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Nachrichten aus Deutschland: Fallschirme öffneten sich nicht: Frau stürzt aus 4000 Metern ungebremst auf Wiese

Dahlem: Fallschirmspringerin verunglückt tödlich +++ Duisburg: Schildkröte beißt Autofahrerin +++ Ergolding: Drei Verletzte bei Brand bei BMW +++ Schönau am Königssee: Rennwagen schlittert in Zuschauer - Sieben Verletzte +++ Nachrichten aus Deutschland.

nachrichten deutschland - fallschirmspringerin

Die verunglückte fallschirmspringerin gehörte einer 16-köpfigen Gruppe an (Symbolbild)

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Dahlem: Fallschirmspringerin verunglückt tödlich

Im nordrhein-westfälischen Dahlem hat sich am Samstag ein tödlicher Unfall ereignet. Demnach verstarb eine 59-jährige Fallschirmspringerin, weil sich ihre Schirme nicht geöffnet hatten und die Frau in der Folge ungebremst auf eine Wiese nahe des Flugplatzes des Dahlemer Binz aufschlug.

Die erfahrene Springerin gehörte laut Polizei zu einer 16-köpfigen Gruppe, die in 4000 Metern Höhe aus einem Flugzeug abgesetzt worden war, teilte die Kreispolizeibehörde Euskirchen mit. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauerten an. Alle anderen Springer absolvierten laut Polizei ihren Sprung problemlos. 

Duisburg: Schildkröte beißt Autofahrerin

Eine Schildkröte hat als blinder Passagier eine Autofahrerin so erschreckt, dass die in Duisburg auf das Auto ihres Vordermanns aufgefahren ist. Die beiden Menschen wurden leicht verletzt, die gut gepanzerte Schildkröte kam nach Polizeiangaben unversehrt davon. Die 53 Jahre alte Frau war in Duisburg mit ihrem Auto unterwegs, als sie plötzlich im rechten Arm einen Schmerz verspürte. Sie traute ihren Augen nicht, als sie tatsächlich eine Schildkröte neben sich erblickte. Die verdutzte Frau konnte sich nicht erklären, wie das Tier in ihr Auto gekommen war. Polizisten nahmen es erst einmal mit zur Wache. Dort wurde die Schildkröte von Mitarbeitern des Tierheims abgeholt.

Ergolding: Drei Verletzte bei Brand bei BMW

Bei einem Brand in einer Halle von BMW im niederbayerischen Ergolding sind am Sonntag drei Menschen verletzt worden. Ein Mitarbeiter sei vermutlich wegen einer Rauchvergiftung kurzfristig bewusstlos gewesen und in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit. Außerdem hätten ein weiterer Mitarbeiter und ein Feuerwehrangehöriger leichte Verletzungen erlitten, die ambulant versorgt werden konnten.
Nach ersten Polizeierkenntnissen überhitzte sich eine Druckgussmaschine und verursachte dadurch eine starke Rauchentwicklung. Zwischenzeitlich bestand eine Gefahrenmeldung für Anwohner, der Bahnverkehr wurde in dem Bereich eingestellt. Die Warnungen und Sperrungen konnten aber nach kurzer Zeit wieder aufgehoben werden, die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Zur Klärung der Schadensursache und Schadenshöhe schaltete die Polizei einen Sachverständigen ein.

Schönau am Königssee: Rennwagen schlittert in Zuschauer - Sieben Verletzte

Beim Autorennen eines Motorsportclubs im Berchtesgadener Land ist einer der Wagen in die Zuschauermenge gerast und hat sieben Menschen verletzt. Der Fahrer des Rennwagens hatte nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes in einer Kurve die Kontrolle über sein Gefährt verloren und eine Abgrenzung aus Heuballen durchbrochen, wodurch einer der Ballen in eine Menschenmenge geschleudert wurde. Auch das Auto selbst kollidierte bei dem Unfall in Schönau am Königssee mit einigen Schaulustigen. Dabei wurden insgesamt sieben Menschen verletzt - drei davon schwer. Sie wurden - teils mithilfe eines Rettungshubschraubers - in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Freiburg: Mutmaßlicher Vergewaltiger lässt Rucksack am Tatort zurück - Festnahme

Die Polizei Freiburg hat einen 23-Jährigen festgenommen, der verdächtigt wird, am frühen Samstagmorgen eine zwei Jahre ältere Frau in einem Park vergewaltigt zu haben. Der Mann sitze in Untersuchungshaft, teilten die Beamten mit.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatten der Tatverdächtige sowie ein weiterer Mann das Opfer vor der Tat im Colombipark zunächst angesprochen. Der 23-jährige Syrer sei der Frau dann in den Park gefolgt, wo er sie vergewaltigt haben soll. Nachdem er von der Frau abgelassen hatte, informierte diese die Polizei. Weil der Tatverdächtige auf seiner Flucht einen Rucksack mit persönlichen Dokumenten am Tatort zurückließ, konnten ihn die Beamten am Samstagnachmittag festnehmen. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an.

Graal-Müritz: Feuerwehr zieht toten Buckelwal aus der Ostsee

Ostsee statt Arktis: In Mecklenburg-Vorpommern ist der Kadaver eines 8,65 Meter langen Buckelwal-Weibchens aus dem Wasser geborgen worden. Wahrscheinlich habe sich das etwa zehn Monate alte Tier in die Ostsee verirrt, sagte Timo Moritz von der Stiftung Deutsches Meeresmuseum in Stralsund am Sonntag.  

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Das in der Ostsee verendete Buckelwal-Weibchen war laut Experten schlecht ernährt

DPA

Normalerweise leben Buckelwale im Atlantik. "Es kommt aber immer wieder vor, dass einzelne Exemplare bis nach Rügen schwimmen und sich dort mit Hering vollfressen", erklärte der Wissenschaftler. Diese Besucher nennen die Wissenschaftler "Irrgäste". In der Regel fänden die schlauen Buckelwale aber den Weg über die Nordsee zurück in ihre heimatlichen Gefilde zwischen Arktis und Karibik.

Nach einer ersten Begutachtung des Kadavers im Meeresmuseum Stralsund schätzten die Experten, dass der Buckelwal seit gut einer Woche tot ist. Das junge Tier sei zudem schlecht ernährt, erklärte der Wissenschaftler. Ob Verhungern aber die Todesursache war, könne erst nach einer vollständigen Sektion gesagt werden.

Das verendete Buckelwal-Weibchen war nach Angaben der Experten am Samstagnachmittag vor Graal-Müritz im Wasser treibend gesichtet worden. Einsatzkräfte von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Feuerwehr schleppten den Kadaver demnach mit einem Boot an Land. Mit Traktoren und Feuerwehrfahrzeugen sei der Wal den Strand hinaufgezogen und anschließend auf einen Laster verladen worden.


Nachrichten von Samistag, 9. Juni

Traben-Trarbach: Tödlicher Unfall bei Speedboot-Rennen auf der Mosel

nachrichten deutschland - unfall mosel

Ein Teilnehmer des Motorbootrennens auf der Mosel

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Bei einem Motorbootrennen auf der Mosel bei Traben-Trarbach hat es einen tödlichen Unfall gegeben. Dabei kam der Fahrer eines Rennbootes ums Leben, wie die Polizei in Trier mitteilte. Der Veranstalter habe alle weiteren Rennen für das Wochenende abgesagt. Der SWR berichtete, dass laut Augenzeugen mehrere Boote ineinander gefahren seien. Nähere Informationen waren zunächst nicht bekannt.

Hameln: 44-Jähriger stirbt durch Blitzschlag

Ein Mann ist auf dem Weser-Radweg bei Hameln vom Blitz erschlagen worden. Ein Radfahrerin hatte am Freitagnachmittag eine bewusstlose Person mit Kopfverletzung gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes aus Italien feststellen. Der Körper wies Brandverletzungen auf. Weitere Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst ergaben, dass am Auffindeort kurz zuvor ein Blitz niedergegangen war. Mit Hilfe des Landes- und Bundeskriminalamtes wird derzeit versucht, Angehörige des Verstorbenen zu ermitteln.

Verhalten bei Unwetter: Das sollten Sie bei Gewitter nicht tun

Ludwigshafen: Verwirrte Frau bedroht Kind mit Messer

Eine offenbar geistig verwirrte Frau hat in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) ein elfjähriges Mädchen auf einem Spielplatz mit einem Messer und den Worten "Ich bring dich um" bedroht. Das Kind lief daraufhin davon, die 49-Jährige wiederum begab sich zurück in ihre Wohnung, berichtet die Polizei. Dort trafen sie alarmierte Beamte wenig später auch an. Da sich die Frau psychisch auffällig verhielt, kam sie in ein Krankenhaus.

Ulm: Autofahrerin kracht in Reisebus - tot 

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Reisebus ist am Freitagabend in Baden-Württemberg eine 18-jährige Pkw-Fahrerin tödlich verletzt worden. Die 13 Insassen des Reisebusses wurden verletzt und zumindest vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht, wie die Polizei in Ulm mitteilte. Warum es zu dem Zusammenstoß kam, war zunächst unklar. Das Unglück ereignete sich auf der Bundesstraße 465. 

Der Reisebus war auf der Fahrt zu einem Kreismusikfest. Neben dem 37-jährigen Fahrer und einem 29-Jährigen befanden sich in dem Bus elf Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren.

Hamburg: Mann sticht mit Messer auf Kontrahenten ein

Bei einer Messerattacke in einer Kleingartensiedlung ist am Freitagabend ein 49-jähriger Mann in Hamburg-Billstedt verletzt worden. Laut "Hamburger Morgenpost" soll der Tat ein heftiger Streit vorausgegangen sein. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde das Opfer vom fünf Jahre jüngeren Tatverdächtigen im Bereich der Lunge verletzt. Polizisten nahmen den Mann noch vor Ort fest, der Niedergestochene kam per Krankenwagen in ein Krankenhaus.

Themar: Journalist bei Neonazi-Festival angegriffen

Beim Neonazi-Festival im südthüringischen Themar ist ein Journalist angegriffen worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, sei ein 33 Jahre alter Festival-Besucher am späten Freitagabend zum Presse-Bereich auf dem Veranstaltungsgelände gekommen und habe einem 27 Jahre alten Journalisten ins Gesicht geschlagen. Angaben zum Motiv des Täters oder den Hintergründen des Vorfalls konnte die Polizei am Morgen nicht machen. Einer Sprecherin zufolge ist die Identität des mutmaßlichen Täters bekannt. Der Journalist sei leicht verletzt worden. Ermittlungen wegen Körperverletzung liefen.

Gewitter und Unwetter halten Deutschland weiter im Griff

Schwere Gewitter mit Hagel und Regen bestimmen weiterhin das Wetter in Deutschland. Besonders in der Südhälfte kann es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den kommenden Tagen wieder zu Unwettern kommen. "Entspannung ist erst Mitte der Woche in Sicht", sagte ein Meteorologe des DWD. Denn dann schiebt sich eine Kaltfront von Nordwesten nach Deutschland und verdrängt die schwülwarme Luft allmählich. "Wie schnell das geht, ist aber noch völlig unklar", sagte der Wetterforscher.

Bis dahin entwickeln sich vor allem in den Nachmittagstunden immer wieder Unwetter mit Starkregen und Hagel. Nur der Norden und Nordwesten bleiben verschont. Dort ist es am Sonntag und Montag heiter bis wolkig bei angenehmen 20 bis 25 Grad. Im Süden und Südosten steigen die Werte wieder bis auf 32 Grad. Auch am Dienstag werden dort noch 21 bis 26 Grad erwartet.

Die Wetterprognose für Deutschland am Samstag, den 9. Juni: 

Aktuelle amtliche Unwetterwarnungen finden Sie auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes (DWD).


Nachrichten von Freitag, 8. Juni

Ludwigslust: Kutscherin findet Motorradfahrerin im Wald

Eine Pferdekutscherin hat bei einer morgendlichen Tour in einem Wald bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern einen Motorradfahrer entdeckt, der seit 15 Stunden schwer verletzt am Wegesrand lag. Der 36 Jahre alte Mann stürzte mit seiner Crossmaschine am Donnerstagnachmittag auf dem Waldweg und wurde unter seinem Gefährt eingeklemmt, wie die Polizei in Ludwigslust am Freitag mitteilte. Zwar wachte er nach einer bewusstlosen Phase auf, konnte sich aber nicht aus seiner Lage befreien.  Die 31 Jahre alte Kutscherin alarmierte umgehend Polizei und Rettungskräfte. Damit rettete sie dem Schwerverletzten wahrscheinlich das Leben.

Ahaus: Alleinerziehende Mutter muss zweieinhalb Jahre ins Gefängnis

Im westfälischen Ahaus wurde eine 1988 geborene Frau wegen Betrugs zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die alleinerziehende zweifache Mutter hat einem Bericht der "Münsterland Zeitung" zufolge nach einem wiederkehrenden Muster im Internet Mobiltelefone zum Kauf angeboten, das Geld von den Interessenten kassiert, die Geräte jedoch nicht verschickt. Nachdem bereits vorherige Urteile gegen sie zur Bewährung ausgesetzt waren, muss die Frau nun voraussichtlich ins Gefängnis. Zur Verhandlung am Landgericht Münster erschien sie persönlich nicht. Ihre Bewährungshelferin gab zu bedenken, dass sich nach einem Haftantritt von offizieller Seite um die beiden kleinen Kinder gekümmert werden müsse.  

Berlin: Reinigungskraft wettet auf Eurojackpot und gewinnt Millionen

Eine 36-Jährige aus Berlin hat beim Glücksspielunternehmen "Lottoland" 90 Millionen Euro gewonnen.  Die Reinigungskraft wettete bei dem Online-Anbieter auf den Ausgang des Eurojackpot und kreuzte die richtigen Zahlen an, wie "Bild" berichtet. Nun wolle sie ihren Job kündigen und auf Reisen gehen.

Unwetter sorgen erneut für Überschwemmungen und Chaos - Mann durch Blitz verletzt

Flugausfälle in Stuttgart und Frankfurt, überflutete Straßen und Keller: Im Südwesten, in Hessen und Nordrhein-Westfalen haben am Donnerstagabend wieder heftige Unwetter gewütet. In der Nacht zum Freitag klangen die Gewitter ab - doch die Verschnaufpause währt wohl nur kurz. Ab Mittag rechnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder mit Schauern und Gewittern. Lokal herrsche erneut Unwettergefahr, teilte der DWD auf seiner Homepage mit. 

+++ Verfolgen Sie im Live-Tracker, wo über Deutschland gerade Unwetter toben +++

Am Stuttgarter Flughafen war am Donnerstagabend wegen des Unwetters über Stunden die Abfertigung eingestellt. "Ich gehe davon aus, dass der Betrieb am Freitag normal stattfinden wird", sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Passagiere und Mitarbeiter hatten am Abend in Flugzeugen, Fahrzeugen oder im Gebäude gewartet. Mehrere Flüge waren annulliert worden.  Ein Fahrzeug, in dem ein Mitarbeiter des Airports saß, wurde vom Blitz getroffen. Der Mitarbeiter wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie schwer er verletzt wurde, war zunächst nicht bekannt. "Innerhalb von kürzester Zeit waren in Stuttgart Straßen, Keller und Unterführungen überflutet", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart am Freitagmorgen. Auch in Reutlingen, Esslingen und Mannheim war die Feuerwehr am Donnerstagabend zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. Keller liefen voll, Straßen waren überflutet. 

Berlin: Mutmaßlicher Täter nach Verfolgungsjagd gestorben

Nach der Verfolgungsjagd in Berlin, bei der eine unbeteiligte junge Frau getötet wurde, ist einer der mutmaßlichen Täter im Krankenhaus gestorben. Dies teilte die Berliner
Staatsanwaltschaft am Freitagmorgen mit. Der Mann - Beifahrer im Fluchtauto - soll zusammen mit zwei anderen Tätern Werkzeug aus einem Auto gestohlen haben. Bei der anschließenden Flucht vor der Polizei prallte das Auto gegen mehrere Fahrzeuge. Dabei wurde die 22-jährige Fußgängerin erfasst und tödlich verletzt. Zwei weitere Frauen wurden verletzt.

Gegen den 27-jährigen Hauptverdächtigen und Fahrer des Fluchtautos war am Donnerstagabend Haftbefehl unter anderem wegen des dringenden Tatverdachtes eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge sowie wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen worden. Der Haftbefehl wurde dem Mann im Krankenhaus verkündet. Der 27-Jährige sowie ein 14 Jahre alter Verdächtiger werden in der Klinik von der Polizei bewacht.


Nachrichten von Donnerstag, 7. Juni

Kempten: 15-Jährige muss Stunden in Aufzug ausharren

Fünf Stunden lang hat eine 15-Jährige im Allgäu in einem Aufzug ausharren müssen. Sie wollte in einem Mehrfamilienhaus in eines der oberen Stockwerke fahren, als der Fahrstuhl etwas ruckelte und wegen eines technischen Defekts steckenblieb, wie die Polizei in Kempten mitteilte. Die junge Frau drückte bei dem Vorfall am Montag zwar gleich den Notrufknopf, doch es kam keine Hilfe. Auch ihre Rufe und Schreie blieben im Haus ungehört. 

Gerettet wurde sie dank eines Zettels: Sie schrieb auf ein Stück Papier, dass sie in Not sei, und warf es durch den Türschlitz nach außen. Eine Frau fand den Zettel im Treppenhaus und alarmierte die Rettungskräfte. Feuerwehrleute brachen die Tür auf und befreiten die junge Frau. Die 15-Jährige war nach Polizeiangaben "völlig aufgelöst" und musste ärztlich behandelt werden.

Paderborn: Eltern lassen Säugling bei Mittagshitze im Auto

Im ostwestfälischen Paderborn musste die Polizei auf einen Parkplatz ausrücken, um die Scheibe eines geparkten Autos einzuschlagen. Der Grund: Ein Zeuge hatte ein Kleinkind entdeckt, das sich bei brütender Mittagshitze allein in dem Pkw befand. Er verständigte daraufhin die Beamten, die den stark schwitzenden Säugling befreiten und den Rettungsdienst riefen.

Seine Eltern hatten den Wagen nach Polizeiangaben in der Mittagshitze auf dem Parkplatz eines Möbelhauses abgestellt. Sie hätten auf Durchsagen in dem Geschäft nicht reagiert und seien erst kurz vor Eintreffen des Krankenwagens erschienen. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts der Kindesaussetzung und Körperverletzung ermittelt.

Köln: Vorfahrt genommen - Duo bedroht Mann mit dem Tod 

Die Polizei Köln fahndet seit heute mit Phantombildern nach zwei Männern, die bereits am 14. April einen 30-Jährigen mit dem Tod bedroht haben sollen, weil dieser ihnen - laut Opfer "versehentlich" - die Vorfahrt genommen hatte. Demnach verfolgte das Duo den 30-Jährigen nach dem Manöver bis zum Parkplatz eines Baumarkts, wo es zunächst zu einem verbalen Streit gekommen sei, der dann eskalierte, schreibt die Polizei. So sollen sich die beiden Tatverdächtigen vor dem Mann aufgebaut und der Haupttäter anschließend mit Gaspistole in der Hand gedroht haben: "Beim nächsten Mal knallen wir dich ab! Du kannst dir nicht alles erlauben!"

Anschließend gab der Mann drei Schüsse in Richtung Boden ab, ehe das Duo in Richtung Humboldtstraße flüchtete.

Die Täter und ihr Fahrzeug werden wie folgt beschrieben:

  • beide etwa 170 Zentimeter groß, von kräftiger Statur und dunkelhaarig
  • Schütze trug zur Tatzeit Dreitagebart und war mit einem schwarzen T-Shirt bekleidet; der Mittäter hatte ein weißes T-Shirt an
  • Fahrzeug: blauer VW Kombi

Hinweise auf die Tatverdächtigen nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. 

Plauen: Fünfjähriger stürzt von Balkon und stirbt 

Tragischer Unfall in Sachsen: In Plauen ist ein fünf Jahre alter Junge von einem Balkon eines Mietshauses elf Meter in die Tiefe gestürzt und tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war das Kind am Mittwochabend in einem unbeobachteten Moment über die Brüstung des Balkons im dritten Stock gefallen. Beim Aufprall im Hof zog es sich lebengefährliche Verletzungen zu. Trotz intensiver ärztlicher Bemühungen starb der Junge in einem Krankenhaus, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Darmstadt: Hündin überlebt eine Woche auf Grünstreifen der A5

nachrichten deutschland - hund a5

Hund "Penny" ist nach seiner Zeit auf der A5 nun wieder bei seinen Besitzern

Eine Mischlingshündin hat eine ganze Woche auf einem Grünstreifen zwischen Autobahntrassen auf der A5 in Hessen überlebt. Der Vierbeiner war am Dienstag vergangener Woche in Weiterstadt ausgebüxt und auf der vielbefahrenen A5 gelandet, wie die Polizei in Darmstadt am Donnerstag mitteilte. Seitdem wurde sie mehrfach von Autofahrern gesichtet. Alle Versuche, die Hündin einzufangen, scheiterten zunächst, obwohl die Polizei dafür extra die Autobahn sperrte.

Am Mittwochabend tappte "Penny" schließlich in eine Lebendfalle, die Tierschützer und Beamte der Autobahnpolizei zwischen den Leitplanken aufgestellt hatten. Nachdem die Autobahn gegen Mitternacht erneut für eine Viertelstunde gesperrt wurde, konnte der Hund in Sicherheit gebracht werden. 

"Als der Hund nach der langen Zeit wieder an die besorgte Familie übergeben wurde, überschlug sich der Vierbeiner fast vor Freude", teilte die Polizei mit. Die Besitzer hatten mit einem Plakat nach "Penny" gesucht, auf der sie die Hündin als "ängstlich" beschrieben.

Lauterecken: Seniorenheim nach Dachstuhlbrand evakuiert

Wegen eines Dachstuhlbrands in einem Seniorenheim in Lauterecken (Rheinland-Pfalz) hat die Feuerwehr rund 120 Menschen, darunter etwa 100 Bewohner, in Sicherheit bringen müssen. Die Feuerwehr war laut eigenen Angaben mit mehr als 200 Einsatzkräften vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen und das Gebäude zu evakuieren. Verletzt wurde demnach glücklicherweise niemand. 

Weil das Seniorenheim voraussichtlich in nächster Zeit nicht bewohnbar sein wird, sollen die Bewohner auf Wohnheime in der Region verteilt werden. Die Kripo Kaiserslautern hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

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Die Feuerwehr war mit mehr als 200 Einsatzkräften vor Ort

Köln: Ex-Förderschüler verklagt NRW, weil er fälschlicherweise als geistig behindert eingestuft wurde

Nenad Mihailovic im Gerichtsgebäude

Der mittlerweile 21-jährige Nenad Mihailovic auf einem Bild aus dem Jahr 2017

Vor dem Kölner Landgericht wird derzeit ein Prozess verhandelt, in dem der mittlerweile 21-Jährige Nenad Mihailovic das Land NRW wegen entgangener Bildungsschancen auf rund 52.000 Euro verklagt. Er war 14 Jahre lang auf Förderschulen geschickt worden, weil er vor der Einschulung bei einem Test als geistig behindert mit einem IQ von 59 eingestuft worden war. Tatsächlich war der Sohn serbischer Einwanderer dem Test seinerzeit wegen mangelnder Sprachkenntnisse nicht gewachsen. Als heranwachsender Schüler hätte er immer wieder versucht, bei Pädagogen Gehör zu finden, um einen Schulwechsel zu vollziehen, sagt Mihailovic. Ohne Erfolg. Mittlerweile wurde ihm ein IQ von 94 attestiert, er holt die verpassten Abschlüsse nach. Eine Gutachterin warf den beteiligten Behörden am Mittwoch vor Gericht jahrelange schwere Versäumnisse vor. Ein Urteil wird für den 17. Juli erwartet.

+++ Die ausführliche Vorgeschichte im Fall Nenad Mihailovic lesen Sie hier +++ 

Hamburg: Kurzer Stromausfall beeinträchtigt Ampeln und Flughafen

In Hamburg gab es am Donnerstagmorgen Probleme mit der Stromversorgung. Wie der NDR berichtet, fielen rund 1000 Ampeln aus, auch der Flughafen hatte kurz Probleme. Nach ein paar Sekunden lief die Versorgung wieder normal, jedoch mussten viele Systeme neu hochgefahren werden. Grund sei ein Kurzschluss in einem Umspannwerk gewesen. Am Hamburger Flughafen war es am Sonntag nach einem Stromausfall zu einem kompletten Einbruch des Flugverkehrs gekommen. 

Neuwied: Elefant spaziert durch Wohnviertel

Ein Elefant ging in Neuwied auf einen Spaziergang

Ein Elefant ging in Neuwied auf einen Spaziergang

Ein ausgebüxter Elefant hat am Mittwoch eine Stadt in Rheinland-Pfalz auf Trab gehalten. Das Tier war aus einem Zirkus entlaufen und spazierte rund einen Kilometer durch Neuwied, wie ein Polizeisprecher sagte. Auf Twitter kursierten Videos mehrerer Nutzer, die den Elefanten namens Kenia bei seinem Spaziergang gefilmt hatten. Es sei ein kurzer und friedlicher Ausflug gewesen, so der Polizeisprecher. Ein Zirkusmitarbeiter konnte Kenia mühelos wiedereinfangen. Der Straßenverkehr war nach Polizeiangaben nicht gefährdet, verletzt wurde niemand. Vermutlich zerriss der Elefant den Elektrozaun seines Geheges, sagte ein Polizeisprecher. 

Wiesbaden: Weibliche Leiche entdeckt - ist es die vermisste 14-Jährige?

Die Polizei in Hessen hat am Mittwoch eine weibliche Leiche gefunden. Medienberichten zufolge soll es sich bei der Toten um die seit Ende Mai vermisste 14-Jährige aus Mainz handeln. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten dies zunächst nicht bestätigen. Der Fundort der weiblichen Leiche befinde sich in einem schwer zugänglichen Gelände. Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen von einem Gewaltverbrechen aus. Die Todesursache war zunächst noch unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten am Vormittag bei einer Pressekonferenz über den Fall informieren.

Die 14-Jährige wird seit dem 22. Mai vermisst. Bereits vergangene Woche war nach der Jugendlichen gesucht worden, jedoch ohne Erfolg. Nach Zeugenhinweisen wurde die Suche in Wiesbaden-Erbenheim am Montag wieder aufgenommen.


Nachrichten von Mittwoch, 6, Juni

Essen: Betrunkener schläft in Altkleider-Container

Nachrichten Deutschland Essen Altkleider-Container

Ein Zeuge beobachtete, wie der Mann in den Altkleider-Container fiel und alarmierte die Polizei (Symbolbild)

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In Essen hat ein Zeuge in der Nacht zu Mittwoch beobachtet, wie ein Mann kopfüber in einem Altkleider-Container hing. Als er kurz nach ein Uhr morgens komplett hinein fiel, wollte ihm der Zeuge zur Hilfe eilen. Der Mann habe auf Rufe und Klopfen jedoch nicht reagiert, berichtet die Polizei Essen. Daraufhin verständigte der Passant die Einsatzkräfte. 

Auch Polizei und Feuerwehr sei es demnach nicht gelungen, Kontakt zu dem Mann im Inneren des Containers aufzunehmen. Schließlich brach die Feuerwehr das Schloss auf. Den Beamten bot sich ein fast schon friedliches Bild: Der 48-jährige Kletterer war eingeschlafen. Nach Angaben der Polizei stand er unter Alkoholeinfluss, war aber nicht verletzt. Pech hatte er trotzdem: Bei der Prüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den Mann vorliegt. Er wurde festgenommen.

Seevetal: Motorradfahrer tödlich verletzt

Ein 46-jähriger Hamburger war am Dienstagnachmittag im niedersächsischen Seevetal auf seinem Motorrad unterwegs, als er durch einen Unfall tödlich verletzt wurde. Wie die Polizei berichtet, übersah der 70-jährige Fahrer eines Audis das Motorrad beim Linksabbiegen. Trotz Vollbremsung konnte der Hamburger nicht mehr ausweichen und krachte in den Pkw. Er erlag seinen Verletzungen noch vor Ort.

Besonders tragisch: Die Ehefrau des Motorradfahrers musste das Unglück mit ansehen. Nach Angaben der Polizei fuhr sie in einem Auto hinter ihm. Der Rettungsdienst und ein Kriseninterventionsteam betreuten die unter Schock stehende Frau.

Polizei: 70 Jahre Fahrverbot für "Astro Alex" Gerst?

Die Polizei Oberbayern Süd beobachtete den Raketenstart von Alexander Gerst zur ISS mit einer Frage im Hinterkopf: Welche Konsequenzen hätte der Astronaut zu befürchten, wenn er den Ordnungshütern außerhalb einer bajuwarischen Ortschaft mit der Rakete durch die Blitze geflogen wäre? Die augenzwinkernd gemeinte Antwort: eine halbe Million Euro Bußgeld, 1120 Punkte in Flensburg und der sprichwörtlich berüchtigte "Idiotentest":  

🚀 Hat sich schon mal jemand gefragt warum Alexander Gerst von Baikonur aus startet? Wäre er uns hier vor die "Linse"...

Gepostet von Polizei Oberbayern Süd am Mittwoch, 6. Juni 2018

Hamburg/Ahrensburg: Schwarz auf der Zugkupplung mitgefahren

Regionalexpress

Zwischen Ahrensburg und Hamburg verkehren Regionalzüge mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde (Symbolbild)

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Ein 21-Jähriger ist am Montag illegal außen an einem Regionalexpress auf der Zugkupplung von Ahrensburg in Schleswig-Holstein nach Hamburg gefahren. Wie die Polizei berichtet, gingen mehrere Zeugenhinweise ein, die den Vorfall meldeten. Nachdem der Zugführer auf den Vorfall aufmerksam gemacht wurde, stoppte er den Zug im Bahnhof Hamburg-Tonndorf. Den blinden Passagier fand er unversehrt hinter der Lok auf dem Puffer sitzend und führte ihn auf den Bahnsteig. Dort überprüfte die wartende Polizei die Personalien des jungen Mannes und belehrte ihn über die Gefahren seiner wilden Reise. Auf der Strecke zwischen Ahrensburg und Hamburg sind Regionalbahnen mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde unterwegs.

A1 bei Barsbüttel: Langer Stau nach Auffahrunfall

Bei einem Verkehrsunfall auf der A1 bei Barsbüttel (Schleswig-Holstein) ist am Morgen der Fahrer eines Transporters schwer verletzt worden. Weil die Autobahn für die Rettungsarbeiten in Richtung Hamburg voll gesperrt werden musste, bildete sich ein Stau von bis zu 14 Kilometer Länge, berichtet das "Hamburger Abendblatt". Gegen 12 Uhr war demnach immer noch nicht absehbar, wann die Fahrbahn wieder freigegeben werden soll.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der Transporter auf einen Lkw am Stauende aufgefahren. Bei dem Zusammenprall wurde der Fahrer laut Polizei schwerst an den Beinen eingeklemmt. Mit der sogenannten "Kettenrettung" - dabei wird das betroffene Fahrzeug mit schwerem Gerät vorn und hinten auseinander gezogen - habe man den Verletzten schnell bergen und anschließend ins Krankenhaus bringen können, wird die Feuerwehr in dem Bericht zitiert. Während der Arbeiten habe man einen Sichtschutz aufgebaut, um die Menschen auf der Gegenfahrbahn vom Gaffen abzuhalten und weitere Unfälle zu vermeiden.

Alexander Gerst: 10 Geheimnisse über den deutschen Astronauten

Herzsprung: Keine Rettungsgasse: Notarzt muss kilometerweit über Autobahn laufen

Ein Notarzt

In Brandenburg musste ein Notarzt kilometerweit über die Autobahn laufen, um zu Unfallopfern zu gelangen

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Nach einem schweren Unfall hatten die Rettungskräfte auf der A24 nahe des brandenburgischen Herzsprung aufgrund einer fehlenden Rettungsgasse große Probleme zur Unfallstelle zu gelangen. Zuvor war ein Transporter von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich überschlagen und war in einem Waldstück gelandet. Die Insassen konnten sich nicht selbständig befreien. Wie "shz.de" berichtet, hätte sich eine zunächst gebildete Rettungsgasse wieder geschlossen, nachdem erste Rettungsfahrzeuge hindurchgefahren waren. Weitere Einsatzfahrzeuge kamen nicht durch. Ein alarmierter Notarzt musste in der Folge kilometerweit zur Unfallstelle laufen, um die Opfer zu versorgen. "Eine Katastrophe" sagt ein im Bericht zitierter Feuerwehrmann. Er gibt die Schuld jedoch nicht allein den Autofahrern, da die Situation durch eine Baustelle zusätzlich verengt gewesen sei. Allerdings hätte es vorher eine Gasse gegeben, welche wieder geschlossen worden sei. Die Rettungsgasse, so betont er, müsse immer frei bleiben. Die beiden Unfallopfer mussten schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden, sind allerdings nicht in Lebensgefahr.

Engen: Zug rast in Schafherde

Ein Regionalzug ist in Baden-Württemberg in eine Schafherde gerast - rund 45 Tiere wurden bei dem Zusammenstoß getötet. Menschen wurden bei dem Unfall bei Konstanz nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Demnach hatte sich die Herde mit rund 150 Tieren aus bislang ungeklärter Ursache aus ihrem Gehege befreit und war am frühen Morgen auf das Bahngleis gelaufen. Der Lokführer konnte den Zug nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste die Herde. Die Bahnstrecke war mehrere Stunden lang gesperrt.

Darmstadt: Polizeihund beißt Hepatitis-Kranken  - Polizei warnt

Nach den Ausschreitungen bei einem Festival in Braunschweig meldete sich ein Mann bei der Polizei, um mitzuteilen, dass er an Hepatitis C erkrankt sei. Da er von einem Polizeihund gebissen wurde, wollte er dies vorsorglich mitteilen, berichtet die Polizei. Da der Hund noch weitere Personen gebissen hat, bittet die Polizei weitere Personen, die im Zuge des Einsatzes von einem Diensthund gebissen wurden, sich vorsorglich ärztlich untersuchen zu lassen. 

Im Zuge eines Festivals war es zu Randalen und Angriffen auf Polizisten gekommen. Auch ein Polizeianwärter war unter den Angreifern.

Nürnberg: Tote 68-Jährige in Wohnung gefunden - Polizei vermutet Tötungsdelikt

In Nürnberg fand die Polizei am Montag eine tote 68-Jährige in ihrer Wohnung auf. Zuvor waren die Beamten zu der Stellte gerufen worden, weil sich der 47-jährige Sohn der Frau mit einer Schusswaffe in der Wohnung aufhielt. Die Polizei rückte mit einer Spezialeinheit und einer extra geschulten Verhandlungsgruppe an. Bevor diese jedoch Kontakt mit dem Mann aufnehmen konnte, sprang dieser vom Balkon aus dem dritten Stock und verletzte sich dabei so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. In der Folge brachen die Beamten die Wohnungstür auf und fanden dort die Mutter des Bewaffneten tot auf. "Nach einer ersten Inaugenscheinnahme starb die Seniorin durch Fremdeinwirkung", heißt es in der Polizeimitteilung. 


Nachrichten von Dienstag, 5, Juni

A5 bei Baden-Baden: Unbekannter wirft Pflastersteine auf Auto

Nachrichten Deutschland

Polizeibeamte entdeckten in Tatortnähe zwei Granitquader, bei denen es sich vermutlich um Tatmittel handelt. (Symbolbild).

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Am frühen Sonntagmorgen hat ein Unbekannter auf der A5 Pflastersteine auf die Autobahn geworfen. Ersten Erkenntnissen zufolge soll die Person einen Granitquader vom Fahrbahnrand oder von einer Autobahnbrücke auf die Fahrbahn geworfen und dabei ein fahrendes Auto beschädigt haben. Der Stein krachte demnach in die Heckscheibe und verletzte durch den Aufprall ein auf der Rückbank sitzendes Kleinkind leicht. Beamte der Autobahnpolizei entdeckten zwei Granitquader in unmittelbarer Nähe des Tatorts. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Tatbestand: Versuchter Tötungsdelikt. Augenzeugen können sich beim Kriminalkommissariat Rastatt unter der Nummer 07222 761 0 melden.

Fichtenau: Mann verbrannt aufgefunden

Im baden-württembergischen Fichtenau ist ein 89-jähriger Mann tot aufgefunden worden. Die Todesursache: Verbrennung. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Kleidung des Seniors beim Anstecken einer Zigarette entzüdet habe. Ein Fremdverschulden werde ausgeschlossen: "Wir gehen von einem tragischen Unfall aus", sagte ein Polizeisprecher. Ein Nachbar hatte den brennenden Mann am Samstagabend in Fichtenau im Kreis Schwäbisch Hall entdeckt und die Flammen gelöscht. Für den 89-Jährigen kam die Hilfe aber zu spät.

Hamburg: Weißes Pulver bei Vattenfall sorgt für Gift-Alarm

Am Montagmorgen musste die Feuerwehr Hamburg zu einem Großeinsatz im Stadtteil Winterhude ausrücken. Im dort ansässigen Vattenfall-Gebäude am Überseering sorgte ein Brief mit einer unbekannten pulvrigen Substanz für Aufregung. Die "Hamburger Morgenpost" berichtete. Mitarbeiter der Poststelle hatten den Brief entdeckt und aufgrund der Gefahrenlage die Feuerwehr alarmiert, die mit Spezialausrüstung anrückte, um das Pulver zu untersuchen. Eine erste Messung ergab keine eindeutigen Ergebnisse. Die Feuerwehr wollte nicht ausschließen, dass das Pulver gesundheitsgefährdend sei. 

Zeitgleich wurde in der Poststelle des Amtsgerichts Altona ein weiterer Umschlag entdeckt. Auch hier befand sich in dem Brief eine pulvrige Substanz. Man wolle aber erst das weitere Vorgehen mit dem Umschlag beschließen, wenn die Untersuchungen bei Vattenfall abgeschlossen seien. 

Hamm: Mann stürzt aus Fenster und verletzt sich schwer

In Hamm ist ein 18-Jähriger bei einem Sturz aus dem zweiten Obergeschoss eines Hauses am Samstagabend schwer verletzt worden. Ein Spaziergänger alarmierte gegen 19.40 Uhr die Polizei, nachdem er gesehen hatte, dass der junge Mann aus dem Fenster gefallen war. Während Rettungskräfte den Mann erstversorgten, sperrte die Polizei die Schillerstraße komplett ab und sprach mehrere Platzverweise gegen Schaulustige aus. Einige Gaffer hatten die Einsatzkräfte immer wieder gestört. Der junge Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ist ein Fremdverschulden ausgeschlossen.  

Herne: Polizei sucht Zettelschreiber nach Unfallflucht

Die Polizei in Herne sucht nach einem Unfallzeugen, der an einem beschädigten Wagen eine Notiz hinter den Scheibenwischer geklemmt hat. Die Fahrerin eines Mercedes fand diesen am 30. Mai an ihrem Wagen. Sie hatte das Auto laut Polizei in einer Parkbox abgestellt. Als sie zurückkehrte, bemerkte sie eine Delle im hinteren Bereich. Auf einem Zettel fand sie einen Hinweis: "Das Auto mit dem Kennzeichen xy hat gegen ihr Auto geknallt und weggefahren. Es war eine Fahrerin. Das Auto hat eine gelbe Farbe und war klein. LG". Jetzt sucht die Polizei nach dem Zettelschreiber und bittet diesen sich unter unter der Rufnummer 0234/909 52 06 zu melden.

Nachrichten aus Deutschland: Polizei in Herne sucht Unfallzeugen

Dieser Zettel klemmte an der Scheibe des beschädigten Autos

Freiburg: Eltern vergessen achtjährige Tochter auf Autobahnparkplatz

In Freiburg haben Eltern am Wochenende ihr Kind auf einer Raststätte vergessen. Am Sonnabend meldete sich gegen 14.30 Uhr eine Autofahrerin bei der Polizei, weil sie auf einem Autobahnparkplatz an der A5 bei Neuenburg ein achtjähriges Mädchen entdeckt hatte, das seine Eltern suchte. Bis zum Eintreffen der Beamten kümmerte sie sich um sie. Kurz darauf meldeten sich laut Polizei auch die Eltern, die während der Fahrt bemerkt hatten, dass ihre Tochter nicht mehr im Auto saß. Bei der anschließenden Familienzusammenführung stellte sich heraus, wie der Irrtum entstanden sein könnte. Das Mädchen sei allgemein ein ruhiges Kind, sodass der Vater meinte, die Mutter hätte die Kleine ins Auto gebracht. Ähnlich hatte wohl auch die Mutter gedacht. Nach der aufregenden Aktion konnte die Familie den Heimweg in Richtung Stuttgart gemeinsam antreten.

Eschweiler: Autofahrer überholt trotz Verbot – Frau tot, drei Kinder verletzt

Schwerer Unfall im westfälischen Eschweiler: Dort hatte am frühen Sonntagabend ein 40-Jähriger mit drei Kindern im Auto ein riskantes Überholmanöver gestartet. Nachdem er bereits mehrere Fahrzeuge überholt hatte, übersah er, dass eine Frau mit ihrem Pkw nach links abbiegen wollte. Mit voller Wucht fuhr er ihr in die Seite. Beide Autos wurden durch den Aufprall in einen Straßengraben geschleudert. Die 63-Jährige musste noch vor Ort von Rettungskräften reanimiert werden. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, wo sie kurz darauf starb. Die drei sechs bis zehn Jahre alten Kinder im Auto des Unfallverursachers erlitten nur leichte Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer erlitt einen Schock. Sein Führerschein wurde von der Polizei einbehalten.
Die Wetterprognose für Deutschland am Montag, den 4. Juni: 

Aktuelle amtliche Unwetterwarnungen finden Sie auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 28. Mai bis 3. Juni können Sie hier nachlesen:

jek/mod/rös/fk / DPA / AFP