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+++ Der Tag im Ticker +++: Drei Selbstmordattentate in Saudi-Arabien

Serie von Attentaten in Saudi-Arabien +++ Polizei hätte Anschlag in Hannover verhindern können +++ Tebartz-van-Elst-Nachfolger in Limburg erwartet +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Polizisten stehen nach einem Selbstmordattentat vor dem US-Konsulat im saudi-arabischen Dschidda

Polizisten stehen nach einem Selbstmordattentat vor dem US-Konsulat im saudi-arabischen Dschidda

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 20:26 Uhr: Drei Selbstmordattentate in Saudi Arabien +++

Die Moschee mit dem Grab des Propheten Mohamed in Saudi-Arabien ist lokalen Medienberichten zufolge am Montag Ziel eines Selbstmordanschlags geworden. Der Attentäter habe sich während des Fastenbrechens bei einem Gebäude der Sicherheitskräfte vor der Prophetenmoschee in Medina in die Luft gesprengt und vier Menschen mit in den Tod gerissen, berichtete der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija. Die Moschee ist nach Mekka die zweitheiligste Stätte des Islam. Fast zeitgleich mit dem Anschlag in Medina gab es in der im Osten des Landes gelegenen, mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadt Katif einen Selbstmordanschlag. Dort starb den Angaben zufolge nur der Attentäter. Bereits am frühen Morgen hatte sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe des US-Konsulats in der saudischen Stadt Dschidda in die Luft gesprengt. Dabei wurden zwei Sicherheitsmitarbeiter des Konsulats leicht verletzt.

+++ 19.47 Uhr: Polizei wertete Chats von Attentäterin nicht rechtzeitig aus +++

Über den Messerangriff einer 15-Jährigen auf einen Polizisten in Hannover hätten die Behörden nach Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" schon vor dem Anschlag informiert sein können. Chatnachrichten, in denen die Schülerin über eine "Überraschung für die Ungläubigen" und eine "Märtyreroperation" in Deutschland spreche, hätten den zuständigen Beamten etwa drei Wochen vor dem Anschlag am Hauptbahnhof vorgelegen. Die 15-Jährige hatte dem Bundespolizisten am 26. Februar bei einer Personenkontrolle unvermittelt ein Messer in den Hals gerammt und lebensgefährlich verletzt.

Dem Bericht zufolge tauschte die 15-Jährige die Nachrichten mit einem Mann aus, gegen den im Zusammenhang mit der Absage eines Fußball-Länderspiels in Hannover im November 2015 ermittelt wird. Mobiltelefone waren demnach Ende Januar beschlagnahmt worden, inhaltlich ausgewertet worden seien die arabisch-, deutsch- und englischsprachigen Chats jedoch erst Anfang März - etwa eine Woche nach der Attacke auf den Bundespolizisten. In der niedersächsischen Landesregierung hieß es dem Bericht zufolge, die nicht erfolgte Auswertung der Chats sei "unglücklich".

+++ 19.34 Uhr: China veranstaltet Manöver in umstrittenen Gebieten im Südchinesischen Meer +++

Die chinesische Marine beginnt am Dienstag mit einem einwöchigen Manöver in umstrittenen Gebieten im Südchinesischen Meer. Peking verhängte für Schiffe aus anderen Ländern für die Dauer des Manövers ein Verbot, in die Gewässer um die Paracel-Inseln einzudringen, die zwischen Vietnam und den Philippinen liegen.

Beim Ständigen Schiedshof in Den Haag ist eine Klage der Philippinen gegen die weiträumigen Gebietsansprüche Chinas anhängig. Es gab auch wiederholt Spannungen mit den USA, die zusammen mit Verbündeten in der Region die Ansprüche Chinas zurückweisen. China erkennt die Zuständigkeit des Gerichtshofs nicht an. Die Paracel-Inseln sind kaum besiedelte Korallen-Atolle mit Landemöglichkeiten für Militär-Jets.

+++ 19.07 Uhr: Taschendiebin in Düsseldorf an einem Tag zwei Mal festgenommen +++

Gleich zwei Mal an einem Tag hat die Bundespolizei in Düsseldorf eine Taschendiebin festgenommen. Wie die Beamten am Montag mitteilten, klaute die 28-Jährige am Vortag zunächst einem 49 Jahre alten Mann am Hauptbahnhof die Geldbörse aus der Jackentasche. Bundespolizisten hätten sie dabei beobachtet, anschließend festgenommen und "nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen" wieder auf freien Fuß gesetzt.

Wenige Stunden später habe die Frau dann zusammen mit einer 29-jährigen Komplizin einer 76 Jahre alten Frau die Geldbörse aus der Handtasche gestohlen, hieß es weiter. Die beiden Verdächtigen seien von der Bundespolizei gestellt und festgenommen worden.

+++ 18.28 Uhr: Neuer Bischof zu erstem Besuch in Limburg erwartet +++ 

Der künftige Limburger Bischof Georg Bätzing (55) wird seine neue Wirkungsstätte erstmals am Donnerstag (7. Juli) besuchen. Ein Termin für die Amtseinführung des neuen Bischofs sei weiterhin nicht bekannt, teilte ein Bistumssprecher am Montag mit. Bätzing war bislang Generalvikar im Bistum Trier. Am Freitag war bekannt geworden, dass er die Nachfolge des im März 2014 abberufenen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst antreten soll. Tebartz-van Elst war wegen der Kostenexplosion beim Bau des neuen Bischofssitzes in Limburg und seiner von vielen als autoritär kritisierten Amtsführung in die Schlagzeilen geraten.

+++ 17.48 Uhr: Nato-Gipfel soll Awacs-Einsatz gegen IS beschließen +++

Die Nato will bei ihrem Gipfeltreffen Ende der Woche den Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen des Bündnisses im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz IS beschließen. Die Maschinen mit ihren starken Radaranlagen würden dann Informationen für die Einsätze der internationalen Anti-IS-Allianz liefern, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag in Brüssel. Daneben wolle die Nato künftig irakische Soldaten im Irak selbst ausbilden. Bisher erfolgt dies im benachbarten Jordanien.

Die USA dringen bereits seit Ende 2015 auf die Bereitstellung der Awacs-Maschinen. Die Flugzeuge mit dem markanten Radar-Pilz auf dem Rücken können zur Luftraumüberwachung, aber auch als fliegender Gefechtsstand eingesetzt werden - sie könnten somit theoretisch Luftangriffe gegen IS-Stellungen vorbereiten und dirigieren.

+++ 17.01 Uhr: EU-Bürger in Großbritannien: Parlament uneins über künftige Rechte +++

Dürfen die drei Millionen EU-Ausländer in Großbritannien bleiben, wenn das Land die Union verlässt? Das britische Parlament ist in dieser Frage uneins. Der im Innenministerium für Einwanderdung zuständige Minister, James Brokenshire, hält eine solche Garantie für "unklug", solange Briten in der EU nicht die gleichen Rechte sicher hätten. Vorerst ändere sich aber nichts, sagte Brokenshire im Londoner Unterhaus am Montag. Die Austrittsverhandlungen würden "zweifellos den immensen Beitrag von EU-Bürgern" zur britischen Wirtschaft, dem Gesundheitssystem und Schulen widerspiegeln.

+++ 16.35 Uhr: Spanische Ermittler zerschlagen Pädophilen-Netzwerk +++

Die spanische Polizei hat ein Pädophilen-Netzwerk zerschlagen und 16 mutmaßliche Opfer identifiziert. Bei Durchsuchungen seien hunderttausende kinderpornografische Unterlagen beschlagnahmt worden, erklärte die Polizei. Bei der Sichtung des Materials seien 16 minderjährige Opfer identifiziert worden, darunter zwei in Kolumbien. Insgesamt seien in das Pädophilen-Netzwerk bis zu 24 Menschen verwickelt. Laut Polizei wurden 18 Menschen wegen des Verdachts festgenommen, die Kinderpornos weiterverbreitet zu haben. Gegen sechs weitere Verdächtige liefen Ermittlungen. 

+++ 16.22 Uhr: Argentiniens letzter Eisbär gestorben +++

Argentiniens letzter Eisbär in Gefangenschaft ist tot: Wie der Zoo von Mendoza mitteilte, starb Arturo am Sonntag im Alter von 31 Jahren an einer Durchblutungsstörung und multiplem Organversagen. Tierschützer hatten jahrelang die Verlegung des "traurigsten Bären der Welt" gefordert. Arturo war nach dem Tod seiner Gefährtin in eine tiefe Depression gefallen. Seitdem verlangten Greenpeace und andere Tierschützer seine Verlegung in einen Zoo in Kanada, wo Klima und Gehege für den Eisbär besser geeignet seien. Sie sammelten tausende Unterschriften - ein Gremium aus Tierärzten befand jedoch, dass Arturo nicht transportfähig sei. "Wir hoffen, dass es der letzte Eisbär war, der in einem Zoo unseres Landes festgehalten wurde", erklärte nun Greenpeace-Sprecherin Soledad Sede.

Der Zoo von Mendoza wurde Mitte Juni geschlossen, nachdem binnen weniger Monate 64 Tiere verendet waren. Die Ermittlungen ergaben, dass die beengten Lebensverhältnisse und Bakterienbefall für den Tod der Tiere verantwortlich waren. Greenpeace verlangt seitdem, das 48 Hektar große Gelände in einen Ökopark umzuwandeln, die Regionalregierung will diese Option prüfen.

+++ 16.00 Uhr: Italienische Polizei nimmt Schleuserring hoch - 38 Festnahmen +++

In Italien hat die Polizei einen international aktiven Schleuserring gesprengt. Insgesamt wurden 38 Verdächtige in Sizilien, Rom und Norditalien festgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Den Festgenommenen - die meisten von ihnen äthiopische und eritreische Staatsbürger - wird vorgeworfen, Tausende Migranten nach Europa geschmuggelt zu haben.

Die Verdächtigen seien Teil eines der "bedrohlichsten Schmugglerringe", hieß es in der Polizei-Mitteilung. Die Gruppe sei in Nordafrika, Italien und mehreren anderen europäischen Ländern aktiv. Angestoßen wurde die Operation durch einen Informanten. Diese hatte nach seiner Festnahme 2014 mit der Polizei kooperiert.

+++ 15.20 Uhr: Deutscher Automarkt zieht weiter an - VW verliert +++

Die Autofahrer in Deutschland haben sich im ersten Halbjahr häufiger Neuwagen gekauft. Die Zahl der Neuzulassungen stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf rund 1,73 Millionen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt und der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilten. Die deutschen Marken gingen überwiegend positiv in die zweite Jahreshälfte: Nur Smart (-4,7 Prozent) und erneut VW (-1,4 Prozent) brachten im Juni weniger Wagen auf die Straße. Insgesamt wurden im Juni fast 340.000 Autos zugelassen - 8,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Bei Benzinern war das Plus stärker als bei Autos mit Dieselantrieb. VDA-Präsident Matthias Wissmann betonte allerdings, seit Jahresbeginn sei der Absatz von Dieselwagen trotz der VW-Krise gewachsen.

+++ 14.45 Uhr: Mutmaßliche IS-Anhänger am Atatürk-Flughafen festgenommen +++

Nach dem verheerenden Anschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen sind zwei mutmaßliche Anhänger des IS bei ihrer Einreise in die Türkei festgenommen worden. Die Polizei habe die beiden Verdächtigen mit russischer und kirgisischer Staatsbürgerschaft in der Ankunftshalle des Atatürk-Flughafens aufgegriffen, berichtete der Sender CNN Türk am Montag.

Die beiden hätten unter anderem Tarnkleidung bei sich getragen. Die Verdächtigen seien der Polizei bei einer "Risikoanalyse" aufgefallen, berichtete der Sender weiter, ohne Details zu nennen. Am Flughafen Atatürk waren nach dem Anschlag vom vergangenen Dienstag Sondereinheiten der Polizei stationiert worden. Die türkische Führung macht den IS für das Attentat verantwortlich, der sich jedoch nicht dazu bekannte. Gegen 13 Verdächtige aus dem Umfeld des IS wurde Haftbefehl erlassen.

+++ 14.03 Uhr: Mehr Briten wollen deutsche Staatsbürgerschaft +++

Nach dem Brexit-Referendum steigt das Interesse von Briten an einer deutschen Staatsbürgerschaft. Deutsche Ämter verzeichnen seit Tagen einen Anstieg entsprechender Anfragen von in Deutschland lebenden Briten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in größeren deutschen Städten ergab. Bei der Einbürgerungsbehörde etwa in Stuttgart stehen die Telefone nicht mehr still, wie eine Sprecherin mitteilte. "Es gab mehr als 50 Anfragen von britischen Staatsangehörigen zur Einbürgerung. Erste Einbürgerungsanträge seien bereits von britischen Staatsangehörigen abgeholt worden.

Auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Hamburg ist nach Auskunft der Behörden die Nachfrage nach deutschen Papieren gestiegen. Zuletzt (2015) lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 106.000 Menschen aus dem Vereinigten Königreich (England, Wales, Schottland und Nordirland) in der Bundesrepublik.

+++ 13.39 Uhr: In Thüringen entdecktes Skelett stammt von Peggy +++

Das in einem Waldstück in Thüringen gefundene Skelett stammt mit größter Wahrscheinlichkeit von der seit 15 Jahren vermissten Peggy K.. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Montag unter Berufung auf die rechtsmedizinische Untersuchung mit. Die Ermittlungen in dem Fall würden fortgesetzt. Im Mai 2001 war die neunjährige Peggy nach der Schule verschwunden. Seitdem gab es viele Spuren, doch alle liefen ins Leere.

+++ 13.11 Uhr: Türkischer Präsident Erdogan setzt auf versöhnliche Außenpolitik +++

Nach der Verbesserung der Beziehungen zu Russland und Israel bleibt der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in der Außenpolitik auf Versöhnungskurs. "Die gegenseitigen Schritte der letzten Wochen geben Hoffnung für die Zukunft. Wir reparieren die angespannten Beziehungen wieder und überwinden die Krisen, ausgelöst durch die syrische Angelegenheit, Terror und unechte Spannungen", teilte Erdogan am Montag anlässlich der Feiertage zum Ende der Fastenzeit auf seiner Website mit. "Wir beseitigen die Hindernisse auf unserem Weg, eines nach dem anderen."

Regierungsvertreter Israels und der Türkei hatten vergangene Woche ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet, das jahrelange Eiszeit zwischen den ehemaligen Bündnispartnern beenden soll. Auch an Russland hatte sich die Türkei nach monatelangen Spannungen wieder angenähert. 

+++ 12.10 Uhr: Bisher 175 Anträge auf Kaufprämie für Elektroautos eingegangen +++

Das Interesse an der Kaufprämie für Elektroautos scheint sich zunächst in Grenzen zu halten. Seit dem Start des Verfahrens am Samstag gingen beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 175 entsprechende Anträge ein, wie die Behörde in Eschborn auf Anfrage mitteilte. Der Beginn sei reibungslos verlaufen.

Für reine Elektrofahrzeuge mit Batterie gibt es 4000 Euro "Umweltbonus", wie die Prämien heißen - davon je 2000 Euro vom Bund und 2000 Euro vom Hersteller. Bei Hybridautos, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, sind es 3000 Euro (1500 Euro Staat/1500 Euro Hersteller).

+++ 11.18 Uhr: Ukip-Chef Farage tritt zurück +++

Der Chef der rechtspopulistischen britischen Partei Ukip, Nigel Farage, tritt zurück. Der Brexit-Wortführer sagte am Montag, er wolle "sein Leben zurückhaben". 


+++ 10.45 Uhr: Defekt im Hydraulik-System: Condor-Maschine landet außerplanmäßig auf Kreta +++

Weil ein Dichtungsring defekt war, ist eine Maschine der Fluggesellschaft Condor am Sonntagabend außerplanmäßig auf Kreta gelandet. Die Boeing 767 auf dem Weg von Frankfurt/Main nach Mauritius ist im griechischen Chania gelandet, wie ein Airline-Sprecher mitteilt. Zunächst war nur ein "angezeigter Defekt im Hydrauliksystem" bekannt. Techniker vor Ort tauschen den Dichtungsring aus und überprüfen das Flugzeug

+++ 9.37 Uhr: Nach Brexit-Votum: Obsborne will Unternehmenssteuer senken +++

Der britische Finanzminister George Osborne will nach dem Brexit-Votum seines Landes die Körperschaftssteuer für Unternehmen von derzeit 20 auf unter 15 Prozent senken. Dies sei ein Kernpunkt eines Fünf-Punkte-Programms zur Unterstützung der britischen Wirtschaft, sagte er der "Financial Times". Großbritannien solle die geringste Unternehmenssteuer der großen Volkswirtschaften erhalten. Zu seinem Fünf-Punkte-Programm gehöre auch ein neuer Anlauf, Investitionen aus China anzulocken, Bankkredite zu unterstützen, die fiskale Glaubwürdigkeit Großbritanniens zu garantieren sowie in die klassischen Industrieregionen in Nordwestengland zu investieren.

+++ 9.25 Uhr: Zahl der Anschlagstoten in Bagdad steigt auf mehr als 200 +++

Nach dem Selbstmordanschlag in einem Einkaufsviertel von Bagdad ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 213 gestiegen. Das erklärten Behördenvertreter in der irakischen Hauptstadt am Montag, einen Tag nach der Tat, zu der sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte. Ein Selbstmordattentäter hatte sich in der Nacht zum Sonntag mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto inmitten einkaufender Menschen im Zentrum von Bagdad in die Luft gesprengt.

+++ 8.53 Uhr: Gabriel verteidigt Anstieg deutscher Rüstungsexporte +++

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat einen massiven Anstieg der deutschen Rüstungsexporte eingeräumt. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" über das Anwachsen der deutschen Waffenausfuhren auf den höchsten Stand seit Jahren berichtet und sich dabei auf den jüngsten Rüstungsexportbericht berufen. Demnach wurden im vergangenen Jahr Einzelgenehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern in Höhe von 7,86 Milliarden Euro erteilt. Gabriel widerspricht in der "Süddeutschen Zeitung" dem Vorwurf, mit seiner Politik zur Reduzierung von Waffenlieferungen gescheitert zu sein und verweist auf nicht widerrufbare Genehmigungen der schwarz-gelben Vorgängerregierung. Ferneer sei insbesondere der Export von Kleinwaffen stark gesunken

+++ 7.45 Uhr: Leiche in Thüringen entdeckt: Polizei prüft Verbindung zum Fall Peggy +++

Nach dem Fund einer Leiche in einem Waldstück in Thüringen prüfen die Ermittler Verbindungen zum Fall der vor mehr als 15 Jahren verschwundenen Peggy aus Oberfranken. Ein Pilzsammler sei am Samstag auf die Skelettteile gestoßen, teilte die Polizei mit und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks. Bei den Untersuchungen werde "der Fall Peggy nicht außer Acht gelassen", erklärte die Polizei. Weitere Einzelheiten teilten die Ermittler zunächst nicht mit. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll nun Aufklärung liefern.

Am 7. Mai 2001 verschwand die neunjährige Peggy auf ihrem Heimweg von der Schule, seitdem fehlte von der Kleinen jede Spur. Wochenlange Suchaktionen blieben ohne Erfolg. Der Fundort der Leiche im Saale-Orla-Kreis liegt nur wenige Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg (Landkreis Hof) entfernt.  Der Fall Peggy sorgt seit mehr als 15 Jahren immer wieder für Schlagzeilen. 2002 präsentierten die Ermittler einen geistig behinderten Mann als Tatverdächtigen, er wurde 2004 als Peggys Mörder verurteilt. 2014 wurde der Mann in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.


+++ 6.53 Uhr: Brexit dämpft britische Wirtschaft bis 2025 um 15 Prozent +++

Ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union würde nach Einschätzung des Prognos-Instituts einen massiven Schrumpfkurs der dortigen Wirtschaft auslösen. Zwar seien die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung gegenwärtig noch sehr unsicher. In einem "plausiblen Szenario", das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, rechnet Prognos indes damit, dass die britische Wirtschaftsleistung im Jahr 2025 rund 15 Prozent niedriger liegen würde als ohne Austritt aus der EU. 

+++ 6.33 Uhr: Suchtrupp birgt sterbliche Überreste von Egyptair-Passagieren +++

Alle georteten sterblichen Überreste von Opfern des Absturzes einer Egyptair-Maschine im Mai über dem Mittelmeer sind geborgen worden. Wie die ägyptische Zeitung "Al Ahram" online am Sonntag unter Berufung auf die Behörden berichtete, seien sie an Bord des von Ägypten gecharterten Schiffes "John Lethbridge" auf dem Weg nach Alexandria. Dort sollen die Leichen den Behörden übergeben werden. Das Schiff solle danach zur Absturzstelle zurückkehren, um sicherzustellen, dass alle Leichenteile geborgen worden sind.

Die Datenspeicher des Stimmenrekorders der Egyptair-Maschine sind intakt. Damit könne die Auswertung der Daten beginnen, sobald der Flugschreiber zurück in Ägypten sei, bestätigten Ermittler in Kairo am Wochenende. Der Stimmenrekorder, der als zweiter Datenschreiber gefunden wurde, ist derzeit zur Reparatur in Frankreich, um Teile zu ersetzen, die zur Übertragung der Daten notwendig sind.


+++ 5.07 Uhr: Haftbefehl gegen 13 Verdächtige nach Anschlag in Istanbul +++

Nach den Anschlägen auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul mit 45 Todesopfern ist gegen 13 Verdächtige aus dem Umfeld der Terrormiliz IS Haftbefehl erlassen worden. Darunter sollen drei Ausländer sein. Die Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Mitwirkung an vorsätzlicher Tötung vor. Der Hauptverdächtige habe am vergangenen Montag - einen Tag vor dem Anschlag - mit einem der drei Selbstmordattentäter telefoniert.

+++ 5.05 Uhr: Polen führt Grenzkontrollen wieder ein +++

Polen-Besucher müssen heute an auch an den deutsch-polnischen Grenzübergängen Ausweis oder Pass bereit halten: Wegen des Warschauer Nato-Gipfels am 8. und 9. Juli sowie des katholischen Weltjugendtags mit Papst Franziskus in Krakau Ende des Monats führt Polen vorübergehend wieder Grenzkontrollen ein. Bis zum 2. August werden an Grenzübergängen, Häfen und Flughäfen die Ausweise der Ankommenden überprüft. Auch der kleine Grenzverkehr mit der russischen Exklave Kaliningrad wird in dieser Zeit ausgesetzt.

+++ 5.03 Uhr: EU-Kommission will Terroristen Geldhahn zudrehen +++

Nach dem Anschlag islamistischer Extremisten auf den Istanbuler Flughafen will die EU dafür sorgen, dass Terroristen in Europa schwerer an Geld kommen. "Wir müssen die Terroristen von ihren Finanzquellen abschneiden", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova der "Welt". Morgen werde die Kommission Maßnahmen dazu beschließen. Auf den Tisch kommen strengere Gesetze für virtuelle Währungen sowie für Handy-Prepaid-Karten. Man werde zudem eine Liste von Hochrisikoländern vorschlagen, bei denen Banken strenger kontrollieren müssen, um Schlupflöchern in Europa vorzubeugen.

+++ 4.30 Uhr: Terrorangst bei Frankfurter Radrennen: Urteil gegen Bombenbauer fällt heute +++

Aus Angst vor ihm ist 2015 in Frankfurt am Main ein großes Radrennen abgesagt worden - heute wird nun das Urteil gegen den Bombenbauer Halil D. aus Oberursel erwartet. Den Hauptvorwurf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat das Landgericht aber bereits fallen gelassen. Nach dem Antrag der Staatsanwaltschaft soll der 36-Jährige wegen Urkundenfälschung und verbotenem Waffen- und Sprengstoffbesitz zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt werden. Der Verteidiger plädierte dagegen auf 14 Monate zur Bewährung, die mit der Untersuchungshaft bereits verbüßt wären.

jen/amt / DPA / AFP