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News des Tages: 102-Jähriger sitzt drei Tage hilflos auf einem Dach

102-jähriger Mann drei Tage lang hilflos auf einem Dach +++ AfD-Politiker nennt Asylbewerber "Neger" +++ Behörden in Riad: Tötung Kashoggis geschah mit Vorsatz +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Bigbury-on-Sea

Haus (Plichard Inn) in Bigbury-on-Sea

Picture Alliance

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • 102-Jähriger drei Tage hilflos auf Dach (19.32 Uhr)
  • Schwerin: AfD-Fraktionschef spricht von "Negern" (15.47 Uhr)
  • Verdächtiger Koffer - ICE in Bielefeld evakuiert (14.37)
  • Schnee in den Mittelgebirgen zum Wochenende (14.30 Uhr)
  • Behörden in Riad: Kashoggi-Tötung war geplant (12.35 Uhr)
  • Vater ernährte Söhne mit Cola - Drei Monate Haft (11.20 Uhr)
  • Ärzte: Niki Lauda kann nach Reha normal leben (10.43 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:    

+++ 23.06 Uhr: Google feuert 48 Mitarbeiter wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung +++

Der Internetriese Google hat nach eigenen Angaben in den letzten zwei Jahren insgesamt 48 Mitarbeiter wegen Vorwürfen der sexuellen Drangsalierung entlassen. Unter ihnen seien 13 leitende Angestellte gewesen, teilte Unternehmenschef Sundar Pichai in einer Botschaft an die Google-Belegschaft mit. Keine Angaben machte er zum Schöpfer der Android-Software, Andy Rubin, der im Jahr 2014 aus dem Konzern ausgeschieden war. Die "New York Times" hatte kurz zuvor berichtet, Rubin habe Google wegen des Verdachts des sexuellen Fehlverhaltens verlassen müssen. Dennoch sei für ihn ein Abfindungspaket in Höhe von umgerechnet 79 Millionen Euro geschnürt worden. Zu den angeblich gegen Rubin erhobenen Übergriffsvorwürfen hatte die Konzernleitung bei dessen Ausscheiden nichts gesagt. In den vergangenen Jahren habe Google die Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens noch gegen zwei weitere leitende Angestellte unter den Teppich gekehrt, berichtete die "New York Times".

Pichai versicherte, sein Unternehmen verfolge gegen sexuelle Übergriffe "eine immer härtere Linie". Die Namen der wegen solcher Vorwürfe entlassenen Mitarbeiter nannte er  nicht. Pichai bestritt aber, dass sie Abfindungen erhalten hätten.

+++ 22.28 Uhr: Mindestens 17 Tote bei Überflutung nach Sturzregen in Jordanien +++

Eine plötzliche Überflutung hat in Jordanien mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen. Das berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Petra. Die Fluten hätten eine Gruppe Schüler und ihre Lehrer bei einem Ausflug mitgerissen, zitierte die Agentur Zivilschutzvertreter. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden. Das Unglück habe sich in der Nähe des Toten Meeres ereignet. Einem BBC-Onlinebericht zufolge erfasste die Sturzflut einen Bus, in dem eine Gruppe saß. Hier habe es die meisten Opfer gegeben. Die geologischen Gegebenheiten - unter anderem tiefe Schluchten - machten die Gegend für solche Naturgewalten besonders anfällig, so der BBC-Bericht. Die "Jordan Times" berichtete online über einen heftigen Sturzregen, der das Unglück ausgelöst habe.

Rettungskräfte konnten den Petra-Angaben zufolge 17 Menschen nur noch tot bergen. Die Suche sei noch nicht beendet, hieß es weiter.

+++ 21.10 Uhr: AfD möchte differenzierter wahrgenommen werden +++

Die AfD möchte von Medien differenzierter wahrgenommen werden und beklagt ein einseitiges Bild der Berichterstattung. Das ist ein Fazit einer Debatte, bei der sich am Abend die Chefredakteure von ARD-aktuell, Kai Gniffke, und ZDF, Peter Frey, in Dresden AfD-Anhängern stellten. Zu der Veranstaltung hatte die Dresdner AfD geladen. Gelegentlich wurde es laut im Saal.

An der Podiumsdiskussion nahmen neben Gniffke und Frey der AfD-Politiker und Journalist Nicolaus Fest und Michael Klonovsky, früher unter anderem Chef vom Dienst beim Nachrichtenmagazin "Focus", teil. Beide kritisierten unter anderem die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Anstalten über die jüngsten Ereignisse in Chemnitz, über US-Präsident Donald Trump oder die Silvesternacht 2015 in Köln. Gniffke und Frey thematisierten die Anfeindungen gegenüber Journalisten durch Teile der AfD und widersprachen Vorwürfen, ihre Kollegen würden nach Vorgaben von oben berichten.

Nach den Worten des Dresdner AfD-Kreischefs Reinhard Günzel wollte die AfD mit der Veranstaltung einen "Beitrag zur Debattenkultur" liefern. Es gelte zwischen Rechts und Rechtsextrem zu unterscheiden. Andernfalls fühlten sich Menschen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stünden, von der Debatte ausgeschlossen. Frey forderte die AfD auf, ihr eigenes Verhältnis zu Rechtsextremen zu klären: "Sie müssen entscheiden, mit wem sie marschieren."

+++ 20.59 Uhr: Söders Begriff "Asyltourismus" hat Chancen auf Unwort des Jahres +++

Der von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) benutzte Begriff "Asyltourismus" hat Chancen, zum nächsten "Unwort des Jahres" gekürt zu werden. Bis jetzt seien knapp 500 Einsendungen mit knapp 300 verschiedenen Vorschlägen eingegangen, teilte die sprachkritische Jury des Instituts für Sprach- und Literaturwissenschaft der Technischen Universität Darmstadt mit. Spitzenreiter sei mit knapp 100 Einsendungen das Wort "Asyltourismus". Das "Unwort des Jahres" wird am 15. Januar kommenden Jahres verkündet. 

Zu den weiteren Vorschlägen gehören der von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt genutzte Begriff "Anti-Abschiebe-Industrie". Auch der Begriff "Blutaustausch", mit dem eine Verjüngung von Personal gemeint sei, sei unter den Einsendungen, ebenso wie die Bezeichnung "Denkmal der Schande" im Zusammenhang mit dem Holocaust-Denkmal in Berlin. In einer Rede in Dresden hatte der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke unter anderem mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat."

+++ 20.41 Uhr: Merkel spricht mit saudischem König - Khashoggi-Tötung verurteilt +++

Angela Merkel (CDU) hat der Bundesregierung zufolge in einem Telefonat mit dem saudi-arabischen König Salman die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi "aufs Schärfste" verurteilt. Die Kanzlerin habe gefordert, "eine rasche, transparente und glaubhafte Aufklärung sicherzustellen". Alle Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Weiter hieß es in der Mitteilung: "Im Lichte der laufenden Entwicklungen des Falles stehe Deutschland bereit, zusammen mit internationalen Partnern angemessene Maßnahmen zu ergreifen." Mit Blick auf die humanitäre Lage im Jemen rief Merkel Saudi-Arabien dazu auf, alles in seiner Macht Stehende zu tun, den Zugang für humanitäre Hilfsleistungen wirksam zu erleichtern.

+++ 19.32 Uhr: 102-Jähriger drei Tage hilflos auf Dach +++

Einen 102-jährigen Mann haben Rettungskräfte nach drei Tagen von einem Dach in dem englischen Ort Bigbury-on-Sea gerettet. Der Greis war mit der Leiter auf das Flachdach gestiegen, um dort mit seinem Werkzeug etwas zu reparieren - und rutschte aus. Als eine Frau, die ihm immer mit Milch versorgte, mehrere Flaschen ungeöffnet vor seinem Haus fand, schlug sie Alarm. Helfer fanden den ehemaligen Rennfahrer mit dem Gesicht auf dem Dach liegend. Der alte Mann wurde sofort ins Krankenhaus geflogen. Sein Zustand ist inzwischen stabil, wie die Klinik am Donnerstag mitteilte. "Er ist ein starker Mann", sagte die Milch-Lieferantin über den 102-Jährigen.

+++ 19.22 Uhr: Bundesgerichtshof verkündet Urteil in Streit um Trompetenspiel +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet am Freitag darüber, wie viel Trompetenspiel Nachbarn in einem Reihenhaus zuzumuten ist. In dem konkreten Fall geht es um einen seit Jahren andauernden Nachbarschaftsstreit um die Übungsstunden eines Berufsmusikers in seinem Haus. Strittig ist vor allem, wie streng die Vorgaben sein können. Die Nachbarn des Berufsmusikers zogen vor Gericht, weil sie das Trompetenspiel als Lärmbelästigung empfinden. Das Landgericht Augsburg machte dem Berufsmusiker im Berufungsverfahren schließlich Vorgaben dazu, wann und wo er in seinem Haus Trompete spielen darf. Die Bundesrichter deuteten in der mündlichen Verhandlung an, dass sie diese Vorgaben für zu streng halten.

+++ 19.15 Uhr: Weggefährten von Khashoggi versammeln sich zu Mahnwache in Istanbul +++

Verwandte und Weggefährten des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi haben sich zu einer Mahnwache vor dem saudiarabischen Konsulat im türkischen Istanbul versammelt. An der Veranstaltung beteiligten sich Dutzende Menschen. Sie forderten Gerechtigkeit und erinnerten an Khashoggi, der vor ungefähr drei Wochen in dem Konsulat getötet worden war. Nach Angaben eines Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP entzündeten die Teilnehmer Kerzen. Bei ihnen handelte es sich um Angehörige Khashoggis und andere Journalisten. Diese schlossen sich inzwischen zu einer Vereinigung der Freunde von Jamal Khashoggi zusammen. Die Mahnwache war deren erste Aktion.

+++ 19.07 Uhr: Streik legt Gepäckabfertigung am Brüsseler Flughafen lahm +++

Ein spontaner Streik hat am Flughafen Brüssel am Donnerstagnachmittag die Gepäckabfertigung lahmgelegt. "Im Moment wird kein einziges Gepäckstück verladen oder ausgeladen", sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur Belga. "Einige Passagiere mussten schon ohne ihre Koffer abfliegen." Es sei aber zu früh, die Auswirkungen abzuschätzen. Die Protestaktion beim Dienstleister Aviapartner begann laut Belga gegen 17.30 Uhr. Die Gründe waren zunächst unklar.

+++ 18.41 Uhr: Nach verdächtigen Päckchen: UN in New York überprüfen Post +++

Nach dem Versand mehrerer Briefbomben an Politiker und Prominente überprüfen die Vereinten Nationen in New York alle eingehende Post. "Bisher gab es keine Probleme mit Paketen bei den UN", sagte Sprecher Farhan Haq in New York. "Aber unsere Sicherheitskräfte sind informiert und überprüfen die eingehende Post mit Hinblick auf die Vorfälle." Ermittler hatten am Donnerstag verdächtige Päckchen an Ex-Vizepräsident Joe Biden und Schauspieler Robert De Niro entdeckt.

+++ 18.38 Uhr: KI-Kunstwerk bei Christie's für gut 432.000 Dollar versteigert +++

Ein von einem Algorithmus angefertigtes Kunstwerk ist in New York für gut 432.000 Dollar (380.000 Euro) versteigert worden. Es sei die erste Arbeit einer künstlichen Intelligenz (KI), die bei einem großen Auktionshaus unter den Hammer kam, hieß es von Christie's. Der Verkaufspreis lag weit über dem geschätzten Preis von 7000 bis 10.000 Dollar, den das Traditionshaus Christie's für die Versteigerung angesetzt hatte. Fünf Bieter trieben den Preis minutenlang in die Höhe, ehe ein anonymer Bieter am Telefon den Zuschlag bekam. Der verschwommen wirkende Druck "Edmond de Belamy" zeigt einen Mann in dunkler Kutte mit weißem Kragen, der an einen französischen Geistlichen im 17. oder 18. Jahrhundert erinnert. Christie's hatte die Versteigerung als "Ankunft von KI auf der weltweiten Auktionsbühne" bezeichnet.

+++ 18.19 Uhr: Mehr Kunden von Datenklau bei British Airways betroffen +++

Der Datenklau beim Hackerangriff auf British Airways ist größer als angenommen. Unbekannte Täter hatten im August und September von Kunden der Fluggesellschaft Informationen von mehr als 380.000 Kreditkarten gestohlen. Nun stellte sich heraus: Hacker hatten bereits Monate zuvor die Airline angegriffen. Etwa 185 000 Kunden seien davon betroffen, teilte das Unternehmen in London mit. Demnach ist es Hackern auch dabei gelungen, an persönliche und finanzielle Details wie Adresse, E-Mail-Adresse und Kreditkartennummer zu gelangen. Es gehe um Reisende, die zwischen dem 21. April und 28. Juli einen Flug mit der britischen Airline gebucht hätten. Demnach konnten die Informationen über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten abgegriffen werden.

+++ 18.19 Uhr: Brauhaus statt Bauhaus - Neue Location für Feine Sahne Fischfilet+++

Eine Woche nach der Absage des geplanten Konzerts von Feine Sahne Fischfilet im Bauhaus Dessau hat die Band einen neuen Auftrittsort in der Stadt verkündet. Sie hätten eine Location gefunden, die fast fünf Mal so groß ist wie das Bauhaus, erklärten die Musiker auf Facebook. Da das Ganze auf einem "Brauhaus-Gelände" stattfinde, könnten sie ihr eigenes live@brauhaus machen. Der Vorverkauf startet am Freitag. Die Stiftung Bauhaus hatte das am 6. November geplante ZDF-Konzert der Musiker in der Reihe live@bauhaus abgelehnt, nachdem rechte Gruppierungen im Internet zum Protest gegen den Auftritt aufgerufen hatten.

+++ 18.17 Uhr: Entwarnung nach Fund eines verdächtigen Koffers im Zug +++

Nach dem Fund eines verdächtigen Koffers in einem voll besetzten ICE auf dem Weg von Berlin ins Rheinland hat die Polizei in Bielefeld am Donnerstagnachmittag Entwarnung gegeben. Der Koffer sei geröntgt worden. Er habe nur Autoteile wie Schläuche und eine Flasche mit Wasser enthalten, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Zug war zuvor im Bielefelder Hauptbahnhof geräumt und zur Untersuchung durch Bombenexperten auf einen zwei Kilometer entfernten Güterbahnhof gefahren worden.

+++ 17.15 Uhr: Ungarische Archäologen entdecken Schatz im versunkenen Schiff in der Donau +++

In einem in der Donau versunkenen Schiff aus dem 18. Jahrhundert haben ungarische Archäologen einen Schatz aus rund 2000 Gold- und Silbermünzen geborgen. In dem alten Wrack bei Erd südlich von Budapest stießen sie darüber hinaus auf Degen, Säbel, Kanonenkugeln und andere Objekte, berichtete die Agentur MTI unter Berufung auf die Wissenschaftlerin Katalin Kovacs vom Museumszentrum Ferenczy am Donnerstag.

+++ 17.01 Uhr: Anschlag auf BVB hätte deutlich schlimmer ausgehen können +++

Der Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hätte noch deutlich schlimmere Folgen haben können. Die Bombe sei bei der Tat am 11. April 2017 offenbar nicht vollständig explodiert, sagte ein Sprengstoffexperte des Fraunhofer Instituts im Prozess am Dortmunder Landgericht. Die beim Bombenbau verwendeten Materialien hielt er für extrem gefährlich. Nach seinen Angaben wären die Bombensplitter normalerweise mit einer Geschwindigkeit von 850 Metern pro Sekunde geflogen. Das entspräche einem Tempo von 3060 km/h. Nur wegen einer Verpuffung sei es nicht zu einer noch größeren Katastrophe gekommen. "Es hätte alles deutlich schlimmer kommen können", sagte der Experte am Rande des Prozesses.

+++ 16.50 Uhr: Kirchen dürfen nicht auf Religionszugehörigkeit pochen +++

Die Kirchen in Deutschland dürfen bei Stellenausschreibungen künftig nicht mehr von jedem Bewerber eine Religionszugehörigkeit verlangen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht am Donnerstag in Erfurt. Es setzte in einem Grundsatzurteil Regeln, wann eine Kirchenmitgliedschaft gefordert werden darf.

+++ 16.49 Uhr: Mutmaßlicher Teenager-Mord befeuert Migrationsdebatte in Italien +++

Die mutmaßliche Gruppen-Vergewaltigung und der Tod einer 16-Jährigen in Rom heizt die Debatte um Migration und Rechtspopulismus in Italien an. Drei Migranten wurden in dem Fall festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Den Männern, zwei aus dem Senegal und einem aus Nigeria, wird vorgeworfen, die Jugendliche im Stadtviertel San Lorenzo vergangene Woche unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und umgebracht zu haben. 

Italiens Innenminister Matteo Salvini von der fremdenfeindlichen Lega nutzte den Fall, um seinen harten Kurs gegen Migranten zu unterstreichen. Er sprach von "schuldigen Würmern" und "Bestien", die für die Taten zahlen müssten. 

+++ 16.29 Uhr: Frankreich sagt Banden nach Tod mehrerer Jugendlicher den Kampf an +++

Nach dem Tod mehrerer Jugendlicher bei Bandenkonflikten im Großraum Paris will Frankreichs Innenminister Christophe Castaner entschlossen gegen die Mitglieder vorgehen. "Die Gewalt dieser Banden ist vollkommen inakzeptabel, wir werden entschieden darauf reagieren", sagte Castaner. "Ich lasse nicht zu, dass diese Banden unsere Stadtviertel terrorisieren." Die Polizei werde Sonderermittler erhalten, die sich auf das Identifizieren von Bandenmitgliedern spezialisieren und einen Austausch mit Kommunen, Bildungs- und Sozialeinrichtungen herstellen sollen.

+++ 16.21 Uhr: 100-Jährige in Indien vergewaltigt - 20-Jähriger gesteht Tat +++

In Indien ist eine 100 Jahre alte Frau vergewaltigt worden. Ein junger Mann drang in der Nacht zum Mittwoch in das Haus der Seniorin im ostindischen Chakdaha ein, während diese schlief, wie die örtliche Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Enkeltochter des Opfers habe ihre Großmutter schreien gehört, sei in deren Schlafzimmer geeilt und habe den Täter fliehen gesehen. Ein 20-Jähriger aus der Nachbarschaft wurde am nächsten Tag festgenommen. Er gestand der Polizei zufolge die Tat und gab an, betrunken gewesen zu sein. Der Zustand der Frau sei stabil.

Vor fast genau einem Jahr war eine 100-Jährige in Nordindien gestorben, nachdem ein Betrunkener sie auf der Veranda ihres Hauses, wo die Frau schlief, vergewaltigt hatte. Grausame sexuelle Gewalt gegen Frauen und auch Kinder kommt in Indien immer wieder vor. Der Fall einer Studentin, die im Jahr 2012 in einem Bus in der Hauptstadt Neu Delhi von mehreren Männern aufs Brutalste vergewaltigt wurde und wenige Tage später starb, löste erstmals eine größere öffentliche Diskussion über das Problem aus.

+++ 15.47 Uhr: AfD-Fraktionschef spricht im Schweriner Landtag mehrmals von "Negern"

Mit der wiederholten Verwendung des Begriffs "Neger" in einer Debatte über angeblichen Leistungsmissbrauch durch Asylbewerber hat der AfD-Fraktionschef im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Nikolaus Kramer, für Proteste bei den anderen Fraktionen gesorgt. SPD-Fraktionschef Thomas Krüger sprach von einer "unerhörten Provokation, die die Würde farbiger Menschen und die Würde des hohen Hauses grob verletzt". Peter Ritter von der Linksfraktion äußerte sein Unverständnis darüber, dass die Auslassungen nicht vom Präsidium gerügt worden sei.

Kramer hatte in der hitzigen Debatte den Begriff "Neger" zunächst in einem Zwischenruf gebraucht. Er habe sich durch Aussagen der Linken-Abgeordneten Karen Larisch dazu hinreißen lassen, die sich wiederholt zur Fürsprecherin von Asylbewerbern gemacht, dabei aber immer wieder Fakten ausgeblendet habe, sagte Kramer auf Nachfrage. Eine Mitschrift der Debatte durch die Landtagsverwaltung lag noch nicht vor.

+++ 15.37 Uhr: Italiens Regierung ist zur Bankenrettung bereit +++

Angesichts einer negativen Grundstimmung auf dem italienischen Markt ist die Regierung in Rom bereit, den Banken finanziell unter die Arme zu greifen. "Wenn eine Bank oder ein Unternehmen in Not ist, dann sind wir da", sagte Innenminister und Vize-Premier Matteo Salvini laut der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag auf einer Pferdemesse in Verona. 

Italiens Banken verfügen über große Mengen von Staatsanleihen. Seit der Vorlage eines neuen Haushaltsentwurfs in Brüssel, der nicht mit den europäischen Stab

+++ 15.20 Uhr: EU-Parlament will wegen des Falls Khashoggi Waffenembargo gegen Saudi-Arabien +++

Nach dem gewaltsamen Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat das EU-Parlament einen europaweiten Waffen-Exportstopp nach Saudi-Arabien gefordert. Dazu sollten die Regierungen aller EU-Mitgliedstaaten einen gemeinsamen Standpunkt finden, heißt es in einer Entschließung. Die Abgeordneten verurteilen in dem Text die Tötung Khashoggis auf das Schärfste und stellen fest, dass die Tat wahrscheinlich nicht ohne das Wissen des saudischen Kronprinzen Mohammad bin Salman begangen wurde. 

+++ 15.09 Uhr: Nur noch 6,7 Milliarden Mehreinnahmen +++

Die Staatseinnahmen werden wegen eingetrübter Konjunkturaussichten nicht mehr so stark steigen wie zuletzt. Bund, Länder und Kommunen können bis zum Jahr 2022 aber noch mit 6,7 Milliarden Euro mehr an Steuereinnahmen rechnen als bei der letzten Steuerschätzung im Mai vorhergesagt. Das teilte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in Berlin mit.

+++ 14.30 Uhr: Schnee in den Bergen - Winter schickt zum Wochenende erste Vorboten +++

In den Mittelgebirgen Deutschlands klopft zum Wochenende vorübergehend der Winter an. Vor allem in den Hochlagen des Schwarzwaldes und der Alpen rechnen die Meteorologen von Samstag an mit Schnee.

Am Sonntag schneit es den Angaben zufolge dann auch etwas im Harz, im Thüringer Wald und im Erzgebirge. Ob es für eine geschlossene Schneedecke reicht, ist unklar. "Der Boden ist noch warm - daher ist die Frage, wie viel Schnee überhaupt liegen bleibt", sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach.

+++ 13.50 Uhr: Leitzins im Euroraum bleibt auf Rekordtief von null Prozent +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der Rat der Notenbank bei seiner Sitzung in Frankfurt, wie die EZB mitteilte.

+++ 13.29 Uhr: 18 Meter langer Finnwal an belgischer Nordseeküste gestrandet +++

An der belgischen Nordseeküste ist in der Nacht ein 18 Meter langer Finnwal gestrandet. Der Kadaver wurde bei De Haan in Flandern auf einen Strand gespült. Eine Wal-Strandung in dieser Region ist nach Angaben des Königlichen Instituts für Naturwissenschaften in Belgien ein sehr seltenes Ereignis. Laut Medien wurde ein Finnwal zuletzt vor 21 Jahren an der Küste angeschwemmt.

Der Wal starb schon vor der Strandung. Der Kadaver war am Mittwoch im Meer treibend gefunden worden, Wissenschaftler-Teams hatten ihn seitdem beobachtet. Woran er starb, war zunächst noch unklar. Der Kadaver sollte am Donnerstag zerteilt und genauer untersucht werden. Finnwale sind die zweitgrößten Wale nach dem Blauwal. Sie sind geschützt.

+++ 12.42 Uhr: CNN zufolge untersucht die Polizei Päckchen an Robert de Niro +++

Der US-Nachrichtensender CNN meldet, dass die New Yorker Polizei ein verdächtiges Päckcjhen an Schauspieler Robert de Niro untersucht. Es weise ähnliche Merkmale wie die Briefbomben an Clinton und Obama auf. Insgesamt erhielten seit Montag sechs Personen eine derartige Sendung, darunter Ex-Geheimdienstdirektor John Brennan und der Milliardär George Soros. Auch das New Yorker Fernsehstudio von CNN bekam verdächtige Post und wurde sogar komplett geräumt. Alle Adressen eint, dass sie Kritiker Trumps sind und oft von dem Präsidenten beschimpft wurden. Alle sind Hassfiguren der politischen Rechten.

+++ 12.35 Uhr: Staatsanwalt in Riad - Tötung Khashoggis geschah "mit Vorsatz" +++

Der Generalstaatsanwalt Saudi-Arabiens hat unter Berufung auf die türkischen Ermittlungen die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi als eine vorsätzlich geplante Tat bezeichnet. "Die Informationen der türkischen Behörden legen nahe, dass das Handeln der Verdächtigen im Fall Khashoggi vorsätzlich war", hieß es in einer von der staatlichen saudiarabischen Nachrichtenagentur veröffentlichten Erklärung der Staatsanwaltschaft. Die bisher von Riad offiziell verbreitete Version zu dem Todesfall besagt, dass Khashoggi bei einem "Faustkampf" im Konsulat in Istanbul zu Tode gekommen sei.

+++ 11.51 Uhr: Sacharow-Preis des EU-Parlaments geht an ukrainischen Regisseur Senzow +++

Der in Russland inhaftierte ukrainische Filmemacher Oleg Senzow erhält den diesjährigen Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europaparlaments. Dies wurde am Donnerstag nach einer Sitzung der Fraktionschefs in Straßburg bekannt. Senzow war von der Fraktion der christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) vorgeschlagen worden, der größten Gruppe im Europaparlament.

+++ 11.26 Uhr: Farbattacke auf Haus von Erika Steinbach - Staatsschutz ermittelt +++

Nach der Farbattacke auf das Frankfurter Wohnhaus der ehemaligen CDU-Politikerin Erika Steinbach hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte, hatten am Vorabend Unbekannte eine Haustür mit orangener Farbe bespritzt. Die Chefin der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung habe deswegen Anzeige erstattet.

+++ 11.20 Uhr: Vater ernährte Söhne mit Coca-Cola - Drei Monate Haft +++

In Frankreich ist ein Vater zu drei Monaten Haft verurteilt worden, der seine Söhne ausschließlich mit Coca-Cola und Keksen ernährte. Ein Gericht in Limoges im Zentrum des Landes sprach den Mann schuldig, seine elterlichen Pflichten verletzt zu haben, wie der Anwalt der Kinder am Mittwochabend mitteilte. Die Söhne im Alter von drei und vier Jahren leben inzwischen in Pflegefamilien.

In dem Prozess wurde der Mann als gewalttätiger Alkoholiker beschrieben, der seine Söhne und seine Frau völlig vernachlässigt habe. Der Mann habe weder lesen noch schreiben können und habe seine Sozialhilfe für Alkohol ausgegeben.

+++ 10.43 Uhr: Ärzte: Niki Lauda kann nach Reha normales Leben führen +++

Niki Lauda wird nach seiner Lungentransplantation laut seiner Ärzte voraussichtlich wieder ein normales Leben führen können. "Der Motor brummt wieder, am Fahrgestell müssen wir noch ein bisschen arbeiten, aber dann wird es für einen Sieg sicher reichen", sagte Professor Walter Klepetko vom Allgemeinen Krankenhaus in Wien am Donnerstag, einen Tag nach der Entlassung der Formel-1-Legende aus dem Krankenhaus. Mit Blick auf die schwierige Situation Laudas vor der Lungentransplantation habe sich die Situation "optimalst" entwickelt, sagte der Arzt.

Die Ärzte gehen bei Niki Lauda (Bild) davon aus, dass er nach der Reha wieder normal kann. "Er wird sicher wieder fliegen können, zu den Grand Prix fahren können, er wird auch Auto fahren können", sagte Dr. Peter Jaksch. Lauda müsse sich aber körperlich fit halten, etwa durch Spaziergänge oder Radfahren.

Die Ärzte gehen bei Niki Lauda (Bild) davon aus, dass er nach der Reha wieder normal kann. "Er wird sicher wieder fliegen können, zu den Grand Prix fahren können, er wird auch Auto fahren können", sagte Dr. Peter Jaksch. Lauda müsse sich aber körperlich fit halten, etwa durch Spaziergänge oder Radfahren.

DPA

Der 69-Jährige hatte Anfang August eine Spender-Lunge erhalten, nachdem sich sein Zustand wegen einer Entzündung der Lungenbläschen dramatisch verschlechtert hatte. Das Immunsystem hatte begonnen, die Lunge zu attackieren. Der ehemalige Rennfahrer, der unter anderem Aufsichtsratschef des Formel-1-Teams von Mercedes ist und als Luftfahrtunternehmer arbeitet, musste an eine externe Pumpe angeschlossen werden, die als Ersatz für die Lunge das Blut mit Sauerstoff versorgte. Zudem versagte eine seiner vor vielen Jahren transplantierten Nieren. Am Mittwoch konnte Lauda das Krankenhaus verlassen.

+++ 9.43 Uhr: Sojus-Rakete bringt russischen Militärsatelliten ins All +++

Zwei Wochen nach dem Fehlstart einer Sojus-Rakete hat Russland ohne Zwischenfälle einen Militärsatelliten ins All geschickt. Die Sojus-Trägerrakete sei am Donnerstagmorgen erfolgreich vom Weltraumbahnhof Plessezk im Norden des Landes abgehoben, berichteten russische Medien unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Es sei der erste Start einer Sojus-Takete nach der Panne.  

+++ 9.38 Uhr: Anklage gegen drei Männer nach Brandanschlag auf türkische Moschee in Lauffen +++

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Brandanschlag auf eine türkische Moschee im baden-württembergischen Lauffen hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart drei Tatverdächtige wegen versuchten Mordes angeklagt. Sie sollen sich zudem wegen versuchter schwerer Brandstiftung vor der Jugendkammer des Landgerichts Heilbronn verantworten, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Ihnen wird vorgeworfen, im März brennende Molotowcocktails auf das Gebäude geworfen zu haben.

Die 19 und 21 Jahre alten Syrer sowie ein 24-jähriger Türke sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen davon, dass die Tatverdächtigen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK nahestehen. Ermittelt wird zudem noch gegen vier weitere Verdächtige. Den jetzt angeklagten Männern wirft die Staatsanwaltschaft vor, bei der Tat den Tod des in dem Gebäude schlafenden Imams und seiner Frau zumindest billigend in Kauf genommen zu haben.  

+++ 9.35 Uhr: Sarkozy muss wegen Wahlkampffinanzierung vor Gericht +++

Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy muss sich wegen des Verdachts der illegalen Wahlkampffinanzierung vor Gericht verantworten. Ein Pariser Berufungsgericht verwarf am Donnerstag Rechtsmittel, die "Sarko" gegen den drohenden Prozess eingelegt hatte, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Sarkozy (63) soll bei seiner erfolglosen Wiederwahl-Kampagne 2012 die gesetzliche Obergrenze für Wahlkampfausgaben um gut 20 Millionen Euro überschritten haben. Er war von 2007 bis 2012 Staatschef.

Hintergrund ist die "Bygmalion-Affäre" um eine Kommunikationsagentur dieses Namens. Mit fiktiven Rechnungen soll versucht worden sein, die Kosten für Sarkozys Wahlkampf offiziell unter der Obergrenze von 22,5 Millionen Euro zu halten.   

+++ 9.13 Uhr: Feuerwehrmann rettet Goldfisch nach Überflutung per Facebook-Aufruf +++

Nach der Flutkatastrophe in Südfrankreich hat ein Feuerwehrmann einen Goldfisch aus einem Schlammloch gerettet und per Facebook die Eigentümerin und weitere ihrer Fische gefunden. Feuerwehrmann Nicolas gab dem weggeschwemmten Goldfisch zunächst den Namen Moses und startete dann auf Facebook den Aufruf "Moses, der aus dem Wasser gerettet wurde" (Moïse sauvé des eaux), berichteten französische Medien. Zunächst meldeten sich überraschenderweise Feuerwehrkollegen, die in derselben Ecke drei weitere Goldfische gerettet hatten. Schließlich fand sich auch die Eigentümerin, die insgesamt rund 50 Goldfische in einem Gartenteich gehalten hatte.

+++ 8.51 Uhr: Umfrage: CDU und SPD drohen bei Landtagswahl in Hessen herbe Verluste +++

Bei der Landtagswahl am Sonntag in Hessen drohen CDU und SPD einer weiteren Umfrage zufolge herbe Stimmenverluste. In einer von "Spiegel Online" und der "Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen" am Donnerstag veröffentlichten Civey-Befragung kommt die CDU nur auf 27 Prozent, die SPD auf 22 Prozent. Die Grünen können auf ein Rekordergebnis hoffen. In der Umfrage liegen sie bei 18,5 Prozent. Die AfD zieht demnach mit 13 Prozent erstmals in den hessischen Landtag ein. Die Linkspartei kommt in der Umfrage auf acht Prozent, die FDP auf 7,5 Prozent. Laut den Umfragewerten wäre eine Neuauflage der amtierenden schwarz-grünen Landesregierung nicht möglich. Eine Koalition aus CDU und SPD hätte nur eine knappe Mehrheit.

+++ 8.41 Uhr: Deutsche Schulungen für saudi-arabische Grenzschützer ausgesetzt +++

Die Bundespolizei hat Schulungen für den saudi-arabischen Grenzschutz vorerst ausgesetzt. "Seit Oktober finden keine Trainingsmaßnahmen statt", teilte das Bundesinnenministerium am Donnerstagmorgen in Berlin mit. "Sobald eine Entscheidung über die Weiterführung des Projektes erforderlich wird, erfolgt diese nach einer Bewertung der aktuellen Ereignisse und in Abstimmung innerhalb der Bundesregierung." Sichere Grenzen seien auch eine "wesentliche Voraussetzung für eine wirksame Terrorismusbekämpfung".

Der Regierungskritiker Jamal Khashoggi wurde vor drei Wochen im saudischen Konsulat in Istanbul getötet. Saudi-Arabien spricht von einer Schlägerei, die Türkei geht von einem geplanten Mord aus.

+++ 7.30 Uhr: Polizei gibt nach Bombendrohung in Chemnitz Entwarnung +++

Nach einer Bombendrohung in Chemnitz hat die sächsische Polizei Entwarnung gegeben. Bei einer Durchsuchung des Gebäudekomplexes "Moritzhof" seien "keinerlei relevante Gegenstände" gefunden worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Am Mittwochnachmittag war bei der Polizei telefonisch eine Drohung gegen das Chemnitzer Jugendamt eingegangen, das im "Moritzhof" untergebracht ist. Daraufhin wurde der Gebäudekomplex evakuiert. Betroffen davon war auch eine Kindertagesstätte, rund 20 Kinder wurden in Sicherheit gebracht.

+++ 7.25 Uhr: Israel fliegt Luftangriffe nach Raketenbeschuss aus Gaza +++

Nach erneutem Raketenbeschuss aus dem palästinensischen Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe Angriffe in dem Küstengebiet geflogen. Eine Rakete sei nach Israel abgefeuert worden, teilte die Armee in der Nacht zu Donnerstag mit. Die Luftwaffe habe daraufhin acht militärische Ziele der radikalislamischen Hamas attackiert. Darunter sei eine Trainingsbasis und ein Ort für die Herstellung von Munition gewesen.

+++ 6.49 Uhr: Bahn will Essen im ICE verfeinern - Speisekarte kleiner +++

Die Deutsche Bahn wird im Dezember das gastronomische Angebot in ihren Fernzügen ändern. Die Speisekarte in ICE und IC werde "etwas kleiner" als bisher, dafür könnten mehr von den beliebtesten Gerichten mitgenommen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. So müssten Gäste seltener enttäuscht werden, wenn ihr Wunschgericht nicht mehr vorrätig sei.  

+++ 6.04 Uhr: VW will stärker vom SUV-Boom profitieren +++

VW setzt immer stärker auf den anhaltenden SUV-Boom. Bis 2025 will die Volkswagen-Kernmarke weltweit über 30 SUV-Modelle im Angebot haben - derzeit sind es 11, wie Marken-Vertriebschef Jürgen Stackmann in Wolfsburg sagte. Darunter sollten auch elektrisch angetriebene Fahrzeuge sein.

+++ 5.37 Uhr: Widerstand gegen Pläne für Widerspruchslösung bei Organspende +++

Im Bundestag formiert sich Widerstand gegen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Widerspruchslösung bei der Organspende. Die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichteten am Donnerstag, Abgeordnete von Union, SPD, Grünen, Linkspartei und FDP würden bereits an einem gemeinsamen Gruppenantrag arbeiten.

"Uns eint das Ziel, die Einführung einer Widerspruchslösung unbedingt zu verhindern", sagte der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger den Zeitungen. "Die Widerspruchslösung ist ein unzulässiger Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht."

Spahn möchte eine doppelte Widerspruchslösung einführen. Diese sieht vor, dass einem hirntoten Menschen Organe entnommen werden können, wenn er oder seine Hinterbliebenen sich nicht ausdrücklich dagegen gewandt haben. Grund ist die sinkende Zahl von Spendern. Bislang ist die Organspende nur bei ausdrücklicher Einwilligung möglich.

+++ 5.06 Uhr: Wagenknecht wirbt für Rot-Rot-Grün in Hessen +++

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat dafür geworben, nach der Landtagswahl in Hessen ein linkes Regierungsbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei zu schmieden. "An der Linken wird eine Regierung für mehr sozialen Ausgleich in Hessen nicht scheitern", sagte Wagenknecht den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Ob SPD und vor allem Grüne allerdings tatsächlich soziale Verbesserungen in Hessen durchsetzen wollen, wird sich nach der Wahl zeigen."

+++ 5.02 Uhr: Bombendrohung in Chemnitzer Innenstadt - Gebäudekomplex evakuiert +++

Wegen einer Bombendrohung ist am Mittwoch im sächsischen Chemnitz ein Behördengebäude in der Innenstadt evakuiert worden. Ein Unbekannter habe am Nachmittag im Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion angerufen und die Bombendrohung ausgesprochen, teilte die Polizei mit. In dem Gebäude-Komplex befinden sich das Jugendamt und das Sozialamt sowie die Geschäftsstelle der Sparkasse Chemnitz.

Rund zwei Stunden nach dem Drohanruf begann die Polizei damit, den Gebäudekomplex mit Sprengstoffspürhunden zu durchsuchen. "Dabei wurden keinerlei relevante Gegenstände aufgefunden", teilte die Polizei in der Nacht mit.

+++ 4.27 Uhr: Bundessozialgericht prüft Zuständigkeit bei Krankmeldungen +++

Das Bundessozialgericht in Kassel verhandelt heute (10.30 Uhr), inwieweit der Arzt oder der Patient dafür verantwortlich sind, dass die Krankenkasse zeitnah über eine Krankmeldung informiert wird. Im Streitfall geht es um Krankengeld. Der behandelnde Arzt händigte die für die Krankenkasse gedachte Kopie der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dem Patienten aus.

Da der sie nicht innerhalb der gesetzlichen Wochenfrist an die Kasse weitergab, lehnte diese die weitere Zahlung von Krankengeld ab. Der Patient meint, sein Arzt sei für die Information der Krankenkasse zuständig gewesen. Dessen Versäumnis müsse sich die Kasse zurechnen lassen.

+++ 4.21 Uhr: Polizei räumt Protestcamp nahe Hambacher Forst +++

Die Polizei hat ein Protestcamp von Braunkohlegegnern nahe des Hambacher Forstes geräumt. Die Beamten lösten auf einem früheren Sportplatz im nordrhein-westfälischen Kerpen-Manheim Sitzblockaden auf und trugen Dutzende Aktivisten weg, wie die Aachener Polizei in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Bei 109 Aktivisten wurden die Personalien festgestellt, ihnen droht ein Verfahren wegen Hausfriedensbruches.

+++ 4.05 Uhr: Tesla mit erstem Quartalsgewinn seit zwei Jahren +++

Anleger sind begeistert: Erstmals seit zwei Jahren hat der E-Auto-Pionier Tesla ein Quartal mit schwarzen Zahlen beendet. Firmenchef Elon Musk hatte den Gewinn zwar schon vor Monaten versprochen, doch die Zweifel waren von Anfang an groß. Es sei ein "wahrhaftig historisches Quartal" für Tesla gewesen, schrieb Musk im Brief an die Aktionäre, der am Mittwoch nach US-Börsenschluss vorgelegt wurde. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 312 Millionen Dollar (274 Mio Euro). Es ist der höchste, aber auch erst der dritte Quartalsgewinn seit Teslas Börsengang 2010. 

+++ 3.22 Uhr: UN-Ermittler: "Völkermord" in Myanmar immer noch im Gange +++

Die Armee in Myanmar geht nach UN-Angaben mit unverminderter Brutalität gegen die muslimische Rohingya-Minderheit vor. "Das ist ein Völkermord, der immer noch im Gange ist", sagte der Leiter einer UN-Untersuchungsmission, Marzuki Darusman, am Mittwoch vor Journalisten in New York. Anschließend stellte er den Untersuchungsbericht zur Lage in Myanmar dem UN-Sicherheitsrat vor.

+++ 2.14 Uhr: Zwei Tote bei Wohnhausbrand in Köln - weitere Opfer möglich +++

Nach einem verheerenden Brand mit mindestens zwei Toten in der Kölner Innenstadt könnte die Zahl der Opfer am Donnerstag noch steigen. Zwar sei das Feuer inzwischen unter Kontrolle, Einsatzkräfte hätten jedoch noch nicht alle Räume des Gebäudes betreten können, teilte die Feuerwehr in der Nacht mit. Vier Bewohner des Mehrfamilienhauses kamen mit Rauchvergiftungen davon. Ein Feuerwehrmann wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Weitere Opfer seien nicht auszuschließen, teilte die mit 185 Einsatzkräften angerückte Feuerwehr mit.

Die Toten konnten wegen der schwierigen Bergungsumstände zunächst nicht identifiziert werden. Auch die Brandursache ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Zwei direkt angrenzende Nachbarhäuser wurden wegen des Feuers vorsichtshalber geräumt. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Betroffenen.

+++ 1.20 Uhr: Macron telefoniert mit saudischem König und droht mit Sanktionen +++

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat nach dem gewaltsamen Tod des Journalisten Jamal Khashoggi die Drohung seines Landes mit internationalen Sanktionen gegen die Schuldigen bekräftigt. Frankreich werde nicht zögern, solche Maßnahmen in Absprache mit seinen Verbündeten zu ergreifen, teilte der Élysée-Palast nach einem Telefonat Macrons mit dem saudischen König Salman am Mittwochabend mit. Darin habe Macron seine "tiefe Entrüstung" über das Verbrechen zum Ausdruck gebracht und dessen vollständige Aufklärung gefordert.  

anb / DPA / AFP