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Tag im Ticker Lebensgefährtin erschossen - 35-Jähriger auf der Flucht

Bargteheide
"Der Mann hat selbst bei uns angerufen und angegeben, seine Lebensgefährtin erschossen zu haben", so die Polizei
© Daniel Bockwoldt/DPA
Zehn Tote bei gescheitertem Gefängnisausbruch auf den Philippinen +++ Bombenserie in Thailand tötet mindestens vier Menschen +++ Die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Lesen Sie hier die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 18.29 Uhr: Papst besucht Ex-Prostituierte +++

Papst Franziskus hat 20 ehemalige Prostituierte besucht, die aus der Sklaverei einer Zuhälterbande befreit worden waren. Wie der Vatikan mitteilte, traf der Pontifex die Frauen am Freitag in einer römischen Einrichtung der Gemeinschaft Papst Johannes XXIII. Das Oberhaupt der katholischen Kirche habe mehr als eine Stunde lang mit großer Aufmerksamkeit die traurigen Erfahrungen der Frauen angehört und ihnen Mut gemacht, mit Vertrauen in die Zukunft zu schauen. 

+++ 17.55 Uhr: 95.000 Bootsflüchtlinge seit Jahresbeginn in Italien angekommen +++

Etwa 95 000 Bootsflüchtlinge haben seit Jahresbeginn Italien erreicht. Allein im Juli waren es nach Angaben der Grenzschutzagentur Frontex schätzungsweise 25 300, zwölf Prozent mehr als im Juli 2015. Die meisten Migranten stammten demnach aus Nigeria und Eritrea. Schmuggler drängten die Flüchtlinge in immer stärker überfüllte Boote und gefährdeten dabei deren Leben, berichtete Frontex am Freitag.

+++ 17.10 Uhr: Gülen fordert "internationale Untersuchung" zu Putschversuch +++

Der islamische Prediger Fethullah Gülen, den Ankara für den gescheiterten Militärputsch von Mitte Juli verantwortlich macht, hat eine "internationale Untersuchung" zu dem Umsturzversuch in der Türkei gefordert. "Ich appelliere an die Türkei und verspreche meine vollständige Kooperation. Ich fordere, dass eine unabhängige internationale Kommission eine Untersuchung zu diesem versuchten Staatsstreich durchführt", schrieb Gülen in einem Beitrag für die französische Zeitung "Le Monde" von Freitag.

+++ 16.52 Uhr: Lebensgefährtin erschossen - 35-Jähriger auf der Flucht +++

Ein 35-Jähriger hat am Freitag in einem Mehrfamilienhaus in Schleswig-Holstein seine Partnerin erschossen. Danach flüchtete der als gefährlich eingestufte Mann und löste ein Großfahndung im Stadtzentrum von Bargteheide aus. "Der Mann hat selbst bei uns angerufen und angegeben, seine Lebensgefährtin erschossen zu haben", berichtete die Polizei. Zeitgleich gingen laut Polizei mehrere Notrufe ein, dass Schüsse in dem Haus bemerkt worden seien.

Die Frau sei am Vormittag getötet worden, hieß es. Der 35-Jährige floh vom Tatort. Über die Hintergründe der Tat gab es zunächst keine Angaben. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" (Online-Ausgabe) handelt es sich bei dem Mann um einen wegen Gewaltdelikten polizeibekannten Bodybuilder, der auch schon durch häusliche Gewalt aufgefallen sei.

Mehrere Streifenwagen und mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte sperrten den Einsatzort rund um das Haus weiträumig ab, ein Spezialeinsatzkommando (SEK) war im Einsatz. Die Großfahndung dauerte am Nachmittag noch an. 

+++ 16.14 Uhr: Türkei: 32 Außenamt-Mitarbeiter geflohen - Auslieferung gefordert +++

Nach dem Putschversuch in der Türkei haben 32 Diplomaten und andere Mitarbeiter des Außenministeriums die von der Regierung angeordnete Rückkehr aus dem Ausland verweigert. 32 von 208 zurückgerufenen Mitarbeitern seien "auf unterschiedlichen Wegen in andere Länder geflohen", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Freitag in Ankara. Von zwei Verdächtigen, die in Bangladesch im Einsatz waren, sei bekannt, dass sie in die USA geflohen seien. Bei manchen der 32 sei unklar, wo sie sich derzeit aufhielten. "Natürlich haben wir zu den Ländern Kontakt aufgenommen, in die sie geflohen sind. Und wir werden daran arbeiten, dass sie ausgeliefert werden."

+++ 15.54 Uhr: Banküberfall vorgetäuscht - Angestellte und Lebensgefährte in Haft +++

Nach einem vorgetäuschten Banküberfall in Baden-Württemberg sitzen eine Bankangestellte und ihr Lebensgefährte in Untersuchungshaft. Die 20-Jährige hatte im Mai behauptet, in ihrer Filiale in Alpirsbach von einem Unbekannten überfallen worden zu sein. Zur Höhe der Beute machte die Polizei damals keine Angaben. Bei den Ermittlungen gerieten die junge Frau und der 22 Jahre alte Mann in den Verdacht, das Geld unterschlagen und den Überfall vorgetäuscht zu haben. Sie gaben in der Zeit nach der Tat ungewöhnlich viel Geld aus, gingen auf Reisen und kauften ein neues Auto, wie die Beamten am Freitag mitteilten. Das Duo wurde am Mittwoch festgenommen, ein Richter erließ am Donnerstag Haftbefehl. 

+++ 15.34 Uhr: Rentnerehepaar im Saarland Opfer eines Gewaltverbrechens geworden +++

Ein Rentnerehepaar aus dem Saarland ist Opfer eines Tötungsverbrechens geworden. Die Leichen der 80 und 81 Jahre alten Eheleute wurden am Donnerstag in ihrem Haus nahe Saarbrücken gefunden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Aufgrund der Spurenlage gehen die Ermittler davon aus, dass die beiden getötet wurden.

Mitarbeiter eines Sanitätshauses hatten die Polizei verständigt, nachdem sie einige Tage erfolgslos versucht hatten, das Ehepaar zu erreichen. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Opfer schon längere Zeit tot waren.

Von dem 46-jährigen Sohn des Paares, der unter der gleichen Adresse gemeldeten ist, fehlt den Angaben zufolge jede Spur. Nach Aussage von Zeugen soll er bereits längere Zeit am dem Wohnhaus nicht mehr gesehen worden sein.

+++ 15.02 Uhr: Mehr als sieben Millionen Deutsche spielen Pokémon Go +++

Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland spielen einer Umfrage zufolge Pokémon Go. 7,7 Millionen haben die Monsterjagd-App heruntergeladen, 7,1 Millionen nutzten sie vergangene Woche noch, wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov am Freitag mitteilte. Viele Spieler, rund 40 Prozent, sind demnach 18 bis 24 Jahre alt - mehr als ein Drittel (35 Prozent) sind aber bereits über 35.

Jeder fünfte, der die App heruntergeladen hat, hat auch schon Geld für In-App-Käufe wie Pokémon-Münzen ausgegeben, wie die YouGov-Umfrage ergab. Jeder Zweite gebe dabei zwischen einem und 20 Euro aus, jeder Vierte zwischen 20 und 60 Euro und jeder Zehnte sogar über 100 Euro. 

+++ 14.30 Uhr: Französin bleibt nach Mord an gewalttätigem Ehemann in Haft +++

Eine Gerichtsentscheidung entzweit Frankreich: Eine wegen Mordes an ihrem gewalttätigen Mann verurteilte Frau muss trotz ihrer Begnadigung durch Präsident François Hollande in Haft bleiben. Ein Gericht in Melun südlich von Paris wies den Antrag der 68-Jährigen auf Freilassung zurück. Sie habe nicht genug Einsicht in ihre Tat gezeigt, argumentierten die Richter nach Angaben der Anwälte. Die Staatsanwaltschaft kündigte Berufung an.

Die im Herbst 2014 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilte Jacqueline Sauvage ist ein Opfer häuslicher Gewalt. Sie hatte ihren Mann, einen Alkoholiker, nach 47 Jahren Ehe mit einem Gewehr erschossen, nachdem dieser sie und ihre Kinder immer wieder geschlagen und missbraucht hatte. Einen Tag zuvor hatte ihr Sohn Selbstmord begangen.

+++ 13.07 Uhr: Putin entlässt Kreml-Stabschef Iwanow +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen langjährigen Vertrauten, Kreml-Stabschef Sergej Iwanow, überraschend abgesetzt. Iwanow werde künftig Sonderbeauftragter des Präsidenten für Umwelt und Transport, teilte der Kreml am Freitag in einem Dekret mit. Der frühere Vizeregierungschef Iwanow galt lange als enger Verbündeter Putins und war 2012 zum Kreml-Verwaltungschef ernannt worden.

+++ 11.17 Uhr: Zehn Tote bei offenbar gescheitertem Gefängnisausbruch auf den Philippinen +++

Offenbar bei dem Versuch, aus dem Gefängnis auszubrechen, sind auf den Philippinen zehn Häftlinge getötet und der Leiter der Anstalt verletzt worden. Wie die Strafvollzugsbehörden des Landes am Freitag mitteilten, trafen sich die Häftlinge am Vorabend mit dem Leiter des Gefängnisses von Paranaque nahe Manila in dessen Büro, als sich eine schwere Explosion ereignete. Zehn Gefangene, darunter zwei Chinesen, wurden getötet, der Leiter wurde verletzt.

Ersten Ermittlungen zufolge wurde die Explosion durch eine Handgranate verursacht, zudem wurde eine Pistole gefunden, wie es weiter hieß. Ein Behördensprecher stufte den Vorfall als "möglichen Gefängnisausbruch mit einer Geiselnahme" ein. Weshalb die Gefangenen den Leiter sprechen wollten und warum sich dieser ohne persönlichen Schutz darauf einließ, müsse nun ermittelt werden - allerdings sei der Verletzte derzeit noch nicht vernehmungsfähig.

Unter den zehn getöteten Häftlingen waren den Angaben zufolge acht wegen Drogendelikten und zwei wegen Raubüberfällen verurteilte Männer. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat einen entschlossenen Feldzug gegen Drogenhändler und andere Kriminelle ausgerufen.

+++ 10 Uhr: Kurdische Gemeinde Deutschland rechnet mit Massenflucht aus der Türkei +++

Wegen des harten Vorgehens des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach dem Putschversuch erwartet die Kurdische Gemeinde Deutschland eine Massenflucht nach Deutschland. "Kurzfristig rechne ich mit zehntausenden, mittelfristig mit einigen hunderttausend Schutzsuchenden aus der Türkei in Deutschland, wenn das Erdogan-Regime die Minderheiten und die demokratische Opposition weiter bekämpft", sagt der Verbandsvorsitzende Ali Toprak der "Welt" vom Freitag.

Weil die Regierung bereits vor Monaten kurdische Hochburgen mit Strafaktionen überzogen habe, seien 500.000 Kurden innerhalb der Türkei auf der Flucht. Nach dem vereitelten Putsch kämen noch säkulare und oppositionelle ethnische Türken hinzu. "Viele werden in Europa neu anfangen wollen, wenn sie in der Türkei weiter unterdrückt werden. Es kann nicht sein, dass ein Staat, der selbst Flüchtlinge aufnimmt, im eigenen Land Flüchtlinge produziert", sagte Toprak.

+++ 8.48 Uhr: Drei verletzte Deutsche bei Bombenanschlägen in Thailand +++

Bei den Bombenexplosionen in Thailand sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch drei Deutsche verletzt worden. "Nach derzeitigen Erkenntnissen können wir bestätigen, dass sich drei Deutsche unter den Verletzten befinden", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Die deutsche Botschaft steht mit ihnen im Kontakt." Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft stünden weiterhin in Kontakt mit den thailändischen Behörden und gingen jedem Hinweis auf weitere Verletzte nach.

+++ 8.05 Uhr: Deutschlands Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,4 Prozent gewachsen +++

Deutschlands Wirtschaft hat von April bis Juni weiter zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Verantwortlich für das Plus waren demnach vor allem die Exporte sowie die Konsumausgaben der Verbraucher und des Staates.

+++ 6.01 Uhr: Bombenserie in Thailand tötet mindestens vier Menschen +++

Inmitten der Sommersaison sind in Thailand mehrere Urlaubsorte zum Ziel von Anschlägen geworden. Mindestens vier Menschen wurden getötet, als binnen weniger Stunden acht Bomben im Badeort Hua Hin, auf der Urlaubsinsel Phuket sowie im äußersten Süden des Landes explodierten, wie die Behörden mitteilten. Angaben zu getöteten Urlaubern gab es zunächst nicht. In Hua Hin sollen aber Deutsche und Österreicher unter den Verletzten sein. Die Armee geht von einer koordinierten Angriffsserie aus.

Der beliebte Urlaubsort Hua Hin wurde von zwei Doppel-Explosionen erschüttert. Am Donnerstagabend detonierten zunächst zwei Sprengkörper in einem Kneipenviertel. Dabei wurde nach Polizeiangaben eine Thailänderin getötet. Es gab demnach mehr als 20 Verletzte, unter ihnen neun Ausländer. Nach Angaben von Krankenhäusern waren unter den eingelieferten Verletzten Menschen aus Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden. Nach Polizeiangaben waren die Sprengsätze in dem Kneipenviertel in Blumentöpfen versteckt. Sie seien offenbar über Handys ferngezündet worden, sagte Hua Hins Distriktchef Sutthipong Klai-Udom zu AFP.

Am Freitagmorgen explodierten dann zwei weitere Bomben in kurzem Abstand in der Nähe des Uhrenturms von Hua Hin. Dabei wurde nach Angaben der Polizei ein Mensch getötet. Ebenfalls am Morgen wurden zwei Bombenexplosionen von der Urlaubsinsel Phuket gemeldet. Informationen über Opfer lagen hier zunächst nicht vor. Zwei weitere Bombenanschläge gab es im äußersten Süden Thailands, der mehrere hundert Kilometer von Hua Hin und Phuket entfernt ist. In der Provinz Surat Thani wurde nach Behördenangaben eine städtische Angestellte getötet, als vor der Küstenpolizei eine Bombe explodierte. Bereits am Donnerstag war in der südthailändischen Provinz Trang ein Mensch bei einem Bombenanschlag gestorben.

+++ 3.48 Uhr: Verfassungsschützer im Bund stellen "Identitäre" unter Beobachtung +++

Die rechte "Identitäre Bewegung" ist ins Visier von Verfassungsschützern des Bundes gerückt. Nach mehreren Landesämtern hat auch das Bundesamt für Verfassungsschutz die Gruppe unter Beobachtung gestellt. "Wir sehen bei der 'Identitären Bewegung' Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung", sagte Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Insbesondere in der Anti-Asyl-Agitation im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise habe sich eine weitere Radikalisierung gezeigt. "So werden Zuwanderer islamischen Glaubens oder aus dem Nahen Osten in extremistischer Weise diffamiert. Deshalb beobachten wir die Bewegung nun auch." 

+++ 2.23 Uhr: Venezuela und Kolumbien vereinbaren Wiedereröffnung der Grenze +++

Die südamerikanischen Staaten Venezuela und Kolumbien wollen ihre Grenze ein Jahr nach der Schließung wieder öffnen. Als ersten Schritt hin zur vollständigen Öffnung sollten an fünf Übergangsstellen zunächst nur Fußgänger für jeweils 15 Stunden am Tag die Grenze passieren dürfen, teilte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos am Donnerstag (Ortszeit) nach einem Treffen mit seinem venezolanischen Kollegen Nicolás Maduro in Puerto Ordaz mit. 

Venezuela hatte die Grenze vor einem Jahr geschlossen und dafür Sicherheitsgründe angeführt. Die linksgerichtete venezolanische Regierung beschuldigte damals rechtsgerichtete kolumbianische Paramilitärs, einen Grenzposten angegriffen zu haben. 

+++ 1.15 Uhr: SPD liegt in Umfragen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vorne +++

Wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin liegt die SPD in der Wählergunst in beiden Ländern knapp vorne. Keine der antretenden Parteien schaffte es in den von der "Bild" (Freitagsausgabe) veröffentlichten Erhebungen des Instituts Insa allerdings, die 25-Prozent-Marke zu knacken.  In Mecklenburg-Vorpommern, wo am 4. September gewählt wird, verliert die SPD im Vergleich zur Wahl 2011 zwar deutlich, wird in der Umfrage aber mit 24 Prozent stärkste Kraft. Dahinter liegt die CDU mit 23 Prozent. AfD und Linkspartei kommen jeweils auf 19 Prozent, die Grünen auf sechs Prozent. Die FDP und die NPD wären mit jeweils drei Prozent nicht im Landtag vertreten. 

car AFP DPA

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