. "Wir möchten unsere Vorbehalte in Bezug auf das Ican-Projekt, also das Atomwaffenverbot und den in New York ausgehandelten UN-Vertrag, deutlich machen", sagte eine Sprecherin der französischen Botschaft dem norwegischen Rundfunk. Nach NRK-Angaben schicken von den Atommächten nur Russland und Israel ihre Botschafter zur Verleihung.

+++ 15.26 Uhr: Mitarbeiter von Jobcenter in Hattingen niedergestochen

In Hattingen in Nordrhein-Westfalen ist ein 58-jähriger Mitarbeiter des Jobcenters von einem Mann niedergestochen worden. Gegen den geständigen Täter wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen, wie die Staatsanwaltschaft in Essen mitteilte. Als Motiv für die Gewalttat gab der 37-Jährige an, ihm seien die Leistungen gekürzt worden. Den Angaben zufolge kam der mit einem Messer bewaffnete Mann am Montagnachmittag zu seinem zuständigen Sachbearbeiter und stach unvermittelt auf den Jobcenter-Mitarbeiter ein. Das Opfer habe dabei Verletzungen im Bauch- und Oberkörperbereich erlitten und schwebte zeitweise in akuter Lebensgefahr.

+++ 15.19 Uhr: Bundespolizei entdeckt 23 Migranten in Güterzug +++

Auf einem Güterzug hat die Bundespolizei in Bayern erneut zahlreiche Migranten aus Afrika entdeckt. Insgesamt 23 Menschen seien im Bahnhof von Rosenheim aus einem Lastwagenauflieger geholt worden, teilten die Beamten mit. Als der Besatzung eines Hubschraubers die aufgeschlitzte Plane des Sattelaufliegers auffiel, stoppte die Bundespolizei den Güterzug demnach außerplanmäßig. Der Zug war den Angaben zufolge vom italienischen Verona über München nach Köln unterwegs. In dem Auflieger befanden sich demnach 20 Männer und drei Frauen. "Die teilweise unterkühlten Personen wurden zunächst in den Containern der Bundespolizei am Bahnhofsvorplatz versorgt und anschließend in die Dienststelle verbracht", hieß es. Zuletzt waren in Bayern immer wieder Migranten auf Güterzügen entdeckt worden.

+++ 15.14 Uhr: Neun Terroranschläge in Großbritannien verhindert +++

Insgesamt neun Terrorattacken sind in den vergangenen zwölf Monaten in Großbritannien verhindert worden. Das berichtete der Chef des Inlandsgeheimdiensts MI5, Andrew Parker, dem Londoner Kabinett. Großbritannien ist in diesem Jahr bereits fünfmal Ziel von Terroranschlägen in London und Manchester geworden. Insgesamt kamen dabei 36 Menschen, darunter auch Kinder, ums Leben. Parker hatte vor wenigen Wochen in einer Rede betont, dass die Gefahr durch islamistische Terroristen so groß wie nie zuvor sei. Es gebe einen "dramatischen Anstieg an Bedrohungen" in Großbritannien. Triebfeder sei die "mörderische Strategie" der Terrormiliz Islamischer Staat und ihre Online-Propaganda. Der Inlandsgeheimdienst führt derzeit 500 Ermittlungen durch, die 3000 Extremisten betreffen.

 +++ 15.12 Uhr: Kokain im Wert von 210 Millionen Euro zwischen Bananen gefunden +++

Die spanische Polizei hat in der Nähe von Cádiz im Süden des Landes fast sechs Tonnen Kokain aus Kolumbien sichergestellt. Der Marktwert der Drogen, die in einer Lieferung von Bananen aus der Stadt Medellín versteckt waren, belaufe sich auf 210 Millionen Euro, teilte das Innenministerium in Madrid mit. Das Kokain wurde im Hafen der Stadt Algeciras gefunden. Offenbar sollten die Drogen nach Barcelona verfrachtet werden. Drei Verdächtige aus Spanien, Honduras und Portugal wurden festgenommen. Gegen zwei weitere wird ermittelt.

+++ 15.02 Uhr: "Friedensdiamant" für 6,5 Millionen Dollar versteigert +++

Ein mehr als 700 Karat schwerer Diamant ist in New York für 6,5 Millionen Dollar (etwa 5,5 Millionen Dollar) versteigert worden. Käufer des als "Friedensdiamant" bezeichneten Stücks sei der Diamantenhändler Laurence Graff, teilte die Rapaport-Gruppe mit, die die Auktion für die Regierung von Sierra Leone organisiert hatte. Ein Teil des Geldes soll den Menschen des westafrikanischen Landes zugute kommen. Der Diamant, der zu den größten je gefundenen gehört, war von einem Pastor in einer Mine entdeckt und dann im März der Regierung übergeben worden. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm, der Diamant wiegt also mehr als 140 Gramm. Eine Auktion in Sierra Leone war zuvor ergebnislos zu Ende gegangen, trotz eines Gebots von rund 7,8 Millionen Dollar. Die Regierung hatte jedoch einen höheren - nicht bekanntgegebenen - Mindestpreis gesetzt.

+++ 14.56 Uhr: ÖVP-Chef Kurz will bei Politiker-Gehältern sparen +++

Österreichs Chef der Konservativen, Sebastian Kurz, stellt sich gegen Gehaltserhöhungen für Politiker im kommenden Jahr. "Wir haben versprochen, dass wir im System sparen und nicht bei den Menschen. Dazu gehört auch, dass wir in der Politik anfangen, also bei uns selbst", sagte der 31-Jährige der Nachrichtenagentur APA. Der ÖVP-Politiker reagierte damit auf eine Berechnung des Rechnungshofs, nach der die Bezüge von Regierungsmitglieder und Parlamentariern um 1,5 Prozent steigen sollten. Kurz will seinen Vorschlag bei der Sitzung des Nationalrats am 13. Dezember vorbringen. Österreichs Kanzler verdient knapp 22.000 Euro pro Monat, Abgeordnete bekommen rund 8750 Euro. Ausgezahlt werden die Bezüge jeweils 14 Mal pro Jahr. 

+++ 14.08 Uhr: Laut Rotem Kreuz mehr als 200 Tote bei Kämpfen in Jemens Hauptstadt +++

Seit dem Ausbruch der neuen Kämpfe vor rund einer Woche sind in Jemens Hauptstadt Sanaa nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) 234 Menschen ums Leben gekommen. Rund 400 Menschen seien dort in diesem Zeitraum verletzt worden, erklärte IKRK-Sprecherin Iolanda Jaquemet am Dienstag. Nach heftigen Luftangriffen bis zum frühen Morgen habe sich die Lage beruhigt.

In dem Bürgerkriegsland war in der vergangenen Woche das Bündnis zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und den Anhängern des Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh zerbrochen. In Sanaa brachen am Mittwoch heftige Kämpfe zwischen beiden Seiten aus. Jets der von Saudi-Arabien geführten Koalition bombardierten Huthi-Stellungen. Bei den Kämpfen töteten die Rebellen am Montag auch Ex-Präsident Saleh. 

+++ 13.31 Uhr: Kubicki will im Falle eines Scheitern der GroKo-Gespräche Lage neu bewerten +++

Sollten die möglichen Gespräche über einen große Koalition von Union und SPD scheitern, muss die Lage nach den Worten von FDP-Vize Wolfgang Kubicki auch aus Sicht der Liberalen neu bewertet werden. Kubicki sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND): "Eines ist doch klar: Scheitert die GroKo, haben wir eine andere Lage." Er bezog sich dabei nach RND-Angaben vom Dienstag auf sich aufschaukelnde politische Forderungen bei Union und SPD im Vorfeld möglicher Gespräche. "Selbstverständlich werden die Freien Demokraten im Licht der Entwicklung neue Bewertungen vornehmen. Wir sind schließlich keine Dogmatiker", sagte Kubicki, ohne sich auf ein Ergebnis der Bewertungen festzulegen. Allerdings widersprach Parteichef Lindner sofort in einem Tweet:


Die Liberalen hatten im November die Sondierungen über eine Jamaika-Koalition von Union, FDP und Grünen platzen lassen. Daraufhin hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit den Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien Gespräche geführt, um Möglichkeiten über eine Regierungsbildung auszuloten. Zuletzt gab es ein Treffen bei Steinmeier mit den Vorsitzenden von SPD, CDU und CSU, Martin Schulz, Angela Merkel und Horst Seehofer. Die SPD-Spitze zeigte sich daraufhin bereit, ergebnisoffene Gespräche mit CDU und CSU über eine Regierungsbildung zu führen.

+++ 13.10 Uhr. Baby-Nashorn im Leipziger Zoo geboren +++

Bei den Spitzmaulnashörnern im Zoo Leipzig gibt es Nachwuchs. Die Nashornkuh Saba hat Montagnacht ein männliches Jungtier zur Welt gebracht, wie der Zoo mitteilte. Mutter und Kind hätten die Geburt gut überstanden und erholten sich fernab vom Besuchertrubel im rückwärtigen Bereich ihrer Anlage. Jede Geburt eines Nashorns sei ein großer Schritt in Richtung Arterhaltung, erklärte Zoo-Direktor Jörg Junhold. Für die 26 Jahre alte Saba ist es das zweite Nashornkalb. Wann der kleine, noch namenlose Nachwuchs für die Besucher zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Zunächst solle die Mutter-Kind-Bindung gefestigt werden.

+++ 11.59 Uhr: Argentiniens Verteidigungsminister: U-Boot-Besatzung ist tot +++

Argentiniens Verteidigungsminister hat erstmals offiziell vom Tod der Besatzung des vermissten U-Boots gesprochen. Bislang hatte die Marine diesen Begriff vermieden und gesagt, die Suche nach Überlebenden an Bord der seit rund drei Wochen verschollenen "ARA San Juan" sei eingestellt worden.

Verteidigungsminister Oscar Aguad bestätigte den Tod der 44 Besatzungsmitglieder als Antwort auf eine Interviewfrage, ob alle Menschen an Bord des U-Boots tot seien: "Genau, so ist es." Einem Bericht der Marine zufolge sei "menschliches Leben nicht vereinbar" mit den extremen Umweltbedingungen in der Unglücksregion und der seit dem Unglück vergangenen Zeit, sagte Aguad dem Sender Todo Noticias.

+++ 11.29 Uhr: Spaniens Oberstes Gericht zieht europäischen Haftbefehl für Puigdemont zurück +++

Das Oberste Gericht Spaniens hat den europäischen Haftbefehl gegen den abgesetzten katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont zurückgezogen. Auch die europäischen Haftbefehle für vier katalanische Ex-Minister, die wie Puigdemont nach Belgien geflohen sind, würden fallen gelassen, erklärte das Gericht in Madrid. Die nationalen Haftbefehle auf spanischer Ebene sollten aber bestehen bleiben.

+++ 11.13 Uhr: Humanitäre Hilfe in Jemens Hauptstadt zusammengebrochen +++

Nach der Eskalation der Gewalt im Jemen ist die humanitäre Hilfe in der Hauptstadt Sanaa fast völlig zusammengebrochen. Wegen der Sicherheitslage hätten alle Leistungen vorerst eingestellt werden müssen, teilten mehrere internationale Hilfsorganisationen am Dienstag mit. Der eskalierende Konflikt verschärfe die bereits katastrophale humanitäre Situation, warnten Care, Oxfam, Save the Children und andere Organisationen. Sie forderten eine sofortige Waffenruhe in Sanaa.

In dem Bürgerkriegsland war in der vergangenen Woche das Bündnis zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und den Anhängern des Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh zerbrochen. In Sanaa brachen heftige Kämpfe zwischen beiden Seiten aus.

+++ 11.02 Uhr: Weiblicher Mafia-Boss bei Razzia auf Sizilien festgenommen +++

Bei einer Anti-Mafia-Razzia in Palermo hat eine Spezialeinheit der italienischen Carabinieri 25 Verdächtige festgenommen. Unter ihnen sei eine Frau, die ihrem Mann - einem verurteilten Boss - an der Spitze Clans in der sizilianischen Stadt nachgefolgt sein soll, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Ihr und den anderen Festgenommenen werden unter anderem Mitgliedschaft in der Mafia, Erpressung und Besitz von gestohlenen Gütern vorgeworfen. Außerdem sollen sie Besitzer von Geschäften in der Stadt um Schutzgeld erpresst haben.

Es gibt wenige Frauen, die Mafia-Bosse sind. Ein prominentes Beispiel in Italien ist Patrizia Messina Denaro, die in diesem Jahr zu einer Haftstrafe von 14 Jahren und sechs Monaten verurteilt worden ist. Sie soll einen hohen Rang in der Mafia gehabt haben und ist die Schwester eines der meistgesuchten Mafiosi der sizilianischen Cosa Nostra.

+++ 10.42 Uhr: Mordprozess Endingen - Gutachter sieht Wiederholungsgefahr

Im Prozess um den Sexualmord an einer 27 Jahre alten Joggerin in Endingen bei Freiburg hat sich der psychiatrische Gutachter für eine Sicherungsverwahrung ausgesprochen. Es bestehe Wiederholungsgefahr, sagte der Sachverständige Peter Winckler vor dem Landgericht Freiburg. Zudem sei der Mann voll schuldfähig. Der angeklagte 40-jährige Lastwagenfahrer aus Rumänien hatte zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt. Die 27-jährige Frau war Anfang November vergangenen Jahres in einem Wald in den Weinbergen von Endingen vergewaltigt und getötet worden.

Zudem wird dem Angeklagten der Mord an einer 20 Jahre alten französischen Austauschstudentin aus Lyon im Januar 2014 im rund 400 Kilometer von Endingen entfernten Kufstein in Österreich zur Last gelegt.

+++ 10.22 Uhr: 53 Hinweise nach DHL-Erpressung +++

Nach der Erpressung des Paketdienstleisters DHL hat die Polizei zwar zahlreiche Hinweise erhalten, aber noch keine heiße Spur. Bis zum heute Morgen seien 53 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, sagte Polizeisprecher Mario Heinemann. Zudem hätten rund zehnmal Bürger die Polizei alarmiert, weil sie verdächtige Pakete erhalten hatten. In allen Fällen seien Inhalt und Herkunft aber ohne Einsatz von Spezialkräften geklärt worden. Die Bürger reagierten insgesamt sehr besonnen, sagte Heinemann.

Der oder die Erpresser fordern von der DHL einen Millionenbetrag und drohen mit weiteren Paketbomben. Am Freitag hatte eine Paketbombe am Potsdamer Weihnachtsmarkt einen Großalarm ausgelöst. Eine andere Paketbombe war schon einen Monat zuvor in Flammen aufgegangen.

+++ 9.51 Uhr: Mindestens 15 Tote durch Überschwemmungen in Thailand +++

Bei Monsunregenfällen sind im Süden Thailands mindestens 15 Menschen ertrunken. Wie das Ministerium für Katastrophenschutz in Bangkok weiter mitteilte, waren in acht Provinzen des Landes hunderttausende Haushalte von Überschwemmungen betroffen. Demnach leiden eine Million Einwohner Thailands aktuell an den Überschwemmungen - etwa wegen zerstörter Häuser oder Ernteausfällen.

Nach Angaben der Wetterbehörde wird ein Rückgang der Regenfälle erst für Mitte Dezember erwartet. Mindestens bis zum Freitag soll es demnach aber weiter besonders heftig regnen.

+++ 9.36 Uhr: Afghanischer Geheimdienst: Hoher Al-Kaida-Kämpfer getötet +++

Der afghanische Geheimdienst NDS meldet den Tod eines hohen al-Kaida-Anführers. Omar Khetab sei bei Luftangriffen der US- und der afghanischen Streitkräfte getötet worden. Wo und wann der Mann starb, wird aus der heute verschickten E-Mail des NDS nicht ersichtlich.

Khetab habe eine wichtige Rolle beim Training radikalislamischer Taliban gespielt. Die kontrollieren nach Militärangaben mittlerweile wieder rund 13 Prozent des Landes und kämpfen um weitere 30 Prozent. Khetab habe Kämpfer an schweren Waffen ausgebildet sowie Kurse zu Nachtoffensiven und Kommunikation gegeben, hieß es weiter.

+++ 8.57 Uhr: Türkei warnt USA vor Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warnt vor einer möglichen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA. Über entsprechende Berichte sei man "extrem besorgt", teilte Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin auf Twitter mit. "Das wäre ein fataler Fehler und würde gegen internationale Vereinbarungen, UN-Resolutionen und historische Tatsachen verstoßen. Ein solcher Schritt würde alle Friedensbemühungen unterlaufen und neue Spannungen und Konflikte auslösen."



Weiter teilte Kalin mit: "Wir hoffen, dass die US-Regierung diesen Fehler vermeiden wird."

+++ 8.04 Uhr: Russland erklärt neun US-Medien zu "ausländischen Agenten" +++

Russland hat neun US-Medien zu "ausländischen Agenten" erklärt. Das entschied das Justizministerium in Moskau. Präsident Wladimir Putin hatte das umstrittene neue Mediengesetz im November unterzeichnet.

+++ 6.52 Uhr: Bundesweite Razzia wegen G20-Krawallen +++

Nach den Krawallen beim G20-Gipfel im Sommer in Hamburg hat es bundesweite Razzien gegeben. Seit 6 Uhr würden Wohnungen in diversen Bundesländern durchsucht, teilte die Hamburger Polizei mit. Die Durchsuchungen stehen demnach im Zusammenhang mit den Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs. Die Polizei will am Mittag (12 Uhr) bei einer Pressekonferenz über den Einsatz informieren. Wie der NDR berichtete, hat die Polizei 24 Objekte in acht Bundesländern im Visier, darunter private Wohnungen sowie und linke Stadtteilzentren - unter anderem in Göttingen und Stuttgart. In Hamburg durchsuchten Beamte demnach die Wohnung eines mutmaßlichen Mitglieds der linksextremen Gruppe "Roter Aufbau Hamburg".

Rund um das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländer Anfang Juli in Hamburg hatte es trotz des Einsatzes von mehr als 20.000 Polizisten schwere Krawalle gegeben. Randalierer lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, zündeten Autos an und plünderten Läden.

Urteil im ersten G-20-Prozess: harte Strafe für Flaschenwerfer

+++ 5.59 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Kämpfen in der Zentralafrikanischen Republik +++

Bei mehreren Kämpfen in der Zentralafrikanischen Republik sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Zehn Menschen starben bei bewaffneten Zusammenstößen zwischen muslimischen Rebellen und christlichen Milizen in der Stadt Ippy, wie die zentralafrikanische Regierung mitteilte. Zudem bestätigte die UN-Friedensmission den Tod von vier Soldaten bei Anschlägen nahe der Stadt Bria. Die Soldaten stammen aus Mauretanien und Sambia.

+++ 5.40: Stuttgarter Läden machen gegen Primark mobil +++

Als Kritik an der Eröffnung einer weiteren Primark-Filiale in Stuttgart haben sich lokale Läden eine ungewöhnliche Aktion ausgedacht. Kunden des Textildiscounters sollen ihre neu gekaufte Kleidung in einen eigens aufgestellten Container werfen, schlagen die Initiatoren vor. Im Müll wollen die Läden die Kleidung damit aber nicht sehen: Die am Dienstag gesammelten Teile sollten an Bedürftige gehen, hieß es auf der Facebookseite der Veranstalter. Der Kaufbetrag von allen Stücken in der Tonne soll zudem an eine wohltätige Organisation gespendet werden. Hinter der Aktion stehen das "Kaufhaus Mitte", das vor allem regionale Ware verkauft, und das Café "Mission Coffee".

Kritiker werfen dem irischen Textildiscounter Primark Ramschpreise vor. In Stuttgart soll am Dienstag bereits die zweite Primark-Filiale eröffnet werden. Primark teilte auf Anfrage zur Gegenaktion mit, das Unternehmen sei "stolz darauf, seinen Kunden allerneueste Mode zu angemessenen Preisen anzubieten, da wir der Meinung sind, dass modische Kleidung für jeden erschwinglich sein sollte". Die Kleidungsstücke sollten "ein Lieblingsstück im Kleiderschrank"
werden. Auf die geplante Aktion ging Primark nicht näher ein.

+++ 4.46 Uhr: Künftig sollen 10.000 Mitarbeiter bei Youtube extremistische Inhalte verhindern +++

Der Google-Konzern will demnächst 10.000 Mitarbeiter darauf ansetzen, dass bei seinem Videoportal Youtube keine extremistischen Inhalte mehr veröffentlicht werden können. Youtube-Chefin Susan Wojcicki sagte der britischen Zeitung "Daily Telegraph", das Personal für diese Aufgabe werde aufgestockt.
Das Portal sei missbraucht worden, um "in die Irre zu führen, zu manipulieren, zu belästigen oder sogar um Leid zuzufügen", sagte Wojcicki. Inzwischen habe ihr Unternehmen eine Technologie entwickelt, um Videos mit extremistischen Inhalten zu erkennen oder auch Inhalte, welche die Sicherheit von Kindern gefährden.

+++ 2.12 Uhr: "Friedens-Diamant" aus Sierra Leone für 6,5 Millionen Dollar versteigert +++

Ein Riesen-Diamant aus dem westafrikanischen Sierra Leone ist am Montag für 6,5 Millionen Dollar (5,46 Millionen Euro) in New York versteigert worden. Käufer des als "Friedens-Diamant" angepriesenen Edelsteins war der britische Juwelier Laurence Graff, wie die Rapaport-Gruppe mitteilte, welche die Auktion im Auftrag der Regierung Sierra Leones organisierte.
Der 709 Karat schwere Diamant war im März in der östlichen Provinz Kono von Mitarbeitern der Bergbaufirma des evangelikalen Predigers Emmanuel Momoh gefunden worden. Der Prediger übergab den Edelstein der Regierung in Freetown, die zusagte, diesen unter transparenten Bedingungen versteigern und den Erlös den Menschen in Sierra Leone zugute kommen zu lassen.

+++ 0.25 Uhr: Geburt nach Gebärmutter-Transplantation: Mutter und Baby geht es gut +++

Geburt nach Gebärmutter-Transplantation

Dieser kleine Junge ist der erste in den USA, der in einer transplantierten Gebärmutter herangewachsen ist

Nach der ersten Geburt in den USA nach einer Gebärmutter-Transplantation geht es Mutter und Sohn nach Angaben des Krankenhauses gut. Die Mutter habe die Klinik bereits verlassen können, teilten Ärzte der Baylor Universität in Dallas im US-Bundesstaat Texas bei einer Pressekonferenz mit. Das Baby sei noch unter Beobachtung im Krankenhaus. "Wenn man diesen Jungen sieht, fühlt man, dass man etwas Schönes und Natürliches gemacht hat, und mit Medizin etwas Gutes bewirkt hat", sagte der zuständige Arzt Giuliano Testa.
Der Junge ist nach Angaben der Klinik das weltweit neunte nach einem solchen Eingriff zur Welt gekommene Baby. Acht weitere Frauen bekamen seit 2016 an der Baylor Universität eine gespendete Gebärmutter eingepflanzt.

+++ 0.06 Uhr: "Fliegende Untertassen": Astronauten backen Pizza auf der ISS +++

Astronauten haben einen der spannendsten Berufe, müssen dabei aber auf so manche Freuden des Lebens verzichten. So klagte der Italiener Paolo Nespoli, der schon mehr als 100 Tage auf der Internationalen Raumstation (ISS) im Einsatz ist, wie sehr er Pizza vermisse. Seine beiläufige Bemerkung gegenüber dem ISS-Team auf der Erde wurde erhört: Der Raumfrachter Cygnus lieferte Pizzateig, Tomatensauce, Käse sowie Belag - und damit die Zutaten für eine kleine Pizza-Party im All. "Fliegende Untertassen der essbaren Sorte", schrieb US-Astronaut Randy Bresnik, der mit Nespoli und vier weiteren Kollegen kurzerhand zum Pizzabäcker wurde, auf Twitter. Ein von Bresnik veröffentlichtes Video zeigt, wie die sechs die drehenden Teigfladen sichtlich amüsiert durch den Raum schweben lassen als seien es kleine Ufos.

tyr / AFP / DPA